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Der Einsatz von funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) zur Erforschung der supraspinalen Bewegungskontrolle

Título: Der Einsatz von funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) zur Erforschung der supraspinalen Bewegungskontrolle

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2008 , 153 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Malte Uhde (Autor)

Deporte - Quinesiología y teoría del entrenamiento
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Resumen Extracto de texto Detalles

Die neuronalen Prozesse des menschlichen Gehirns sind Forschungsgegenstand vieler
verschiedener Wissenschaften. Für die Bewegungswissenschaft ist es von Interesse, wie
unser Gehirn die Anforderungen der sportlichen Aktivität bewältigt. Leider ist die Funktionsweise
des Gehirns nicht leicht einsehbar. Dies ist natürlich auf die Unzugänglichkeit
und die Komplexität dieser Struktur zurückzuführen, jedoch auch auf die Tatsache,
dass die Methodik zur Erforschung des Gehirns noch nicht ausreichend entwickelt ist.
Die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) scheint die Darstellung von supraspinalen
Prozessen der Bewegungskontrolle unter physiologischen Umständen möglich
zu machen. Die vorliegende Arbeit erläutert die Funktionsweise, verdeutlicht die
Möglichkeiten und Einschränkungen der Methode und bewertet die Anwendbarkeit der
fMRT zur Erforschung der supraspinalen Bewegungskontrolle.
Die Arbeit zeigt, dass die Methode geeignet ist die Bewegungswissenschaft bei der
Erforschung der supraspinalen Bewegungskontrolle zu unterstützen. Potentiell kann
man mit Hilfe der fMRT Trainingsempfehlungen generieren und motorisches Lernen
kontrollieren. Es ist zu erwarten, dass die bisher erzielten Ergebnisse weitere Nachforschungen
mit der Methode anregen werden und sich die fMRT bei sportwissenschaftlichen
Experimenten etablieren wird. Vor allem die Kombination von fMRT mit anderen
Methoden wird einen genaueren Einblick in die neuronalen Prozesse des Gehirns ermöglichen
und damit ein besseres Verständnis für die supraspinale Bewegungskontrolle
schaffen.
Schlagwörter: funktionelle Magnetresonanztomographie, supraspinale Bewegungskontrolle,
bewegungswissenschaftliche Methoden, motorisches Lernen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Erforschung der supraspinalen Bewegungskontrolle

