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Die Rolle der Zivilgesellschaft für den UNO-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft

Titre: Die Rolle der Zivilgesellschaft für den UNO-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft

Mémoire de Maîtrise , 2006 , 212 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Petra Sander (Auteur)

Médias / Communication - Autres
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Résumé Extrait Résumé des informations

1. ZIELSETZUNG, METHODE UND AUFBAU DER ARBEIT
Der UNO-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (World Summit on the Information Society, WSIS)war in zweifacher Hinsicht eine Premiere. Erstmals wurde global und auf höchster Ebene über die Auswirkungen, Chancen und gerechte Verteilung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IuKT) diskutiert. Und erstmals wurden die Zivilgesellschaft und der Privatsektor umfassend in den Politikbildungsprozess eines UN-Gipfels eingebunden. In einem mehr als dreieinhalb Jahre langen Prozess sprachen alle betroffenen gesellschaftlichen
Akteure über die globale Netzsicherheit, E-Government, Meinungsfreiheit und die Überbrückung der digitalen Kluft (digital divide)1 zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Am Ende des Gipfels am 18. November 2005 unterschrieben die UN-Staaten eine gemeinsam erarbeitete Absichtserklärung und einen Aktionsplan.
Das Besondere des WSIS war zudem sein normativer Charakter: Es sollte eine Vision der Informationsgesellschaft entworfen werden. Auf dem Gipfel wurde nicht nur über bereits gegebene Normen diskutiert, sondern es wurden auch neue Normen gesetzt. Das neue Phänomen der Informationsgesellschaft brauchte eine international anerkannte Definition, um greifbar und damit politisierbar zu werden.
In meiner Arbeit möchte ich die Frage klären, welche Rolle die Zivilgesellschaft für den WSIS hatte. Hierfür werde ich erstens untersuchen, welche Rahmenbedingungen für eine Teilnahme vorlagen, und zweitens, wie die Zivilgesellschaft diese Möglichkeiten nutzte. Die Rahmenbedingungen für eine zivilgesellschaftliche Teilnahme an UN-Gipfeln sind über mehrere
Jahrzehnte hinweg entstanden. Im Vorfeld des WSIS wurden einige Änderungen vorgenommen, da die bisherigen Regelungen nicht mehr zeitgemäß waren. Dennoch gibt es im UN-System keine für die Staaten bindenden Gesetze. Es handelt sich immer nur um Richtlinien und Empfehlungen, die durchaus interpretierbar sind. Während des WSIS-Prozesses kam es daher immer wieder zu Modifizierungen der Teilnahmemodalitäten und zu entsprechenden Gegenreaktionen der zivilgesellschaftlichen Teilnehmer.[...]


Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Zielsetzung, Methode und Aufbau der Arbeit

2. Begriffe, Definitionen, Konzept

2.1. Zivilgesellschaft

2.2. Informationsgesellschaft

2.3. Digitale Kluft

2.4. Globales Regieren

2.4.1. Die Vereinten Nationen und die Zivilgesellschaft

2.5 Die Rolle der Zivilgesellschaft für den WSIS: Untersuchungsdesign

2.5.1 Teilnahmemodalitäten

2.5.2 Zugang zu Informationen

2.5.3 Konsultierung

2.5.4 Artikulation

2.5.5 Netzwerkbildung

2.5.6 Lobbying

3. Der UNO-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft WSIS

3.1. Entstehung und Struktur

3.2. Ablauf

3.3. Themen und Konflikte

3.4. Akteure

3.4.1. Staatliche Akteure

3.4.2. Private Akteure

3.4.3. Zivilgesellschaftliche Akteure

3.4.3.1. Organisationsstruktur

4. Südafrika als Untersuchungsbeispiel

4.1. Zivilgesellschaft in Südafrika

4.2. Informations- und Kommunikationstechnologien in Südafrika

5. Die Untersuchung: Die Rolle der Zivilgesellschaft für den WSIS

5.1. Gewährte Partizipationsmöglichkeiten

5.1.1. Teilnahmemodalitäten

5.1.2. Zugang zu Informationen

5.1.3. Konsultierung

5.1.4. Zusammenfassung

5.2. Eigeninitiative: Fallbeispiel südafrikanische Zivilgesellschaft

5.2.1. Artikulation

5.2.2. Netzwerkbildung

5.2.3. Lobbying

5.2.4. Zusammenfassung

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle der Zivilgesellschaft beim UNO-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS). Die zentrale Forschungsfrage ist, unter welchen Rahmenbedingungen die Zivilgesellschaft am WSIS teilnehmen konnte und inwiefern sie diese Möglichkeiten nutzte, um Einfluss auf den Gipfelprozess zu nehmen, wobei das Beispiel der südafrikanischen Zivilgesellschaft im Zentrum der Analyse steht.

  • Historische und theoretische Grundlagen der Zivilgesellschaft und Informationsgesellschaft
  • Strukturen und Abläufe des WSIS-Gipfelprozesses
  • Partizipationsmöglichkeiten für zivilgesellschaftliche Akteure bei UN-Gipfeln
  • Eigeninitiativen, Artikulationsformen und Netzwerkbildung der Zivilgesellschaft
  • Fallbeispiel Südafrika: Analyse der zivilgesellschaftlichen Aktivitäten im nationalen und internationalen Kontext

Auszug aus dem Buch

2.1 ZIVILGESELLSCHAFT

Die Begriffe „Zivilgesellschaft“ oder „zivile Bürgergesellschaft“ werden seit einigen Jahren vor allem in der Politik verstärkt gebraucht, während sie in der Bevölkerung kaum bekannt sind. In Umfragen vermutet ein Drittel der Befragten, es handele sich dabei um Zivildienst oder zumindest eine „Abgrenzung vom Militär“9. Neu belebt wurde die Idee der Zivilgesellschaft durch die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche Ende der 80er Jahre in Osteuropa. In Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei bildeten sich Bürgergesellschaften, die in Opposition zum Staat standen und sich einen freien, vom Staat unbeeinflussten öffentlichen Raum schafften.10

