Dieses Portfolio bearbeitet die Themenkomplexe der medialen Gestaltung im Bildunskontext, der pädagogischen Gesprächsführung, der Rollenverteilung und -übernahme und die Bedeutung von Menschenbildern.
Zu Beginn der Arbeit wird das Potential der medialen, räumlichen Gestaltungen, innerhalb des Bildungskontextes, behandelt. Dabei werden Aspekte der Planung pädagogischer Veranstaltungen in den Blick genommen, ohne auf die Durchführung sowie deren Evaluation näher einzugehen. Der zweite Teil widmet sich dem Dialogischen in Bezugnahme auf das "echte Gespräch" von Martin Buber, in Verbindung mit Carl R. Rogers Ansatz der zwischenmenschlichen Interaktion. Diese Überlegungen sind besonders im Bereich einer gelingenden pädagogischen Gesprächsführung relevant. Der darauf folgende Teil der Arbeit, im Bereich der Gruppenleitung, beschäftigt sich mit der Rollenverteilung und -übernahme von Menschen im Rahmen von Gruppen sowie deren Auswirkung auf die interne Gruppendynamik. Der vierte und letzte Teil des Portfolios behandelt die Bedeutung von Menschenbildern und deren Auswirkungen bezüglich gezielter Ausgrenzung von Individuen und Gruppen. Verschiedene Menschenbilder beeinflussen das gesamte menschliche Handeln und stellen somit vor allem in Bezug auf pädagogische Handlungen eine übergeordnete Größe dar.
Inhaltsverzeichnis
TEIL 1: PLANUNG, DURCHFÜHRUNG UND EVALUATION PÄDAGOGISCHER VERANSTALTUNGEN
1 EINLEITUNG
2 MEDIALER EINFLUSS AUF DIE RAUMDIDAKTIK
3 MEDIALE GESTALTUNG EINES BILDUNGSRAUMES
3.1 MEDIENDIDAKTIK
3.2 AUSWIRKUNGEN DIGITALER LERNRÄUME
4 FAZIT
TEIL 2: PÄDAGOGISCHE GESPRÄCHSFÜHRUNG
1 EINLEITUNG
2 MARTIN BUBER
2.1 DIE BEDEUTUNG DES DIALOGS
2.2 ICH-DU- UND ICH-ES-BEZIEHUNGEN
3 CARL RANSOM ROGERS
3.1 ELEMENTE DES DIALOGISCHEN
3.2 ZWISCHENMENSCHLICHE BEZIEHUNGEN
4 FAZIT
TEIL 3: GRUPPENLEITUNG
1 EINLEITUNG
2 GRUPPEN
3 ROLLENÜBERNAHME IN GRUPPEN
4 GRUPPENDYNAMIK
4.1 NEGATIVE AUSWIRKUNGEN AUF DIE GRUPPENDYNAMIK
4.2 DIE GRUPPENDYNAMIK FÖRDERNDE MASSNAHMEN DURCH EINE LEITENDE PERSON
5 FAZIT
TEIL 4: ÜBERGEORDNETES THEMA
1 EINLEITUNG
2 MENSCHENBILDER UND DEREN EINFLUSS
3 BULLYING UND MOBBING
4 FORMEN UND SCHLÜSSELASPEKTE VON MOBBING
5 FOLGEN VON MOBBING FÜR BETROFFENE UND DEREN UMFELD
6 MASSNAHMEN GEGEN MOBBING
7 FAZIT
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogischen Einflussfaktoren in unterschiedlichen Kontexten, von der Gestaltung digitaler Lernräume über die dialogische Gesprächsführung bis hin zur Gruppendynamik und den Auswirkungen von Mobbing, um Ansätze für gelingendes pädagogisches Handeln abzuleiten.
- Mediale Raumdidaktik und digitale Lernumgebungen
- Dialogische Gesprächsführung nach Buber und Rogers
- Rollenverteilung und Dynamik in sozialen Gruppen
- Einfluss von Menschenbildern auf Ausgrenzungsprozesse
- Analyse und Prävention von Bullying und Mobbing
Auszug aus dem Buch
3 Mediale Gestaltung eines Bildungsraumes
Der Zusammenhang von Raum und Subjekt verdeutlicht die Bedeutung einer positiven Lernatmosphäre, welche durch die Perzeption „der Raum-Stimmung in physischen und medial-virtuellen Lern- und Bildungsräumen“ (Grünberger 2014, S.62) gefördert oder gehemmt werden kann.
3.1 Mediendidaktik
Die Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen mithilfe von digitalen Medien wird im deutschsprachigen Raum mithilfe des Begriffs „Mediendidaktik“ beschrieben. DeWitt und Czerwionka definieren Mediendidaktik aus einer funktionalen Sichtweise, welche das Ziel der Optimierung des Prozesses durch einen gezielten Einsatz von funktionalen Medien verfolgt (vgl. De-Witt/Czerwionka zitiert nach Mayrberger/Kuma 2014, S.46).