1.1 Motorische Kontrolle

1.2 Strukturen der supraspinalen Bewegungskontrolle

1.3 Mechanismen der supraspinalen Bewegungskontrolle.

1.4 Methoden zur Erforschung der supraspinalen Bewegungskontrolle

1.5 Die funktionale Magnetresonanztomographie

1.6 Positronen-Emmissions-Tomographie

1.7 Elektroencephalographie und Magnetencephalographie

1.8 TMS

1.9 Kombination von Methoden

1.10 Geschichte der MRT und fMRT

1.11 Entwicklung zur BOLD-fMRT

2 Physikalische Grundlagen der fMRT

2.1 Grundlage der Magnetresonanztomographie

2.2 Kerneigenschaften

2.3 Kernspin

2.4 Kernmagnetismus

2.4.1 Das magnetische Kernmoment

2.4.2 Das gyromagnetische Verhältnis

2.5 Ausnutzung des Kerneigenschaften für die MRT

2.6 Wasserstoff in der MRT

2.7 Der Kernspin im biologischen Gewebe

2.8 Der Kernspin im Magnetfeld

2.9 Das magnetische Grundfeld

2.10 Ausrichtung der Kernspins im Magnetfeld

2.10.1 Die Boltzmann-Verteilung

2.11 Längsmagnetisierung

2.11.1 Der Gesamtmagnetisierungsvektor

2.12 Präzession der Kernspins

2.12.1 Die Larmor-Frequenz

2.13 Zusammenfassung Kernspin

2.14 Kernmagnetresonanz

2.15 Resonanzbedingung

2.16 Prinzipieller Aufbau eines MR-Experiments

2.17 Ablauf des MR-Experiments

2.17.1 Probe im Magnetfeld

2.17.2 Überlagerung mit der Hochfrequenzstrahlung

2.17.3 Anregung der Kernspins

2.17.4 Synchronisation der Kernspins

2.17.5 Der Flipwinkel

2.17.6 Beendigung der HF-Einstrahlung und Signalempfang

2.17.7 Das HF-Signal der Probe

2.18 Protonendichte

2.19 Die Relaxationsprozesse

2.19.1 Die Längsrelaxation

2.19.2 Die Querrelaxation

2.19.3 T2* Relaxationszeit

2.20 Einfluss der Elektronenhülle

2.20.1 Magnetische Eigenschaften von Gewebe

2.20.2 Die chemische Verschiebung

2.21 Diffusion und Perfusion

2.22 Zusammenfassung Magnetresonanz

3 Bildgebung

3.1 Der MR-Tomograph

3.1.1 Magnet

3.1.2 Hochfrequenzsystem

3.1.3 Gradientensystem

3.1.4 Rechnereinheit

3.2 Abbildungsverfahren in der MRT

3.2.1 Sequenzen

3.2.2 Bildgewichtung

3.3 Bildkontraste

3.3.1 Protonendichte Kontrast

3.3.2 Die T1 gewichtete Aufnahme

3.3.3 Die T2 gewichtete Aufnahme

3.3.4 Die T2* gewichtete Aufnahme

3.3.5 Auswahl der Bildgewichtung

3.4 Ortskodierung

3.4.1 Selektive Schichtanregung

3.4.2 Frequenzkodierung

3.4.3 Phasenkodierung

3.4.4 Die Fourier-Transformation

3.5 Messsequenzen

3.6 Spin-Echo-Technik

3.7 Gradienten-Echo-Technik

3.8 Echoplanar-Imaging-Technik

3.9 Zusammenfassung der Bildgebung

4 Funktionelle Magnetresonanztomographie

4.1 Aufbau: fMRT

4.2 Hypothetische Basis der fMRT

4.3 Hämodynamik

4.4 BOLD-fMRT

4.5 Der BOLD-Kontrast

4.6 Die Ausnutzung des BOLD-Kontrasts

4.7 Studien am Menschen

4.8 Abhängigkeit des BOLD-Effekts von physikalischen Parametern.

4.8.1 Abhängigkeit von der Konzentration des Desoxyhämoglobins.

4.8.2 Abhängigkeit des BOLD-Signals vom Magnetfeld

4.8.3 Abhängigkeit des BOLD-Signals von der Gefäßstruktur

4.8.4 Abhängigkeit des BOLD-Signals von der Reizgestaltung

4.9 Signal zu Rausch Verhältnis

4.10 Bewegungsartefakte

4.11 SNR bei verschiedenen Magnetfeldstärken

4.12 Geeignete Messmethoden

4.13 Paradigmen

4.13.1 Vor- und Nachteile der Experimentdesigns

4.13.2 Fazit Experimentdesigns

4.14 Analyse der fMRT-Daten

4.15 Datenbänke und Programme

4.16 Der physiologische Ursprung der BOLD-fMRT

4.17 Energiestoffwechsel der Neuronen im Gehirn

5 fMRT und Bewegungsforschung

5.1 Bewegungsrelevante fMRT-Studien

6 Diskussion

6.1 Ergebnisse

6.2 Fazit der Diskussion

7 Schluss

7.1 Fazit

7.2 Ausblick

7.3 Danksagung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Funktionsweise der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) zu erläutern und ihre Anwendbarkeit in der sportwissenschaftlichen Forschung zu überprüfen, um ein tieferes Verständnis für neuronale Prozesse bei der supraspinalen Bewegungskontrolle zu gewinnen.

  • Physikalische Grundlagen der Magnetresonanztomographie
  • Methoden der Bildgebung und deren Anwendungsbereiche
  • BOLD-fMRT als Werkzeug zur Untersuchung neuronaler Aktivität
  • Einsatzmöglichkeiten in der Bewegungsforschung und beim motorischen Lernen
  • Diskussion und Bewertung der Methode für die sportwissenschaftliche Praxis

Auszug aus dem Buch

1.1 Motorische Kontrolle

Der Begriff der motorischen Kontrolle wird im deutschen Sprachgebrauch als ein Teil der Motorik verstanden. Im Englischen dagegen, werden die Begriffe Motorik und motorische Kontrolle synonym verwendet.

„Motorik (motorische Kontrolle sic) beinhaltet alle organismischen Teilsysteme und – prozesse, die die Bewegung des Menschen auslösen und kontrollieren.“ (Oliver & Rockmann, 2003)

Die motorische Kontrolle ist die Fähigkeit, die Mechanismen, die für die Bewegung notwendig sind, zu steuern (Shumway-Cook, 2001). Das Forschungsgebiet der Bewegungskontrolle ist ein Teilbereich der Bewegungswissenschaft. Sie ist dafür ausgelegt, das Wesen der Bewegung und die ihr zugrunde liegenden Kontrollmechanismen zu erforschen (Shumway-Cook, 2001; Oliver & Rockmann, 2003).

Die zielgerichtete Ausführung von Bewegungen ist abhängig von einem intaktem Zusammenspiel zwischen den Sinnen, die Reize aus der Umwelt aufnehmen, dem zentralen Nervensystem (ZNS) als informationsverarbeitende, planende, lernende und auslösende Instanz und der Skelettmuskulatur als Effektor, der die Bewegung ausführt. Die Bewegungsausführung wird durch drei Komponenten bestimmt, zum einen durch die Bewegungsaufgabe (task), dann durch das handelnde Subjekt (individual) und letztlich durch die Bedingungen der Umwelt (environment) (Shumway-Cook, 2001).

