Welche Aspekte müssen bei der Implementierung von Qualitätsmanagement berücksichtigt werden? Um diese Frage zu beantworten, werden zunächst einige Begrifflichkeiten und das Qualitätsmanagement-Verfahren erläutert. Weiter werden verschiedene Verfahren des Qualitätsmanagements erläutert. Abschließend werden die wichtigsten Aspekte zur Implementierung von Qualitätsmanagement beschrieben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Begriffsbestimmungen
- 1.1 Qualität
- 1.2 Dimensionen des Qualitätsbegriffs
- 1.3 Qualitätsmanagement
- 1.4 Verfahren und Methoden des Qualitätsmanagements
- 1.4.1 DIN EN ISO 9000 ff.
- 1.4.2 EFQM
- 1.4.3 Benchmarking
- 1.4.4 Interne Evaluation
- 2. Implementierung von Qualitätsmanagement in der Sozialen Arbeit
- 2.1 Konflikte und Spannungspotentiale
- 2.2 Die Leitungsaufgabe
- 2.3 Qualitätsbeauftragte
- 2.4 Der Qualitätszirkel
- 3. Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Implementierung von Qualitätsmanagement in der Sozialen Arbeit. Sie untersucht, welche spezifischen Aspekte bei diesem Prozess berücksichtigt werden müssen, um eine effektive und effiziente Gestaltung der sozialen Dienstleistungen zu gewährleisten.
- Definition grundlegender Begrifflichkeiten von Qualität und Qualitätsmanagement.
- Darstellung verschiedener Verfahren und Methoden des Qualitätsmanagements, wie DIN EN ISO 9000 ff., EFQM, Benchmarking und interne Evaluation.
- Analyse von Konflikt- und Spannungspotenzialen, die bei der Einführung von Qualitätsmanagement in der Sozialen Arbeit auftreten können.
- Erörterung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Leitung sowie der Rolle von Qualitätsbeauftragten und Qualitätszirkeln im Implementierungsprozess.
Auszug aus dem Buch
1.4 Verfahren und Methoden des Qualitätsmanagements
Die meisten Qualitätsmanagementkonzepte beinhalten Verfahren und Instrumente, die auf vier Grundmuster zurückzuführen sind: DIN EN ISO 9000 ff., EFQM, Benchmarking und die interne Evaluation.
In den genannten vier konzeptionellen Grundmustern werden die wichtigen methodischen Annahmen und Ausrichtungen zum Qualitätsmanagement in Institutionen der Sozialen Arbeit dargestellt. Oft lehnen sich die Qualitätsmanagementkonzepte an diesen Grundmustern an. Es können auch einzelne Elemente dieser Grundkonzepte miteinander kombiniert werden (Merchel 2013, S. 78f.). Die genannten Grundmuster werden jeweils kurz dargestellt.
Entstanden ist die Normreihe DIN EN ISO 9000ff. im Jahr 1987. Diese wurde mit der Zeit überarbeitet und erneuert. Zuletzt wurden im Jahr 2008 kleinere Veränderungen an ihr vorgenommen.
Zunächst wurden in der DIN ISO wesentlichen Denkmuster des „klassischen" Qualitätsmanagements dargestellt und international normiert. Dieser Idee liegt die Annahme zugrunde, dass am Anfang des Qualitätsmanagements unterschiedliche Beschreibungen der Bedingungen und Verfahren stehen, die zur Herstellung von „hochwertigen Produkten“ bzw. „hochwertigen Dienstleistungen“ notwendig sind.
Die beschriebenen Bedingungen und Prozesse müssen nun verbindlich umgesetzt werden. Die Umsetzung dieser Anforderungen wird durch die Definition von Verhaltensanforderungen und deren Dokumentation im Qualitätshandbuch sichergestellt. Daher ist eine strukturierte Inspektion erforderlich, um festzustellen, ob die an der Verhaltensanforderung beteiligten Organisationsmitglieder diese umgesetzt haben. Anschließend können die Verhaltensanforderungen bestätigt oder aktualisiert, d.h. durch die geänderten Verhaltensanforderungen im Qualitätshandbuch ersetzt werden.
