Was genau ist der amerikanische Traum und existiert auch ein Pendant bei uns in Europa? Im Rahmen dieser Arbeit wird der „American Dream“ mit dem „European Dream“ verglichen und erörtert, wie sich Anspruch und Realität unterscheiden. Im Zusammenhang damit wird die Frage beantwortet, ob Europa als Ablösung des „American Dream“ bezeichnet werden kann und die Gesellschaft somit zurück zu ihren Ursprüngen mit Europa als richtunggebende Macht kehrt.
Amerika ist Europas größte Faszination. Auf den Grundgedanken des „American Dream“ und der damit einhergehenden Redewendung „vom Tellerwäscher zum Millionär“ lässt sich ein Großteil der Immigration in die Vereinigten Staaten von Amerika zurückführen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der „American Dream“ (AD)
3. Der „European Dream“ (ED)
4. Umsetzung im Vergleich
5. Zukunftschancen im Vergleich
6. Fazit
9. Anhang
9.1 Die Europäische Union
9.1.1 Die historische Entwicklung
9.1.2 Die Organe der EU
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht das Konzept des „American Dream“ mit dem „European Dream“. Dabei wird erörtert, inwieweit sich Anspruch und Realität in beiden Modellen unterscheiden und ob Europa als zukünftige richtungsgebende Macht den amerikanischen Traum ablösen kann.
- Historische Herleitung und Definition des „American Dream“
- Strukturelle Analyse des „European Dream“ durch die Europäische Union
- Vergleichende Betrachtung der sozioökonomischen Umsetzung
- Bewertung von Zukunftschancen und Transformationsprozessen
- Identitätsstiftung und Wertegemeinschaft im europäischen Kontext
Auszug aus dem Buch
2. Der „American Dream“ (AD)
Trotz der frequentieren Benutzung des Begriffs des “American Dreams” existiert bis heute keine festgeschriebene Definition des Traums. Im 17. Jahrhundert bewegte die Kolonisten ein „Bild vom Traum eines in allen Bereichen besseren Leben“, von „Freiheit, Gleichheit aller Menschen, Liberalität und Ehrgeiz“. Dieser Traum von persönlichem Glück findet sich schließlich in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 wieder: „[…] they are endowed […] with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness.” Seit Mitte des 19. Jahrhunderts verkörperten zahlreiche Groschenromane beispielsweise von H. Alger den unbeirrten Glauben an einen sozialen Aufstieg, den Aufstieg vom Tellerwäscher zum Millionär, als Ausdruck des „pursuit of happiness“. Der Begriff „American Dream” wurde jedoch erst 1931 von Adams in „The Epic of America“ geprägt, um zu beschreiben, wie Amerika es „vom Land der Indianer zum Weltreich“ brachte.
Die Grundidee des heutigen AD beschrieb der deutsche Historiker Emmerich 2008 als „Traum eines mittellosen, unterdrückten Menschen, der nach sozialem Aufstieg strebt [und] Gleichheit und Gerechtigkeit vom Staat erwartet, [sodass er] […] unabhängig und […] glücklich […] [wird].“ Der AD steht also für Freiheit, Soziale Mobilität, Gleichheit, Grundbesitz, individuelle Entwicklung und Unabhängigkeit für das Individuum.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Faszination Amerikas ein, definiert die Grundgedanken des amerikanischen Traums und stellt die Forschungsfrage nach der möglichen Ablösung durch ein europäisches Pendant.
2. Der „American Dream“ (AD): Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Ursprünge und die definitorische Vielschichtigkeit des amerikanischen Traums von der Kolonialzeit bis zur modernen Interpretation.
3. Der „European Dream“ (ED): Hier wird dargelegt, dass der europäische Traum kein nationales Konstrukt, sondern eine wertebasierte Vision ist, repräsentiert durch die Europäische Union und ihre Grundrechtscharta.
4. Umsetzung im Vergleich: Dieses Kapitel vergleicht die ökonomischen Realitäten, die soziale Mobilität und die Herausforderungen der Stabilität in den USA und der EU.
5. Zukunftschancen im Vergleich: Hier wird diskutiert, warum der AD an Attraktivität verliert, während der ED als zukunftsorientiertes Modell für global vernetzte Generationen neu bewertet wird.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Amerika den Status der bewunderten Vorbildfunktion eingebüßt hat und Europa durch ein belastbares Beziehungsgeflecht eine zukunftsfähige Alternative bietet.
9. Anhang: Der Anhang bietet ergänzende Informationen zur historischen Entwicklung der EU sowie eine grafische Darstellung ihrer Organe.
Schlüsselwörter
American Dream, European Dream, Vereinigte Staaten von Amerika, Europäische Union, soziale Mobilität, Einwanderungsgesellschaft, Wertegemeinschaft, Wirtschaftswachstum, soziale Gerechtigkeit, globale Vernetzung, Identitätsstiftung, Menschenrechte, Wohlstandsgefälle, Zukunftschancen, Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich der beiden soziokulturellen Leitbilder „American Dream“ und „European Dream“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen historische Wurzeln, ökonomische Erfolgsbedingungen, soziale Mobilität sowie die Identitätsfindung innerhalb der Europäischen Union.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es zu erörtern, wie sich Anspruch und Realität beider Modelle unterscheiden und ob Europa als moderne, richtungsweisende Kraft den amerikanischen Traum ablösen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin/der Autor nutzt eine literaturbasierte Analyse sowie eine vergleichende Gegenüberstellung von historischen und aktuellen politischen Entwicklungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen der Träume, vergleicht ihre praktische Umsetzung sowie die Herausforderungen, mit denen sich die USA und die EU in der Gegenwart konfrontiert sehen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem American Dream, European Dream, soziale Mobilität, EU-Wertegemeinschaft und soziale Gerechtigkeit.
Welchen Stellenwert nimmt die Europäische Union im Vergleich zum amerikanischen Traum ein?
Die EU wird als Wertegemeinschaft dargestellt, die trotz ihrer strukturellen Komplexität ein attraktives, auf Solidarität und Frieden ausgerichtetes Gegenmodell zum individualistischen amerikanischen Traum bietet.
Wie verändert sich laut Autor der Fokus des modernen Lebens im Vergleich zum „Tellerwäscher zum Millionär“-Mythos?
Der Fokus verschiebt sich weg von reinem Individualismus und Autonomie hin zu zwischenmenschlichen Beziehungen und der Suche nach persönlicher Erfülltheit.
Warum wird im Fazit betont, dass es sich für den europäischen Traum eher lohnt zu „leben“ als zu „sterben“?
Dies unterstreicht den Wandel von einer auf Aufopferung basierenden, oft unerreichbaren Erfolgsvision hin zu einem nachhaltigen, lebendigen Gesellschaftsmodell.
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- Anonym (Autor:in), 2021, Zukunftschancen des amerikanischen und europäischen Traums, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1174266