Um in das Thema einzuführen, wird zu Beginn das internationale Personalmanagement definiert und auf seine Aufgaben eingegangen. Folgend werden die Herausforderungen und die internationalen Unternehmensstrategien aufgezeigt. Unter Punkt drei beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Rekrutierung der vakanten Stellen und zeigt auf, welche Stellenbesetzungsstrategien und welche Arten des Auslandseinsatzes zur Anwendung kommen können. Daraufhin werden die Ziele und Vorzüge und mögliche Hemmnisse für einen Auslandseinsatz aufgezeigt, bevor speziell die Vor- und möglichen Nachteile einer lokalen Managementbesetzung in ausländischen Tochtergesellschaften dargelegt wird, um abschließend die Frage in einem Fazit zu beantworten.
Die Auswirkungen der Globalisierung und Internationalisierung sind allgegenwärtig. Sie begegnen uns im Finanzsektor, im Tourismussektor und auch auf dem Wirtschafts- und Arbeitsmarkt. Die Handlungsfelder von Unternehmen wachsen und führen auf Grund der Globalisierung zu einer grenzüberschreitenden Migration zwischen Industriestaaten. Die dadurch neu erschlossenen Märkte und internationalen Verflechtungen, stehen nicht nur für neue Wege, sondern bedeuten auch mehr Aufwand für das Unternehmen. Deutliche Auswirkungen hat die Internationalisierung für das Personalmanagement, denn die personalwirtschaftlichen Handlungsweisen, haben einen wichtigen Anteil am Erschließen neuer ausländischer Märkte.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau der wissenschaftlichen Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Einführung in das internationale Personalmanagement und seine Aufgaben
2.2 Interkulturelle Teams – die Herausforderungen des internationalen Personalmanagements
2.3 Die internationalen Unternehmensstrategien
3 Das Rekrutieren und Managen geeigneter Entsendungskandidaten
3.1 Internationale Stellenbesetzungsstrategien
3.2 Die verschiedenen Arten von Auslandseinsätzen
3.3 Die Ziele und Vorzüge eines Auslandseinsatzes
3.4 Mögliche Hemmnisse eines Auslandseinsatzes
4 Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen
4.1 Die Vorteile einer lokalen Managementbesetzung in ausländischen Niederlassungen
4.2 Mögliche Nachteile einer lokalen Managementbesetzung in ausländischen Niederlassungen
5 Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die strategischen Herausforderungen des internationalen Personalmanagements bei der Besetzung von Führungspositionen in ausländischen Tochtergesellschaften, wobei der Fokus auf der Abwägung zwischen dem Einsatz von entsandtem Stammhauspersonal und lokalen Führungskräften liegt.
- Grundlagen und Aufgaben des internationalen Personalmanagements
- Strategien zur internationalen Stellenbesetzung
- Differenzierung verschiedener Arten von Auslandseinsätzen
- Analyse der Ziele, Vorzüge und Hemmnisse von Entsendungen
- Vergleichende Untersuchung der Vor- und Nachteile lokaler Managementbesetzungen
Auszug aus dem Buch
3.2 Die verschiedenen Arten von Auslandseinsätzen
Findet ein grenzüberschreitender Personaleinsatz statt, spricht man von einem internationalen Personaleinsatz oder von einem Auslandseinsatz. Um den Einsatzort zu definieren, wird bei dem Begriff „Ausland“ zwischen dem europäischen und dem außereuropäischen Ausland unterschieden. Diese Abgrenzung wird dargelegt, um die Fülle der rechtlichen, geografischen und kulturellen Einflüsse eines Auslandseinsatzes abzugrenzen. Jung (2017) unterscheidet dabei in folgende Merkmale europäischer Personalarbeit. In die geografischen Entfernungen, die kulturellen Differenzen, die Lebensstandards, die innereuropäische Vielfalt und den Wegfall von Grenzen, der wohl den größten Unterschied zwischen europäischen und außereuropäischen Gegebenheiten darstellt. Wie bereits in Kapitel drei beschrieben, ist die Differenzierung zwischen Führungskräften und Mitarbeitern von zentraler Bedeutung. Ebenso wichtige Beschreibungen für Betreffende sind das Alter, das Geschlecht und der Familienstand. Zusätzlich kann auch nach der Herkunft oder der Richtung der Entsendung gesondert werden.
