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Vergleichende Betrachtung von Wohlfahrtsstaattypologien

Die Bedeutung der Klassifikationskriterien

Titre: Vergleichende Betrachtung von Wohlfahrtsstaattypologien

Dossier / Travail de Séminaire , 2007 , 29 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Melanie Rottmüller (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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Klassifikationskriterien beeinflussen die Zuordnung von Wohl-fahrtsstaaten zu verschiedenen Typen. Dabei ist zu beachten, dass man immer das Ziel der vorliegenden Analyse betrachten sollte um die Adäquatheit von Kriterien abzuwägen. Insbesondere die Geschlechterkomponente hat Auswirkungen, wenn man die „Familien- und Frauenfreundlichkeit“ von Wohlfahrtsstaaten untersucht. In diesem Zusammenhang sei auch die Inadäquatheit des Begriffs der Pfadabhängigkeit zu betonen. Staaten können, müssen aber nicht ihren einmal eingeschlagenen Weg der Wohlfahrtsstaatspolitik beibehalten. Dies hängt vor allem, wie auch Pfau-Effinger zeigt, von sozialen Aushandlungsprozessen und sich durchsetzenden Geschlechter-Arrangements ab und nicht von der Ausgangsposition des Landes.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. TYPISIERUNG VON WOHLFAHRTSSTAATEN – DIE BEDEUTUNG DES „WIE“ UND „WARUM“

2. VERGLEICHENDE BETRACHTUNG VON WOHLFAHRTSSTAATSTYPOLOGIEN – DIE BEDEUTUNG DER KLASSIFIKATIONSKRITERIEN

2.1 THEORETISCHER VERGLEICH DER TYPOLOGIEN KLASSIFIZIERUNGSKRITERIEN, OPERATIONALISIERUNG UND ENTSTEHENDE TYPEN

2.1.2 Esping-Andersens (1990/ 1999) Konzept der drei Welten

2.1.2 Orloffs (1993) Erweiterung Esping-Andersens Ansatz um die Geschlechterkomponente

2.1.3 Lewis’ und Ostners (1994) partikularisiertes Male-Breadwinner Modell

2.1.4 Siaroffs (1994) Typologie der Geschlechterungleichheiten in Hinsicht auf Arbeit und Wohlfahrt

2.1.5 Mósesdóttirs (1995) Regimes der Geschlechterbeziehungen

2.2 PRAKTISCHER VERGLEICH: UNTERSCHIEDE UND DEREN GRÜNDE BEI DER ZUORDNUNG VON LÄNDERN

2.2.1 Irland zwischen den Welten?

2.2.2 Niederlande - ein Paradebeispiel für einen Pfadwechsel oder nur eine Mischform?

2.3 PFAU-EFFINGERS (2000) TYPOLOGIE DER GESCHLECHTERKULTURELLEN MODELLE

2.3.1 Grundlagen und Theorie

2.3.2 Die Niederlande: Von der männlichen Versorgerehe über das egalitär familienbezogenen Modell zum egalitär-partnerschaftlichen Modell

3. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Bedeutung von Klassifikationskriterien in Wohlfahrtsstaatstypologien auseinander und untersucht, inwieweit die Integration der Geschlechterkomponente die Zuordnung einzelner Staaten zu verschiedenen Regimetypen beeinflusst.

  • Vergleich klassischer und geschlechterorientierter Wohlfahrtsstaatstypologien
  • Theoretische Bedeutung der Geschlechterkomponente für die Regimetypologie
  • Analyse der nationalen Pfadabhängigkeit am Beispiel Irlands und der Niederlande
  • Evaluierung von Pfau-Effingers Modell der geschlechterkulturellen Arrangements

Auszug aus dem Buch

1. Typisierung von Wohlfahrtsstaaten – Die Bedeutung des „Wie“ und „Warum“

Seit Ende des letzen Jahrhunderts ist eine zunehmende Verwendung von Wohlfahrtsstaatstypologien in der vergleichenden Forschung zu verzeichnen. Es gilt als unumstritten, dass sich die Welt, insbesondere Europa, in eine limitierte Anzahl wohlfahrtsstaatlicher Regime einteilen lässt. Die Diskussion begann mit dem Werk von Gosta Esping-Andersen (1990) und ist heute nicht mehr aus der Sozialforschung wegzudenken. Peter Abrahamson (1999) kommt zu mehreren Schlüssen bezüglich idealtypischer Wohlfahrtsstaatsmodelle: Ihre Entstehung steht in engem Zusammenhang mit Diskussionen über Globalisierung, insbesondere der europäischen Integration. Im Speziellen wird davon ausgegangen, dass Typologien bezüglich der Konvergenz und Harmonisierung europäischer Sozialpolitik von Nutzen sein können (Abrahamson, 1999).

Neben dem wohl etablierten Modell der drei Welten von Esping-Andersen (1990) entwickelten sich seit den 1990ern eine große Anzahl von Typologien mit unterschiedlichen Klassifikationskriterien, unterschiedlicher Operationalisierung und Verfahrensweise mit dem Ergebnis der Identifikation verschiedener Typen und deren Anzahl. Von Bedeutung sind in diesem Zusammenhang sicherlich der thematische Fokus der jeweiligen Studie, aber auch verschiedene Ansichtsweisen bezüglich des Kausalprinzips von Wohlfahrtsstaaten. Dies zielt ab auf unterschiedliche Verwendung der Wohlfahrtsstaatsideologie als zu erklärende oder determinierende Variable, was wiederum zu unterschiedlichen Modellen führt.