Um eine effektive Auseinandersetzung mit Medien im Lernprozess zu gewährleisten, ist die voranschreitende Vermittlung einer „Medien- und Informationskompetenz“ (Edinger/Reimer 2015, S.212) durch eine „kritisch-reflexive […] Medienbildung“ (ebd.) wesentlich. Die Essenz der Ausbildung dieser Fähigkeiten wird, auf Seiten der Lehrenden, im gezielten fachdidaktischen Einsatz von Medien (vgl. Brunnbauer 2014, S.442) sowie auf Seiten der Lernenden in deren selbstständiger Aneignung ersichtlich. Durch die Herstellung einer auf Eigeninitiative angelegten, sowie einer individuellen Bedingungen und Bedürfnissen ausgerichteten Lernumgebung, wird die Übernahme der aktiven Rolle der Lernenden im Wissenserwerb ermöglicht (vgl. Unger 2014, S.81).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in das Potenzial medialer und räumlicher Gestaltung innerhalb des Bildungskontextes ein und setzt den Fokus auf die Planung pädagogischer Veranstaltungen.
2 MEDIALER EINFLUSS AUF DIE RAUMDIDAKTIK: Das Kapitel definiert den Begriff der Raumdidaktik als pädagogisch-andragogisch begründete Gestaltung von Lernumgebungen, die zunehmend durch digitale Medien erweitert wird.
3 MEDIALE GESTALTUNG EINES BILDUNGSRAUMES: Es wird die Bedeutung einer positiven Raumstimmung sowie die Rolle der Mediendidaktik zur Förderung aktiver Lernprozesse und Medienkompetenz beleuchtet.
3.1 MEDIENDIDAKTIK: Dieser Abschnitt fokussiert auf die zielgerichtete Nutzung funktionaler Medien und die Entwicklung kritisch-reflexiver Medienbildung bei Lernenden.
3.2 AUSWIRKUNGEN DIGITALER LERNRÄUME: Hier werden die Vorteile digitaler Medien wie Standortunabhängigkeit und Flexibilität, aber auch die Auswirkungen auf die Work-Life-Balance und Motivation diskutiert.
4 FAZIT: Das Kapitel schließt mit der Erkenntnis, dass der Einsatz didaktischer Mittel und virtueller Lernformen individuell unterschiedlich wirkt und eine gezielte Planung erfordert.
Schlüsselwörter
Raumdidaktik, Mediendidaktik, digitale Lernräume, Gesprächsführung, Dialog, Personenzentrierung, Gruppendynamik, Rollenverhalten, Menschenbild, Mobbing, Prävention, pädagogisches Handeln, Lernatmosphäre, soziale Interaktion, Ausgrenzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit zentralen Herausforderungen der Pädagogik, die von der Gestaltung effektiver Lernräume über die Kommunikation bis hin zur Dynamik von Gruppen und dem Umgang mit Mobbing reichen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themen umfassen die mediale Raumdidaktik, die dialogische Pädagogik nach Buber und Rogers, Gruppendynamik sowie die Analyse von Mobbingprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen räumlichen, kommunikativen und sozialen Strukturen im Bildungskontext zu analysieren, um förderliche Bedingungen für Lern- und Entwicklungsprozesse aufzuzeigen.
Welche wissenschaftlichen Ansätze finden Anwendung?
Es werden verschiedene pädagogische und psychologische Ansätze, darunter die dialogische Grundhaltung, personenzentrierte Gesprächsführung und gruppendynamische Modelle, reflektiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in vier Teile, die jeweils Planung und Evaluation von Veranstaltungen, Gesprächsführung, Leitung von Gruppen und den Umgang mit Menschenbildern und Ausgrenzung behandeln.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mediendidaktik, Dialog, Gruppendynamik, Mobbingprävention und pädagogische Professionalität geprägt.
Wie unterscheidet sich die "Ich-Du"-Beziehung von der "Ich-Es"-Beziehung bei Martin Buber?
Die "Ich-Du"-Beziehung bezeichnet eine echte Begegnung zwischen Menschen auf Augenhöhe, während die "Ich-Es"-Beziehung eine instrumentelle, auf Nützlichkeit ausgerichtete Verbindung darstellt.
Warum ist eine "kritisch-reflexive Medienbildung" laut Autor so bedeutsam?
Sie ist notwendig, um Lernende nicht nur als Konsumenten von Medien zu sehen, sondern sie dazu zu befähigen, Medien fachdidaktisch sinnvoll und selbstständig im Lernprozess einzusetzen.
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- Anonym (Author), 2021, Pädagogisches Portfolio. Mediale Gestaltung im Bildunskontext, pädagogische Gesprächsführung, Rollenübernahme, Bedeutung von Menschenbildern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1180746