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Schnelllesen im Schulunterricht

Título: Schnelllesen im Schulunterricht

Trabajo , 2008 , 15 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Stefan Rohde (Autor)

Didáctica - Filología alemana
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Im oft zitierten „medialen Zeitalter“ gibt es zahlreiche Alternativen zur klassischen Informationsbeschaffung „Lesen“. Zwar lesen Jugendliche, vor allem Mädchen, bis zu einem pubertären Alter in hohem Maße, aber auch aufgrund der Tatsache, dass neben der Konkurrenz vieler anderer Medien die Schülerinnen und Schüler (SuS) scheinbar negative Erfahrungen mit der Textlektüre im Schulunterricht machen, entwickeln längst nicht alle SuS ein lebenslanges Lesevergnügen. Dennoch ist das Lesen für ein mündiges Leben in der Gesellschaft nötig.
Neben zahlreichen anderen Ansätzen stellt sich die Frage, ob die Kunst des Schnelllesens eine Möglichkeit bietet, den SuS zum einen eine Fähigkeit näher zu bringen, die ein zügiges Verständnis von Texten ermöglicht und zum anderen dadurch auch die „Lust zu lesen“ zu steigern imstande ist.
In dieser Arbeit werden Ansätze zur Erlernung des Schnelllesens und –verstehens diskutiert und mit Erkenntnissen der aktuellen Forschungsliteratur verglichen, um schließlich zu überprüfen, ob Thematisierung und Erlernung dieser Techniken im Schulgebrauch sinnvoll sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. POPULÄRWISSENSCHAFTLICHE ANSÄTZE ZU SCHNELLLESETECHNIKEN

3. THEORETISCHE VERTIEFUNG

3.1 Okulomotorik

3.2 Lokale Prozesse

3.3 Wort- und Satzebene

3.4 Globale Textebene

4. PRAXIS: SCHNELLLESEN IM SCHULUNTERRICHT

4.1 Literaturdidaktischer Einstieg

4.2 Konzentration

4.3 Motivation

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz und Anwendbarkeit von Schnelllesetechniken im schulischen Kontext. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob die Vermittlung dieser Techniken – basierend auf populärwissenschaftlichen Ansätzen und aktuellen Erkenntnissen der Leseforschung – dazu beitragen kann, das Textverständnis zu fördern und die Lesefreude bei Schülerinnen und Schülern zu steigern.

  • Grundlagen der Okulomotorik und kognitiver Prozesse beim Lesen
  • Vergleich populärwissenschaftlicher Schnelllesemethoden mit wissenschaftlicher Literatur
  • Bedeutung von Konzentration und Aufmerksamkeitssteuerung für die Lesekompetenz
  • Didaktische Möglichkeiten zur Integration von Schnellleseübungen im Schulalltag
  • Einfluss von Lesegeschwindigkeit auf die Lesemotivation

Auszug aus dem Buch

3.1 Okulomotorik

Zunächst ist zu klären, ob das menschliche Auge tatsächlich in der Lage ist, kontrolliert die jeweiligen Texte zu erfassen und in Kooperation mit dem Gehirn hermeneutisch zu analysieren. Buzans Argumentation klingt schlüssig. Wieso sollte der Mensch beispielweise im Straßenverkehr sämtliche entgegenkommenden Fahrzeuge und Menschen erkennen und auf gewaltige Umwelteinflüsse reagieren können, sich aber nicht imstande sehen, die Bedeutung einiger schwarzer Zeichen auf weißem Untergrund in ebenso schneller Geschwindigkeit entschlüsseln zu können? Die Wissenschaft ist sich in diesem Punkt einig. Nach Wittmann/Pöppel weisen empirische Untersuchungen darauf hin, dass ganze Wörter im Bereich von wenigen Millisekunden erkannt und semantisch zugewiesen werden können.

