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Die Gesandtschaftsszene Divico-Caesar (Caes. Gall. 1,13-14)

Titre: Die Gesandtschaftsszene Divico-Caesar (Caes. Gall. 1,13-14)

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2015 , 15 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Oliver Meuser (Auteur)

Études latines - Néolatin et Latin contemporain
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Résumé Extrait Résumé des informations

In der vorliegenden Arbeit untersuche ich die Gesandtschaftsszene Divico-Caesar (BG 1,13-14). In einem ersten Schritt soll die Szene zunächst in den Kontext ihrer Stellung im Bellum Gallicum (BG) eingebettet werden. In einem zweiten Schritt soll die Szene lexikalisch, grammatisch und rhetorisch analysiert und mithilfe narratologischer Instrumente interpretiert werden, indem die narrativen Partien und die beiden indirekten Reden beschrieben und gedeutet werden. Eine Schlussbetrachtung mit einem Rückblick auf die Ergebnisse der Untersuchung und einem Ausblick auf mögliche Forschungsdesiderata schließt die Arbeit ab.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Kontextualisierung

II. Analyse

III. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gesandtschaftsszene zwischen Divico und Cäsar in Bellum Gallicum 1,13-14 durch eine kontextuelle Einbettung sowie eine detaillierte lexikalische, grammatische und rhetorische Analyse, um die narratologischen Funktionen der indirekten Rede im Werk zu beleuchten.

  • Kontextuelle Einordnung der Gesandtschaftsverhandlungen in das Bellum Gallicum
  • Strukturelle Analyse der Reden von Divico und Cäsar
  • Untersuchung der narratologischen Instrumente und des Erzählerstils
  • Analyse der Charaktereigenschaften und der Topik der Barbaren
  • Reflexion über die Funktion der indirekten Rede bei Cäsar

Auszug aus dem Buch

II. Analyse

Die Rede des Divico enthält kein Prooemium und keine Captatio benevolentiae, sondern geht direkt in medias res. In der Propositio bietet Divico Cäsar eine fast bedingungslose Kapitulation an: Wenn das römische Volk Frieden schließe, gingen die Helvetier dorthin, wo immer Cäsar ihnen Land zuweisen werde (13,3). Er schließt aber sofort den Alternativ-Fall an, auf den der Rest seiner Rede ausgelegt ist: Den Fall, dass das römische Volk die Helvetier weiter mit Krieg plage (bello persequi). Das Hauptprädikat und damit die ganze Apodosis ist eine Aufforderung (reminisceretur): Für diesen Fall solle Cäsar sich an den früheren Rückschlag (incommodum) und die Wehrkraft der Helvetier (virtus) erinnern, die sie schon im Cassianischen Krieg bewiesen hatten – und scilicet erneut unter Beweis stellen werden. Divico nutzt das historische Exemplum zum Beweis der helvetischen Wehrkraft (13,4). Der zweite Satz der Propositio leitet so über zur Probatio.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit stellt das Ziel der Untersuchung der Gesandtschaftsszene zwischen Divico und Cäsar vor und umreißt die methodische Vorgehensweise.

I. Kontextualisierung: Dieses Kapitel bettet die Gesandtschaftsverhandlungen in das Gesamtgeschehen des ersten Buches von Cäsars Bellum Gallicum ein, insbesondere vor dem Hintergrund des Helvetierkrieges.

II. Analyse: Der Hauptteil bietet eine detaillierte rhetorische und narratologische Analyse der Reden von Divico und Cäsar, inklusive ihrer jeweiligen Propositiones, Probationes und Perorationes.

III. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Funktion der indirekten Rede als Instrument der Charakterisierung und Leserlenkung durch Cäsar.

Schlüsselwörter

Bellum Gallicum, Divico, Cäsar, Helvetier, indirekte Rede, Oratio obliqua, Narratologie, Rhetorik, Historische Periode, clades Cassiana, clementia, ferocitas, Barbaren-Topik, Kriegsnarrativ, Leserlenkung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Gesandtschaftsszene zwischen Divico und Cäsar in den Kapiteln 13 und 14 des ersten Buches von Cäsars Bellum Gallicum.

Welche thematischen Schwerpunkte werden gesetzt?

Im Fokus stehen die literarische Gestaltung der Reden, die Charakterisierung der Akteure sowie die Funktion der indirekten Rede als Mittel der politischen und strategischen Darstellung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine präzise lexikalische, grammatische und rhetorische Analyse aufzuzeigen, wie Cäsar durch indirekte Reden seine Leser lenkt und seine eigene Position rechtfertigt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es wird eine philologische Analyse des lateinischen Textes durchgeführt, ergänzt durch narratologische Instrumente und den Vergleich mit historiographischen Konventionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Untersuchung der Argumentationsgänge von Divico und Cäsar, unterteilt in Einleitungen, Beweisführungen und Schlussworte der jeweiligen Parteien.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Bellum Gallicum, indirekte Rede, rhetorische Analyse, Narratologie und römische Geschichtsschreibung.

Wie bewertet der Autor Divicos rhetorischen Stil?

Divico wird als Vertreter des Barbaren-Topos charakterisiert, dessen Rede durch eine aggressive Haltung und eine gewisse Selbstüberschätzung geprägt ist, die Cäsar als Karikatur darstellt.

Welche Rolle spielt der 'Cassianische Krieg' für die Argumentation?

Der Cassianische Krieg dient sowohl Divico als historisches Exemplum für die Wehrkraft der Helvetier als auch Cäsar als Rechtfertigungsgrund für sein militärisches Handeln und seine Rache.

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Résumé des informations

Titre
Die Gesandtschaftsszene Divico-Caesar (Caes. Gall. 1,13-14)
Université
University of Cologne  (Institut für Altertumskunde)
Note
1,0
Auteur
Oliver Meuser (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
15
N° de catalogue
V1174114
ISBN (PDF)
9783346592682
ISBN (Livre)
9783346592699
Langue
allemand
mots-clé
Caesar Cäsar Bellum Gallicum De bello Gallico Gallischer Krieg Divico Gesandtschaftsszene Helvetierkerkrieg Helvetier bellum iustum
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Oliver Meuser (Auteur), 2015, Die Gesandtschaftsszene Divico-Caesar (Caes. Gall. 1,13-14), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1174114
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Extrait de  15  pages
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