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Klassische Grundlagen und Theorierichtungen der Sozialisation

Definition und Vergleich der wichtigsten und grundlegenden Sozialisationstheorien von Parsons, Mead und Habermas

Title: Klassische Grundlagen und Theorierichtungen der Sozialisation

Term Paper , 2008 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Benjamin Klug (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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Durch welche Prozesse werde ich Teil der Gesellschaft und damit ein Teil des
Ganzen? Wie und warum werden Kinder gesellschaftliche Subjekte mit klaren
Rollenverständnissen? Was für Rollenerwartungen hat die Gesellschaft an mich? Dies
alles sind zentrale Fragestellungen der Sozialisationsforschung, welche nach den
Auswirkungen sozialer Strukturen und Prozesse auf die individuelle Entwicklung
fragt. Zur Untersuchung und Erklärung des Sozialisationsprozesses, mit dem die
Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in Abhängigkeit von der
gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt erfasst wird,1 sind vor
allem soziologisch traditionelle Theorien elementar und ausschlaggebend. Die
wichtigsten Theorien stellen dabei Parsons systemtheoretisches Konzept, das
handlungstheoretische Konzept von Mead und das gesellschaftstheoretische Konzept
von Habermas dar, sie beleuchten jedoch bei der Erklärung von Sozialisation alle
unterschiedlichen Mechanismen. Im Mittelpunkt meiner Hausarbeit sollen nun die
verschiedenen Theorien zur Erklärung des Sozialisationsprozesses in ihren
Kernaussagen dargestellt, ihre verschiedenen Kernaussagen herausgearbeitet sowie
Vor- und Nachteile dieser aufgezeigt werden. Dazu werde ich im Folgenden auf den
Begriff der Sozialisation näher eingehen und dessen Bedeutung kurz erklären. Im
Anschluss daran werde ich die drei Theorien von Parsons, Mead und Habermas
aufzeigen und ihre verschiedenen und aufeinander aufbauenden Konzepte darstellen
um im Anschluss daran in einer kritischen Auseinandersetzung mit diesen Theorien
ihre Vor- und auch Nachteile hinsichtlich der Erklärung von Sozialisationsprozessen
aufzuzeigen.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Hinführung zum Thema

2. Was heißt Sozialisation?

2.1 Der Begriff Sozialisation nach Emile Durkheim

2.2 Der Begriff Sozialisation nach Klaus Hurrelmann

3. Die grundlegenden Sozialisationstheorien

3.1 Die strukturfunktionale Systemtheorie

3.2 Die interaktionistischen Theorie

3.3 Die Gesellschaftstheorien

4. Einordnung, Vergleich, Vor- und Nachteile

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die zentralen klassischen Sozialisationstheorien vergleichend darzustellen, deren Kernaussagen herauszuarbeiten sowie eine kritische Bewertung hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile vorzunehmen, um den Sozialisationsprozess in seinem komplexen gesellschaftlichen Kontext zu verstehen.

  • Grundlegende Begriffsbestimmungen von Sozialisation (Durkheim, Hurrelmann).
  • Die strukturfunktionale Systemtheorie nach Talcott Parsons.
  • Die interaktionistische Theorie von G.H. Mead.
  • Die kommunikative Gesellschaftstheorie von Jürgen Habermas.
  • Vergleichende Analyse der theoretischen Ansätze in Bezug auf die pädagogische Relevanz.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die interaktionistischen Theorie

Die interaktionistischen Theorie von G.H. Mead ist die bedeutsamste Handlungstheorie zur Erklärung von Sozialisationsprozessen. Nach Mead bezeichnet Sozialisation das Erlernen der Fähigkeit des role-taking, welche darin zum Ausdruck kommt, dass der Einzelne in der Lage ist, sich in die Rolle anderer Personen hineinzuversetzen. Das bedeutet, die eigene Handlung wird also in ihrer Bedeutung für den anderen eingeschätzt, dessen Reaktion also – sozusagen blitzartig – vorweggenommen und einkalkuliert. Hierbei besteht eine wesentliche Entwicklungsaufgabe im Verlauf der Sozialisation darin, das Gegenüber nicht länger als konkreten Einzelmensch, sondern als generalisierten Anderen zu betrachten, in dem sich die allgemeinen gesellschaftlichen Normen und Werte widerspiegeln.

