Diese Arbeit beinhaltet einen Unterrichtsentwurf mit Reflexion für 7. Klassen, der sich mit der Vermittlung von Kommasetzungsstrategien bezogen auf Relativsätze im Deutschunterricht beschäftigt.
Die Sequenz ist mit fünf Unterrichtsstunden veranschlagt. Die Einzelthemen werden als Teil einer Stationsarbeit umgesetzt, sodass jeweils drei Schüler ihre Stationen durchführen und zwei weitere hospitieren. Die Stationen wechseln innerhalb der Sequenz. Am Ende der Sequenz müssen alle Schüler und Schülerinnen jede Station mindestens einmal absolviert haben. Das Thema der Sequenz bildet die Vermittlung von typischen Rechtschreibstrategien und die Erweiterung der orthografischen Kompetenzen auf der Basis von ausgewählten Fehlerschwerpunkten.
Das System der Kommata ist ein rein syntaktisches System, obwohl es häufig von den Schülern eher semantisch verstanden wird. Natürlich gibt es teilweise, unter anderem auch im Fall einiger Relativsätze, solche Sätze, die aufgrund ihrer Semantik Schwierigkeiten bei der Vermittlung der korrekten Kommasetzung hervorrufen können.
In seiner minimalsten Form besteht der Relativsatz grundlegend aus einem relativistischen Attribut, welches sich auf ein Wort oder eine Wortgruppe des Matrixsatzes bezieht sowie aus einem infiniten Verb. Das Verb steht immer in der Verbletztstellung, wobei das relativistische Attribut nicht immer am Beginn des Relativsatzes stehen muss. Es ist ebenso möglich, dass vor dem relativistischen Attribut eine Präposition steht.
Inhaltsverzeichnis
1. Kontext: Einordnung der Stunde in die Unterrichtssequenz
2. Bemerkungen zur Lerngruppe (Bedingungsanalyse)
3. Didaktische Analyse
3.1 Verortung der Stunde im Lehrplan, erste Konkretisierung der Kompetenzvorgaben zu Unterrichtszielen, erste Eingrenzung und Begründung des zentralen Unterrichtsthemas
3.2 Überlegungen zum Unterrichtsgegenstand (Sachanalyse)
3.3 Unterrichtsziele und angestrebte Kompetenzentwicklung
4. Aufbau der Stunde mit Begründung
4.1 Tabellarische Verlaufsplanung
4.2 Erläuterungen zur Verlaufsplanung
5. Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Vermittlung von Kommasetzungsregeln bei Zusätzen und näheren Beschreibungen von Nomen in einer siebten Klasse. Das primäre Ziel ist die Verbesserung der Schreibkompetenz durch die Einführung der "Klammerprobe" als anwendungsbasierte Rechtschreibstrategie, um Schülern eine praktische Hilfe zur syntaktisch korrekten Interpunktion in freien Texten an die Hand zu geben.
- Analyse der Lernausgangslage im Bereich Orthografie und Grammatik
- Einführung und Anwendung der Klammerprobe
- Förderung der Schreibkompetenz durch produktive Textarbeit
- Prozessbezogene Kompetenzentwicklung im Bereich "Schreiben - richtig schreiben"
- Didaktische Reduktion von Fachtermini zur Steigerung der Lernmotivation
Auszug aus dem Buch
3.2 Überlegungen zum Unterrichtsgegenstand (Sachanalyse)
Das System der Kommata ist ein rein syntaktisches System, obwohl es häufig von den SuS eher semantisch verstanden wird. Natürlich gibt es teilweise, unter anderem auch im Fall einiger Relativsätze, solche Sätze, die aufgrund ihrer Semantik Schwierigkeiten bei der Vermittlung der korrekten Kommasetzung hervorrufen können. Grundlegend lässt sich das Setzen von Kommata zur Abgrenzung von zusätzlichen Informationen anhand des Paragraphen 77 des amtlichen Regelwerks definieren: „Zusätze oder Nachträge grenzt man mit Komma ab; sind sie eingeschoben, so schließt man sie mit paarigem Komma ein“.8 Unter diese Zusätze fallen Parenthesen sowie Appositionen. Relativsätze lassen sich inhaltlich dem Paragraphen 74 zuordnen: „Nebensätze grenzt man mit Komma ab; sind sie eingeschoben, so schließt man sie mit paarigem Komma ein“.9 In seiner minimalsten Form besteht der Relativsatz grundlegend aus einem relativistischen Attribut, welches sich auf ein Wort oder eine Wortgruppe des Matrixsatzes bezieht sowie aus einem infiniten Verb. Das Verb steht immer in der