Diese Abschlussarbeit enthält eine empirische Studie über die Höhe des sozialen Simon-Effekts in Interaktion mit einem Roboter- unter einer Online-Bedingung. Dieser wurde durch eine animierte Roboterhand virtuell dargestellt. Es wurde vermutet, dass menschlicheres Verhalten des virtuellen Roboters, manipuliert durch die Verwendung einer Coverstory (sozial eingestellte Roboter versus maschinenähnliche Roboter), den sozialen Simon-Effekt erhöht. Diesbezüglich wurde ein t-Test für unabhängige Stichproben mit N = 78 durchgeführt, um zu testen, ob zwischen den Bedingungen der menschlich agierenden Roboterhand und der maschinell beschriebenen Roboterhand ein unterschiedlich hoher sozialer Simon-Effekt gefunden wird. Im Ergebnis konnte der menschlichen Bedingung ein höherer sozialer Simon-Effekt zugeordnet werden, jedoch mit dem Hinweis, dass das Ergebnis nicht allein auf der vorgenommenen Manipulation beruht. In der weiteren Forschung sollte noch intensiver auf die optische Wahrnehmung des Roboters eingegangen werden, um zu erfahren, ob visuell dargestellte soziale Eigenschaften einen höheren Einfluss auf den sozialen Simon-Effekt ausüben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretischer Hintergrund
- Simon-Effekt
- Sozialer Simon-Effekt
- Referential-Coding-Hypothese
- Hypothesen
- Methode
- Versuchsdesign
- Stichprobe
- Materialien
- Durchführung
- Ergebnisse
- Allgemeine Ergebnisse
- Manipulationscheck
- Diskussion
- Zusammenfassung der Ergebnisse
- Interpretation der Ergebnisse
- Implikationen für Theorie und Praxis
- Referenzen
- Anhang A. Coverstory
- Anhang B. Tabelle 1 Fragen und Ergebnisse der Items zur Wahrnehmung der Hände
- Anhang C. Interaktionsplot - deskriptive Bestätigung der Hypothese
- Anhang D. Pre-(and Post-)Analysis-Report
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Bachelorarbeit befasst sich mit dem sozialen Simon-Effekt im Kontext der Interaktion mit einem Roboter. Ziel der Studie ist es, zu untersuchen, ob menschlicheres Verhalten des Roboters zu einem verstärkten sozialen Simon-Effekt führt. Dazu wird die Interaktion mit einem virtuellen Roboter unter zwei Bedingungen, "sozial eingestellte Roboter" und "maschinenähnliche Roboter", untersucht.
- Der Einfluss von menschlicherem Verhalten auf den sozialen Simon-Effekt
- Die Rolle der optischen Wahrnehmung des Roboters
- Der Einfluss sozialer Eigenschaften auf den sozialen Simon-Effekt
- Die Anwendung der Referential-Coding-Hypothese im Kontext der Roboter-Interaktion
- Empirische Analyse des sozialen Simon-Effekts
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung gibt eine Einführung in das Thema des sozialen Simon-Effekts im Kontext der Roboter-Interaktion. Der theoretische Hintergrund beleuchtet den Simon-Effekt, den sozialen Simon-Effekt und die Referential-Coding-Hypothese. Es werden die Hypothesen der Studie formuliert. Das Kapitel "Methode" beschreibt das Versuchsdesign, die Stichprobe, die Materialien und die Durchführung der Studie. Die Ergebnisse präsentieren die allgemeine Ergebnisse und den Manipulationscheck. Die Diskussion fasst die Ergebnisse zusammen, interpretiert sie und diskutiert die Implikationen für Theorie und Praxis.
Schlüsselwörter
Sozialer Simon-Effekt, Roboter-Interaktion, Mensch-Roboter-Interaktion, Referential-Coding-Hypothese, virtuelle Roboterhand, Manipulationscheck, Coverstory, optische Wahrnehmung, soziale Eigenschaften, empirische Studie.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der soziale Simon-Effekt?
Der soziale Simon-Effekt beschreibt ein Phänomen, bei dem die Anwesenheit oder das Handeln eines (sozialen) Partners die Reaktionszeiten und Fehlerquoten bei einer Aufgabe beeinflusst, ähnlich wie beim klassischen Simon-Effekt.
Wie wurde die Interaktion mit dem Roboter in der Studie simuliert?
Die Interaktion fand unter einer Online-Bedingung statt, wobei der Roboter durch eine animierte virtuelle Roboterhand dargestellt wurde.
Führt ein "menschlicherer" Roboter zu einem stärkeren Effekt?
Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass einer menschlich agierenden Roboterhand ein höherer sozialer Simon-Effekt zugeordnet werden kann als einer maschinell beschriebenen.
Was besagt die Referential-Coding-Hypothese?
Diese Hypothese besagt, dass der soziale Simon-Effekt dadurch entsteht, dass die Handlungen des Partners als räumliche Referenzpunkte für die eigene Aufgabenkodierung dienen.
Welche Rolle spielt die optische Wahrnehmung des Roboters?
Die Arbeit empfiehlt für die weitere Forschung, intensiver auf die visuell dargestellten sozialen Eigenschaften einzugehen, da die optische Wahrnehmung maßgeblich den Effekt beeinflussen könnte.
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- Kathrin Schmidt (Author), 2021, Der Soziale Simon-Effekt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1175619