Supply Chain Management - Idee, Aufgaben und Ziele


Hausarbeit, 2008
18 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Idee des Supply Chain Managements
2.1 Historische Anfänge und Hintergrund
2.2 Theoretische Grundlagen
2.2.1 Definition Supply Chain und Supply Chain Management
2.2.2 Abgrenzung zu verwandten Begriffen

3 Aufgaben des Supply Chain Managements
3.1 Strategische Aufgaben
3.2 Operative Aufgaben

4 Ziele des Supply Chain Managements
4.1 Kostenvorteile
4.2 Zeitvorteile
4.3 Qualitätsvorteile

5 Abschließende Betrachtung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Bullwhipoder Peitschenschlageffekt

Abbildung 2 Beispielhafte Darstellung einer Supply Chain

Abbildung 3 netzwerkgerichtete und interne Supply Chains

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 Verständnis über Supply Chain Management

Tabelle 2 Supply Chain Management und verwandte Konzepte im Überblick

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Das Handlungsumfeld der meisten Unternehmen hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Es ist dynamischer, unvorhersehbarer und turbulenter geworden. Die Internationalisierung der Beschaffungsund Absatzmärkte führt zu einer Globalisierung des kompletten Versorgungssystems. Der Wettbewerbsdruck ist enorm gestiegen und der Erfolg eines Unternehmens hängt maßgeblich davon ab, inwieweit es in der Lage ist, Produkte anzubieten, die den Kundenbedürfnissen optimal entsprechen. Die immer komplexer werdenden Geschäftsprozesse in den Wertschöpfungsketten führen dazu, dass das Supply Chain Management eine zunehmend wichtigere Rolle in der Unternehmensführung einnimmt, denn der Wettbewerb findet [...] nicht mehr zwischen einzelnen Unternehmen, sondern zwischen Supply Chains statt.1

Diese Arbeit soll einen Überblick über das Supply Chain Management liefern. Inhaltlich sollen die Idee des Supply Chain Managements mit der historischen Entwicklung sowie Definitionsansätzen, die strategischen sowie operativen Aufgaben und die Ziele verdeutlicht werden. Es soll gezeigt werden, dass der Begriff des Supply Chain Managements nicht nur eine Modeerscheinung , sondern ein zukunftsweisender Optimierungsansatz ist.

2 Idee des Supply Chain Managements

2.1 Historische Anfänge und Hintergrund

Im Jahr 1958 untersuchteJay Forrester (Massachusetts Institute of Technology)den Belieferungsprozess zwischen den Lieferanten, den Herstellern, dem Handel und den Kunden und stellte fest, dass diese isoliert betrachteten Prozesse teilweise ineffizient sind. Er entdeckte, dass es bei den Herstellern - trotz relativ geringer Nachfrageschwankungen seitens der Kunden - zu hohen Produktionsschwankungen kam.2 Leichte Änderungen der Endkundennachfrage von 3 bis 5 Prozent schaukeln sich über die gesamte Wertschöpfungskette bis zu den Rohstofflieferanten teilweise bis zu 50 Prozent auf.

Sinnbildlich verhält sich eine Lieferkette also wie eine Peitsche, bei der der Konsument durch eine leichte Bewegung mit dem Handgelenk die Wertschöpfungskette durch die Luft schleudert. Daher nennt man diesen Effekt auch Bullwhip-Effekt.3

Die Ursache dieses Effektes - der auch Peitschenschlageffekt genannt wird - ist, dass jedes Unternehmen seinen eigenen Sicherheitsbestand aufbaut und sich die jeweiligen Bestellmengen von einer Stufe zur Nächsten durch den verzögerten Informationsfluss vom Kunden zum Zulieferer immer weiter erhöhen.4

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Bullwhipoder Peitschenschlageffekt Quelle: Corsten/Gabriel (2004) S. 9.

