Mit dieser Seminararbeit setze ich mir das Ziel, den Begriff „Rationalität“ zu untersuchen, um zu prüfen, in welchem Ausmass die Vernunft eine entscheidende Rolle bei Lernprozessen spielen kann. Im ersten Kapitel möchte ich auf die Schriften Aristoteles eingehen, um zu zeigen, dass seine Vorstellung der Rationalität die abendländische Philosophie stark geprägt hat und erst im Vorfeld der 68er- Bewegung systematisch kritisiert wurde. Im zweiten Kapitel möchte ich den Kognitivismus und den Konstruktivismus als Strömungen des Rationalismus darstellen, um zu bekräftigen, dass die Förderung rationalen Denkens je nach Umgebung im Unterricht für die Schüler vorteilhaft oder unvorteilhaft sein kann. Im dritten Kapitel möchte ich auf den Artikel Philosophical models of teaching von Israel Scheffler zurückgreifen, um zu prüfen, inwiefern sein Konzept der Rationalität von kognitiven Theorien beeinflusst wurde und seine Vorstellung der Moral im alltäglichen Unterricht umsetzbar ist. Im vierten Kapitel werde ich meine persönliche Erfahrung als Mittelschullehrer und einige Grundlagen der kommunikativen Didaktik zur Diskussion stellen.
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Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1 Ausführung zur Rationalität
- 2 Rationales Lernen im Rahmen kognitiver bzw. konstruktivistischer Theorien
- 3 Kommentare zum Artikel Philosophical Models of Teaching von Israel Scheffler
- 4 Rationalität im Unterricht
- Schlusswort
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit analysiert den Begriff "Rationalität" und untersucht, inwiefern Vernunft eine entscheidende Rolle bei Lernprozessen spielt. Die Arbeit befasst sich mit Aristoteles' Vorstellung von Rationalität, beleuchtet den Kognitivismus und Konstruktivismus als Strömungen des Rationalismus und untersucht, wie sich Schefflers Konzept der Rationalität in den Kontext kognitiver Theorien einordnen lässt.
- Aristoteles' Konzept der Rationalität und seine Bedeutung für die abendländische Philosophie
- Die Rolle rationalen Denkens im Unterricht: Vorteile und Nachteile
- Schefflers Vorstellung von Rationalität im Kontext kognitiver Theorien
- Die Umsetzbarkeit von Schefflers Konzept der Moral im alltäglichen Unterricht
- Die Bedeutung der kommunikativen Didaktik für den Unterricht
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt die Zielsetzung und den Aufbau dar und erläutert die Bedeutung des Begriffs "Rationalität" im Kontext von Lernprozessen.
- 1 Ausführung zur Rationalität: Dieses Kapitel analysiert Aristoteles' Vorstellung von Rationalität und seine Sicht auf die Beziehung zwischen Sprache und rationalem Denken. Es beleuchtet die historische Bedeutung und die Kritikpunkte an dieser Vorstellung.
- 2 Rationales Lernen im Rahmen kognitiver bzw. konstruktivistischer Theorien: Dieses Kapitel stellt den Kognitivismus und den Konstruktivismus als Strömungen des Rationalismus dar. Es untersucht die unterschiedlichen Perspektiven auf die Förderung rationalen Denkens im Unterricht und die möglichen Vorteile und Nachteile.
- 3 Kommentare zum Artikel Philosophical Models of Teaching von Israel Scheffler: Dieses Kapitel analysiert Schefflers Konzept der Rationalität im Kontext kognitiver Theorien. Es beleuchtet die philosophischen Grundlagen und die Umsetzbarkeit von Schefflers Moralvorstellungen im alltäglichen Unterricht.
- 4 Rationalität im Unterricht: Dieses Kapitel setzt Schefflers Konzept in den Kontext der eigenen Erfahrung als Mittelschullehrer und diskutiert die Bedeutung der kommunikativen Didaktik für den Unterricht.
Schlüsselwörter
Rationalität, Lernen, Lehren, Aristoteles, Kognitivismus, Konstruktivismus, Scheffler, Philosophical Models of Teaching, Moral, Kommunikation, Didaktik, Unterricht
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt Rationalität in Lernprozessen?
Rationalität gilt als Grundlage für vernunftbasiertes Lernen, wobei die Arbeit untersucht, inwieweit sie die abendländische Pädagogik geprägt hat.
Wie sieht Aristoteles den Begriff der Rationalität?
Aristoteles verknüpft Rationalität eng mit der Sprache und dem Denken, eine Sichtweise, die die Philosophie bis ins 20. Jahrhundert dominierte.
Was kritisieren Kognitivismus und Konstruktivismus am Rationalismus?
Sie untersuchen, wie rationales Denken je nach Umgebung vorteilhaft oder hinderlich sein kann, und betonen die aktive Rolle des Lernenden bei der Wissenskonstruktion.
Wer ist Israel Scheffler und was ist sein Modell?
Israel Scheffler entwickelte philosophische Modelle des Lehrens, die stark von kognitiven Theorien und moralischen Vorstellungen geprägt sind.
Ist Schefflers Konzept im Schulalltag umsetzbar?
Die Arbeit prüft kritisch die Anwendbarkeit seiner Moral- und Rationalitätsvorstellungen in der täglichen Unterrichtspraxis.
- Arbeit zitieren
- Giacomo Francini (Autor:in), 2008, Unterrichten im Zeichen der Rationalität - Kommentare zum Artikel "Philosophical Models of Teaching" von Israel Scheffler, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117583