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Die Umweltfrage als Gegenstand epochaltypischer Schlüsselprobleme

Gegenwart und Perspektive

Title: Die Umweltfrage als Gegenstand epochaltypischer Schlüsselprobleme

Term Paper , 2006 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Diplom-Pädagoge Deniz Düzel (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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[...] vielmehr wenden wir im Folgenden unsere Aufmerksamkeit den speziellen Herausforderungen zu, denen sich die Gesellschaft im Hinblick auf die Entwicklung von entsprechenden Schlüsselqualifikationen sowie der Gestaltung geeigneter institutioneller und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen widmen muss. Welchen Beitrag hierzu Schule und Wirtschaft leisten können bzw. welche Anforderungen an dieselbigen gestellt werden müssen, impliziert gleichfalls sowohl die inhaltliche als auch die organisatorisch zu bewältigende Dimension eines auf die Zukunft bezogenen Bildungsgedanken für eine „nachhaltige Entwicklung“. Vor diesem Hintergrund misst nicht nur die Agenda 21 dem Bildungswesen einen hohen Stellenwert bei und widmet ihm als Handlungsgrundlage ein eigenes Kapitel, worin es heißt: "Bildung/Erziehung einschließlich formaler Bildung, öffentliche Bewusstseinsbildung und berufliche Ausbildung sind als ein Prozess zu sehen, mit dessen Hilfe die Menschen als Einzelpersonen und die Gesellschaft als Ganzes ihr Potential voll ausschöpfen können. Bildung ist eine unerlässliche Voraussetzung für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und die Verbesserung der Fähigkeit der Menschen, sich mit Umwelt- und Entwicklungsfragen auseinanderzusetzen". [...] So gesehen, wird es auch in diesem und in den nachfolgenden Kapitel vordergründig darum gehen, die wesentlichen Schlussfolgerungen zu ziehen, die sich für die künftige Form der (Umwelt-) Bildung6 ergeben. Daher wird mit zunehmender Auseinandersetzung mit diesem Untersuchungsgegenstand zu zeigen sein, dass der einzige Ort, an dem Umwelt als Thema überhaupt aufscheint, die gesellschaftliche Kommunikation ist, und ohne ein Verständnis dessen, was sich in der Gesellschaft tut, auch kein Umweltproblem zu verstehen ist, mit anderen Worten: jedes ökologische Handeln, d.h. jedes Handeln, das explizit darauf abzielt, die Unabhängigkeit des Systems gegenüber der Umwelt zu erhalten, ist eo ipso nie ein bloßes individuelles Handeln, sondern ein Handeln, das der Operationsweise des jeweiligen gesellschaftlichen Subsystems gemäß erfolgt: d.h. als wirtschaftliche, rechtliche, politische, pädagogische oder sonstige Operation.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Position Wolfgang Klafkis in der geisteswissenschaftlichen Pädagogik: Über die historischen Wurzeln kritisch- konstruktiver Pädagogik

3. Bestimmungselemente kritisch- konstruktiver Pädagogik oder über die Synthese von Hermeneutik, Empirie und Ideologiekritik

3.1 Der (historisch-) hermeneutische Ansatz

3.2 Der empirische (erfahrungswissenschaftliche) Ansatz

3.3 Der gesellschaftskritische- ideologische Ansatz

4. Pädagogische Zielvorstellungen im Konzept der kritisch- konstruktiven Pädagogik: Selbst-, - Mitbestimmungs- und Solidaritätsfähigkeit

5. Die Umweltfrage als epochaltypisches Schlüsselproblem und ihr Stellenwert im zeitgemäßen Allgemeinbildungskonzept von Wolfgang Klafki

6. Schlüsselqualifikationen für eine nachhaltige Entwicklung: Zur Problematisierung der Umweltfrage auf pädagogischer/ bildungspolitischer Ebene

7. Zusammenfassung: Schlüsselkompetenzen zur Konkretisierung der Umweltfrage

8. Fazit und Diskussion um die Perspektiven der Umweltfrage als epochaltypisches Schlüsselproblem

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht, wie die Umweltfrage als epochaltypisches Schlüsselproblem in das Allgemeinbildungskonzept von Wolfgang Klafki integriert werden kann. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie pädagogische Prozesse dazu beitragen können, bei Schülern notwendige Schlüsselqualifikationen für eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, ohne dabei die Grenzen der Schule als Erziehungsinstitution zu überschreiten.

