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Frauen mit geistiger Behinderung: Kinderwunsch vs. Sterilisation

Titre: Frauen mit geistiger Behinderung: Kinderwunsch vs. Sterilisation

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2006 , 23 Pages , Note: 1 A

Autor:in: Silvia Traby (Auteur)

Pédagogie - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Selbstbestimmung und Inklusion von Frauen mit
Behinderungen“ unter der Leitung von Prof. Dr. Sigot Marion bekamen wir die
Gelegenheit uns mit dem Fachgebiet der Sozialen Integration näher
auseinanderzusetzen. Im Laufe des Semesters wurden von den
Präsentationsgruppen und der LV-Leiterin diverse Themen der Sozial und
Integrationspädagogik vorgestellt und diskutiert.
Die Inhalte des Seminars bezogen sich insbesondere auf die Situation von „Frauen
mit Lernschwächen (geistig behinderten Frauen) und ihre Lebenswelten“.
Zu Beginn wurden verschiedenste Begriffe wie Inklusive Pädagogik, Exklusion,
Segregation, Integration, Inklusion näher erläutert. Das Integrationszentrum Seebach
– Rettet das Kind - wurde vorgestellt, außerdem wurden Themen wie Sexuelle
Gewalt an Menschen mit Behinderung, Mutterschaft mit Behinderung, Menschen mit
Beeinträchtigungen und ihr Sexualleben und Autismus von den
Präsentationsgruppen behandelt.
Das Thema der Mutterschaft mit Behinderung hat mich sehr berührt und mein
Interesse war sofort geweckt. Ich der folgenden Seminararbeit werde ich näher auf
den Kinderwunsch und die Sterilisation von geistig behinderten Frauen eingehen.
Die grundlegenden Informationen für folgende Seminararbeit entnahm ich aus dem
Buch von Friske Andrea: Als Frau geistig behindert sein: Ansätze zu
frauenorientierten heilpädagogischen Handeln erschienen im Reinhardt Verlag 1995.
Im ersten Kapitel werde ich den gesellschaftlich konstruierten Begriff der geistigen
Behinderung beleuchten. Das zweite Kapitel gibt einen Einblick über die sozialen
Beziehungen von geistig behinderten Frauen. Das dritte Kapitel der Seminararbeit
umfasst den Kinderwunsch von Frauen mit Lernbeeinträchtigungen und die damit
verbundene Problematik der Sterilisation.

[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition: Geistige Behinderung

3. Beziehungen von Frauen mit geistiger Behinderung

3.1 Freundinnen und Freunde

3.2Partnerschaften

3.3 Ehe

4. Kinderwunsch

4.1. Interviewauszug

4.2. Recht auf Elternschaft

4.3. Mutterschaft einer geistig behinderten Frau

5. Sterilisation

5.1. Historische Aspekte

5.2. Zwangssterilisation

5.3. Die Situation der Zwangssterilisation in Österreich

5.4. Auswirkung der Sterilisation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der Lebensrealität von Frauen mit geistiger Behinderung unter besonderer Berücksichtigung ihres Kinderwunsches und der damit verbundenen Problematik der Sterilisation sowie der gesellschaftlichen Einstellung zu Elternschaft bei Menschen mit Behinderung.

  • Soziale Beziehungsgefüge von Frauen mit geistiger Behinderung
  • Wunsch nach Partnerschaft und Ehe als Ausdruck von Normalität
  • Die Spannung zwischen Kinderwunsch und gesellschaftlichen Tabus
  • Rechtliche und ethische Aspekte der Sterilisation
  • Historische und aktuelle Praxis der Zwangssterilisation

Auszug aus dem Buch

4.3. Mutterschaft einer geistig behinderten Frau

Frau Fische ist eine Mutter mit geistiger Behinderung und hat heute einen 5 ½ jährigen Sohn. Als Frau Fischer 23 Jahre alt war, wurde sie durch eine Vergewaltigung zum ersten Mal schwanger. Sie lebte damals in einem Heim und die Heimleitung veranlasste eine Abtreibung. Im Alter von 32 Jahren wurde sie das zweite Mal schwanger. Zu diesem Zeitpunkt lebte sie in einer langjährigen, instabilen, gewalttätigen Beziehung mit einem Alkoholiker. Sie wurde wieder zu einer Abtreibung gedrängt, doch sie entschied sich dagegen.

