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Staatliche Regelungen und individuelle Glücksvorstellungen im Konflikt am Beispiel des Kinderwunsches

Título: Staatliche Regelungen und individuelle Glücksvorstellungen im Konflikt am Beispiel des Kinderwunsches

Tesis de Máster , 2008 , 47 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Martina Langen (Autor)

Ética
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Ziel dieser Arbeit ist es, sowohl die medizinischen Möglichkeiten für ungewollt kinderlose Paare in der täglichen Praxis aufzeigen, als auch die damit verbundenen Konflikte anhand individueller Glücksvorstellungen des Kinderwunsches aufzudecken.

Als wesentliche Voraussetzung um die Fortpflanzungsmedizin sachgerecht darstellen zu können, beschäftige ich mich daher vorerst mit der Begriffsbestimmung der Reproduktionsmedizin, ihrer Entwicklung und den medizinischen Verfahrenstechniken.

Darauf folgend erläutere ich die aktuelle Situation in Deutschland und deren Rechtslage und vergleiche diese, mit den Grundlagen des vereinigten Königreiches Großbritannien. Diese beiden Kapitel zeigen die großen Unterschiede zweier europäischer Länder in ihrer Einstellung zum Eingriff der Fortpflanzungsmedizin in das menschliche Leben und sind Grundsteine für den darauf folgenden Erfahrungsbericht eines mit der In-vitro-Fertilisation behandelten Paares und der Diskussion um die Präimplantationsdiagnostik. Zum Abschluss meiner Arbeit soll das Interview mit einem Reproduktionsmediziner die Chancen und Risiken dieser Entwicklungen widerspiegeln.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Reproduktionsmedizin

2.1. Entwicklungen der Reproduktionsmedizin

2.2. Wege zum Wunschkind

2.2.1. Über die Hormonspritze zur Insemination

2.2.2. In-vitro-Fertilisation (IVF)

2.2.3. Intratubarer Gametentransfer

2.2.4. Indikationen für Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

2.2.5. Die Eizell-Spende

2.2.6. Leihmutterschaft

2.2.7. Präimplantationsdiagnostik (PID)

2.2.8. Fetozid

3. Reproduktionsmedizin in Deutschland

3.1 Die Rechtslage in Deutschland zur Reproduktionsmedizin

3.1.1 Das Embryonenschutzgesetz

3.1.2. Präimplantationsdiagnostik

3.1.3. Richtlinien zur Durchführung assistierter Reproduktion

3.2. IVF- Register

3.3 Kostenregelungen in Deutschland

4. Reproduktionsmedizin in Großbritannien

4.1. Die Rechtslage in Großbritannien zur Reproduktionsmedizin

4.1.1. Prohibitions in connection with embryos and gametes

4.2 Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEAuthority)

4.2.1. Mitglieder der HFEAuthority

4.2.2 Aufgaben der HFEAthority

4.2.3. Vergabe von Lizenzen

4.2.4. Vergabe von Forschungslizenzen

4.3. Präimplantationsdiagnostik (PID)

4.4. Kostenregelungen in Großbritannien

5. Rechtliche Normen der Reproduktionsmedizin Deutschlands und Großbritanniens in der Übersicht

6. Der weite Weg zur Entstehen ganz „normalen“ Lebens

7. Recht auf ein gesundes Kind?

8. Interview mit Dr. P.

9. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Konflikt zwischen staatlichen Regulierungen und dem individuellen Kinderwunsch ungewollt kinderloser Paare. Ziel ist es, die medizinischen Möglichkeiten in der Praxis darzustellen und ethische sowie rechtliche Spannungsfelder zu analysieren, wobei ein Vergleich zwischen den restriktiven deutschen Vorgaben und der liberaleren Rechtslage in Großbritannien im Zentrum steht.

  • Medizinische Verfahren zur assistierten Reproduktion (IVF, ICSI, PID)
  • Rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland (Embryonenschutzgesetz)
  • Rechtliche Rahmenbedingungen in Großbritannien (Human Fertilisation and Embryology Act)
  • Ethische Debatten um Selektion, Eugenik und das "Recht auf ein gesundes Kind"
  • Erfahrungsberichte und Experteninterviews zur Praxis der Reproduktionsmedizin

Auszug aus dem Buch

2.2.6. Leihmutterschaft

Als Leihmutter wird eine Frau bezeichnet, die für die Dauer einer Schwangerschaft ihre Gebärmutter, oder vielmehr ihre Fähigkeit, schwanger zu werden und bleiben zu können sowie ein Kind zu gebären, „leiht“, um für eine andere Frau oder ein homosexuelles Paar ein Kind zur Welt zu bringen.

Reproduktionsmedizinisch gibt es dafür zwei Formen: die volle und die partielle Leihmutterschaft. Eine volle Leihmutter empfängt das Kind des Partners einer sterilen Frau, indem die Leihmutter künstlich mit dem Sperma des Partners befruchtet wird. Somit sind genetische und austragende sowie gebärende Frau identisch, die soziale Mutter ist „lediglich" die Frau des genetischen Vaters.

