Der hermeneutische Religionsunterricht


Hausarbeit, 2008

10 Seiten, Note: 1,25


Leseprobe

Inhaltsangabe

1. Einleitung

2. Hermeneutik
2.1. Wortverständnis Hermeneutik
2.2. Wortverständnis Biblische Hermeneutik

3. Von der evangelischen Unterweisung zum hermeneutischen Religionsunterricht

4. Der hermeneutische Religionsunterricht
4.1. Entstehung
4.2. Inhalte
4.3. Theologische Begründung in der biblischen Hermeneutik
4.4. Ursachen für das Scheitern

5. Reflexion

Literaturverzeichnis.

1. Einleitung

Das Thema meiner Hausarbeit heißt: „Der hermeneutische Religionsunterricht – seine theologische Begründung in der biblischen Hermeneutik“.

Der hermeneutische Religionsunterricht ist eine von mehreren Möglichkeiten, den Religionsunterricht in der Schule didaktisch zu konzipieren. Das Konzept wurde von dem Theologen Martin Stallmann 1958 als Folge auf die religionsdidaktische evangelische Unterweisung, die nach dem 2. Weltkrieg in den Schulen vorwiegend unterricht wurde, entworfen. Heute gilt die Form des hermeneutischen Religionsunterrichts überwiegend als veraltet und nicht mehr zeitgemäß.

Ich habe mich entschieden über dieses Thema meine Hausarbeit zu schreiben, da durch die Seminare an der Hochschule mein Interesse für die verschiedenen historisch-didaktischen Modelle des Religionsunterrichts geweckt wurde. Ferner interessiere ich mich nicht nur durch mein Studium bedingt, sondern auch privat für die biblische Hermeneutik.

Auf den folgenden Seiten werde ich, um Unklarheiten zu vermeiden, zuerst die zwei wichtigen Begriffe `Hermeneutik` und `biblische Hermeneutik` erläutern. Den Hauptteil bildet der historische Zusammenhang, die Inhalte, die theologische Begründung sowie die Ursachen für das Scheitern des hermeneutischen Religionsunterrichts.

Das Ziel dieser Hausarbeit soll sein, dass der Leser eine umfangreiche und objektive Einsicht in den hermeneutischen Religionsunterricht erhält. Meine zum Schluss anstehende persönliche und subjektive Reflexion soll zum Nachdenken über das Konzept anregen.

2. Hermeneutik

2.1. Wortverständnis Hermeneutik

Der wissenschaftliche Begriff Hermeneutik [zu griechisch hermēneúein »erklären«, »kundgeben«, »auslegen«] teilt sich auf in eine Erklärung im engeren und weiteren Sinn. Im engeren Sinn versteht man darunter die Kunstlehre der Interpretation von schriftlich fixierten Texten und der gesprochenen Rede. Im weiteren Sinn versteht man darunter die Theorie des Verstehens und die Methodologie der Interpretation von Sinngebilden aller Art (Artefakten, Bildern, Texten, musikalischen Werken etc.). Unter dem hermeneutischen Zirkel versteht man, dass der Verstehende immer schon ein Vorwissen von dem Text haben muss, welchen er erarbeitet. Der Verstehensprozess beginnt mit Vorurteilen, Vermutungen über den Sinn des Textes. Anschließend folgt die gründliche Erarbeitung des Textes, was zur Änderung, bzw. Weiterentwicklung des ursprüngliche Vorwissens führt. Dieser Prozess kann man endlos wiederholen. (Zirkel)

(http://lexikon.meyers.de/meyers/Hermeneutik [Datum der Recherche: 11.09.2008])

2.2. Wortverständnis biblische Hermeneutik

Die biblische Hermeneutik ist die Wissenschaft vom Verstehen biblischer Texte. Um an 2.1. anzuknüpfen ist es eine angewandte Form der Hermeneutik. Das Hauptanliegen der biblischen Hermeneutik ist, die Bibel richtig zu verstehen. Die Frage, ob es eine spezielle biblische Hermeneutik (>hermeneutica sacra<) geben soll, wird seit Jahrhunderten kontrovers diskutiert. Es gibt vier Gründe für eine spezielle biblische Hermeneutik: Die Einzigartigkeit dieses über Jahrtausenden entstandenen Buches, die Tatsache, dass die biblischen Verfasser bewusst nicht im Mittelpunkt stehen wollen, sondern von sich weg auf Gott weisen wollen, die Beobachtung, dass die Bibel eine eigentümliche, unverwechselbare Beziehung zwischen Gott und dem Ausleger aufbaut und als letzter Grund noch die Aporien, in die der Bibelausleger unausweichlich gerät. Der Versuch, die Bibel zu verstehen, besitzt den Charakter eines Wagnisses, dessen Gelingen von Aporien begleitet wird.

Um das Thema objektiv zu betrachten, stelle ich im Folgenden noch zwei Einwände gegen eine spezielle biblische Hermeneutik dar. Der eine Einwand wird u.a. von Harnack vorgetragen und geht dahin, „dass man sich immer weiter von der reinen Erkenntnis des Objekts entfernte, wenn man eine hermeneutica sacra anwenden wollte“.

(Vgl. Harnack 1901, S. 8)

Der zweite Einwand stellt die Frage, ob wir nicht die vom Schöpfer gesetzte Wirklichkeit abspalten, wenn wir neben die anderswo geübte Hermeneutik die Biblische stellen?

(Vgl. Maier, S. 12ff)

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Der hermeneutische Religionsunterricht
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Veranstaltung
Einführung in die Religionsdidaktik
Note
1,25
Autor
Jahr
2008
Seiten
10
Katalognummer
V117340
ISBN (eBook)
9783640199419
ISBN (Buch)
9783640205332
Dateigröße
375 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Religionsunterricht, Einführung, Religionsdidaktik, Theologie, Studium, Hermeneutik, biblische Hermeneutik, Schule, Religion, UNterricht, Didaktik
Arbeit zitieren
Simeon Handte (Autor), 2008, Der hermeneutische Religionsunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117340

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