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Sozial-ökologische Transformation als Auftrag für die Soziale Arbeit

Zur Relevanz von imperialer Lebensweise, Klimagerechtigkeit und Postwachstum für die Soziale Arbeit

Título: Sozial-ökologische Transformation als Auftrag für die Soziale Arbeit

Tesis (Bachelor) , 2021 , 62 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Johanna Jahns (Autor)

Trabajo social
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Ziel dieser Arbeit ist es, neue Impulse zu setzen, um ökologische Gesichtspunkte auch in der Sozialen Arbeit anzusiedeln. Im Zentrum der Arbeit steht dabei besonders die Relevanz einer sozial-ökologischen Transformation für die Gesellschaft und die Bedeutung der Sozialen Arbeit für die Umsetzung eben dieser. Dabei soll auch darauf eingegangen werden, welche Rolle theoretische Konzepte wie die imperiale Lebensweise, die Klimagerechtigkeit und Postwachstumsdiskurse dabei spielen. Die primären Fragestellungen, die sich daraus für diese Arbeit ableiten lassen, lauten: Warum ist eine sozial-ökologische Transformation nötig? Weshalb besteht für die Soziale Arbeit ein Auftrag, an einer sozial-ökologischen Transformation zu wirken und was kann sie dazu beitragen? Welche Rolle spielen dabei die imperiale Lebensweise, Klimagerechtigkeit und Postwachstumsansätze?

Das Leben von Menschen auf der ganzen Welt wird zunehmend von multiplen sozialen und ökologischen Krisen bedroht: Erderwärmung, Flutkatastrophen, Dürren, Ressourcenknappheit, Ausbeutung von Arbeitskraft und Verarmung sind nur ein paar der Bedrohungen. Diese Krisen entstanden durch menschliches Handeln. Dabei ist der Hauptverursacher der globale Norden, welcher unter anderem durch seine imperiale Lebensweise maßgeblich dazu beiträgt, dass Ressourcen und Menschen ausgebeutet werden und die Klimakrise immer weiter voranschreitet. Dabei werden in den letzten Jahren soziale und ökologische Fragen immer häufiger zusammengedacht, weshalb viele eine sozial-ökologische Transformation erwirken wollen. Trotzdem ist diese tiefgreifende global benötigte Veränderung bisher ausgeblieben.

Auch die Soziale Arbeit stellt in vielen Professionsbereichen fest, dass Änderungen im Hinblick auf die multiplen sozial-ökologischen Krisenlagen vollzogen werden müssen. Was damit jedoch genau gemeint ist, darüber wird aktuell noch diskutiert. Wird die Soziale Arbeit jedoch als Menschenrechtsprofession nach Silvia Staub-Bernasconi angesehen, so ist es durchaus verwunderlich, dass bisher noch kaum ein Zusammenhang zwischen eigener Profession und einer sozial-ökologischen Transformation erkannt wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zur Relevanz einer sozial-ökologischen Transformation

2.1 Die globale Klimakrise

2.2 Das Ende des Wachstums?

2.3 Die imperiale Lebensweise

2.3.1 Zur Entstehung der imperialen Lebensweise

2.3.2 Imperiale Lebensweise als Verursacherin sozial-ökologischer Krisen

3 Klimagerechtigkeit als Bindeglied zwischen Sozialer Arbeit und sozial-ökologischer Transformation

3.1 Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession und Verfechterin sozialer Gerechtigkeit

