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José Bergamíns "Medea, la encantadora:explosión trágica en un acto" vor dem Hintergrund der senequistischen Tradition

Title: José Bergamíns "Medea, la encantadora:explosión trágica en un acto" vor dem Hintergrund der senequistischen Tradition

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nadin Meyer (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Summary Excerpt Details

Beschäftigt man sich mit der Arbeit José Bergamíns (*1895 Madrid †1983 San Sebastián),
stößt man, selbst bei zunächst oberflächlicher Betrachtung unweigerlich auf Indizien, die auf
seine große Leidenschaft für Lucius Annaeus Seneca (*1n.Chr. †65 n.Chr.) und seine
außerordentliche Kenntnis des Werkes dessen verweisen, welches, wie man bei genauerer
Auseinandersetzung feststellen wird, beständig Spuren in Bergamíns Schaffen hinterlassen
hat: Bergamín nennt nicht nur seinen 1940 im Exil in Mexiko gegründeten Verlag Editorial
Séneca, seine Verehrung für den römischen Philosophen findet beispielsweise auch
unmittelbaren Ausdruck in den Fronteras infernales de la poesía, innerhalb derer Bergamín
Senecas Verdienste die Poesie betreffend darlegt und darüber hinaus eine beinahe persönlich
anmutende Verbindung zu Seneca herstellt, indem er, der sich durch die Abstammung seiner
Eltern aus Antequera bzw. Málaga selbst tief in Andalusien verwurzelt fühlt, jenen als
español meridional, andaluz bezeichnet, woran zu Zeiten Senecas selbstredend noch nicht zu
denken war: [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. El torero de Córdoba - Einleitung

2. Medea, la encantadora - Eckdaten

3. Medea, la encantadora - Nebentext

4. Bergamíns Medea, la encantadora im Vergleich mit Senecas Medea - Aufbau

5. Medea - Mensch oder Göttin?

6. Romper la cadena de la sangre en el tiempo - Warum tötet Medea ihre Kinder?

7. Llamas de sangre - Encanto und desencanto der Medea - Creusas Tod

8. Invisibles voces - Der Chor

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Drama Medea, la encantadora: explosión trágica en un acto von José Bergamín im direkten Vergleich mit der Medea-Tragödie von Seneca. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der spezifischen Transformation des antiken Mythos, der Frage nach der Identität der Hauptfigur und der symbolischen Bedeutung der Kindstötung sowie der Rolle des Chores im Kontext einer christlich-existentialistischen Deutung.

  • Vergleichende Analyse von Bergamíns Stück und der senequistischen Vorlage.
  • Untersuchung des Motivs der Identitätswiedererlangung und des Verlusts der Göttlichkeit.
  • Analyse der Funktion der Creusa-Figur als innovatives Element.
  • Bedeutung der musikalischen Struktur und des Chores (invisibles voces).
  • Interpretation der Kindstötung im Kontext von Bergamíns Weltanschauung.

Auszug aus dem Buch

4. Bergamíns Medea, la encantadora im Vergleich mit Senecas Medea - Aufbau

Wie in Senecas Medea, haben auch in Bergamíns Tragödie die Feierlichkeiten anlässlich der Hochzeit Jasons und Creusas bereits begonnen, als die Handlung des Stückes einsetzt. Während Seneca mittels eines Monologes eine von Schmerz und Vergeltungssucht getriebene Medea präsentiert, die sowohl sämtliche Götter anfleht, ihre Widersacher zu töten, als auch sich selbst beschwört, den Mut aufzubringen, ihre Vergeltungs- bzw. Mordpläne, die die korinthische Königsfamilie betreffen, jedoch (noch) nicht die eigenen Kinder einbeziehen, auszuführen, steht bei Bergamín, dessen Stück mit einem Dialog zwischen der Amme und Medea beginnt, der Tod der Kinder von Anfang an fest:

MEDEA: [...] ¡Muerte! ¡imposible afán de una ilusoria sombra que arrastra su esqueleto de sueño por el suelo! ¿Dónde está tu aguijón, tu veneno, tu engaño, la miel de este panal vacío de mi cuerpo? [...] No te llamo por mí, te llamo por mis hijos; los hijos que me diste, tú misma, de tus muertos: la semilla del hombre, que en mí fecundizaste, es tuya, muerte, tómala, para nada la quiero. [...]