Differenziert wird zwischen Personen, die aus dem Ausland in das Stammhaus des Unternehmens versetzt werden, „Mitarbeitern aus Drittländern“, sogenannten third country nationals (kurz TCN), die in ein Land entsendet werden, welches weder ihr Heimatland noch das Land des Stammhauses ist, oder namenhaften Expatriates, die aus dem Heimatland des Stammhauses kommen und von dort in eine ausländische Gastgesellschaft entsandt werden. Gewöhnlich werden diese auch als parent country nationals (kurz PCN) beschrieben. Der Zeitraum der Entsendung und die Vertragsgestaltung sind bei der Differenzierung der Auslandseinsatzarten wesentlich. Demnach wird in fünf verschiedene Arten unterschieden: Der Dienstreise, der Abordnung, der Delegation, der Versetzung und dem Übertritt. Tabelle 2 dient zur Veranschaulichung der in Frage kommenden Arten, abhängig von der Aufenthaltsdauer und dem damit verbundenen Arbeitsvertrag.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Problemstellung der Personalauswahl im Kontext der Globalisierung und Darlegung des Aufbaus der Arbeit.
2 Grundlagen: Definition des internationalen Personalmanagements (IPM) und Analyse der Herausforderungen durch interkulturelle Teams sowie internationale Unternehmensstrategien.
3 Das Rekrutieren und Managen geeigneter Entsendungskandidaten: Detaillierte Betrachtung der Strategien zur Stellenbesetzung, der verschiedenen Arten von Auslandseinsätzen sowie deren Zielen, Vorzügen und Risiken.
4 Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen: Analyse der Vor- und Nachteile der Besetzung von Führungspositionen durch Stammhauspersonal versus lokales Management.
5 Zusammenfassung und Fazit: Resümee der Ergebnisse und Feststellung, dass keine einheitliche Strategie existiert, sondern die Unternehmensziele und Rahmenbedingungen entscheidend sind.
Schlüsselwörter
Internationales Personalmanagement, Globalisierung, Auslandseinsatz, Expatriates, Stammhauspersonal, Host Country Nationals, Stellenbesetzungsstrategie, Interkulturelle Kompetenz, Entsendung, Personalauswahl, Unternehmensstrategie, Wissenstransfer, Führungskräfte, Personalentwicklung, Management.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die strategischen Aspekte des internationalen Personalmanagements bei der Besetzung von Schlüsselpositionen in ausländischen Tochtergesellschaften.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Auswahl von Entsendungskandidaten, die Differenzierung von Auslandseinsatzarten sowie die Bewertung von Vor- und Nachteilen bei der Wahl zwischen Stammhauspersonal und lokalem Management.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Arbeit untersucht, ob es für international tätige Unternehmen sinnvoller ist, freie Posten in ausländischen Niederlassungen mit Personal aus dem Stammhaus oder mit lokalen Arbeitskräften (HCNs) zu besetzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen verschiedener Personaleinsatzstrategien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des IPM, die verschiedenen Ansätze zur Rekrutierung und Entsendung sowie eine detaillierte Diskussion der Vor- und Nachteile von Managementbesetzungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Internationales Personalmanagement, Expatriates, Stellenbesetzungsstrategien und Interkulturelle Herausforderungen.
Warum ist die Wahl der Stellenbesetzungsstrategie für Unternehmen so komplex?
Die Entscheidung ist komplex, da Faktoren wie rechtliche Unterschiede, kulturelle Barrieren, Kosten für die Entsendung sowie die Notwendigkeit des Wissenstransfers sorgfältig abgewogen werden müssen.
Welche Rolle spielt die Familie beim Auslandseinsatz laut der Arbeit?
Die Familie stellt einen kritischen Faktor dar; fehlende Unterstützung durch Angehörige oder familiäre Herausforderungen können zu Anpassungsschwierigkeiten führen und das Scheitern eines Einsatzes begünstigen.
Gibt es eine „beste“ Strategie für die Besetzung ausländischer Standorte?
Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass keine einheitliche Aussage getroffen werden kann, da die optimale Strategie von der Unternehmensgröße, den Kapazitäten und den individuellen Zielen abhängt.
- Citar trabajo
- Louisa Siebert (Autor), 2022, Internationales Personalmanagement. Vor- und Nachteile für den Einsatz von lokalen Manager*innen in ausländischen Tochtergesellschaften, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1176101