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Die Macht der Ohnmächtigen - Warum Terroristen bei Anschlägen ihr Leben opfern

Ein Erklärungsversuch

Titre: Die Macht der Ohnmächtigen - Warum Terroristen bei Anschlägen ihr Leben opfern

Dossier / Travail , 2008 , 26 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Esra Poyraz (Auteur)

Travail Social
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Résumé Extrait Résumé des informations

Seid den Terroranschlägen vom 11. September 2001 stellen sich viele Menschen immer wieder die Frage nach den Gründen für ein derart brutales Handeln. Solange die Frage nach dem warum nicht geklärt werden kann, bleibt uns die Beseitigung des Phänomens Terrorismus verwehrt. Die rationalen Ursachen des Terrorismus werden sowohl in den Handlungsweisen des Westens wie auch in den Medien ausgeklammert. Die Einteilung der Welt in Gut und Böse, verführt dazu, die anderen schlichtweg einer motivlosen Bösartigkeit zu bezichtigen. Dass diese eingeengte Sicht der Dinge nicht zu halten ist, hat eine Gruppe wissenschaftlicher Autoren in interdisziplinären Aufsätzen, die für diese Arbeit wichtigste Grundlage, gezeigt.
Als Hintergründe für derartige Anschläge nennen sie u.a. Ungleichgewichte in Weltwirtschaft und –politik zwischen der amerikanisch-europäischen und der islamischen Welt. Der Konflikt wird verstärkt durch binnenstrukturelle Probleme in den einzelnen islamischen Staaten, die ihre autoritären Regime zu verantworten haben.

Die vorliegende Arbeit setzt sich neben diesen so eben genannten Aspekten mit der religiösen Komponente des westlich-islamischen Konflikts auseinander und greift die psychosozialen Erfahrungen der Betroffenen auf, um sich schließlich den Motiven der Selbstmordattentäter zu nähern. Im ersten Teil werden zunächst die Wurzeln und Ursprünge des Terrorismus und die Problematik einer allgemein gültigen Definition erörtert. Zudem wird kurz über die Geschichte bzw. Herkunft des Selbstmordattentats berichtet. Im nächsten Teil, wird wie bereits erwähnt auf die Ursachen und Hintergründe einer derartigen Tat eingegangen und Erklärungsversuche gestartet. Nicht zuletzt wird auf die so wichtige Rolle der Medien und die daraus resultierenden Vorurteile und Missverständnisse eingegangen. Im letzten Teil wird kurz über die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen den Kulturen und Religionen berichtet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition Terrorismus

2.1 Ursprünge und Wurzeln – der Bedeutungswandel des Begriffs Terrorismus

2.2 Probleme einer allgemein gültigen Definition

3 Der Dschihad

4 Geschichte des Selbstmordattentates

5 Selbst- und Massenmord – Ursachen, Motive und Erklärungsversuche

5.1 Ungleichgewichte in Weltwirtschaft und Politik

5.2 Kontraktive Binnenstruktur in arabisch-islamischer Welt

5.3 Islamische Opposition gegen autoritäre Regime

5.4 Die Sonderrolle der USA im Nahen und Mittleren Osten

5.5 Märtyrerkult als Folge übersteigerter Re-Islamisierung

5.5.1 Der Koran kennt keine Selbstmordattentate

5.6 Individuelle Täterpsychologie und Gruppendynamische Prozesse (Täterprofil)

6 Die Rolle der Medien - Vorurteile und Missverständnisse

7 Auswirkungen des 11. September auf das Leben der Muslime in Deutschland – die Notwendigkeit des Dialogs

8 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Hintergründe und Motive hinter Selbstmordattentaten im Kontext des westlich-islamischen Konflikts. Dabei wird erforscht, wie sozioökonomische Faktoren, politische Ohnmacht und eine religiöse Radikalisierung zur Entstehung terroristischer Gewalt beitragen und warum das Selbstmordattentat als strategische Waffe eingesetzt wird.

  • Analyse der sozioökonomischen und politischen Ursachen im Nahen Osten
  • Untersuchung der Rolle der USA und des westlichen Einflusses auf die Region
  • Exploration der religiösen Komponente und der Ideologie des Märtyrerkults
  • Psychologische Profile von Tätern und die Bedeutung gruppendynamischer Prozesse
  • Kritische Reflexion der Medienberichterstattung über den Islam

Auszug aus dem Buch

5.6 Individuelle Täterpsychologie und Gruppendynamische Prozesse (Täterprofil)

Die Motive von Selbstmordattentätern sind sehr vielschichtig. Letztlich sind immer individuelle Erfahrungen des Täters entscheidend. Zutiefst negative persönliche Erlebnisse führen zu dem Entschluss, sich als lebende Bomben in die Luft zu sprengen und dabei andere Menschen mit in den Tod zu reißen. Bei der wissenschaftlichen Untersuchung der Selbstmordattentäter zeigte sich ein typisches Muster:

Die meisten von ihnen sind männlich und ungebunden. Der Durchschnittsalter beträgt ca. 22-30 Jahre. Sie führen ein eher unauffälliges Leben und fühlen sich durch den Modernisierungsprozess in den islamischen Gesellschaften von ihren traditionellen Normen und Werten entwurzelt. Sie stammen aus allen gesellschaftlichen Schichten, haben ein unterschiedliches Bildungsniveau und sind für religiösen Fanatismus und nationalen Extremismus sehr empfänglich. Der Einstieg in den Terrorismus bietet für sie zumindest für eine kurze Zeit soziale Anerkennung und Erfolg. Ihre Angehörigen werden in den meisten Fällen durch die Terrororganisationen finanziell großzügig unterstützt, was wiederum dazu führt, dass die Täter einen starken Rückhalt in ihren Familien erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Terroranschläge vom 11. September 2001 und die Suche nach den Hintergründen für derart brutale Handlungen.

2 Definition Terrorismus: Auseinandersetzung mit der begrifflichen Unschärfe von Terrorismus und dessen Einordnung als kalkulierte Gewalt.

3 Der Dschihad: Erläuterung des Begriffs Dschihad, dessen Fehlinterpretation als "heiliger Krieg" und dessen Umdeutung durch moderne Fundamentalisten.

4 Geschichte des Selbstmordattentates: Historische Einordnung des Selbstmordattentats als Waffe, die nicht primär religiöse, sondern teils säkulare Ursprünge hat.

5 Selbst- und Massenmord – Ursachen, Motive und Erklärungsversuche: Detaillierte Analyse der sozioökonomischen, politischen und religiösen Faktoren, die zur Entstehung von Terrorismus führen.

6 Die Rolle der Medien - Vorurteile und Missverständnisse: Untersuchung der medialen Darstellung des Islam und wie diese zur Festigung von Feindbildern beiträgt.

7 Auswirkungen des 11. September auf das Leben der Muslime in Deutschland – die Notwendigkeit des Dialogs: Betrachtung der Folgen der Anschläge für die Integration und die Bedeutung eines konstruktiven Dialogs.

8 Zusammenfassung und Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ursachen und ein Plädoyer für den interkulturellen Dialog anstelle rein militärischer Lösungen.

Schlüsselwörter

Terrorismus, Selbstmordattentat, Dschihad, Naher Osten, Fundamentalismus, Islamophobie, Medienberichterstattung, westlich-islamischer Konflikt, Politische Ohnmacht, Globalisierung, Radikalisierung, Märtyrerkult, Integration, Interkultureller Dialog, 11. September

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und Hintergründe, warum Terroristen bei Anschlägen ihr Leben opfern, mit einem besonderen Fokus auf das Phänomen des Selbstmordattentats.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die ökonomische und politische Situation im Nahen Osten, die Rolle des Islam im Kontext von Terrorismus, die amerikanische Außenpolitik und die mediale Konstruktion von Feindbildern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die vielschichtigen Motive von Selbstmordattentätern zu ergründen und aufzuzeigen, wie persönliche Leidenserfahrungen, politische Instabilität und religiöse Ideologisierung zusammenwirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturanalyse, die verschiedene Ansätze aus den Sozial- und Politikwissenschaften zusammenführt, um die komplexen Ursachen des Terrorismus zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Geschichte des Selbstmordattentats, den sozioökonomischen Bedingungen in islamischen Staaten, der Psychologie der Attentäter und dem Einfluss der Medien auf die Wahrnehmung von Muslimen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Terrorismus, Selbstmordattentat, Fundamentalismus, Islam, Naher Osten, Radikalisierung und Medienkritik.

Warum wird der Dschihad in der Arbeit gesondert thematisiert?

Weil der Begriff in den Medien oft missverstanden wird und die Arbeit aufzeigen möchte, wie dieser Begriff von Terrororganisationen instrumentalisiert und umgedeutet wird.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der USA im Nahen Osten?

Die Arbeit kritisiert eine widersprüchliche US-Außenpolitik, die oft autoritäre Regime stützt, um Wirtschaftsinteressen zu sichern, was wiederum den Hass gegenüber den USA in der Region befeuert.

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Résumé des informations

Titre
Die Macht der Ohnmächtigen - Warum Terroristen bei Anschlägen ihr Leben opfern
Sous-titre
Ein Erklärungsversuch
Université
University of Applied Sciences Düsseldorf
Note
1,3
Auteur
Esra Poyraz (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
26
N° de catalogue
V118019
ISBN (ebook)
9783640201945
ISBN (Livre)
9783640206827
Langue
allemand
mots-clé
Macht Ohnmächtigen Warum Terroristen Anschlägen Leben
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Esra Poyraz (Auteur), 2008, Die Macht der Ohnmächtigen - Warum Terroristen bei Anschlägen ihr Leben opfern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118019
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Extrait de  26  pages
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