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Belohnung durch Bestätigung? - Warum positive Konsumerfahrungen glücklich machen

Title: Belohnung durch Bestätigung? - Warum positive Konsumerfahrungen glücklich machen

Master's Thesis , 2008 , 46 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: MBA Christian Gansen (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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Bereits seit der Mitte des letzten Jahrhunderts beschäftigt sich die Wissenschaft mit dem Phänomen der Kundenzufriedenheit, ihrer Entstehung und vor allem ihren Auswirkungen auf Kaufentscheidungen, Konsumverhalten und die langfristige Bindung von Kunden an ein Produkt, eine Marke oder einen Dienstleister. Dabei spielen heute allgemein akzeptierte theoretische Modelle in der Erforschung des Konsumentenverhaltens immer wieder eine wichtige Rolle, so z.B. die Theorie der kognitiven Dissonanz, also das Streben nach innerem Gleichgewicht (vgl. Festinger, 1957) oder das Konfirmations-/Diskonfirmations-Paradigma, der Abgleich zwischen Erwartungen und tatsächlich wahrgenommener Leistung (vgl. Homburg, Becker & Hentschel, 2005: 97). Neuere Ansätze beschäftigen sich intensiv mit der Erforschung der physiologischen
Abläufe im menschlichen Gehirn im Zusammenhang mit dem Zufriedenheitsempfinden
des Kunden. Diese Forschungen werden durch die rapide technische Entwicklung der
funktionellen Bildgebung, also das Erstellen von Bildern der Gehirnaktivität unter bestimmten Bedingungen, unterstützt (vgl. Abler, Erk & Walter, 2005: 1) und resultieren in Konzepten der Nutzbarmachung dieser Forschungen, wie z.B. dem
Neuromarketing. Speziell in diesem Bereich hat sich gezeigt, dass das menschliche Gehirn über ein Belohnungszentrum zu verfügen scheint, welches im Zusammenspiel diverser Regionen und Hormone – hauptsächlich Dopamin – auf primäre oder sekundäre Reize reagiert (vgl. Abler et al., 2005: 3). Darauf aufbauend stellt sich die Frage, inwiefern mögliche Ergebnisse aus den klassischen Forschungsmodellen im Hinblick auf eine Art Bestätigung des Kunden auf einer bewussten, einer unbewussten und einer sozialpsychologischen
Ebene zueinander in Beziehung stehen sowie weiterhin einen Einfluss
auf das Belohnungszentrum ausüben und damit zu einem Zufriedenheitsgefühl führen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Glückliche Kunden = zufriedene Kunden?

2. Glücklich sein. Grundlagen der Kundenzufriedenheit

2.1. Begriffsdefinitionen

2.2. Physiologische Grundlagen: Das Belohnungszentrum des Gehirns

2.3. Theoretische Grundlagen und Konzepte

2.3.1. C/D-Paradigma

2.3.2. Kognitive Dissonanz

2.3.3. Umweltdeterminanten und Einfluss durch soziales Umfeld

2.4. Exkurs: Spiel mit dem Unterbewusstsein: Neuromarketing

3. Belohnung und Bestätigung im dimensionalen Kontext

3.1. Die Bewusstseinsdimension – Wahrnehmung und Erkenntnis

3.2. Die unterbewusste Dimension – das „Bauchgefühl“

3.3. Bezugsgruppen, Szenen und Familie. Einfluss des sozialen Umfelds

3.4. Überschneidungen und Parallelen der Dimensionen

4. Diskussion - Implikationen für Marketing und Forschung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Kundenzufriedenheit, Belohnung und Bestätigung im Konsumentenverhalten. Dabei wird analysiert, wie bewusste, unterbewusste und soziale Einflüsse auf das Belohnungssystem des menschlichen Gehirns wirken und ob positive Konsumerfahrungen zu einer dauerhaften Kundenbindung führen können.

  • Grundlagen der Kundenzufriedenheit und physiologische Belohnungsprozesse im Gehirn
  • Die Rolle des C/D-Paradigmas und kognitiver Dissonanz bei Kaufentscheidungen
  • Einfluss des sozialen Umfelds und der Bezugsgruppen auf Konsumverhalten
  • Neuromarketing als Ansatz zur Erforschung physiologischer Ursachen von Kaufentscheidungen

Auszug aus dem Buch

2.2. Physiologische Grundlagen: Das Belohnungszentrum des Gehirns

Das Thema Belohnung und Bestätigung ist in der Wissenschaft ein wichtiges Forschungsfeld, das seit den berühmt gewordenen Experimenten von Pawlow im Jahre 1905 stetig an Bedeutung gewonnen hat. Doch erst mit der Entwicklung neuer medizintechnischer Methoden und der damit verbundenen Möglichkeit, immer tiefere Einblicke in die eigentlichen bewussten und unbewussten Denkprozesse und deren physiologische Abläufe nehmen zu können, konnte ein klares Bild davon gezeichnet werden, welche Prozesse sich im menschlichen Gehirn abspielen, wenn es zu einer Belohnung kommt.

