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Die Geschichte des mexikanischen Kinos

Epocheneinteilung und Problematiken

Title: Die Geschichte des mexikanischen Kinos

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefanie Müller (Author)

Romance Studies - Latin American Studies
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Summary Excerpt Details

[...] Eine weitere Frage, die sich bei der Behandlung des Gegenstandes stellt – den problematischen Geschichtsbegriff einmal unkritisch vorausgesetzt – ist die Frage nach der Art der Entwicklung von Kinogeschichte. Haben wir es mit einer kontinuierlichen Entwicklung zutun oder ist diese durch Brüche und Diskontinuität charakterisiert? Ich beziehe mich hierbei insbesondere auf das Verhältnis von der „Vorgeschichte“ des Kinos gegenüber der eigentlichen Kinogeschichte. Unter „Vorgeschichte“ verstehe ich wichtige Entwicklungen und Erfindungen aus den Bereichen der darstellenden Kunst und der Optik, welche Ende des 19. Jahrhunderts zusammengeführt wurden und die schlieβlich zur Entstehung der Kinematographie führten (Zielinski 1989: 42). Diese vor allem technischen Erfindungen, welche die Vorgeschichte zum Gegenstand hat, stellen augenscheinlich noch keinen direkten Bezug zum Kino als späteres bedeutendes Kommunikationsmedium, als Kunstform und als bedeutender Industriezweig her, dessen Entwicklung im Zuge der Kinogeschichte behandelt wird. Hieran wird deutlich, dass die Frage nach der Relation von Vorgeschichte des Kinos und Kinogeschichte sehr wohl berechtigt ist. Dieser Frage widme ich mich im Kapitel 1.2. Anschliessend werde ich mich in einem groβen Kapitel der Entwicklung der ausgewählten Kinogeschichte von Mexiko widmen. Dies bietet sich besonders an, weil das neue Medium des Kinematographen unmittelbar acht Monate nach seiner ersten Vorführung, 1895 in Paris, nach Mexiko gelangte (Schumann 1982: 81). Somit kann der Weg des Kinematographen aus der Wiege der Vorgeschichte zum Massenmedium am Beispiel von Mexiko sehr gut exemplarisch dargestellt werden. Methodisch werde ich hierbei epochenweise vorgehen. Im Anschluss daran werde ich zusammenfassend reflektieren, wie die mexikanische Kinogeschichte auf die oben genannten Fragestellungen einzuschätzen ist. Handelt es sich um einen durch Kontinuität zu charakterisierenden Verlauf oder sind Brüche zu verzeichnen?
Da mir im Rahmen einer Hausarbeit nur ein eingeschränkter Umfang zur Verfügung steht, bin ich gezwungen, mich auf die wesentlichsten Gesichtspunkte der mexikanischen Kinogeschichte zu beschränken und kann in dieser Arbeit nicht dem Anspruch gerecht werden, eine umfassende vollständige Darstellung darüber zu liefern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Zur Problematik der Verwendung des Begriffes „Geschichte“ in Bezug auf das Kino

2 Zur Problematik der Relation von „Vorgeschichte“ des Kinos (Kinoarchäologie) zur Kinogeschichte

3 Darstellung der Epochen der mexikanischen Kinogeschichte

3.1 Die Epoche des Cine Silente (1917-1929)

3.2 Die Epoche des Cine Sonoro (1929-1936)

3.3 Die Goldene Epoche (Época de Oro) (1937-1949)

3.4 Von der Expansion bis zur Stagnation – die 50er Jahre

3.5 Versuche der Innovation – die 60er Jahre

3.6 Der Staat als Förderer – Das verstaatlichte Kino (1970-1976)

3.7 Der Staat als Behinderer (1976-1982)

3.8 Das Sexenio von Miguel de la Madrid (1982-1986)

3.9 Das Sexenio von Carlos Salinas (1988-1994)

3.10 Das mexikanische Kino der Gegenwart

4 Auswertung und Bewertung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Geschichte des mexikanischen Kinos unter kritischer Beleuchtung des Geschichtsbegriffs sowie des Verhältnisses von filmischer Vorgeschichte und Kinogeschichte. Dabei wird die Entwicklung des mexikanischen Kinos epochenweise analysiert, um zu klären, ob diese durch Kontinuität oder Diskontinuität geprägt ist.

