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Die Relationale Hypothese von Jackendoff und Audring. Die Rolle der Schemata

Eine Analyse

Title: Die Relationale Hypothese von Jackendoff und Audring. Die Rolle der Schemata

Seminar Paper , 2021 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit soll die Relationale Hypothese von Jackendoff & Audring (2020) vorgestellt und die Rolle der Schemata analysiert werden. Dazu wird zuerst der Aufbau der Parallelarchitektur, die Einheiten des Lexikons sowie die Bedeutung der Schemata in dieser Theorie erläutert. Daraufhin werden die verschiedenen Anwendungen von Schemata sowie im Zuge dessen die Relationale Hypothese vorgestellt. In der anschließenden Diskussion sollen diese Annahmen kritisch hinterfragt werden. Im Fokus stehen hierbei die Relationale Hypothese, die Funktionalität von Schemata sowie sprachliche Muster, die nicht zu den Schemata zählen. In einem abschließenden Resümee werden die Erkenntnisse zusammengefasst. Insofern Jackendoff & Audring (2020) sich auf nicht-produktive Regeln fokussieren, ist zu erwarten, dass sie eine Alternative aufzeigen, wie solche Problemfälle passend in eine Sprachtheorie integriert werden können, statt sie als Ausnahmen anzusehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Relationale Morphologie

2.1 Aufbau der Parallelarchitektur

2.2 Schemata

2.3 Relationale und generative Anwendungen

2.4 Relationale Hypothese

3. Diskussion

3.1 Fortschritt durch die Relationale Hypothese

3.2 Kopfvererbungsprinzip

3.3 Problematik mit lexemspezifischen Verknüpfungen

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Relationale Hypothese im Rahmen der Parallelarchitektur nach Jackendoff & Audring. Das Ziel ist es, die Rolle und Funktionalität von Schemata in der Morphologie zu analysieren, deren Anwendungsmöglichkeiten kritisch zu hinterfragen und die theoretische Konsistenz der Ansätze bezüglich lexemspezifischer Verknüpfungen und der Kopfvererbung zu prüfen.

  • Struktur der Parallelarchitektur als theoretisches Fundament
  • Unterscheidung zwischen relationalen und generativen Anwendungen von Schemata
  • Analyse der Produktivität und Klassifizierung von Wortbildungsregeln
  • Kritische Auseinandersetzung mit Kopfvererbungsprinzipien
  • Problematisierung lexemspezifischer Verknüpfungen im Vergleich zu Schemata

Auszug aus dem Buch

2.4 Relationale Hypothese

In der Parallelarchitektur werden die Schnittstellenverknüpfungen der lexikalischen Einheiten als zentraler Aspekt der Grammatik angesehen (vgl. Jackendoff & Audring 2020b: 4, 7). Trotz der geringeren Produktivität wird den relationalen Anwendungen von Schemata infolgedessen eine höhere Priorität zugeschrieben als den generativen Anwendungen (vgl. Jackendoff & Audring 2020b: 4). Letztere werden stattdessen als Zusatz zu den relationalen Anwendungen aufgefasst (ibid.).

Basierend auf der Unterscheidung zwischen den relationalen und generativen Anwendungen von Schemata wird die Relationale Hypothese aufgestellt. Diese besagt: „All rules/schemas can be used relationally, while only a subset of them can be used generatively as well“ (Jackendoff & Audring 2020b: 4, Hervorhebung übernommen). Diese Hypothese soll anhand der folgenden Beispiele erläutert werden.

Ein Beispiel für ein Schema, das sowohl relational als auch generativ verwendet werden kann, wird bereits in §2.3 anhand des Schemas zur Pluralbildung (3) aufgezeigt. Ein weiteres Beispiel für eine Regel, die auf beide Arten angewandt werden kann, wird anhand der Generierung englischer Verbalphrasen deutlich. Einerseits kann basierend auf den im Lexikon gespeicherten Idiomen wie raining cats and dogs oder shake hands die Struktur [VP V NP] abgeleitet werden, was der relationalen Anwendung entspricht. Andererseits können mittels des Schemas neuartige Verbalphrasen wie smash the tomatoes oder forget the banana abgeleitet werden, was als generative Anwendung aufgefasst wird (vgl. Jackendoff & Audring 2020b: 4, 12).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Sprachfähigkeit ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Relationale Hypothese innerhalb der Parallelarchitektur kritisch zu beleuchten.

