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Der Soziale Simon-Effekt

Titre: Der Soziale Simon-Effekt

Thèse de Bachelor , 2021 , 42 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Kathrin Schmidt (Auteur)

Psychologie - Généralités
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Diese Abschlussarbeit enthält eine empirische Studie über die Höhe des sozialen Simon-Effekts in Interaktion mit einem Roboter- unter einer Online-Bedingung. Dieser wurde durch eine animierte Roboterhand virtuell dargestellt. Es wurde vermutet, dass menschlicheres Verhalten des virtuellen Roboters, manipuliert durch die Verwendung einer Coverstory (sozial eingestellte Roboter versus maschinenähnliche Roboter), den sozialen Simon-Effekt erhöht. Diesbezüglich wurde ein t-Test für unabhängige Stichproben mit N = 78 durchgeführt, um zu testen, ob zwischen den Bedingungen der menschlich agierenden Roboterhand und der maschinell beschriebenen Roboterhand ein unterschiedlich hoher sozialer Simon-Effekt gefunden wird. Im Ergebnis konnte der menschlichen Bedingung ein höherer sozialer Simon-Effekt zugeordnet werden, jedoch mit dem Hinweis, dass das Ergebnis nicht allein auf der vorgenommenen Manipulation beruht. In der weiteren Forschung sollte noch intensiver auf die optische Wahrnehmung des Roboters eingegangen werden, um zu erfahren, ob visuell dargestellte soziale Eigenschaften einen höheren Einfluss auf den sozialen Simon-Effekt ausüben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Simon-Effekt

2.2 Sozialer Simon-Effekt

2.3 Referential-Coding-Hypothese

2.4 Hypothesen

3 Methode

3.1 Versuchsdesign

3.2 Stichprobe

3.3 Materialien

3.4 Durchführung

4 Ergebnisse

4.1 Allgemeine Ergebnisse

4.2 Manipulationscheck

5 Diskussion

5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse

5.2 Interpretation der Ergebnisse

5.3 Implikationen für Theorie und Praxis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit die Wahrnehmung eines Roboters als menschlich-intentionale oder maschinell-passive Entität den sogenannten sozialen Simon-Effekt in einer virtuellen Interaktion beeinflusst. Ziel ist es, durch eine gezielte Coverstory und Differenzierung der Robotereigenschaften zu prüfen, ob eine höhere wahrgenommene Ähnlichkeit zum menschlichen Ko-Akteur eine stärkere ko-repräsentative Handlung und somit einen ausgeprägteren sozialen Simon-Effekt hervorruft.

  • Erforschung des sozialen Simon-Effekts in Mensch-Roboter-Interaktionen
  • Einfluss der Attributionswahrnehmung (menschlich vs. maschinell) auf die Reaktionszeiten
  • Anwendung der Referential-Coding-Hypothese zur Erklärung kooperativen Handelns
  • Untersuchung von Intentionalität als Schlüsselfaktor für Handlungs-Ko-Repräsentationen
  • Methodische Validierung durch ein Between-Subject-Online-Experiment

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

„Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.“ Dieses Zitat von Henry Ford drückt aus, dass Kooperationen gewinnbringend und zielführend sein können. Oft ist gemeinsames Handeln notwendig, um Ziele zu erreichen. Eine Fähigkeit, die Menschen auszeichnet, ist die Koordination sozialer Interaktionen. Zwischenmenschliche Interaktionen sind ein Hauptbestandteil des täglichen Lebens, ob es um Tanz, Musizieren, Tennisspiel oder auch um das Arbeiten an gemeinsamen Zielen geht (Dolk et al., 2014). Jeder Einzelne übernimmt einen Teilaspekt der ausgeübten Handlung zur Vervollständigung einer Gesamtaufgabe. Die Teilaufgabe des Partners wird dabei mitverarbeitet. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, ob es zu einer erfolgreichen gemeinsamen Handlung kommt.