Nichtsdestotrotz sind diese Angaben textspezifisch gebunden. So seien bei lyrischen Texten oder nichtfiktionalen Texten mit hohem Vorkommen an schwieriger Syntax und erheblichem Wortschatzrepertoire zeitliche Abläufe deutlich verlangsamt. Für die Möglichkeit des schnelleren Textverständnisses durch bewusste Kontrolle der Okulomotorik spricht, dass Zweifel bestehen, „[…] ob Sätze im Leseprozess überhaupt vollständig syntaktisch analysiert werden (müssen).“ Vielmehr wird davon ausgegangen, dass erst eine vollständige grammatische Analyse erfolgt, sobald „eine erste Analyse auf der Grundlage der Abfolge von Inhaltswörtern scheitert“. Methodisch sind nach Buzan vor allem Regression zu vermeiden und Blicksprünge (Sakkaden) zu vergrößern. Die lesbare Textmenge könne schon durch diese Techniken erheblich gesteigert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderung, in einem mediengeprägten Zeitalter die Lesekompetenz und Lesefreude bei Jugendlichen zu fördern.

2. POPULÄRWISSENSCHAFTLICHE ANSÄTZE ZU SCHNELLLESETECHNIKEN: In diesem Kapitel werden populärwissenschaftliche Methoden, insbesondere die von Tony Buzan, vorgestellt, die versprechen, Lesegeschwindigkeit und -verständnis zu steigern.

3. THEORETISCHE VERTIEFUNG: Dieser Abschnitt analysiert die physiologischen und kognitiven Grundlagen des Lesens, von der Okulomotorik bis hin zu komplexen Verständnisprozessen auf Satz- und Textebene.

4. PRAXIS: SCHNELLLESEN IM SCHULUNTERRICHT: Das Kapitel diskutiert die didaktische Umsetzbarkeit von Schnelllesetechniken und deren Einfluss auf Konzentration und Motivation im schulischen Umfeld.

5. FAZIT: Das Fazit bewertet den Nutzen von Schnelllesetechniken kritisch und betont deren begrenzte Eignung für komplexe Texte sowie die Notwendigkeit einer bereits vorhandenen Grundlesekompetenz.

Schlüsselwörter

Schnelllesen, Lesekompetenz, Okulomotorik, Leseverständnis, Konzentration, Didaktik, Schulpraxis, Lesemotivation, Sakkaden, Regression, Literaturunterricht, Textanalyse, Kognitionspsychologie, Lesetraining, Wissensvermittlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob Methoden des Schnelllesens sinnvoll im Schulunterricht eingesetzt werden können, um die Lesekompetenz der Schüler zu stärken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die physiologischen Aspekte des Lesens (Okulomotorik), die kognitive Verarbeitung von Texten sowie didaktische Strategien zur Konzentrations- und Motivationssteigerung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, populärwissenschaftliche Ansätze zum Schnelllesen mit wissenschaftlichen Forschungserkenntnissen abzugleichen und zu prüfen, ob diese für den schulischen Gebrauch sinnvoll sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse, bei der populärwissenschaftliche Ansätze (z.B. von Tony Buzan) mit psychologischen und didaktischen Fachpublikationen verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über die Funktionsweise des Lesens und einen praktischen Teil, der die Anwendung und die didaktischen Rahmenbedingungen im Schulkontext beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Schnelllesen, Lesekompetenz, Didaktik, Okulomotorik und Lesemotivation.

Inwiefern beeinflussen komplexe Texte die Wirksamkeit von Schnelllesemethoden?

Der Autor stellt fest, dass bei lyrischen oder fachlich hochkomplexen Texten die Schnelllesemethoden an ihre Grenzen stoßen, da das ästhetische Empfinden oder die inhaltliche Tiefe unter dem Zeitdruck leiden könnten.

Ist das Schnelllesen für alle Schüler geeignet?

Nein, der Autor betont, dass diese Techniken nur für Schülerinnen und Schüler sinnvoll sind, die bereits über eine grundlegende Lesekompetenz verfügen und diese eigenmotiviert erweitern möchten.

Welche Rolle spielt die Konzentration beim Schnelllesen?

Konzentration ist essenziell. Die Erlernung der Methodik erfordert eine bewusste Aufmerksamkeitssteuerung, die den Lernenden auch bei anderen Aufgaben zugutekommen kann.

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Detalles

Título
Schnelllesen im Schulunterricht
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Literaturwissenschaft - Didaktik der Germanistik)
Curso
Lesekompetenz
Calificación
2,0
Autor
Stefan Rohde (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
15
No. de catálogo
V117830
ISBN (Ebook)
9783640208425
ISBN (Libro)
9783640208449
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schnelllesen Schulunterricht Lesekompetenz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Rohde (Autor), 2008, Schnelllesen im Schulunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117830
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