Darüber hinaus muss auch der Programmsensibilität Rechnung getragen werden: Modelle der Wohlfahrtsstaatsforschung sind kontextabhängig. Das bedeutet, dass Analysen verschiedener Wohlfahrtsprogramme wie Arbeitslosenversicherung und Kinderbetreuung verschiedene Regimetypologien rechtfertigen, wenn auch nicht in einem Umfang, der die Forschung willkürlich werden lässt, da wohlfahrtsstaatliche Leistungen immer nur mit einer limitierten Anzahl an Regimes in Verbindung gebracht werden können. Dennoch bestimmt der Fokus zu einem gewissen Maß die Definition des Regimes (Abrahamson, 1999).

Zusammenfassung der Kapitel

1. TYPISIERUNG VON WOHLFAHRTSSTAATEN – DIE BEDEUTUNG DES „WIE“ UND „WARUM“: Einleitung in die Bedeutung von Wohlfahrtsstaatstypologien und die Notwendigkeit ihrer kontextabhängigen Betrachtung.

2. VERGLEICHENDE BETRACHTUNG VON WOHLFAHRTSSTAATSTYPOLOGIEN – DIE BEDEUTUNG DER KLASSIFIKATIONSKRITERIEN: Detaillierte theoretische Gegenüberstellung diverser Ansätze unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechterkomponente.

2.1 THEORETISCHER VERGLEICH DER TYPOLOGIEN KLASSIFIZIERUNGSKRITERIEN, OPERATIONALISIERUNG UND ENTSTEHENDE TYPEN: Analyse verschiedener Autorenmodelle bezüglich ihrer methodischen Vorgehensweise und Kategorisierung.

2.2 PRAKTISCHER VERGLEICH: UNTERSCHIEDE UND DEREN GRÜNDE BEI DER ZUORDNUNG VON LÄNDERN: Überprüfung der Typologien anhand von Fallbeispielen wie Irland und den Niederlanden zur Verdeutlichung der Unschärfe von Klassifikationen.

2.3 PFAU-EFFINGERS (2000) TYPOLOGIE DER GESCHLECHTERKULTURELLEN MODELLE: Vorstellung eines kulturtheoretischen Ansatzes, der soziale Aushandlungsprozesse in den Mittelpunkt stellt.

3. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Relevanz von Klassifikationskriterien und der Grenzen des Konzepts der Pfadabhängigkeit.

Schlüsselwörter

Wohlfahrtsstaatstypologien, Geschlechterkomponente, Dekommodifikation, Defamilialisierung, Male-Breadwinner Modell, Geschlechterkultur, Pfau-Effinger, Esping-Andersen, Sozialpolitik, Arbeitsmarktbeteiligung, Familienpolitik, Pfadabhängigkeit, Regimetypologie, Gleichstellung, Geschlechterarrangement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Analyse von Wohlfahrtsstaatstypologien und untersucht, wie verschiedene Klassifikationskriterien die Einordnung von Staaten beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Dekommodifikation, die Einbeziehung der Geschlechterkomponente in die Forschung sowie die Bedeutung kultureller Leitbilder für die Wohlfahrtsstaatspolitik.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Adäquatheit der herangezogenen Kriterien bei der Typologisierung zu hinterfragen und zu zeigen, dass die Geschlechterkomponente ein entscheidender Faktor für die familien- und frauenpolitische Bewertung ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-vergleichende Literaturanalyse, die verschiedene Regimetypologien anhand von Fallbeispielen wie Irland und den Niederlanden validiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Vergleich prominenter Typologien (u.a. Esping-Andersen, Lewis, Siaroff) und eine praktische Analyse der Zuordnungsschwierigkeiten einzelner Staaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Wohlfahrtsstaatstypologien, Geschlechterkomponente, Pfadabhängigkeit und Geschlechterkultur beschreiben.

Warum sind die Niederlande als Fallbeispiel so bedeutsam?

Die Niederlande gelten als Paradebeispiel für einen Staat, der sich nicht eindeutig einem Regimetyp zuordnen lässt, da er Elemente verschiedener Modelle vereint.

Welche Rolle spielt Pfau-Effingers Ansatz für die Analyse?

Ihr Ansatz erweitert die starre institutionelle Betrachtungsweise um die Dimension kultureller Leitbilder und Aushandlungsprozesse, was ein tieferes Verständnis von sozialem Wandel ermöglicht.

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Résumé des informations

Titre
Vergleichende Betrachtung von Wohlfahrtsstaattypologien
Sous-titre
Die Bedeutung der Klassifikationskriterien
Université
University of Bamberg
Cours
Weibliche Erwerbsverläufe im internationalen Vergleich
Note
1,3
Auteur
Melanie Rottmüller (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
29
N° de catalogue
V117454
ISBN (ebook)
9783640196067
Langue
allemand
mots-clé
Vergleichende Betrachtung Wohlfahrtsstaattypologien Weibliche Erwerbsverläufe Vergleich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Melanie Rottmüller (Auteur), 2007, Vergleichende Betrachtung von Wohlfahrtsstaattypologien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117454
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Extrait de  29  pages
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