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Hirnforschung für die Bewegungswissenschaft ein und definiert das Ziel, die fMRT als Werkzeug für sportwissenschaftliche Forschung zu bewerten.

Erforschung der supraspinalen Bewegungskontrolle: Dieses Kapitel definiert die motorische Kontrolle, beschreibt zentrale Gehirnstrukturen und stellt verschiedene bildgebende Verfahren der Hirnforschung gegenüber.

Physikalische Grundlagen der fMRT: Der Autor erläutert hier die kernphysikalischen Phänomene, die für die MRT-Bildgebung essenziell sind, wie Kernspin, Längsmagnetisierung und Relaxationsprozesse.

Bildgebung: Hier liegt der Fokus auf der technischen Umsetzung der MRT, inklusive der Beschreibung des Tomographen und verschiedener Bildgebungsverfahren und Messsequenzen.

Funktionelle Magnetresonanztomographie: Dieser Teil widmet sich dem BOLD-Effekt und erklärt, wie hämodynamische Prozesse im Gehirn indirekt Rückschlüsse auf neuronale Aktivität erlauben.

fMRT und Bewegungsforschung: Das Kapitel präsentiert konkrete Studien, die fMRT zur Untersuchung motorischer Lernprozesse und Bewegungsabläufe einsetzen, und diskutiert deren Ergebnisse.

Diskussion: Hier werden die Forschungsmöglichkeiten und Limitationen der fMRT kritisch reflektiert, insbesondere im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit in der Bewegungswissenschaft.

Schluss: Zusammenfassende Bewertung der fMRT als wertvolle, wenn auch methodisch anspruchsvolle Methode zur Erforschung der supraspinalen Bewegungskontrolle mit Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

funktionelle Magnetresonanztomographie, fMRT, supraspinale Bewegungskontrolle, Motorik, motorische Kontrolle, BOLD-Effekt, neuronale Aktivität, motorisches Lernen, Bildgebung, Magnetresonanz, Sportwissenschaft, Gehirnforschung, Experimentdesign, Signalverarbeitung, kognitive Prozesse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Nutzung der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT), um neuronale Prozesse bei der supraspinalen Bewegungskontrolle im sportwissenschaftlichen Kontext zu erforschen.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentrale Themen sind die physikalischen Grundlagen der MRT, die technischen Aspekte der fMRT-Bildgebung, die hämodynamischen Grundlagen der BOLD-Signale sowie deren Anwendung in der sportwissenschaftlichen Bewegungsforschung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Erläuterung der Funktionsweise der fMRT und die Überprüfung ihrer Anwendbarkeit in der sportwissenschaftlichen Forschung zur Analyse kortikaler und subkortikaler Prozesse bei Bewegungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse physikalischer und methodischer Grundlagen der fMRT sowie der Darstellung und Diskussion ausgewählter bewegungsrelevanter Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die physikalischen Prinzipien (Kernspin, Relaxation), die apparative Umsetzung (Bildgebung, Sequenzen) und die funktionelle Anwendung (BOLD-Kontrast, Paradigmen) der fMRT.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie fMRT, supraspinale Bewegungskontrolle, BOLD-Effekt, motorisches Lernen und neuronale Aktivität charakterisiert.

Warum ist die fMRT in der Bewegungswissenschaft von besonderem Interesse?

Sie ermöglicht einen nicht-invasiven Einblick in neuronale Prozesse während motorischer Aufgaben und bietet das Potenzial, kognitive Aspekte von Bewegung und Lernen besser zu verstehen.

Welchen Stellenwert nimmt die Normierung der fMRT-Daten ein?

Die Normierung auf Standardreferenzsysteme (z. B. MNI) ermöglicht erst den Vergleich von Daten verschiedener Personen und Zentren, was für Metaanalysen und die Etablierung allgemeiner Modelle unerlässlich ist.

Was sind die größten methodischen Herausforderungen bei der Anwendung der fMRT?

Die größte Herausforderung ist die Empfindlichkeit gegenüber Bewegungsartefakten sowie die Tatsache, dass das fMRT-Signal indirekt über hämodynamische Prozesse gemessen wird, was eine komplexe Interpretation erfordert.

Final del extracto de 153 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Einsatz von funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) zur Erforschung der supraspinalen Bewegungskontrolle
Universidad
University of Freiburg  (Instituts für Sport und Sportwissenschaft)
Calificación
1,5
Autor
Malte Uhde (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
153
No. de catálogo
V117793
ISBN (Ebook)
9783640201228
Idioma
Alemán
Etiqueta
Einsatz Magnetresonanztomographie Erforschung Bewegungskontrolle
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Malte Uhde (Autor), 2008, Der Einsatz von funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) zur Erforschung der supraspinalen Bewegungskontrolle, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117793
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