Diese Grundhaltung des „QM-Denkens" wird von der DIN ISO durch die Definition und Umsetzung von Qualitätsmanagementgrundsätzen und Normanforderungen im Rahmen des Qualitätsmodells vorgegeben. Das Qualitätsmodell ist in vier Qualitätsbereiche gebündelt: Führungsverantwortung, Ressourcenmanagement, Realisierung der Dienstleistung und Messung, Analyse und Verbesserung.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Relevanz von Qualitätsmanagement in der Sozialen Arbeit seit den 1990er Jahren und stellt die Forschungsfrage nach den zu berücksichtigenden Aspekten bei der Implementierung dar.
1. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert grundlegende Konzepte wie „Qualität“ und „Qualitätsmanagement“, erläutert Dimensionen des Qualitätsbegriffs und stellt verschiedene Verfahren und Methoden des Qualitätsmanagements vor, darunter DIN EN ISO 9000 ff., EFQM, Benchmarking und interne Evaluation.
2. Implementierung von Qualitätsmanagement in der Sozialen Arbeit: Das Kapitel beleuchtet die Herausforderungen und Potenziale bei der Einführung von Qualitätsmanagement, insbesondere Konflikte und Spannungspotenziale, sowie die Rolle der Leitung, von Qualitätsbeauftragten und Qualitätszirkeln.
3. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur Implementierung von Qualitätsmanagement in sozialpädagogischen Organisationen zusammen, hebt mögliche Spannungen durch externe Vorgaben hervor und betont die Bedeutung einer förderlichen Organisationskultur.
Schlüsselwörter
Qualitätsmanagement, Soziale Arbeit, Implementierung, Qualitätssicherung, DIN EN ISO 9000, EFQM, Benchmarking, Interne Evaluation, Konfliktpotenziale, Organisationskultur, Führung, Qualitätsbeauftragte, Qualitätszirkel, Dienstleistungsqualität, Prozessorientierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Qualitätsmanagement in der Sozialen Arbeit, insbesondere mit den Aspekten, die bei dessen Implementierung in sozialen Organisationen berücksichtigt werden müssen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themenfelder sind die Definition von Qualität und Qualitätsmanagement, verschiedene Methoden und Verfahren des Qualitätsmanagements (wie DIN EN ISO 9000 ff., EFQM, Benchmarking, interne Evaluation) und die praktische Implementierung unter Berücksichtigung von Konfliktpotenzialen und Führungsaufgaben.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage „Welche Aspekte müssen bei der Implementierung von Qualitätsmanagement berücksichtigt werden?" zu beantworten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit ist eine Hausarbeit, die auf Literaturanalyse basiert, um Begrifflichkeiten zu erläutern, Verfahren darzustellen und Aspekte der Implementierung zu beschreiben. Es ist keine empirische Arbeit.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt zunächst Begriffsbestimmungen rund um Qualität und Qualitätsmanagement, gefolgt von einer detaillierten Vorstellung gängiger Verfahren und Methoden. Anschließend werden Aspekte der Implementierung von Qualitätsmanagement in der Sozialen Arbeit, einschließlich Konflikten, Führungsaufgaben und spezifischen Rollen, diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Qualitätsmanagement, Soziale Arbeit, Implementierung, Qualitätssicherung, DIN EN ISO 9000, EFQM, Benchmarking, Interne Evaluation, Konfliktpotenziale, Organisationskultur und Führung charakterisiert.
Welche Herausforderungen können bei der Implementierung von Qualitätsmanagement in der Sozialen Arbeit auftreten?
Bei der Implementierung können Konflikte und Spannungspotenziale entstehen, beispielsweise durch Befürchtungen der Mitarbeitenden bezüglich Bewertungsergebnissen, Widerstand gegen Eingriffe in autonome Arbeit oder Vorbehalte gegenüber wirtschaftlichen Konzepten.
Welche Rolle spielt die Organisationskultur bei der Qualitätsentwicklung?
Eine förderliche und positive Organisationskultur ist eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Qualitätsentwicklung und hilft, auftretende Konflikte und Spannungspotenziale zu reduzieren. Sie ermöglicht ein Klima des Lernens aus Fehlern.
Was ist ein Qualitätszirkel im Kontext des Qualitätsmanagements in der Sozialen Arbeit?
Ein Qualitätszirkel ist eine Arbeitsgruppe, die innerhalb eines Projektes ein bestimmtes Qualitätsproblem über einen unbegrenzten Zeitraum bearbeitet und Lösungsvorschläge erarbeitet, um die Qualität zu verbessern.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2022, Qualitätsmanagement in der Sozialen Arbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1181027