Zu Beginn der Schwangerschaft fühlte sich Frau Fischer sehr hilflos und war emotional komplett aus der Bahn geworfen. Sie erhielt auch durch ihr früheres Umfeld keine Unterstützung, nur Belehrungen, da alle für eine Abtreibung waren. Frau Fischer wurde im 5. Schwangerschaftsmonat in ein Mutter-Kind Heim aufgenommen. Dies ermöglichte eine katholische Beratungsstelle. Im Mutter-Kind Heim erhielt sie die notwendige Unterstützung, sowohl vor als auch nach der Geburt ihres Sohnes im Jahr 1992. Sie lernte die richtige Versorgung und Erziehung ihres Kindes, außerdem wurden ihr dort hilfreiche Anweisungen zum Leben mit einem Kind gegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Relevanz des Themas Inklusion und Lebenswelt von Frauen mit geistiger Behinderung im Kontext der Lehrveranstaltung.

2. Begriffsdefinition: Geistige Behinderung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene fachliche und rechtliche Definitionsansätze von Behinderung und deren Wandel.

3. Beziehungen von Frauen mit geistiger Behinderung: Es werden die sozialen Netzwerke, Partnerschaftsvorstellungen und der Wunsch nach Ehe als Teil der Lebensgestaltung analysiert.

4. Kinderwunsch: Die Autorin untersucht den Wunsch nach Elternschaft, die Barrieren für Mütter mit geistiger Behinderung sowie das Recht auf Elternschaft.

5. Sterilisation: Dieses Kapitel behandelt die Geschichte und die Praxis der Sterilisation sowie deren Auswirkungen und die ethische Problematik von Zwangssterilisationen.

Schlüsselwörter

Geistige Behinderung, Inklusion, Frauen mit Behinderung, Kinderwunsch, Sterilisation, Zwangssterilisation, Elternschaft, Partnerschaft, Lebenswelt, Selbstbestimmung, Behindertenpädagogik, Sozialintegration, Reproduktive Rechte, Diskriminierung, Beratung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Lebenssituation von Frauen mit geistiger Behinderung, mit einem Fokus auf deren Wunsch nach Partnerschaft, Ehe und Elternschaft im Konflikt mit gesellschaftlichen Erwartungen und Sterilisationspraktiken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf sozialen Beziehungen, dem Wunsch nach Mutterschaft, den ethischen Konflikten um Sterilisationen und der gesellschaftlichen Tabuisierung von Elternschaft bei Menschen mit geistiger Behinderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem Wunsch nach einer "normalen" Lebensbiografie von Frauen mit geistiger Behinderung und den externen Eingriffen in ihre Autonomie aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen und Interviewauszügen zum Thema Kinderwunsch und Sterilisation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet soziale Beziehungen, die Problematik des Kinderwunsches, die theoretischen und historischen Hintergründe der Sterilisation sowie spezifische Praxisbeispiele von betroffenen Frauen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind geistige Behinderung, Kinderwunsch, Sterilisation, Selbstbestimmung, Elternschaft und soziale Integration.

Was zeigt das Fallbeispiel von "Frau Bayer"?

Es veranschaulicht die leichtfertige Praxis der Sterilisation ohne rechtsgültige Zustimmung und das Fehlen einer Bewusstseinsbildung bei Angehörigen und medizinischem Personal.

Welche Rolle spielt die "Beschützte Ehe" in diesem Kontext?

Das Modell der "Beschützten Ehe" ist ein Lösungsansatz, um Menschen mit geistiger Behinderung eine eheähnliche Lebensgemeinschaft und soziale Unterstützung zu ermöglichen.

Warum erleben Frauen mit geistiger Behinderung den Verlust der Fruchtbarkeit unterschiedlich?

Studien deuten darauf hin, dass die Verarbeitung des Eingriffs stark mit der Ausprägung der Behinderung und dem Ausmaß der vorherigen Aufklärung korreliert.

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Résumé des informations

Titre
Frauen mit geistiger Behinderung: Kinderwunsch vs. Sterilisation
Université
Klagenfurt University  (Institut für Sozial- und Integrationspädagogik)
Cours
Selbstbestimmung und Inklusion von Frauen mit Behinderungen
Note
1 A
Auteur
Silvia Traby (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
23
N° de catalogue
V117610
ISBN (ebook)
9783640200269
ISBN (Livre)
9783640205967
Langue
allemand
mots-clé
Frauen Behinderung Kinderwunsch Sterilisation Selbstbestimmung Inklusion Frauen Behinderungen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Silvia Traby (Auteur), 2006, Frauen mit geistiger Behinderung: Kinderwunsch vs. Sterilisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117610
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Extrait de  23  pages
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