  • Kritische Analyse des Begriffs „Geschichte“ im Kontext des Kinos
  • Untersuchung der Relation von Kinoarchäologie und tatsächlicher Kinogeschichte
  • Systematische Darstellung der Epochen der mexikanischen Kinogeschichte von 1895 bis zur Gegenwart
  • Anwendung von systemtheoretischen Modellen zur Erklärung historischer Wandlungsprozesse
  • Evaluation der staatlichen Filmpolitik und deren Einfluss auf die Produktionsbedingungen

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Epoche des Cine Sonoro (1929-1936)

Mit der Einführung des Tonfilms begann nicht nur eine neue Epoche in der Kinogeschichte allgemein, die neue Technik bot auch Mexiko die Möglichkeit, durch die Produktion von spanischsprachigen Filmen ein nationales Kino zu entwickeln (Schumann 1982: 82). Dies konnte aber nur in Abhängigkeit vom Ausland, genauer mit Hilfe von US-Konzernen geschehen, von denen Mexiko technisch und finanziell abhängig war. Das mexikanische Nationalkino entstand damit genaugenommen in Hollywood, wo sich ab 1929 ein Cine Hispano „mit Schauspielern aus vielen Ländern Lateinamerikas und Spaniens, vor allem mit Mexikanern“ herausbildete (Schumann 1997: 83). Erst 1931 wurde der erste Tonstreifen in Mexiko gedreht. Die neue Technik wurde ein so großer Erfolg, dass die Kinoproduktion innerhalb kurzer Zeit sprunghaft anstieg und sich Mexiko, u.a. durch die Einführung zweier melodramatischer Genres, dem „Tränenkino“ und der comedia ranchera, rasch zum Zentrum der spanischsprachigen Filmproduktion entwickelte. Während dieser Zeit des Aufschwungs und der fortschreitenden Kommerzialisierung der mexikanischen Filmindustrie fing auch der Staat an, sich in die Filmproduktion einzumischen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zur Problematik der Verwendung des Begriffes „Geschichte“ in Bezug auf das Kino: Beleuchtung des Konflikts zwischen dem allgemeinen Geschichtsbegriff und der spezifischen Kinogeschichte, die oft eher als Filmgeschichte verstanden wird.

2 Zur Problematik der Relation von „Vorgeschichte“ des Kinos (Kinoarchäologie) zur Kinogeschichte: Untersuchung der Frage, ob der Übergang zur Kinematographie einen Bruch oder eine kontinuierliche Entwicklung darstellt, unter Heranziehung des Modells von Jens Ruchatz.

3 Darstellung der Epochen der mexikanischen Kinogeschichte: Umfassender historischer Abriss der mexikanischen Filmgeschichte, unterteilt in zehn Phasen von den Anfängen bis zur modernen Entwicklung.

4 Auswertung und Bewertung: Synthese der Ergebnisse durch die Anwendung des evolutionstheoretischen Modells von Niklas Luhmann auf die mexikanische Kinogeschichte zur Erklärung von Wandel und Kontinuität.

Schlüsselwörter

Mexikanisches Kino, Kinogeschichte, Filmgeschichte, Cine Silente, Cine Sonoro, Época de Oro, Cine independiente, Staatsförderung, Filmindustrie, Systemtheorie, Kontinuität, Diskontinuität, Paradigmenwechsel, Identitätsbildung, Kinematographie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte des mexikanischen Kinos und reflektiert dabei kritisch die methodischen Herausforderungen, eine solche Geschichte zu schreiben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die Problematik des Geschichtsbegriffs im Kinokontext, die Frage nach Kontinuität oder Bruch in der Entwicklung sowie eine detaillierte epochenweise Analyse des mexikanischen Films.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Überblick über die mexikanische Kinogeschichte zu geben und zu prüfen, ob sich systemtheoretische Modelle, wie das von Niklas Luhmann, zur Erklärung dieser Entwicklung eignen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen historisch-analytischen Ansatz und wendet systemtheoretische Konzepte zur Interpretation der historischen Entwicklungsphasen an.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zehn verschiedene Epochen des mexikanischen Kinos analysiert, von den französischen Anfängen über die Goldene Epoche bis hin zur modernen Gegenwart.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind mexikanisches Kino, Filmgeschichte, Systemtheorie, staatliche Filmpolitik und das Verhältnis von Kontinuität und Diskontinuität.

Wie beeinflusste der Staat das mexikanische Kino in den 70er Jahren?

Unter Präsident Echeverría fand eine verstaatlichte Reformpolitik statt, die das Kino von der reinen Unterhaltung zu einem kritischen Medium mit künstlerischem Anspruch transformierte.

Welche Rolle spielten internationale Einflüsse, insbesondere aus Hollywood?

Internationale Einflüsse waren prägend, von der technischen Abhängigkeit in den Anfängen bis hin zur massiven Prägung durch Genres und Marktmechanismen, wobei Mexiko stets versuchte, ein eigenes Nationalkino zu entwickeln.

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Details

Title
Die Geschichte des mexikanischen Kinos
Subtitle
Epocheneinteilung und Problematiken
College
University of Leipzig  (Institut für Romanistik)
Course
Historia y teoría del Cine Mexicano
Grade
1,3
Author
Stefanie Müller (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V117791
ISBN (eBook)
9783640201211
ISBN (Book)
9783640206445
Language
German
Tags
Geschichte Kinos Historia Cine Mexicano
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Müller (Author), 2008, Die Geschichte des mexikanischen Kinos, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117791
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