Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Ética

Zwei Tierbilder im Mittelalter. Franz von Assisi und Thomas von Aquin

Título: Zwei Tierbilder im Mittelalter. Franz von Assisi und Thomas von Aquin

Trabajo Escrito , 2017 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sophie Vogel (Autor)

Ética
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In dieser Hausarbeit soll sich mit der Thematik der unterschiedlichen Darstellungen von Tierbildern in der Zeit des Mittelalters beschäftigt werden. Es handelt sich hierbei explizit um die Gegenüberstellung der Meinungen und Erfahrungen sowie Wertschätzungen von Franz von Assisi und Thomas von Aquin.

Hierbei soll zunächst auf die Schöpfungsgeschichte eingegangen werden, um Einblick in die damalige Darstellung zu gewährleisten, wie sich die Menschen die Entstehung und die Schöpfung der Welt, des Menschen und der Tiere, vorgestellt haben. Im weiteren Verlauf soll auf die Werke nach Franz von Assisi und Thomas von Aquin eingegangen werden, um die wichtigsten Aspekte ihres Denkens und Handelns darzustellen. Diese sollen dann in einer Gegenüberstellung angedeutet werden, um ihre Unterschiedlichkeit aufzeigen zu können.

Mithilfe dieser Hausarbeit soll herausgearbeitet werden, durch welche Tierkonzeptionen und Unterschiede innerhalb dieser Überlegungen das Mittelalter beziehungsweise die Zeit des 12. und 13. Jahrhunderts geprägt wurden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Schöpfungsgeschichte

3. Überlegungen zur Schöpfungsgeschichte

4. Thomas von Aquin

4.1 Zu seiner Person

4.2 Haben Tiere eine Seele?

4.3 Summa Theologica – Der sechste Tag

4.4 Conclusion

5. Franz von Assisi

5.1 Zu seiner Person

5.2 Franziskus und die Tiere

5.2.1 Die Vogelpredigt

5.2.2 Weitere Tiergeschichten

5.3 Conclusion

6. Zusammenfassung - Gegenüberstellung

7. Schöpfungsgeschichte aus der heutigen Sicht - Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die unterschiedlichen historischen Darstellungen und Wertschätzungen von Tieren im Mittelalter durch den Vergleich der Positionen von Franz von Assisi und Thomas von Aquin, um deren Einfluss auf die zeitgenössische Tierkonzeption herauszuarbeiten.

  • Gegenüberstellung der anthropozentrischen Sichtweise von Thomas von Aquin und der schöpfungsverbundenen Haltung von Franz von Assisi.
  • Analyse der mittelalterlichen Schöpfungsgeschichte und deren Legitimierung der menschlichen Herrschaft über Tiere.
  • Untersuchung der Rolle der Seele bei Tieren im theologischen Kontext des 12. und 13. Jahrhunderts.
  • Reflektion über die Aktualität dieser historischen Konzepte im Hinblick auf den modernen Umgang mit der Schöpfung und Tierschutz.

Auszug aus dem Buch

5.2.1 Die Vogelpredigt

Die Vogelpredigt stellt eine der wohl bekanntesten Tiergeschichten dar. Franz von Assisi zog gemeinsam mit seinen Anhängern in der Nähe von Bevagna durch das Spoletotal. Auf einmal erblickte Franz von Assisi eine sehr große Schar an Vögeln unterschiedlichster Arten, darunter Tauben, Krähen und Dohlen. Er lief eilig auf sie zu um sie zu grüßen, wie er es immer tat. „War er doch ein Mann mit einem überschäumenden Herzen, das sogar den niederen und unvernünftigen Geschöpfen, in hohem Grade innige und zärtliche Liebe entgegenbrachte“ (Assisi, 133). Er freute sich, dass sie wider Erwarten nicht davonflogen. Das machte ihn so glücklich, dass er sie zum Lobe Gottes aufforderte: „Meine Brüder Vögel! Gar sehr müsst ihr euren Schöpfer loben und ihn stets lieben; er hat euch Gefieder zum Gewand, Fittiche zum Fluge und was immer ihr nötig habt, gegeben“ (Assisi, 133).

„Schließlich segnete er sie und nachdem er das Kreuz über sie gezeichnet hatte, gab er ihnen die Erlaubnis, irgendwo anders hinzufliegen. Der selige Vater aber wandelte mit seinen Gefährten freudigen Herzens seines Weges weiter und dankte Gott, den alle Geschöpfe mit demütigem Lobpreis verehren“ (Assisi, 133 f.). Auf ihre freudige Reaktion hin klagt sich Franziskus seiner Nachlässigkeit an, ihnen nicht früher gepredigt zu haben. „Und so geschah es, daß er von jenem Tage an alle Lebewesen, alle Vögel und alle kriechenden Tiere, sowie auch alle unbeseelten Geschöpfe eifrig ermahnte, ihren Schöpfer zu loben und zu lieben; denn Tag für Tag konnte er aus eigener Erfahrung sich über ihren Gehorsam vergewissern, sobald er nur den Namen des Erlösers angerufen hatte“ (Assisi, 134).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Ziel dar, die gegensätzlichen Tierbilder von Franz von Assisi und Thomas von Aquin im mittelalterlichen Kontext zu vergleichen.

