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Ludwig Erhards Position zur Kartellgesetzgebung und das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung

Título: Ludwig Erhards Position zur Kartellgesetzgebung und das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung

Trabajo de Seminario , 2008 , 15 Páginas , Calificación: 1,6

Autor:in: Tim Domagalski (Autor)

Historia de Alemania - Posguerra, Guerra Fría
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Resumen Extracto de texto Detalles

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption der sozialen Marktwirtschaft, dessen Durchsetzung in der Bundesrepublik Deutschland untrennbar mit dem Namen Ludwig Erhard verbunden ist und soll die Erfahrungen herausstellen, die richtungsweisend für das am 1.1.1958 in Kraft getretene deutsche Kartellgesetz, das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung (GWB).
Nach einem kurzen Blick auf den Ursprung der sozialen Makrtwirtschaft, der beim Ordoliberalismus und in seinem konkreten Begriff bei Alfred Müller-Armack zu suchen ist, und nach einem Blick auf ihre Grundprinzipien, wird ausgehend von diesem Ludwig Erhards Position zu Kartellbildung und Monopolen in der BRD herausgestellt und untersucht, wie es in Erhards wirtschaftlicher Konzeption dazu kommt, dass Kartelle als „Feinde des Verbauchers“ gesehen werden.
Der letzte Abschnitt der Arbeit beschäftigt sich dann mit dem GWB. Es wird eingeleitet mit dem geschichtlichen Ursprung des Wortes „Kartell“ und seinen sich verändernden Assoziationen um eine Diskussionsgrundlage zu schaffen. Für die Entstehung des GWB waren Ereignisse und Erfahrungen wichtig, die richtungsweisend für die spätere deutsche Kartellgesetzgebung waren. Ein Teil der Arbeit beschäftigt sich daher mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse, die bis ins ausgehende 19. Jahrhundert zurückreichen.
Ziel der Arbeit ist es, zu zeigen, wie sich Ludwig Erhards Anti-Kartell-Haltung bereits vor seinem Buch „Wohlstand für alle“ herauskristallisiert und aufzuzeigen, auf welchen Erfahrungen das deutsche Kartellgesetz, das GWB, resultiert sowie was seine Aufgaben und Ziele sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft und Ludwig Erhards Position zur Kartellgesetzgebung

2.1 Zum Ursprung und Wesen der sozialen Marktwirtschaft

2.2 Die Grundprinzipien der sozialen Marktwirtschaft

2.2.1 Die soziale Marktwirtschaft als wertverpflichtendes System

2.2.2 Das Wettbewerbsprinzip

2.2.3 Die sozialen Prinzipien

2.3 Kartelle als „Feinde des Verbrauchers“ bei Ludwig Erhard

3 Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung

3.1 Zum Ursprung und Wesen des Begriffs Kartell

3.2 Zur Wegbereitung und Entstehung des GWB und seine Ziele

3.3 Zum Verfahrensrecht im GWB

4 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft und arbeitet heraus, wie Ludwig Erhards kritische Haltung gegenüber Kartellbildungen und Monopolen die Entwicklung und Zielsetzung des deutschen Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) maßgeblich geprägt hat.

  • Ursprung und Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft
  • Ludwig Erhards ordnungspolitische Konzeption
  • Kartelle als wettbewerbshemmende Faktoren
  • Entstehungsgeschichte des GWB
  • Verfahrensrechtliche Durchsetzung von Wettbewerbsregeln

Auszug aus dem Buch

3.1 Zum Ursprung und Wesen des Begriffs Kartell

Der etymologische Ursprung des Wortes Kartell ist im italienischen zu suchen. So bezeichnete das Wort cartello, das seinerseits vom lateinischen carta stammt, ursprünglich ganz allgemein gehalten ein Stück Papier, eine Urkunde oder eine schriftliche Verabredung oder im übertragenen Sinne auch einen Vertrag. Im neuzeitlichen Gebrauch deutete der Begriff Kartell im assoziativen Bereich auf Geheimtreffen hin, beispielsweise auf nicht öffentliche Treffen der organisierten Arbeiterschaft. Somit ist in gewissem Grad von einer mystifizierenden Verwendung des Begriffs zu sprechen.

Dieser Charakter des Geheimen und Vertraulichen verwischte mit der Zeit durch in der Öffentlichkeit ausgetragenen Debatten, zum Beispiel durch Zollkartellsvereinbarungen zweier oder mehr Staaten, die sich innerhalb gewisser Grenzen gegenseitig Unterstützung gewähren. Im Gebiet der privaten wirtschaftlichen Interessen sind Kartelle mehr und mehr in den Fokus Öffentlichkeit gerückt. Auf diesem Gebiet kann beispielsweise vor dem Hintergrund von Gewerkschaften auch von Kartellen oder genauer, von Gewerkvereinskartellen gesprochen werden. Diese Zusammenschlüsse dienten und dienen der solidarischen und taktischen Durchführung von Arbeitskämpfen und als Druckmittel und die Ausführung von diesen fand und findet in der Öffentlichkeit statt. Somit kann das Wort Kartell generell Vereinbarungen im privaten oder öffentlichen Raum beschreiben sowie auch auf Staatsebene angewandt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Konzeption der sozialen Marktwirtschaft ein und erläutert das Ziel der Arbeit, Ludwig Erhards Anti-Kartell-Haltung im Kontext des GWB zu analysieren.