Der Fokus der Betrachtung musste also von der traditionellen Kunden-Lieferanten Beziehung auf die gesamte Lieferkette gerichtet werden. Anfang der 80er Jahre wurde dann von angloamerikanischen Unternehmensberatern in den USA der Begriff des Supply Chain Managements geprägt, der diese Veränderung berücksichtigen sollte.5

2.2 Theoretische Grundlagen

2.2.1 Definition Supply Chain und Supply Chain Management

Eine Supply Chain ist eine Lieferoder auch Versorgungskette. Unternehmens- übergreifend wird unter dem Begriff auch eine Wertschöpfungskette verstanden. In der Praxis stellt sich die Supply Chain häufig als Netzwerk bestehend aus verschie- denen Organisationen dar, die ein Produkt erstellen und zum Endkunden transportieren.6 Den Ausgangspunkt einer Supply Chain bildet aber der Nachfrager nicht der Lieferant, sodass die Koordinationsaufgaben mit dem Kunden miteinbezogen werden müssen.7

Allerdings hat sich eine begriffliche Differenzierung in Supply Chain (Interaktion mit Lieferanten) und Demand Chain (Interaktion mit Kunden) nicht durchgesetzt Supply Chain wird also als Oberbegriff verwendet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Beispielhafte Darstellung einer Supply Chain in Anlehnung an Kortmann/Lessing (2000) S. 3.

Eine einheitliche Definition des Supply Chain Managements gibt es bislang nicht. Das liegt unter anderem daran, dass Praktiker und Theoretiker unterschiedliche Zielauffassungen bezüglich des Supply Chain Managements haben und somit auch die definitorischen Schwerpunkte anders setzen.8

NachGöpfertgibt es 2 unterschiedliche Definitionsgruppen, die die Hauptströmungen in der Literatur zusammenfassen. Zur ersten Gruppe gehören Autoren, die bei der Definition einen direkten Zusammenhang zur betriebswirtschaftlichen Logistik sehen. Vertreter der zweiten Gruppe sehen Supply Chain Management als internationales Management von Geschäftsprozessen ohne einen direkten Bezug zur Logistik herzustellen.9

Tabelle 1 zeigt je eine Definition aus jeder Gruppe.1011

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1 Verständnis über Supply Chain Management in Anlehnung an Göpfert (2006) S. 63.

Göpfert ist zu dem Schluss gekommen, dass Defizite bei den Güter-, Informations-, Geld-, und Finanzflüssen also allgemein bei den Objektflüssen der Auslöser für die Entstehung des Supply Chain Managements sind. Da dies ein Themenbereich der Logistik ist, hat das Supply Chain Management seinen Ursprung in einer zentralen logistischen Problemstellung. Die Auffassung der zweiten Definitionsgruppe entfernt sich also zu weit vom Kerninhalt dieser neuen Managementqualität.12

Unter der Vielzahl von verschiedenen Definitionen kann die folgende von Scholz- Reiter/Jakobza, die ebenfalls einen Verknüpfung zur Logistik indiziert, als kleinster gemeinsamer Nenner betrachtet werden.13

Supply Chain Management, auch Lieferkettenmanagement, ist die unternehmens- übergreifende Koordination der Materialund Informationsflüsse über den gesamten Wertschöpfungsprozess von der Rohstoffgewinnung über die einzelnen Veredelungsstufen bis hin zum Endkunden mit dem Ziel, den Gesamtprozess sowohl zeitals auch kostenoptimal zu gestalten.

[...]


1 Pfohl (2000) S. 9.

2 Vgl. Kuhn/Hellingrath (2002) S. 18.

3 Vgl. Corsten/Gabriel (2004) S. 9.

4 Vgl. Groll (2004) S. 14.

5 Vgl. Werner (2008) S. 3.

6 Vgl. Busch/Dangelmaier (2004) S. 4.

7 Vgl. Corsten/Gössinger (2001) S.85.

8 Vgl. Busch/Dangelmaier (2004) S. 5.

9 Vgl. Göpfert (2006) S. 61 ff.

10 Christopher (1994) S. 22.

11 Cooper/Lambert/Pagh (1997) S.2.

12 Vgl. Göpfert (2006) S. 64.

13 Vgl Busch/Dangelmaier (2004) S. 6.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Supply Chain Management - Idee, Aufgaben und Ziele
Veranstaltung
Fertigung und Logistik
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
18
Katalognummer
V118161
ISBN (eBook)
9783640207312
ISBN (Buch)
9783640207480
Dateigröße
461 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Supply, Chain, Management, Idee, Aufgaben, Ziele, Fertigung, Logistik
Arbeit zitieren
Ann-Kristin Block (Autor), 2008, Supply Chain Management - Idee, Aufgaben und Ziele , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118161

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