[...] Internationale Rechnungslegungsvorschriften, wie IFRS (International Financial Reporting Standards) und sogar US-GAAP (Generally Accepted Accounting Principles) betreffen heute schon vor allem private Krankenhausträger, die am Kapitalmarkt aktiv sind. Obwohl diese Vorschriften zunehmend an Bedeutung gewinnen, ist die KHBV, die sich am traditionellen HGB orientiert, noch immer am weitesten verbreitet. Hinzu kommt, dass seitens des Gesetzgebers eine Vielzahl von Bescheinigungen, wie z.B. Erlösbescheinigungen nach KHEntgG, Bescheinigungen zur Ausbildungsfinanzierung oder Verbesserung der Arbeitsbedingungen, verlangt werden.
Im Folgenden werden KPMG und der Bereich Health Care vorgestellt, sowie der Prüfungsansatz aufgezeigt, bevor die allgemeinen und rechtlichen Grundlagen, denen eine Prüfung unterliegt, erläutert werden. Die Prüfungsfelder, die während der Praxisphase kennengelernt wurden, sollen daran anschließend vorgestellt werden und in einer abschließenden Betrachtung reflektiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft
2.1 Health Care
2.2 Aufgaben und Prüfungsansatz
3 Grundlagen
3.1 Allgemeine Grundlagen
3.2 Rechtliche Grundlagen
4 Eigene Aufgaben im Rahmen des Praktikums
4.1 Kassenbestand / Bankguthaben bei Kreditinstituten / Schecks
4.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
4.3 Verbindlichkeiten
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Projektarbeit beleuchtet die externe Abschlussprüfung von Krankenhausunternehmen in Deutschland. Ziel ist es, den speziellen Prüfungsprozess innerhalb des Gesundheitssektors im Kontext gesetzlicher Rahmenbedingungen zu analysieren und die praktischen Prüfungshandlungen zu reflektieren.
- Strukturen und Herausforderungen des Gesundheitsmarktes
- Rechtliche Grundlagen der Krankenhausrechnungslegung
- Prüfungsansätze bei KPMG im Bereich Health Care
- Methodik der Prüfung von Kassenbeständen und Bankguthaben
- Vorgehensweise bei der Prüfung von Forderungen und Verbindlichkeiten
Auszug aus dem Buch
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Mit der Zunahme der Praktikumszeit wurden die zu prüfenden Felder stets erweitert. Ein entsprechendes Prüfungsfeld, das eigenständig geprüft wurde, sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zu diesen gehören Forderungen auf Grund von stationären und ambulanten Krankenhausleistungen, Wahlleistungen, Nutzungsentgelten der Ärzte und sonstigen Lieferungen und Leistungen, die sich vor allem gegen Krankenkassen und Selbstzahler richten. Die Vorgehensweisen bei diesem Prüfungsfeld sollen nun detailliert beschrieben werden.
Zunächst wird eine Abstimmung der Haupt- und Nebenbücher vorgenommen. Dabei gilt stets der Grundsatz: „Erst abstimmen, dann prüfen“. So werden entsprechende Abweichungen zur Finanzbuchhaltung bei den Vorträgen und zwischen der Debitorenbuchhaltung und den Finanzbuchhaltungssachkonten vermieden. Dabei muss die Debitorenbuchhaltung der Offenen-Posten-Liste (OP-Liste), der Saldenliste und der Altersstrukturliste entsprechen. Das zugehörige Prüfungsziel lautet bei diesem Schritt, dass alle Forderungen erfasst und mit ihrem richtigen Nennwert festgehalten werden.
In einem zweiten Schritt wird in Form einer Detailprüfung der Debitoreneinzelposten geprüft, ob die entsprechenden Forderungen generell plausibel sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den raschen Wandel der Gesundheitswirtschaft und die daraus resultierenden komplexen Anforderungen an das Krankenhausrechnungswesen.
2 KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft: Dieses Kapitel stellt die historische Entwicklung, die Organisationsbereiche und den spezialisierten Health-Care-Ansatz der Firma KPMG vor.