2. Die Schöpfungsgeschichte: Dieses Kapitel erläutert die biblische Schöpfungsgeschichte als Grundlage für die mittelalterliche Weltsicht, in der Glaube als Leitfaden für Handlungsweisen diente.

3. Überlegungen zur Schöpfungsgeschichte: Es wird analysiert, wie die Schöpfungsgeschichte den Menschen als Herrscher legitimiert und eine anthropozentrische Weltanschauung begründet.

4. Thomas von Aquin: Das Kapitel befasst sich mit Aquins Philosophie, die dem Menschen aufgrund seiner unsterblichen Seele einen Sonderstatus zuweist und Tieren den Status bloßer Nutztiere zuschreibt.

5. Franz von Assisi: Hier wird Franz von Assisi als „Freund der Schöpfung“ vorgestellt, der Tiere als Geschwister wahrnimmt und eine respektvolle Beziehung zwischen Mensch und Tier propagiert.

6. Zusammenfassung - Gegenüberstellung: Dieses Kapitel vergleicht die gegensätzlichen Positionen: Aquins Hierarchie der Unterwerfung gegenüber Franziskus' Ideal der göttlichen Gnade und Brüderlichkeit.

7. Schöpfungsgeschichte aus der heutigen Sicht - Fazit: Das Fazit überträgt die historischen Erkenntnisse auf die Gegenwart und plädiert für einen ethisch verantwortungsvolleren Umgang mit der Schöpfung.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Schöpfungsgeschichte, Thomas von Aquin, Franz von Assisi, Anthropozentrie, Seelenlehre, Tierethik, Gottesbild, Hierarchie, Tierschutz, Nutztiere, Schöpfungsverbundenheit, christliche Theologie, Naturverständnis, Respekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die unterschiedlichen Darstellungen von Tierbildern im Mittelalter durch den Vergleich von Thomas von Aquin und Franz von Assisi.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der mittelalterlichen Theologie, dem Schöpfungsglauben, der Frage nach der Tierseele und der ethischen Beziehung zwischen Mensch und Tier.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Unterschiede in den Tierkonzeptionen dieser beiden historischen Persönlichkeiten aufzuzeigen und deren Auswirkungen auf das damalige Weltbild zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der Schöpfungsgeschichte sowie auf das Studium der Primär- und Sekundärliteratur zu den Werken von Thomas von Aquin und den Lebensbeschreibungen des Franz von Assisi.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Gegenüberstellung der schöpfungstheologischen Ansätze von Aquin (Herrschaftsmodell) und Franz von Assisi (Brüderlichkeitsmodell) anhand von konkreten Textstellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Mittelalter, Schöpfungsgeschichte, Anthropozentrie, Tierethik, Franz von Assisi und Thomas von Aquin.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Thomas von Aquin zur Rolle der Tiere?

Aquin betrachtet Tiere als vernunftunbegabte Wesen ohne unsterbliche Seele, die durch die göttliche Ordnung dem Menschen zum Nutzen untergeordnet sind.

Welche Bedeutung kommt der „Vogelpredigt“ in der Untersuchung zu?

Sie dient als exemplarisches Beispiel für Franz von Assisis respektvolle Haltung, in der er Tiere als eigenständige, von Gott geschaffene Geschöpfe anspricht.

Warum hält der Autor die Haltung von Franz von Assisi für heute relevant?

Der Autor argumentiert, dass Franziskus' Ansatz, Tiere nicht als Sachen, sondern als eigenständige Wesen wahrzunehmen, eine aktuelle Antwort auf ökologische Krisen und den unachtsamen Umgang mit der Natur bietet.

Welche Rolle spielt der Segen Gottes in der Argumentation?

Während der Segen für Aquin die Fortpflanzung zur Nutzungsdauer festigt, bedeutet er bei Franziskus die Einbindung aller Geschöpfe in eine gemeinsame göttliche Familie.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Zwei Tierbilder im Mittelalter. Franz von Assisi und Thomas von Aquin
Universidad
University of Vechta
Calificación
1,3
Autor
Sophie Vogel (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
16
No. de catálogo
V1177302
ISBN (PDF)
9783346599674
ISBN (Libro)
9783346599681
Idioma
Alemán
Etiqueta
Tierethik Franz von Assisi Thomas von Aquin Tierbilder Mittelalter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sophie Vogel (Autor), 2017, Zwei Tierbilder im Mittelalter. Franz von Assisi und Thomas von Aquin, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1177302
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  16  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint