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Braucht Intelligenz eine physische Verkörperung im Kontext von künstlicher Intelligenz?

Título: Braucht Intelligenz eine physische Verkörperung im Kontext von künstlicher Intelligenz?

Trabajo , 2022 , 18 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Michael Sklar (Autor)

Filosofía - Teoría (cognición, ciencia, lógica, idioma)
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Wie können die Begriffe der Intelligenz bzw. des intelligenten Verhaltens und der physischen Verkörperung festgelegt werden? Brauchen Intelligenz und intelligentes Verhalten eine physische Verkörperung?

Künstliche Intelligenzen (KIs) sind aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken, da sie uns in vielen Bereichen begleiten. Unabhängig von einem konkreten Beispiel werden beim Einsatz eines KI-Systems jedoch in der Regel menschliche Entscheidungs- und Denkstrukturen nachgebildet und umgesetzt. Dies geschieht entweder genauso gut oder noch besser als beim Menschen. Das hat zur Folge, dass KIs nicht nur "Intelligenz", sondern auch ein intelligentes Verhalten zugeschrieben wird. Auffällig ist dabei jedoch, dass sie nicht immer körperliche Eigenschaften (vergleichbar zu Haut, Muskeln, Knochen) oder Sensorik (im Sinne der Sinneswahrnehmung und -verarbeitung) aufweisen. Trotzdem schaffen es künstliche Intelligenzen, das gleiche (echte) intelligente Verhalten nachzuahmen. Damit wird erkennbar, dass körperliche Eigenschaften für intelligentes Verhalten nicht unbedingt notwendig sind. Verschiedene Philosophen sehen diesen Punkt jedoch genau gegenteilig. So behauptet zum Beispiel Brooks (1991), dass KIs nur dann (echtes) intelligentes Verhalten aufzeigen können, wenn sie die genannten körperlichen Eigenschaften aufweisen. Dieses Argument steht bei ihm im Zusammenhang mit dem Begriff "embodiment" (zu Deutsch: Verkörperung).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Intelligenz

1.1 Intelligenz als aufgabenbezogene Fertigkeit

1.2 Intelligenz als allgemeine Lernfähigkeit

2. Physische Verkörperung

3. Braucht Intelligenz eine physische Verkörperung?

3.1 Einwände gegen Brooks Argumente

3.2 Softwarebasierte virtuelle (Sprach-)Assistenten und Zero-User-Interfaces

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von künstlicher Intelligenz zu physischer Verkörperung, um die zentrale Forschungsfrage zu beantworten, ob Intelligenz zwingend an einen physischen Körper gebunden ist. Dabei werden klassische Konzepte von Verkörperung kritisch hinterfragt und mit aktuellen Entwicklungen im Bereich der virtuellen Assistenzsysteme in Bezug gesetzt.

  • Differenzierung zwischen aufgabenbezogener Fertigkeit und allgemeiner Lernfähigkeit
  • Analyse der Bedeutung physischer Verkörperung für intelligentes Verhalten
  • Kritische Bewertung der Argumente von Rodney Brooks zur Robotik
  • Untersuchung von nicht-verkörperten KI-Systemen wie Sprachassistenten
  • Erarbeitung der Bedingungen für intelligentes Handeln in dynamischen Umgebungen

Auszug aus dem Buch

Braucht Intelligenz eine physische Verkörperung?

Mit Hilfe der zuvor untersuchten und erläuterten Aspekte soll nun noch weiter der Zusammenhang zwischen Intelligenz, intelligentem Verhalten und physischer Verkörperung untersucht werden. Dieser wird durch die beiden Argumente, die indirekt in Brooks Aufsatz enthalten sind, hergestellt. Zusammengenommen lassen sich die beiden Argumente als die Behauptung „Intelligentes Verhalten braucht physische Verkörperung“ auffassen. Im Folgenden werden die zwei Argumente genauer untersucht und bewertet. Damit soll außerdem geschaut werden, inwiefern intelligentes Verhalten wirklich physische Verkörperung braucht.