2 Die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft und Ludwig Erhards Position zur Kartellgesetzgebung: Dieses Kapitel erläutert die ordoliberalen Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft und verknüpft diese mit Erhards Überzeugung, dass ein unbeschränkter Wettbewerb essenziell für den Verbraucherschutz ist.

2.1 Zum Ursprung und Wesen der sozialen Marktwirtschaft: Es wird der Ursprung der Marktwirtschaft bei Alfred Müller-Armack sowie das Wirken der Freiburger Schule dargelegt.

2.2 Die Grundprinzipien der sozialen Marktwirtschaft: Dieses Kapitel definiert die soziale Marktwirtschaft als wertverpflichtendes System und betont die Rolle des Staates beim Schutz des Wettbewerbs.

2.2.1 Die soziale Marktwirtschaft als wertverpflichtendes System: Hier wird das Prinzip der Freiheit mit dem sozialen Ausgleich und der sittlichen Verantwortung verbunden.

2.2.2 Das Wettbewerbsprinzip: Der Wettbewerb wird als tragender Pfeiler identifiziert, der Innovationen fördert und den Verbraucher in den Mittelpunkt stellt.

2.2.3 Die sozialen Prinzipien: Es wird die ethische Basis durch die christliche Soziallehre beschrieben, welche den Menschen in das Zentrum des Wirtschaftslebens rückt.

2.3 Kartelle als „Feinde des Verbrauchers“ bei Ludwig Erhard: Dieses Kapitel arbeitet Erhards Bemühungen heraus, durch freie Preisbildung und striktes Kartellrecht die Freiheit des Marktes zu sichern.

3 Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung: Dieser Abschnitt widmet sich der Entstehung und den Zielen des GWB unter Berücksichtigung historischer Erfahrungen.

3.1 Zum Ursprung und Wesen des Begriffs Kartell: Es wird die etymologische und volkswirtschaftliche Entwicklung des Kartellbegriffs von der Industrialisierung bis zur Moderne erläutert.

3.2 Zur Wegbereitung und Entstehung des GWB und seine Ziele: Das Kapitel behandelt die historische Bedeutung von Grundsatzentscheidungen des Reichsgerichts und die Einflussnahme alliierter Dekartellierungsbestimmungen.

3.3 Zum Verfahrensrecht im GWB: Hier werden die juristischen Durchsetzungsmöglichkeiten, wie Bußgeldverfahren und Schadensersatzklagen, erläutert.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die historische Aufarbeitung und die ordoliberale Überzeugung das GWB als notwendiges Instrument zur Sicherung des Wettbewerbs etabliert haben.

Schlüsselwörter

Soziale Marktwirtschaft, Ludwig Erhard, Kartell, Wettbewerbsbeschränkung, GWB, Ordoliberalismus, Wettbewerb, Verbraucherschutz, Preisbildung, Freiburger Schule, Monopole, Wirtschaftspolitik, Preisstopp, Wirtschaftsordnung, Markt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ordnungspolitische Konzeption der sozialen Marktwirtschaft und die Rolle von Ludwig Erhard bei der Durchsetzung eines Wettbewerbsrahmens in der Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft, der theoretischen Herleitung der Wettbewerbsordnung und der historischen Entstehung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB).

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll aufgezeigt werden, wie Erhards Anti-Kartell-Haltung zur Grundlage des GWB wurde und warum ein unbeschränkter Wettbewerb als Voraussetzung für Wohlstand gesehen wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische und wirtschaftspolitische Analyse, die auf Fachliteratur und den Schriften Ludwig Erhards basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die ordoliberalen Grundlagen, die Bedeutung des Wettbewerbs für den Verbraucher sowie die Entstehungsgeschichte und die rechtlichen Mechanismen des GWB.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind soziale Marktwirtschaft, Kartellverbot, Ludwig Erhard, GWB und Wettbewerbsprinzip.

Warum sah Ludwig Erhard Kartelle als „Feinde des Verbrauchers“?

Weil Kartelle den freien Wettbewerb behindern, Preisbildung manipulieren und somit die Errungenschaften einer marktwirtschaftlichen Ordnung, die dem Konsumenten dienen sollte, verhindern.

Welche Rolle spielt die christliche Soziallehre in diesem Konzept?

Sie dient als ethische Basis, um die ordoliberale Lehre zu ergänzen und den Menschen in den Mittelpunkt des wirtschaftlichen Handelns zu stellen.

Was war die Bedeutung der Entscheidung zum „sächsischen Holzstoffkartell“?

Dieses Urteil von 1897 bildete juristisch das Fundament für Kartellbildungen im Deutschen Reich, da es diese unter dem Aspekt der Vertragsfreiheit zunächst als zulässig einstufte.

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Detalles

Título
Ludwig Erhards Position zur Kartellgesetzgebung und das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Historisches Institut)
Curso
Die Bundesrepublik im Wirtschaftswunder
Calificación
1,6
Autor
Tim Domagalski (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
15
No. de catálogo
V117373
ISBN (Ebook)
9783640199464
ISBN (Libro)
9783640205387
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ludwig Erhards Position Kartellgesetzgebung Gesetz Wettbewerbsbeschränkung Bundesrepublik Wirtschaftswunder
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tim Domagalski (Autor), 2008, Ludwig Erhards Position zur Kartellgesetzgebung und das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117373
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