3.2 Klimagerechtigkeit

3.2.1 Dekoloniale Perspektiven auf Klimagerechtigkeit

3.2.2 Geschlechtergerechtigkeit in der Klimadebatte

3.2.3 Menschen mit Beeinträchtigungen in Klimagerechtigkeitsdebatten

3.2.4 Klimagerechtigkeit und Soziale Arbeit

4 Ansätze zum Gelingen einer sozial-ökologischen Transformation

4.1 Postwachstumsansätze

4.1.1 Konkrete Transformationsansätze in Postwachstumsdiskursen

4.1.2 Kritik an Postwachstumsdebatten

4.2 Buen Vivir als dekoloniales Konzept für Transformationsprozesse

4.3 Aufgaben für die Soziale Arbeit

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Relevanz einer sozial-ökologischen Transformation für die Gesellschaft zu verdeutlichen und die zentrale Bedeutung der Sozialen Arbeit für deren Umsetzung zu explizieren. Dabei wird untersucht, wie theoretische Konzepte in die professionelle Praxis integriert werden können, um den Herausforderungen der Klimakrise zu begegnen.

  • Die imperiale Lebensweise als Kern der ökologischen Krise
  • Klimagerechtigkeit als zentrales Bindeglied zur Sozialen Arbeit
  • Postwachstumsansätze und deren praktische Bedeutung
  • Buen Vivir als dekoloniale Alternative
  • Aufgabenspektren für eine transformativ ausgerichtete Soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

Die imperiale Lebensweise

Die imperiale Lebensweise wird von Brand und Wissen als „Kern der ökologischen Krise“ (Brand/ Wissen 2017: 42) dargestellt. Dass diese Betitelung nicht übertrieben ist, soll in diesem Unterkapitel herausgearbeitet werden. Mit ihrem Begriff der imperialen Lebensweise beschreiben die Autoren ein Zusammenspiel von Alltagspraxen der Menschen im globalen Norden und den ihnen zugrunde liegenden gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen. Weiter erläutern sie, wie sich in einer Zeit der multiplen weltweiten sozial-ökologischen Krisen gleichzeitig Normalität herstellt und weshalb dies der größte Widerspruch und gleichzeitig auch das Ende der imperialen Lebensweise ist bzw. sein kann (vgl. ebd.: 14).

Bevor darauf näher eingegangen wird, soll zuerst ein Erläuterungsversuch des Begriffes der imperialen Lebensweise stattfinden: Das Adjektiv imperial betont „die globale und die ökologische Dimension der Lebensweise“ (ebd.: 45). Es verweist auf die Vergangenheit des Imperialismus, ohne diesen als Begriff aufweichen zu wollen (vgl. ebd.: 67). Weiter werden auch bis heute andauernde globale Prozesse und Beziehungen des Imperialismus betrachtet. Der Begriff der Lebensweise ist angelehnt an den Lebensstil-Begriff, welcher durch Pierre Bourdieu geprägt wurde. Jener nimmt ungleiche gesellschaftliche Verhältnisse wahr, die durch Handlungsmuster in den Körper von Individuen eingeschrieben werden und so soziale Ungleichheit reproduzieren (vgl. ebd.: 47).

Zusammengeführt verbindet der Begriff der imperialen Lebensweise das Alltagshandeln von Individuen mit gesellschaftlichen Strukturen, in denen Herrschaftsverhältnisse angelegt sind. Dabei soll „die soziale Hierarchisierung im globalen Norden als zentrale Dimension“ (ebd.: 17f.) herausgestellt werden. Außerdem wird davon ausgegangen, dass sich die imperiale Lebensweise, das damit einhergehende neokoloniale Nord-Süd-Verhältnis und Klassen-, Geschlechter und rassifizierte Verhältnisse nur reproduzieren können, wenn sie als natürlich in Alltagspraxen habituell eingeschrieben sind. Damit werden sie nicht länger als Struktur der Herrschaft wahrgenommen (vgl. ebd.: 45f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung benennt die multiplen sozialen und ökologischen Krisen unserer Zeit und führt in die Notwendigkeit einer sozial-ökologischen Transformation sowie die Rolle der Sozialen Arbeit ein.

2 Zur Relevanz einer sozial-ökologischen Transformation: Dieses Kapitel analysiert Krisenursachen wie die Klimakrise, den Wachstumszwang des Kapitalismus und das Konzept der imperialen Lebensweise als Kern der ökologischen Krise.