Einen großen Beitrag zum besseren Verständnis der Art und Weise, wie Belohnungen im menschlichen Gehirn verarbeitet werden, lieferte in jüngster Zeit die Methodik der funktionellen Bildgebung, also die Möglichkeit der Darstellung funktioneller Vorgänge im Gehirn (vgl. Abler et al., 2005: 1). Die bildgebenden Verfahren wie z.B. PET oder MRT arbeiten entweder mit starken Magnetfeldern oder auch mit radioaktiven Methoden, um sowohl Strukturen als auch Stoffwechselvorgänge im Körper medizinisch sichtbar zu machen (vgl. Krebsinformationsdienst, 2007). Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der fMRT, einer Weiterentwicklung der klassischen Magnetresonanztomographie. Durch die Ergänzung um die funktionelle Komponente lässt sich der aktuelle Funktionszustand von Zellen und Geweben anzeigen. Die Methode lässt mittlerweile so räumlich gute und scharf definierte Bilder zu, dass ein Forscherteam aus Hong Kong sogar die Wirkung der Anregung von Zell-strukturen durch Akupunktur nachweisen konnte (vgl. Lia, Ng et al., 2005: 995-999).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Glückliche Kunden = zufriedene Kunden?: Die Einleitung beleuchtet den wissenschaftlichen Stand der Kundenzufriedenheitsforschung und führt die Relevanz physiologischer Prozesse im Gehirn für Konsumentscheidungen ein.

2. Glücklich sein. Grundlagen der Kundenzufriedenheit: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe und erläutert theoretische Konzepte wie das C/D-Paradigma, kognitive Dissonanz sowie den Einfluss der sozialen Umwelt.

3. Belohnung und Bestätigung im dimensionalen Kontext: Hier werden die bewussten, unterbewussten und sozialen Dimensionen zusammengeführt, um zu erklären, wie sie gemeinsam das Belohnungssystem aktivieren und Zufriedenheit erzeugen.

4. Diskussion - Implikationen für Marketing und Forschung: Das Kapitel diskutiert die praktischen Auswirkungen der Erkenntnisse auf das Marketing und fordert ein Umdenken in der Kundenbetreuung hin zu einem interaktiven Dialog.

Schlüsselwörter

Konsumentenverhalten, Kundenzufriedenheit, Belohnungszentrum, Neuromarketing, Dopamin, C/D-Paradigma, Kognitive Dissonanz, Kaufentscheidung, Soziales Umfeld, Bezugsgruppen, Kundenloyalität, Bestätigung, Funktionelle Bildgebung, Markenbindung, Konsumerfahrung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den physiologischen und psychologischen Ursachen von Kundenzufriedenheit und analysiert, warum positive Konsumerfahrungen beim Kunden glücklich machen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das Belohnungssystem des Gehirns, der Prozess der Kaufentscheidung sowie der Einfluss von sozialen Netzwerken und externen Faktoren auf die Bestätigung des Kunden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen bewussten und unterbewussten Wahrnehmungsprozessen bei Kaufentscheidungen zu entschlüsseln und zu zeigen, wie Unternehmen diese Erkenntnisse zur Steigerung der Kundenloyalität nutzen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender theoretischer Modelle der Kundenzufriedenheit sowie auf Erkenntnissen der modernen Neurologie und Hirnforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Bewusstseinsdimension, der unterbewussten Dimension ("Bauchgefühl") und den Einfluss sozialer Faktoren, ergänzt durch die Möglichkeiten des Neuromarketings.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Konsumentenverhalten, Belohnungszentrum, Dopamin, kognitive Dissonanz, soziale Bestätigung und Kundenloyalität.

Welche Rolle spielt das "Bauchgefühl" bei Konsumentscheidungen?

Das Bauchgefühl fungiert als unterbewusster emotionaler Anzeiger, der dem Konsumenten signalisiert, ob eine Kaufentscheidung korrekt war, und bildet die Basis für kognitive Dissonanzen.

Wie beeinflussen Bezugsgruppen die Zufriedenheit eines Käufers?

Bezugsgruppen üben einen Anpassungsdruck aus; positives Feedback aus dem sozialen Umfeld wirkt dabei als Bestätigung der Kaufentscheidung, was das Belohnungssystem aktiviert.

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Details

Title
Belohnung durch Bestätigung? - Warum positive Konsumerfahrungen glücklich machen
College
Saarland University  (Europa-Institut)
Course
Int. Kommunikation & Konsumentenverhalten
Grade
1,0
Author
MBA Christian Gansen (Author)
Publication Year
2008
Pages
46
Catalog Number
V117378
ISBN (eBook)
9783640197163
ISBN (Book)
9783640681228
Language
German
Tags
Belohnung Bestätigung Warum Konsumerfahrungen Kommunikation Konsumentenverhalten Konsum Konsumforshung IKV
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MBA Christian Gansen (Author), 2008, Belohnung durch Bestätigung? - Warum positive Konsumerfahrungen glücklich machen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117378
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