  • Theoretische Fundierung der kritisch-konstruktiven Pädagogik nach Klafki.
  • Analyse der Umweltfrage als gesellschaftliches Schlüsselproblem.
  • Diskussion der Vermittlung ökologischer Bildung in Schulen.
  • Identifikation von Schlüsselkompetenzen zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung.
  • Reflexion über die Rolle der Schule bei der Bearbeitung gesellschaftlicher Krisenerfahrungen.

Auszug aus dem Buch

3. Bestimmungselemente kritisch- konstruktiver Pädagogik oder über die Synthese von Hermeneutik, Empirie und Ideologiekritik

Hier betont Klafki mit Nachdruck: „Diese drei Ansätze stehen im Sinne meines Konzeptes nicht additiv nebeneinander, sondern sie verweisen jeweils aufeinander; sie stehen in einem „notwendigen, forschungslogischen Zusammenhang“. Wenig später räumt er aber ein, dass die Aufklärung jenes Methodenzusammenhangs seines Erachtens vom historisch hermeneutischen Ansatz her beginnen und durch die beiden weiteren ergänzt werden sollte.

So betrachtet er vielmehr die Verbindung von Hermeneutik, Empirie und Ideologiekritik als eine notwendige Synthese dreier in wechselseitiger Abhängigkeit stehender methodischer Vorgehensweisen in der Erziehungswissenschaft. Im gleichen Abschnitt noch möchte er seine Vorgehensweise als eine dialektische, also kritikfähige Herangehensweise verstanden wissen und spricht deshalb aus dem gesellschaftlich- politischen Kontext heraus auch von einem fortschreitenden Lernprozess, der sich dadurch kennzeichne, dass er eine permanente Annäherung an die jeweils aktuellen Erziehungswirklichkeiten anstrebe. Daher stellt das Hinzutreten von Empirie und Ideologiekritik im Verständnis Klafkis eine Weiterentwicklung der pädagogischen Methodologie dar, hinter die nicht mehr zurück geschaut werden sollte, sondern die progressiv nach vorne getrieben werden sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der Ausgangslage und der Notwendigkeit einer auf die Zukunft bezogenen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung.

2. Die Position Wolfgang Klafkis in der geisteswissenschaftlichen Pädagogik: Über die historischen Wurzeln kritisch- konstruktiver Pädagogik: Erläuterung der theoretischen Herkunft der kritisch-konstruktiven Pädagogik und ihrer Einbettung in die pädagogische Tradition.

3. Bestimmungselemente kritisch- konstruktiver Pädagogik oder über die Synthese von Hermeneutik, Empirie und Ideologiekritik: Detaillierte Beschreibung der methodischen Grundansätze, die das Konzept Klafkis prägen.

4. Pädagogische Zielvorstellungen im Konzept der kritisch- konstruktiven Pädagogik: Selbst-, - Mitbestimmungs- und Solidaritätsfähigkeit: Diskussion der zentralen Werte, die das pädagogische Handeln und das Ziel der Erziehung bestimmen.

5. Die Umweltfrage als epochaltypisches Schlüsselproblem und ihr Stellenwert im zeitgemäßen Allgemeinbildungskonzept von Wolfgang Klafki: Untersuchung der Umwelt als komplexes System und deren Bedeutung innerhalb eines zeitgemäßen Curriculums.