Durch das erste Argument “[…] the material properties of the body and environment play a key role in its behavior and, by building robots, we get this physics ‘for free’ rather than having painstakingly model it.” (Beer, 2014, S. 133)3 soll gezeigt werden, dass vor allem die materiellen Eigenschaften eines Körpers („material properties of the body“) und die Umwelt ein Schlüsselfaktor für sein Verhalten sind. Es ist einfacher, wenn diese durch einen Roboter zur Verfügung gestellt werden, aber eine Pflicht ist es nicht – sie ist zumindest nicht zu erkennen. Die Umwelt als ein Schlüsselfaktor für KI-Akteure soll dabei auf die Situiertheit hinweisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Intelligenz: Das Kapitel definiert den Intelligenzbegriff durch die Unterscheidung zwischen aufgabenbezogener Fertigkeit, wie sie klassische KIs nutzen, und einer allgemeinen Lernfähigkeit, die an biologische Vorbilder angelehnt ist.

2. Physische Verkörperung: Hier wird der Begriff der Verkörperung (Embodiment) in den Kontext der Kognitionspsychologie und der KI-Forschung eingeordnet, wobei die dynamische Interaktion zwischen Gehirn, Körper und Umwelt hervorgehoben wird.

3. Braucht Intelligenz eine physische Verkörperung?: Dieses Kapitel analysiert kritisch die These von Rodney Brooks, dass echtes intelligentes Verhalten physische Instanzierung erfordert, und stellt diese aktuellen, softwarebasierten virtuellen Assistenten gegenüber.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass physische Verkörperung für Intelligenz zwar in bestimmten Kontexten hilfreich ist, aber keineswegs eine notwendige Bedingung darstellt.

Schlüsselwörter

Künstliche Intelligenz, Physische Verkörperung, Embodiment, Aufgabenbezogene Fertigkeit, Allgemeine Lernfähigkeit, Rodney Brooks, Robotik, Neuronale Netzwerke, Zero-User-Interfaces, Sprachassistenten, Kognition, Situiertheit, Softwarebasierte KI, Deep Learning, Intelligenzforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von künstlicher Intelligenz zur physischen Verkörperung und hinterfragt, ob Systeme einen Körper benötigen, um intelligent zu agieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Definition von Intelligenz (Fertigkeiten vs. Lernfähigkeit), das Konzept des Embodiments und die Analyse moderner virtueller KI-Systeme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob intelligentes Verhalten zwingend eine physische Verkörperung voraussetzt oder ob auch rein softwarebasierte Systeme als intelligent gelten können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Untersuchung philosophischer Argumente und dem Vergleich aktueller technischer Beispiele basiert.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Argumente von Rodney Brooks und deren Überprüfung anhand von historischen Robotik-Beispielen wie Shakey sowie modernen Sprachassistenten.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Embodiment, aufgabenbezogene Fertigkeit, allgemeine Lernfähigkeit und Situiertheit geprägt.

Warum wird das Programm „Deep Blue“ als Beispiel angeführt?

Es dient als Beispiel für eine hochspezialisierte Intelligenz, die zwar übermenschliche Leistungen vollbringt, aber durch ihre strikte Aufgabenorientierung dennoch nicht als umfassend intelligent eingestuft wird.

Inwieweit entkräftet die Arbeit die Position von Rodney Brooks?

Die Arbeit zeigt anhand aktueller virtueller Assistenten auf, dass diese in dynamischen Umgebungen agieren und lernfähig sind, womit die These, dass nur physisch verkörperte Systeme intelligent sein können, als nicht mehr haltbar bewertet wird.

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Detalles

Título
Braucht Intelligenz eine physische Verkörperung im Kontext von künstlicher Intelligenz?
Universidad
Saarland University  (Philosophie)
Curso
Artificial Intelligence
Calificación
2,3
Autor
Michael Sklar (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
18
No. de catálogo
V1180555
ISBN (PDF)
9783346600189
ISBN (Libro)
9783346600196
Idioma
Alemán
Etiqueta
Verkörperung Intelligenz intelligentes Verhalten künstliche Intelligenz Artificial Intelligence
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Sklar (Autor), 2022, Braucht Intelligenz eine physische Verkörperung im Kontext von künstlicher Intelligenz?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1180555
Leer eBook
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