„The peaceful revolutions of 1989 in Central and Eastern Europe were carried out in the name of ‘civil’ society, and the word ‘citizen’ was one of the most frequently used terms in the public discourse of that time. (…) Today, just a few years later, talk of ‘civil society’ is no longer much heard in the streets, and the idea seems to have gone back whence it came, to discussions held among intellectuals on the changing shape of postcommunist countries. The remarkable rise and fall of the concept of civil society is itself worth examining.“ 11

Seine Wurzeln hat der heutige Begriff der „Zivilgesellschaft“ in der politischen Philosophie der frühen Neuzeit. Nachdem Aristoteles’ Vorstellung einer mit dem Staat identischen bürgerlichen Gesellschaft (politiké koinonia) fast zweitausend Jahre lang nachwirkte12, beschreibt John Locke Ende des siebzehnten Jahrhunderts eine unabhängige gesellschaftliche Sphäre. Der so genannte body politic, eine Gemeinschaft freier, gleicher und unabhängiger Menschen, besitze eigene, natürliche Rechte gegenüber dem Staat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zielsetzung, Methode und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Thematik des WSIS sowie Erläuterung der deduktiven und induktiven Forschungsweise der Arbeit.

2. Begriffe, Definitionen, Konzept: Theoretische Herleitung zentraler Begriffe wie Zivilgesellschaft, Informationsgesellschaft, digitale Kluft und Globales Regieren, sowie Definition der untersuchten Partizipationskriterien.

3. Der UNO-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft WSIS: Darstellung des dreieinhalbjährigen Gipfelprozesses, seiner Struktur, zentraler Themenfelder sowie der beteiligten Akteursgruppen.

4. Südafrika als Untersuchungsbeispiel: Analyse der historischen Entwicklung der südafrikanischen Zivilgesellschaft und des Standes der Informations- und Kommunikationstechnologien im Land als Grundlage für das Fallbeispiel.

5. Die Untersuchung: Die Rolle der Zivilgesellschaft für den WSIS: Hauptanalyse der Partizipationsmöglichkeiten und Eigeninitiativen der Zivilgesellschaft, inklusive des detaillierten Fallbeispiels zur südafrikanischen Zivilgesellschaft.

6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Rolle der Zivilgesellschaft im Gipfelprozess und Reflexion über zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten im globalen Regieren.

Schlüsselwörter

Zivilgesellschaft, Informationsgesellschaft, WSIS, Global Governance, Digitale Kluft, Partizipation, Südafrika, Nichtregierungsorganisationen, NRO, Internetverwaltung, Internet Governance, Netzwerke, IuKT, politische Teilhabe, Politikbildungsprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Mitwirkung der Zivilgesellschaft an den Prozessen des UNO-Weltgipfels zur Informationsgesellschaft (WSIS) und analysiert, wie zivilgesellschaftliche Organisationen ihre Rolle in diesem internationalen Umfeld gestalteten.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Neben der Rolle der Zivilgesellschaft stehen die Themen Informationsgesellschaft, die digitale Kluft (digital divide), Globales Regieren (Global Governance) und Internetverwaltung (Internet Governance) im Fokus.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, welche Rolle die Zivilgesellschaft für den WSIS hatte, indem untersucht wird, welche Rahmenbedingungen für eine Teilnahme vorlagen und wie zivilgesellschaftliche Akteure diese Möglichkeiten praktisch nutzten.

Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?

Die Autorin wendet ein sowohl deduktives als auch induktives Vorgehen an, indem sie zunächst anhand von Theorien ein Normengefüge für Partizipation erstellt und dieses auf den Einzelfall Südafrika anwendet, um anschließend Rückschlüsse auf das Allgemeine zu ziehen.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der gewährten Partizipationsmöglichkeiten durch die UN (z.B. Teilnahmemodalitäten) sowie die Untersuchung der Eigeninitiative der Zivilgesellschaft, etwa durch Artikulation, Lobbying und Netzwerkbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Zivilgesellschaft, WSIS, Informationsgesellschaft, Global Governance, Internetverwaltung und digitale Kluft, mit einer starken Fokussierung auf das Beispiel Südafrika.

Warum wurde Südafrika als spezifisches Fallbeispiel gewählt?

Südafrika leidet unter typischen Problemen von Entwicklungsländern (digitale Spaltung), ist aber gleichzeitig in Bezug auf den Organisationsgrad seiner zivilgesellschaftlichen Organisationen afrikanisches Vorbild, was eine fundierte Untersuchung ermöglicht.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Rolle der Zivilgesellschaft?

Die Zivilgesellschaft agierte auf dem WSIS als organisierter Akteur mit konsultativer Funktion, der zwar keine formale Entscheidungsmacht besaß, aber durch hartnäckiges Lobbying und Netzwerkbildung dennoch Einfluss auf den Prozess und die Agenda nehmen konnte.

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Résumé des informations

Titre
Die Rolle der Zivilgesellschaft für den UNO-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft
Université
University of Leipzig  (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Note
2,0
Auteur
Petra Sander (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
212
N° de catalogue
V117580
ISBN (ebook)
9783640294596
ISBN (Livre)
9783640315796
Langue
allemand
mots-clé
Rolle Zivilgesellschaft UNO-Weltgipfel Informationsgesellschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Petra Sander (Auteur), 2006, Die Rolle der Zivilgesellschaft für den UNO-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117580
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