Laut Sebanz et al. (2006) ist eine mentale Repräsentation der Handlungen des Partners der Schlüssel zur erfolgreichen Durchführung gemeinsamer Aufgaben. Bei der sogenannten sozialen Simon-Aufgabe, auch bekannt als die gemeinsame Simon-Aufgabe, haben diese mentalen Repräsentationen eine entscheidende Schlüsselfunktion (Sebanz et al., 2003). In dieser Studie soll der soziale Simon-Effekt, früher auch Kompatibilitätseffekt genannt, in einem virtuellen Umfeld mit einer Roboterhand untersucht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der sozialen Koordination ein und definiert den sozialen Simon-Effekt sowie die Zielsetzung der Studie.

2 Theoretischer Hintergrund: Es werden die theoretischen Grundlagen des klassischen und sozialen Simon-Effekts sowie die Referential-Coding-Hypothese und die Rolle der Intentionalität dargelegt.

3 Methode: Hier werden das experimentelle Design, die Stichprobengewinnung, die verwendeten Materialien (Coverstory, Skalen) und der Ablauf des Online-Experiments detailliert beschrieben.

4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Reaktionszeiten und die Ergebnisse des Manipulationschecks im Rahmen der konfirmatorischen Analyse.

5 Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst, interpretiert, kritisch reflektiert und Implikationen für zukünftige Forschungsansätze in der Mensch-Maschine-Interaktion abgeleitet.

Schlüsselwörter

Sozialer Simon-Effekt, Mensch-Roboter-Interaktion, Referential-Coding-Hypothese, Ko-Repräsentation, Intentionalität, Online-Experiment, Handlungsplanung, Reaktionszeit, Kompatibilitätseffekt, Belief-Manipulation, Virtueller Ko-Akteur, Sozialpsychologie, Kognitionswissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die menschliche Wahrnehmung eines Roboters (als intentionale vs. passive Entität) auf die Effizienz gemeinsamer Handlungen auswirkt, gemessen am sozialen Simon-Effekt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der sozialen Kognitionspsychologie, der Mensch-Maschine-Kooperation, der Theorie der Ereigniskodierung und der experimentellen Untersuchung von Handlungs-Ko-Repräsentationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist zu klären, ob eine stärkere Attribuierung menschlicher Eigenschaften an einen Roboter einen signifikant höheren sozialen Simon-Effekt bewirkt als bei einem rein maschinell wahrgenommenen Roboter.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein empirisches Online-Experiment im Between-Subject-Design durchgeführt, bei dem die Teilnehmer mit einer virtuellen Roboterhand kooperierten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Hypothesen, die methodische Versuchsplanung inklusive der verwendeten Coverstorys zur Manipulation und die anschließende statistische Analyse der Reaktionsdaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind der soziale Simon-Effekt, Mensch-Roboter-Interaktion, Intentionalität, Handlungs-Ko-Repräsentation und kognitive Kompatibilität.

Warum war der Manipulationscheck laut den Ergebnissen nicht erfolgreich?

Die Teilnehmer in beiden Gruppen (menschlich vs. maschinell) unterschieden sich in ihrer Einschätzung der Roboterhand kaum, was darauf hindeutet, dass die Coverstory entweder nicht stark genug oder implizit wirkte.

Welche Rolle spielt die "Referential-Coding-Hypothese" in dieser Studie?

Sie dient als theoretische Basis: Je ähnlicher der Ko-Akteur wahrgenommen wird, desto eher entstehen Interferenzprobleme bei der Handlungsplanung, was den Simon-Effekt als Indikator für soziale Handlungs-Ko-Repräsentation verstärkt.

Welche Empfehlung gibt die Autorin für zukünftige Forschung?

Die Autorin schlägt den Einsatz von Eye-Tracking vor, um präziser zu erfassen, worauf die Teilnehmer ihre Aufmerksamkeit richten, und empfiehlt, den Manipulationscheck zeitnah zur experimentellen Manipulation zu platzieren.

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Résumé des informations

Titre
Der Soziale Simon-Effekt
Université
University of Hagen
Note
1,3
Auteur
Kathrin Schmidt (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
42
N° de catalogue
V1175619
ISBN (PDF)
9783346595386
ISBN (Livre)
9783346595393
Langue
allemand
mots-clé
Social Simon Effect joint simon effect
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kathrin Schmidt (Auteur), 2021, Der Soziale Simon-Effekt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1175619
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Extrait de  42  pages
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