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Inwieweit hat sich Tony Blair an die Ratschläge Machiavellis gehalten, als er im März 2003 die britischen Soldaten in den Krieg gegen den Irak entsendete?

Titre: Inwieweit hat sich Tony Blair an die Ratschläge Machiavellis gehalten, als er im März 2003 die britischen Soldaten in den Krieg gegen den Irak entsendete?

Dossier / Travail , 2008 , 12 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Michel Blumenstein (Auteur)

Politique - Généralités sur la politique internationale
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Für Außenstehende - aber auch für sehr viele Briten - ist das größte Rätsel der Amtszeit des
britischen Premier Tony Blair, weshalb er sich, und damit sein Land, ohne Not und gegen den
Widerstand der eigenen Bevölkerung und Frankreich, Deutschland und Russland
bedingungslos der von den USA angeführten Koalition der Willigen1 anschloss und britische
Soldaten in den Irak entsendete. Denkbar sind machtpolitische (Einfluss auf die
USA/UN/EU), humanitäre (Massenvernichtungswaffen, Regimewechsel), oder
geostrategische (Einfluss in der Golfregion) Interessen die Tony Blair in seiner Entscheidung
beeinflusst haben. Neben der Frage nach den Interessen ist aber auch die Vorgehensweise bei
der Eroberung des Irak fragwürdig, denn fünf Jahre nach dem Einmarsch amerikanischer und
britischer Soldaten ist das Land noch immer nicht stabilisiert. Täglich sterben Menschen bei
Anschlägen oder Militäreinsätzen. Ausgehend von diesem Zustand versuche ich mit dieser
Hausarbeit zu überprüfen, ob strategische Fehler des Premier die Lage im eroberten Irak zum
Teil herbeigeführt haben und stütze mich auf die von Niccolò Machiavelli in seinem Il
Principe formulierten Ratschlägen zur Eroberung fremder Länder, zum Kriegswesen und zum
Ansehen. Ich behaupte, dass Tony Blair sich nicht bzw. nur teilweise an die Ratschläge
gehalten hat und deshalb die Entsendung der britischen Soldaten in den Irak und die
Stabilisierung des Irak bisher nicht gelingen konnte. Um diese These zu überprüfen, werde
ich daher Machiavellis Ratschläge zur Eroberung und zum Kriegswesen auf das Verhalten
und die Vorgehensweise Tony Blairs übertragen.
Zunächst werde ich im ersten Teil Niccolò Machiavelli und sein Il Principe biografisch und
historisch einordnen und einen kurzen Überblick über Werk und Autor geben. Danach werde
ich die Ratschläge mit Hilfe der ausgewählten Kapitel erarbeiten und zusammenfassen. Im
zweiten Teil dieser Arbeit werde ich dann meinen Blick auf Tony Blair und dessen
Beteiligung am Irakkrieg richten und die zuvor erarbeiteten Ratschläge auf Tony Blairs
Entscheidungen und Vorgehen übertragen.
In einem abschließenden Fazit werde ich die durch den Vergleich gewonnenen Erkenntnisse
zunächst zusammenfassen, einige Bedenken zum Vergleich selbst äußern und dann auf meine
These zurückkommen.

[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Niccolò Machiavelli: Il Principe

2.1. Machiavelli: biografischer Kontext

2.2. Il Principe: historischer Kontext

2.3. Eroberung fremder Länder, das Kriegswesen und das Ansehen

3. Tony Blair und der Irakkrieg

3.1. Tony Blair: biografischer Kontext

3.2. Irakkrieg: historischer Kontext

3.3. Anwendung der Ratschläge

4. Fazit und Schlussbemerkung

5. Bibliographie

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Entscheidung von Tony Blair, im Jahr 2003 britische Truppen in den Irakkrieg zu entsenden, unter der spezifischen Fragestellung, inwieweit sein Vorgehen mit den machtpolitischen Ratschlägen von Niccolò Machiavelli in dessen Werk „Il Principe“ vereinbar ist.

  • Biografischer und historischer Kontext von Niccolò Machiavelli und seinem Werk „Il Principe“.
  • Machiavellistische Prinzipien zur Eroberung fremder Länder, Kriegsführung und Wahrung des Ansehens.
  • Analyse von Tony Blairs politischer Biografie und dem historischen Kontext des Irakkriegs.
  • Kritische Überprüfung der Anwendung dieser Ratschläge auf die reale Politik Blairs im Irak.

Auszug aus dem Buch

2.3. Eroberung fremder Länder, das Kriegswesen und das Ansehen

In den ersten 11 Kapiteln des Principe beschäftigt sich Machiavelli zunächst mit den Formen (Fürstenherrschaft vs. Republiken [Kapitel 1]) und dem Erwerb von Herrschaft (durch Erbe [Kapitel 2], Gewalt und Verbrechen [Kapitel 3—8], Gunst des Volkes [Kapitel 9] oder Religion [Kapitel 11]), beschreibt dann in Kapitel 12 und 13 die 3 Heeresarten (Söldner, Hilfstruppen und eigenes Herr) und widmet sich in Kapitel 14 den Fragen zum Kriegswesen. Wie sich ein Fürst verhalten soll, wenn er die Macht erlangt hat, welche konkreten Bedingungen für den Machterhalt nötig sind und was ein Fürst tun muss um zu guten Ansehen beim Volk zu gelangen beschreibt Machiavelli in Kapitel 15 bis 23.