Die Frage, die sich nun stellt, ist, wie aus solchen einzelnen Interaktionen der Prozess der Entwicklung der Persönlichkeit entsteht. Mead beschreibt die Entstehung der Persönlichkeit aus dem Zusammenspiel von zwei unterschiedlichen Größen, dem ‚I’ und dem ‚Me’. Das ‚I’ steht hierbei für die psychische Komponente, welche Spontaneität, Kreativität und die Triebausstattung beinhalten und damit impulsiver ist und weniger stark vom sozialen Umfeld determiniert wird. Zudem besteht das ‚Me’, das eher die soziale Komponente ist, welche die Vorstellung von dem Gesellschaftsbild darstellt, das das Gegenüber von mir hat. Hieraus lässt sich ableiten, dass jedes Individuum also zwei unterschiedliche ‚Me’s’ in sich trägt, die es gilt, zu einem einzigen zu synthetisieren. Das ‚Me’ und das ‚I’ sind also die beiden Komponenten, aus denen sich das ‚Self’, die Identität des menschlichen Subjekts, bildet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel führt in die Fragestellungen der Sozialisationsforschung ein und erläutert das Ziel der Arbeit, die drei zentralen Theorien von Parsons, Mead und Habermas zu vergleichen.

2. Was heißt Sozialisation?: Hier erfolgt eine Begriffsbestimmung, wobei die unterschiedlichen Ansätze von Emile Durkheim als Anpassungsprozess und von Klaus Hurrelmann als lebenslanger, interaktiver Prozess gegenübergestellt werden.

3. Die grundlegenden Sozialisationstheorien: Dieser Abschnitt erläutert detailliert die strukturfunktionale Systemtheorie, die interaktionistische Theorie sowie verschiedene Gesellschaftstheorien als soziologische Basistheorien.

4. Einordnung, Vergleich, Vor- und Nachteile: Es folgt eine kritische Gegenüberstellung der Theorien, in der insbesondere die Stärken und Schwächen der Makro-Perspektive von Parsons gegenüber der Mikro-Perspektive von Mead abgewogen werden.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung der betrachteten Theorien und konstatiert, dass trotz ihrer Einflüsse die Entwicklung einer alles erklärenden Sozialisationstheorie aufgrund der Komplexität des Themas schwierig bleibt.

6. Literaturverzeichnis: Dies ist das Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Sozialisationstheorien, Talcott Parsons, G.H. Mead, Jürgen Habermas, Emile Durkheim, Klaus Hurrelmann, Systemtheorie, Interaktionismus, Gesellschaftstheorie, Identitätsbildung, Rollenverinnerlichung, Symbolische Interaktion, Persönlichkeitsentwicklung, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den klassischen soziologischen Sozialisationstheorien und deren Bedeutung für das Verständnis der Entwicklung menschlicher Persönlichkeit innerhalb der Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Zentrum stehen die Definition von Sozialisation sowie die Analyse und der Vergleich von Systemtheorien, interaktionistischen Theorien und Gesellschaftstheorien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Kernaussagen der Theorien von Parsons, Mead und Habermas zu systematisieren und kritisch hinsichtlich ihres Nutzens für die Sozialisationsforschung und Pädagogik zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich klassischer soziologischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die detaillierte Darstellung der drei gewählten Theorien sowie eine abschließende kritische Einordnung und Bewertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Sozialisation, Systemtheorie, interaktionistische Theorie, Rollenverinnerlichung, Identitätsbildung und Gesellschaftstheorie sind die zentralen Begriffe.

Wie unterscheidet sich Parsons’ Ansatz von dem Meads?

Parsons betrachtet Sozialisation aus der Makro-Ebene als Anpassung an die Sozialstruktur (Zuschauerperspektive), während Mead die Mikro-Ebene der Interaktion zwischen Individuen in den Vordergrund stellt.

Welche Rolle spielt der Begriff „Self“ bei Mead?

Das „Self“ ist bei Mead die Identität, die durch das Wechselspiel der sozialen Komponente („Me“) und der individuellen, impulsiven Komponente („I“) entsteht.

Warum wird Habermas in der Arbeit thematisiert?

Habermas verbindet in seiner kommunikativen Gesellschaftstheorie verschiedene Ansätze wie die Systemtheorie von Parsons und den Interaktionismus von Mead zu einem umfassenden Modell.

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Details

Title
Klassische Grundlagen und Theorierichtungen der Sozialisation
Subtitle
Definition und Vergleich der wichtigsten und grundlegenden Sozialisationstheorien von Parsons, Mead und Habermas
College
University of the Federal Armed Forces München  (Institut für Pädagogik)
Course
Theorien und Forschung zu Erziehung und Sozialisation I
Grade
2,0
Author
Benjamin Klug (Author)
Publication Year
2008
Pages
14
Catalog Number
V117467
ISBN (eBook)
9783640197644
ISBN (Book)
9783640197859
Language
German
Tags
Klassische Grundlagen Theorierichtungen Sozialisation Theorien Forschung Erziehung Sozialisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Klug (Author), 2008, Klassische Grundlagen und Theorierichtungen der Sozialisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117467
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