Dabei ist allerdings weder das Motiv der Vergeltung von Belang, noch wird die Rache an weiteren Personen thematisiert. Bergamíns Medea schäumt nicht vor Wut, ihr Schmerz gilt nicht dem Verlust Jasons oder dem seiner Liebe, als vielmehr dem Verlust ihres encanto, dem Verlust der eigenen Göttlichkeit und der damit einhergehenden Unsterblichkeit:

Zusammenfassung der Kapitel

1. El torero de Córdoba - Einleitung: Einführung in die Person José Bergamín und seine Verehrung für Seneca sowie Darstellung der Zielsetzung der Arbeit.

2. Medea, la encantadora - Eckdaten: Überblick über die Entstehungsgeschichte, Veröffentlichungsdaten und die zeitgenössische Aufnahme des Dramas.

3. Medea, la encantadora - Nebentext: Analyse der Verweise auf Seneca und der bewussten Verlagerung des Schauplatzes nach Andalusien im Nebentext.

4. Bergamíns Medea, la encantadora im Vergleich mit Senecas Medea - Aufbau: Struktureller Vergleich der Stücke, bei dem die unterschiedliche Motivierung des Handelns im Fokus steht.

5. Medea - Mensch oder Göttin?: Untersuchung der Identität der Protagonistin zwischen ihrem Status als Göttin und ihrer sterblichen Rolle.

6. Romper la cadena de la sangre en el tiempo - Warum tötet Medea ihre Kinder?: Auseinandersetzung mit der Kindstötung als Akt der Identitätswiedererlangung und nicht als bloßer Racheakt.

7. Llamas de sangre - Encanto und desencanto der Medea - Creusas Tod: Betrachtung der Rolle Creusas und der symbolischen Bedeutung ihrer Tötung im Drama.

8. Invisibles voces - Der Chor: Analyse der Funktion des Chores, der bei Bergamín direkt in die Handlung eingebunden ist.

9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Transformation des antiken Stoffes in ein eigenständiges Werk Bergamíns.

Schlüsselwörter

José Bergamín, Seneca, Medea, Mythos, Kindstötung, Identitätsverlust, Göttlichkeit, Encanto, Desencanto, Tragödie, Theater, Andalusien, Existentialismus, Chor, Literaturvergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Drama Medea, la encantadora des spanischen Autors José Bergamín und vergleicht es mit der antiken Vorlage von Seneca.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Neugestaltung des Medea-Mythos, die psychologischen und existentiellen Hintergründe des Handelns der Protagonistin sowie den Vergleich mit der römischen Tradition.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es herauszuarbeiten, in welchem Umfang Bergamín der senequistischen Vorlage folgt und welche Innovationen, insbesondere hinsichtlich der Identität und Motivation der Medea, er in sein Stück einbringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine komparative Literaturanalyse, bei der der Text Bergamíns strukturell, inhaltlich und symbolisch mit dem Werk Senecas gegenübergestellt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Eckdaten, den Aufbau, die Identitätsfrage, die Analyse der Kindstötung, die Rolle von Creusa und die Bedeutung des Chores.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Medea-Mythos, Identitätswiedererlangung, Bergamín, Seneca, Tragödie und der Begriff des "Encanto".

Wie unterscheidet sich die Tötung der Kinder bei Bergamín von Seneca?

Während die Tötung bei Seneca einen Höhepunkt der Rache darstellt, ist sie bei Bergamín von Beginn an als notwendiger Akt zur Wiedererlangung der Göttlichkeit und Identität der Medea festgelegt.

Welche Bedeutung kommt der Figur der Creusa zu?

Creusa dient bei Bergamín nicht nur als Folie für Medea, sondern wird als Spiegelbild der jugendlichen, unschuldigen Medea inszeniert, was den Kontrast ihrer späteren Entwicklung unterstreicht.

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Details

Title
José Bergamíns "Medea, la encantadora:explosión trágica en un acto" vor dem Hintergrund der senequistischen Tradition
College
University of Potsdam  (Romanistik)
Course
Wandlungen des Medea - Bildes im Drama von der Antike bis zur Gegenwart
Grade
1,0
Author
Nadin Meyer (Author)
Publication Year
2008
Pages
27
Catalog Number
V117367
ISBN (eBook)
9783640198191
Language
German
Tags
José Bergamíns Medea Hintergrund Tradition Wandlungen Medea Bildes Drama Antike Gegenwart
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadin Meyer (Author), 2008, José Bergamíns "Medea, la encantadora:explosión trágica en un acto" vor dem Hintergrund der senequistischen Tradition, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117367
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