6. Schlüsselqualifikationen für eine nachhaltige Entwicklung: Zur Problematisierung der Umweltfrage auf pädagogischer/ bildungspolitischer Ebene: Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen von Umweltbildung in der Schule.

7. Zusammenfassung: Schlüsselkompetenzen zur Konkretisierung der Umweltfrage: Herleitung notwendiger Fähigkeiten wie vernetztes Denken und ökologisches Urteilsvermögen.

8. Fazit und Diskussion um die Perspektiven der Umweltfrage als epochaltypisches Schlüsselproblem: Zusammenfassende kritische Einordnung der Rolle der Bildung im Umgang mit gesellschaftlichen Krisen.

Schlüsselwörter

Kritisch-konstruktive Pädagogik, Wolfgang Klafki, Umweltbildung, Nachhaltige Entwicklung, Schlüsselprobleme, Allgemeinbildung, Hermeneutik, Empirie, Ideologiekritik, Selbstbestimmung, Mitbestimmungsfähigkeit, Solidaritätsfähigkeit, Erziehungswissenschaft, Bildungstheorie, Zukunftsorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich mit dem erziehungswissenschaftlichen Konzept von Wolfgang Klafki auseinander, insbesondere mit der Frage, wie aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen – fokussiert auf die Umweltfrage – in Bildungskontexte integriert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Theorie der kritisch-konstruktiven Pädagogik, die Definition epochaltypischer Schlüsselprobleme, die Bedeutung von Umweltbildung im Schulalltag sowie die Förderung von Schlüsselkompetenzen bei Lernenden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, warum Erziehungs- und Bildungsprozesse als Mittel zur Krisenbewältigung genutzt werden und wie eine "nachhaltige Entwicklung" konkret pädagogisch umgesetzt werden kann, ohne die Schule als Ort der Bildung zu überfordern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der pädagogischen Schriften von Wolfgang Klafki sowie auf eine Auseinandersetzung mit einschlägiger Literatur zur Bildungs- und Krisentheorie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen der Pädagogik Klafkis, die pädagogischen Zielvorstellungen der Selbst- und Mitbestimmung sowie die konkrete Anwendung dieser Konzepte auf die Umweltproblematik und die notwendige schulpraktische Umsetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem kritisch-konstruktive Pädagogik, epochaltypische Schlüsselprobleme, Umweltbildung, nachhaltige Entwicklung sowie Selbst-, Mitbestimmungs- und Solidaritätsfähigkeit.

Inwiefern spielt die Systemtheorie in Klafkis Bildungskonzept eine Rolle?

Der Autor greift auf systemtheoretische Überlegungen zurück, um zu begründen, dass Umweltbildung nicht direkt "Natur" vermittelt, sondern als Teil gesellschaftlicher Kommunikation zur Reflexion über die Auswirkungen menschlicher Handlungssysteme dient.

Warum betrachtet der Autor "Umweltbildung" als Teil der Allgemeinbildung?

Die Umweltfrage wird als epochaltypisches Schlüsselproblem eingestuft, das jeden Menschen betrifft und daher zentraler Bestandteil einer vernünftigen, auf Selbstbestimmung ausgerichteten Bildung sein muss.

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Details

Title
Die Umweltfrage als Gegenstand epochaltypischer Schlüsselprobleme
Subtitle
Gegenwart und Perspektive
College
University of Marburg
Course
Studienbegleitende Hausarbeit im Rahmen der Diplomprüfung
Grade
2,0
Author
Diplom-Pädagoge Deniz Düzel (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V117482
ISBN (eBook)
9783640197057
ISBN (Book)
9783640198313
Language
German
Tags
Umweltfrage Gegenstand Schlüsselprobleme Studienbegleitende Hausarbeit Rahmen Diplomprüfung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Pädagoge Deniz Düzel (Author), 2006, Die Umweltfrage als Gegenstand epochaltypischer Schlüsselprobleme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117482
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