2.1 Health Care: Der Abschnitt analysiert die hohe Dynamik, den Wettbewerbsdruck und die Notwendigkeit zur Umstrukturierung im deutschen Gesundheitsmarkt.
2.2 Aufgaben und Prüfungsansatz: Hier wird der risikoorientierte Prüfungsansatz erläutert, der sich an internationalen Standards orientiert und eine tiefgehende Auseinandersetzung mit dem Mandanten voraussetzt.
3 Grundlagen: Dieser Teil beschreibt die besondere ökonomische und rechtliche Stellung von Krankenhäusern in Deutschland sowie deren Finanzierungsstruktur.
3.1 Allgemeine Grundlagen: Die Sektion erläutert das duale Prinzip der Krankenhausfinanzierung und die daraus resultierende hohe Regulierungsdichte.
3.2 Rechtliche Grundlagen: Dieser Bereich gibt einen Überblick über die für Krankenhäuser relevanten Normen wie KHBV, HGB, KHG und KHEntgG.
4 Eigene Aufgaben im Rahmen des Praktikums: Der Hauptteil beschreibt die vom Autor während der Praxisphase durchgeführten Prüfungshandlungen in verschiedenen Bilanzpositionen.
4.1 Kassenbestand / Bankguthaben bei Kreditinstituten / Schecks: Dieser Abschnitt beschreibt die Abstimmung von Finanzbuchhaltungskonten sowie die kritische Durchsicht von Kassenprotokollen und Bankbelegen.
4.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: Hier wird das methodische Vorgehen bei der Forderungsprüfung, inklusive Saldenbestätigungen und Wertberichtigungen, detailliert dargestellt.
4.3 Verbindlichkeiten: Das Kapitel behandelt die Prüfung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Lieferanten sowie die Anwendung von Saldenbestätigungsaktionen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung externer Abschlussprüfungen zum Schutz verschiedener Interessengruppen zusammen und reflektiert die zukünftige Entwicklung der Rechnungslegung.
Schlüsselwörter
Krankenhausunternehmen, Abschlussprüfung, Jahresabschluss, KPMG, Health Care, HGB, KHBV, Wirtschaftsprüfung, Forderungsmanagement, Verbindlichkeiten, Bilanzierung, Risikoorientierte Prüfung, Rechnungslegung, Gesundheitsmarkt, Praxisphase
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektarbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit den Prozessen und Methoden der externen Abschlussprüfung von Krankenhausunternehmen in Deutschland aus der Perspektive eines Praktikanten bei KPMG.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser, den Prüfungsansatz einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und die konkrete praktische Prüfung von Bilanzpositionen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, das Vorgehen bei einer Abschlussprüfung im Gesundheitswesen transparent zu machen und die praktische Anwendung theoretischer Rechnungslegungsvorschriften zu erläutern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine praxisorientierte Projektarbeit, die durch eine fundierte Literaturrecherche zu gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsstandards untermauert wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Bereiche Kassenbestand, Bankguthaben, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Prüfung von Verbindlichkeiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Krankenhausfinanzierung, Abschlussprüfung, HGB, KHBV, Forderungsmanagement und Wirtschaftsprüfung.
Warum ist die Prüfung von Forderungen bei Krankenhäusern besonders komplex?
Aufgrund der Vielzahl von Kostenträgern (Krankenkassen) und Selbstzahlern ist die Abstimmung der Forderungen sowie die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen ein zentrales, fehleranfälliges Prüfungsfeld.
Was unterscheidet den Prüfungsansatz bei Verbindlichkeiten von dem bei Forderungen?
Während bei Forderungen das Risiko des Ausfalls und die korrekte Wertberichtigung im Fokus stehen, geht es bei Verbindlichkeiten primär um die Vollständigkeit der erfassten Verpflichtungen und die Prüfung gegenüber Kreditinstituten mittels Salden- und Bankbestätigungen.
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- Christian Bach (Autor), 2008, Externe Prüfung von Einrichtungen des Gesundheitswesens, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117444