Verbletztstellung, wobei das relativistische Attribut nicht immer am Beginn des Relativsatzes stehen muss. Es ist ebenso möglich, dass vor dem relativistischen Attribut eine Präposition steht. Somit ist die Vermittlung einer „Signalwort-Didaktik“ etwas schwieriger. Was sie ebenso schwierig macht, ist, dass die Lexeme der, die und das in einer Vielzahl von Kontexten Anwendung finden und somit nicht exklusiv den Beginn eines Zusatzes kennzeichnen. Relativsätze können als Einschub, aber auch am Satzende vorkommen. Wichtig ist dabei, dass sich das relativistische Attribut immer auf den nominalen Kern des Matrixsatzes bezieht. Ein Relativsatz kann nicht alleine stehen. Der Matrixsatz, auf dessen nominalen Kern sich das relativistische Attribut bezieht, kann ohne den dazugehörigen Relativsatz grammatisch korrekt autonom stehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kontext: Einordnung der Stunde in die Unterrichtssequenz: Diese Sequenz umfasst fünf Unterrichtsstunden, in denen Rechtschreibstrategien anhand von Lernausgangslagetests erarbeitet werden.
2. Bemerkungen zur Lerngruppe (Bedingungsanalyse): Die Analyse einer siebten Klasse zeigt Schwierigkeiten bei der Kommasetzung in Relativsätzen sowie bei der Anwendung von Rechtschreibstrategien in freien Texten.
3. Didaktische Analyse: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit einer anwendungsbasierten Strategie und verortet die Stunde im Rahmenlehrplan sowie im fachlichen Kontext der Syntax.
4. Aufbau der Stunde mit Begründung: Hier wird der methodische Ablauf der Stunde, inklusive der tabellarischen Verlaufsplanung und einer ausführlichen didaktischen Begründung der Phasen, dargestellt.
5. Reflexion: Der Autor evaluiert den Verlauf des Unterrichts, reflektiert aufgetretene Probleme beim Classroom Management und analysiert die Wirksamkeit der gewählten Methode für die zukünftige Praxis.
Schlüsselwörter
Kommasetzung, Relativsätze, Klammerprobe, Rechtschreibstrategie, Deutschunterricht, Didaktik, Syntax, Orthografie, Schreibkompetenz, Apposition, Satzgefüge, Lernausgangslage, Unterrichtsplanung, Reflexion, Sekundarstufe I.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Planung, Durchführung und Reflexion einer Unterrichtseinheit zum Thema Kommasetzung bei Zusätzen für eine siebte Klasse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Vermittlung korrekter Zeichensetzung, die Anwendung grammatischer Proben und die Förderung der Schreibkompetenz im Deutschunterricht.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, dass Schüler durch die "Klammerprobe" in der Lage sind, Zusätze und nähere Bestimmungen in Sätzen korrekt zu kommatieren, sowohl in isolierten Übungen als auch in freien Texten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Bedingungs- und Sachanalyse, die didaktische Reduktion von Fachtermini sowie auf die phasenorientierte Planung und anschließende schriftliche Reflexion der Praxisstunden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretische Einordnung der Kommasetzung, die Vorstellung der Klammerprobe, die detaillierte Verlaufsplanung der Stunde sowie die kritische Auswertung des Lehrerhandelns.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Kommasetzung, Relativsätze, Klammerprobe, Orthografie, Didaktik und prozessbezogene Kompetenzentwicklung.
Warum wurde die "Klammerprobe" als Methode gewählt?
Sie wurde gewählt, weil sie sehr einfach anwendbar ist, auf komplexe Fachbegriffe verzichtet und den gesamten Satz visuell für die Schüler verfügbar lässt.
Welche Schwierigkeiten ergaben sich bei der Umsetzung in der Praxis?
Der Autor reflektiert Probleme beim Classroom Management, Schwierigkeiten bei der Zeitplanung und Herausforderungen bei der individuellen Feedbackgabe in heterogenen Lerngruppen.
- Arbeit zitieren
- Florian Paul (Autor:in), 2022, Kommasetzung in Relativsätzen für den Deutschunterricht der 7. Klasse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1176580