Die Ratschläge zur Beantwortung der Fragestellung finden sich im Wesentlichen in Kapitel 3 (Erwerb neuer Herrschaft), in Kapitel 14 (Kriegswesen) und in Kapitel 15 bis 23 (Ansehen des Fürsten):

In Kapitel 3 stellt Machiavelli zunächst fest, dass ein neuer Herrscher stets genötigt sei, die Menschen in dem eroberten Land mit Besatzung und anderen Gewaltmitteln zu bedrücken, so dass man - unabhängig davon wie mächtig das eigene Herr ist - diejenigen zu Feinden haben wird, die bei der Eroberung leiden mussten. Machiavelli unterteilt dann in zwei Arten von Ländern, die erobert werden. Zum einen in Länder mit einer ähnlichen Sprache und Kultur. In diesen lässt sich die Herrschaft, vor allem wenn die Bewohner vor der Eroberung unterdrückt wurden, leicht behaupten. In Länder, die diese Ähnlichkeiten nicht aufweisen, entstehen dagegen große Schwierigkeiten und der neue Herrscher benötigt viel Glück und großes Geschick um die Eroberung zu behaupten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Problem der britischen Beteiligung am Irakkrieg dar und führt die zentrale These ein, dass Tony Blairs Handeln nur teilweise den Ratschlägen Machiavellis entsprach.

2. Niccolò Machiavelli: Il Principe: Dieses Kapitel liefert den biographischen und historischen Rahmen von Machiavelli und arbeitet die für die Analyse relevanten Ratschläge aus „Il Principe“ heraus.

3. Tony Blair und der Irakkrieg: Hier wird der biographische Hintergrund von Blair und der Kontext des Irakkriegs dargestellt, um im Anschluss die Ratschläge Machiavellis auf das konkrete Handeln Blairs zu applizieren.

4. Fazit und Schlussbemerkung: Die Arbeit fasst zusammen, dass Blair nur teilweise nach Machiavellis Prinzipien handelte, wobei die heutige Situation im Irak durch Faktoren wie moderne politische Gegebenheiten komplexer ist als zur Zeit Machiavellis.

5. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen für diese Hausarbeit.

Schlüsselwörter

Niccolò Machiavelli, Il Principe, Tony Blair, Irakkrieg, Kriegswesen, politische Macht, Herrschaft, Ansehen, Besatzung, Koalition der Willigen, Außenpolitik, Labour Party, Machtpolitik, Regimewechsel, Staatsführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es geht um eine politikwissenschaftliche Untersuchung, die das Handeln des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair während des Irakkriegs aus der theoretischen Perspektive von Niccolò Machiavelli beleuchtet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit verknüpft die Prinzipien der Machtausübung, der Eroberung und der Aufrechterhaltung von politischem Ansehen nach Machiavelli mit den tatsächlichen politischen Entscheidungen Blairs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu prüfen, ob und inwieweit sich Tony Blair an die strategischen Ratschläge Machiavellis gehalten hat und ob dies zur Stabilisierung oder Destabilisierung der Lage im Irak beigetragen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode des theoretischen Vergleichs, indem sie Ratschläge aus einem historischen Standardwerk der politischen Theorie auf ein konkretes, zeitgenössisches Fallbeispiel anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil ist zweigeteilt: Zuerst erfolgt eine theoretische Fundierung durch die Analyse von Machiavellis Werk, gefolgt von einer Anwendung dieser Erkenntnisse auf den Kontext von Blair und dem Irakkrieg.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Macht, Kriegskunst, Ansehen, Legitimität, Besatzungspolitik und die strategischen Lehren aus dem Werk „Der Fürst“.

Warum spielt die Unterscheidung von Ländern eine Rolle für Machiavelli?

Machiavelli argumentiert, dass die Eroberung von Ländern mit ähnlicher Kultur einfacher ist als die von fremden Ländern, in denen der Herrscher laut Autor härtere Maßnahmen wie Koloniegründungen ergreifen muss.

Wie bewertet der Autor den Erfolg von Blairs Kriegspolitik?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Blair zwar Standfestigkeit bewies, aber durch das Ausbleiben der vermuteten Massenvernichtungswaffen und die instabile Lage im Irak massiv an politischem Ansehen verlor.

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Résumé des informations

Titre
Inwieweit hat sich Tony Blair an die Ratschläge Machiavellis gehalten, als er im März 2003 die britischen Soldaten in den Krieg gegen den Irak entsendete?
Université
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Cours
Proseminar „Machiavellis Begründung der Politikwissenschaften und der Machiavellismus in der gegenwärtigen Politik
Note
2,0
Auteur
Michel Blumenstein (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
12
N° de catalogue
V117932
ISBN (ebook)
9783640201471
ISBN (Livre)
9783640207466
Langue
allemand
mots-clé
Inwieweit Tony Blair Ratschläge Machiavellis März Soldaten Krieg Irak Proseminar Begründung Politikwissenschaften Machiavellismus Politik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michel Blumenstein (Auteur), 2008, Inwieweit hat sich Tony Blair an die Ratschläge Machiavellis gehalten, als er im März 2003 die britischen Soldaten in den Krieg gegen den Irak entsendete?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117932
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Extrait de  12  pages
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