2. Relationale Morphologie: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen der Parallelarchitektur dar und definiert die Rolle von Schemata sowie deren relationale und generative Anwendungsmöglichkeiten.

3. Diskussion: Im Hauptteil werden die theoretischen Annahmen der Autoren hinsichtlich Fortschritt, Kopfvererbung und der Behandlung lexemspezifischer Verknüpfungen einer kritischen Prüfung unterzogen.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der Ergebnisse und identifiziert offene Fragen sowie notwendige Weiterentwicklungen der Theorie.

Schlüsselwörter

Parallelarchitektur, Relationale Hypothese, Schemata, Morphologie, mentale Lexik, relationale Verknüpfung, generative Anwendung, Wortbildung, Kopfvererbungsprinzip, lexemspezifische Verknüpfung, Sprachsystem, Produktivität, grammatische Konstruktionen, linguistische Theorie, Sprachstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der "Relationalen Hypothese" von Jackendoff & Audring und deren Einordnung innerhalb der linguistischen Sprachtheorie der sogenannten Parallelarchitektur.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Struktur des Lexikons, die Funktionalität von Schemata in der Wortbildung sowie die Unterscheidung zwischen relationalen und generativen Anwendungsweisen sprachlicher Regeln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die von Jackendoff & Audring vorgeschlagene Theorie vorzustellen und zu hinterfragen, ob sie einen echten wissenschaftlichen Fortschritt darstellt oder bestehende Probleme der Morphologie unzureichend löst.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Untersuchung erfolgt auf einer textbasierten Analyse, bei der die vorliegenden theoretischen Konzepte der Autoren kritisch im Lichte linguistischer Fragestellungen diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Parallelarchitektur und eine kritische Diskussion, die insbesondere das Kopfvererbungsprinzip und die Behandlung von lexemspezifischen Verknüpfungen thematisiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Parallelarchitektur, Relationale Hypothese, Schemata, Morphologie, mentale Lexik sowie das Kopfvererbungsprinzip.

Wie unterscheiden Jackendoff & Audring zwischen relationaler und generativer Anwendung?

Eine generative Anwendung generiert neue, bisher nicht gespeicherte Wörter, während die relationale Anwendung dazu dient, Generalisierungen aus bereits existierenden lexikalischen Einheiten zu formulieren.

Warum kritisieren die Autoren die Behandlung von Begriffen wie "piggish"?

Die Arbeit kritisiert, dass das Kopfvererbungsprinzip bei der Ableitung von Derivaten unklar bleibt, da die Theorie nicht ausreichend erklärt, warum beispielsweise ein Suffix wie "-ish" die Kategorie "Adjektiv" an das neue Wort weitergibt.

Wie schlägt der Autor eine Lösung für lexemspezifische Verknüpfungen vor?

Es wird vorgeschlagen, lexemspezifische Verknüpfungen als eine Form von nicht-produktiven Schemata zu klassifizieren, um widersprüchliche theoretische Annahmen aufzulösen.

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Details

Title
Die Relationale Hypothese von Jackendoff und Audring. Die Rolle der Schemata
Subtitle
Eine Analyse
College
University of Stuttgart  (Institut für Linguistik/Germanistik)
Course
Grundfragen der Phonologie und Morphologie
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
14
Catalog Number
V1176533
ISBN (PDF)
9783346599100
ISBN (Book)
9783346599117
Language
German
Tags
Jackendoff Parallelarchitektur Chomsky Relationale Morphologie Konstruktionsgrammatik Relationale Hypothese
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Die Relationale Hypothese von Jackendoff und Audring. Die Rolle der Schemata, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1176533
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