Die andere Form der Leihmutterschaft ist die partielle. Der Embryo, der das genetische Potential der bestellenden Eltern hat, kann der „Tragemutter" implantiert werden. Dazu wurde zuvor die Eizelle der Frau, die nicht empfangen kann, mit dem Samen ihres Partners „im Reagenzglas“ befruchtet und anschließend in die Gebärmutter der Ersatzmutter eingepflanzt. Die genetische Mutter, die den Auftrag gegeben hat, wird später die soziale, die „Sorgemutter" sein. Die soziale Mutter und die gebärende Frau sind verschiedene Personen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die gesellschaftliche Problematik ungewollter Kinderlosigkeit und leitet in die Fragestellung ein, ob und wie weit die moderne Medizin in natürliche Fortpflanzungsvorgänge eingreifen darf.

2. Reproduktionsmedizin: Bietet einen Überblick über die wissenschaftlichen Grundlagen und die wichtigsten medizinischen Verfahrenstechniken bei Unfruchtbarkeit.

3. Reproduktionsmedizin in Deutschland: Analysiert das Embryonenschutzgesetz und die Rolle des IVF-Registers sowie die aktuellen Kostenregelungen im deutschen Gesundheitssystem.

4. Reproduktionsmedizin in Großbritannien: Beleuchtet den Human Fertilisation and Embryology Act, die Kontrollinstanz HFEAuthority und die im Vergleich zu Deutschland liberaleren Forschungsmöglichkeiten.

5. Rechtliche Normen der Reproduktionsmedizin Deutschlands und Großbritanniens in der Übersicht: Fasst die wesentlichen gesetzlichen Unterschiede der beiden Länder tabellarisch zusammen.

6. Der weite Weg zur Entstehen ganz „normalen“ Lebens: Schildert anhand eines Fallbeispiels den persönlichen Leidensweg eines Paares durch verschiedene Etappen der medizinischen Behandlung.

7. Recht auf ein gesundes Kind?: Diskutiert kritisch die Möglichkeiten der PID und die damit verbundenen ethischen Fragen rund um Eugenik und Selektion.

8. Interview mit Dr. P.: Gibt Einblicke in die tägliche Arbeit eines Reproduktionsmediziners und seine persönliche Sicht auf die gesetzlichen Limitierungen in Deutschland.

9. Schlusswort: Resümiert die Ergebnisse und fordert eine differenzierte Auseinandersetzung mit der deutschen Gesetzgebung unter Berücksichtigung des berechtigten Kinderwunsches.

Schlüsselwörter

Reproduktionsmedizin, In-vitro-Fertilisation, Embryonenschutzgesetz, Präimplantationsdiagnostik, Kinderwunsch, Unfruchtbarkeit, Leihmutterschaft, Eizellspende, HFEAuthority, Medizinethik, Menschenwürde, Embryonenforschung, ICSI, assistierte Reproduktion, Familienplanung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Spannungszustand zwischen dem Wunsch ungewollt kinderloser Paare nach einem leiblichen Kind und den strengen gesetzlichen sowie ethischen Grenzen der modernen Reproduktionsmedizin.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die verschiedenen medizinischen Verfahren zur künstlichen Befruchtung, ein Rechtsvergleich zwischen Deutschland und Großbritannien sowie die ethische Diskussion über Diagnostik und Selektion von Embryonen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die medizinischen Möglichkeiten aufzuzeigen und die Konflikte zwischen den individuellen Glücksvorstellungen von Paaren und den gesetzlichen Restriktionen, insbesondere in Deutschland, aufzudecken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse unter Einbeziehung von Fachliteratur, gesetzlichen Texten sowie qualitativen Daten durch ein Experteninterview und ein konkretes Fallbeispiel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung der Reproduktionstechniken, eine vergleichende Analyse der Rechtslagen in Deutschland und Großbritannien sowie eine ethische Reflexion über die Möglichkeiten der Embryonenselektion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Reproduktionsmedizin, In-vitro-Fertilisation, Embryonenschutzgesetz, Präimplantationsdiagnostik und Familienplanung.

Warum wird Deutschland mit Großbritannien verglichen?

Der Vergleich dient dazu, die starre deutsche Gesetzeslage in einen internationalen Kontext zu setzen und durch die liberale Praxis in Großbritannien alternative Ansätze der Regulierung aufzuzeigen.

Welchen Stellenwert nimmt das Interview mit Dr. P. ein?

Das Interview liefert eine fachliche Perspektive aus der klinischen Praxis und verdeutlicht, wie Mediziner im Alltag mit den gesetzlichen Vorgaben und dem emotionalen Druck der Patienten umgehen.

Was sagt die Arbeit über die PID aus?

Die PID wird als kontroverses Thema dargestellt; während Kritiker eine neue Form der Eugenik fürchten, betonen Befürworter die Chance, Eltern schweres Leid durch die Vermeidung der Geburt schwerstkranker Kinder zu ersparen.

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Detalles

Título
Staatliche Regelungen und individuelle Glücksvorstellungen im Konflikt am Beispiel des Kinderwunsches
Universidad
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Calificación
1
Autor
Martina Langen (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
47
No. de catálogo
V117945
ISBN (Ebook)
9783668668133
ISBN (Libro)
9783668668140
Idioma
Alemán
Etiqueta
Staatliche Regelungen Glücksvorstellungen Konflikt Beispiel Kinderwunsches
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Martina Langen (Autor), 2008, Staatliche Regelungen und individuelle Glücksvorstellungen im Konflikt am Beispiel des Kinderwunsches, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117945
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