3 Klimagerechtigkeit als Bindeglied zwischen Sozialer Arbeit und sozial-ökologischer Transformation: Das Kapitel verknüpft menschenrechtliche Grundlagen mit Klimagerechtigkeit und beleuchtet dekoloniale sowie gender- und beeinträchtigungssensible Perspektiven.

4 Ansätze zum Gelingen einer sozial-ökologischen Transformation: Es werden alternative Wirtschafts- und Lebensmodelle wie Postwachstum und Buen Vivir vorgestellt und daraus konkrete Handlungsfelder für die Soziale Arbeit abgeleitet.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestärkt die Notwendigkeit, dass die Soziale Arbeit aktiv als transformative Profession Verantwortung übernimmt.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Sozial-ökologische Transformation, Imperiale Lebensweise, Klimagerechtigkeit, Postwachstum, Buen Vivir, Menschenrechte, Soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Externalisierung, Kolonialismus, Krisenbewältigung, Gemeinwesenarbeit, Transformation, Klimakrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie eine sozial-ökologische Transformation notwendig ist, um die multiplen globalen Krisen zu bewältigen, und welche Rolle die Soziale Arbeit dabei als Menschenrechtsprofession einnehmen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der imperialen Lebensweise, dem Postwachstumsdiskurs, der Klimagerechtigkeit und der Notwendigkeit einer systemkritischen Transformation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, neue Impulse für eine ökologisch informierte Soziale Arbeit zu setzen und aufzuzeigen, wie diese zur Umsetzung einer sozial-ökologisch gerechteren Gesellschaft beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, bei der aktuelle Diskurse aus der Sozialen Arbeit, der Transformationsforschung und der Postwachstumsbewegung zusammengeführt wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert erst die theoretischen Grundlagen der Krise, dann die Verbindung von Klimagerechtigkeit und Sozialer Arbeit, und diskutiert schließlich konkrete Ansätze wie Buen Vivir und Aufgaben für die Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen Soziale Arbeit, Klimagerechtigkeit, imperiale Lebensweise, Postwachstum und sozial-ökologische Transformation.

Inwiefern ist das Konzept der imperialen Lebensweise für die Soziale Arbeit relevant?

Es erklärt, warum die Soziale Arbeit sich in ihren Strukturen oft noch innerhalb eines ausbeuterischen Systems bewegt, und verdeutlicht die Notwendigkeit, externalisierende Strukturen in der professionellen Praxis aufzubrechen.

Warum wird Buen Vivir als wichtiges Gegenkonzept hervorgehoben?

Buen Vivir bietet eine dekoloniale Perspektive, die das Miteinander von Mensch und Natur in den Vordergrund stellt und den im globalen Norden vorherrschenden Wachstumszwang fundamental infrage stellt.

Final del extracto de 62 páginas  - subir

Detalles

Título
Sozial-ökologische Transformation als Auftrag für die Soziale Arbeit
Subtítulo
Zur Relevanz von imperialer Lebensweise, Klimagerechtigkeit und Postwachstum für die Soziale Arbeit
Universidad
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel; Salzgitter
Calificación
1,0
Autor
Johanna Jahns (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
62
No. de catálogo
V1181064
ISBN (PDF)
9783346601988
ISBN (Libro)
9783346601995
Idioma
Alemán
Etiqueta
Klimagerechtigkeit sozial-ökologische Transformation Postwachstum Klimawandel imperiale Lebensweise Soziale Arbeit gesellschaftliche Transformation Klimakrise Dekolonialität Menschenrechte Geschlechtergerechtigkeit Buen Vivir Soziale Landwirtschaft ökologische Soziale Arbeit Postwachstumsgesellschaft internationale Soziale Arbeit kritische Soziale Arbeit Extraktivismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johanna Jahns (Autor), 2021, Sozial-ökologische Transformation als Auftrag für die Soziale Arbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1181064
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Extracto de  62  Páginas
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