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Aufstände der plebs rustica in der römischen Kaiserzeit

Studien zur antiken Sozialgeschichte

Título: Aufstände der plebs rustica in der römischen Kaiserzeit

Tesis (Bachelor) , 2006 , 40 Páginas , Calificación: 2,1

Autor:in: Magister Artium Christian Hall (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Die vorliegende Abhandlung beschäftigt sich mit sozialen Konflikten innerhalb der römischen Gesellschaft von der frühen Kaiserzeit bis in die Spätantike mit spezieller Ausrichtung auf die ländlichen Bevölkerungsschichten, den Transformationsprozess des 3. Jahrhunderts und die bäuerlichen Aufstandsbewegungen im 3. bis 5. Jahrhundert. Anhand der Untersuchung von Aufständen in den Provinzen Italia, Gallia, Hispania, Africa und Judäa werden die Ursachen, die beteiligten gesellschaftlichen Gruppen, ihre Ziele sowie die Ergebnisse der Bewegungen dargestellt. Darauf aufbauend wird im größeren Kontext dem Zusammenhang zwischen bäuerlichen Aufständen und dem Zerfall des Imperium Romanum nachgegangen. Diese, von der bisherigen Forschung nur unzureichend beleuchtete, Problematik ist entscheidend, um Bewegung in die seit dem Werk von Michael I. Rostovtzeff (1931) ins Stocken geratene Diskussion zu bringen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Imperium Romanum und die plebs rustica

2.1. Der Kaiser und die plebs rustica

2.2. Zur Homogenität und Heterogenität der plebs rustica

2.3. Die Stellung der plebs rustica

3. Wirtschaftliche und soziale Gegensätze auf dem Lande

4. Die „Krise“ des 3. Jahrhunderts und Erhebungen der plebs rustica

5. Christlicher Glaube und soziale Kritik

6. Aufstandsbewegungen

6.1. Der jüdische Krieg

6.2. Der Krieg der Fahnenflüchtigen (bellum desertorum)

6.3. Die Bagaudenbewegung

6.4. Die Circumcellionen- oder Agonistikerbewegung

6.5. Der Aufstand des Firmus

7. Ergebnis und Ausblick: Verschärfung der sozialen Gegensätze und Untergang des Reiches

8. Quellen und Literatur

8.1. Quellen

8.2. Literatur (Auswahlbibliographie)

9. Karte der Volksbewegungen und Völkerwanderungen im 4. und 5. Jh.

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die sozialen Konflikte innerhalb der römischen Gesellschaft von der frühen Kaiserzeit bis in die Spätantike mit einem Fokus auf die ländlichen Bevölkerungsschichten und deren Aufstandsbewegungen. Ziel ist es, den Transformationsprozess des 3. Jahrhunderts zu beleuchten und der Frage nachzugehen, inwieweit diese Aufstände in direktem Zusammenhang mit dem Zerfall des Imperium Romanum stehen.

  • Soziale Konflikte und Transformation in der römischen Kaiserzeit
  • Strukturanalyse der ländlichen Unterschichten (plebs rustica)
  • Die Rolle der wirtschaftlichen Agrarkrise und sozialer Ungleichheit
  • Analyse bedeutender Aufstandsbewegungen (z.B. Jüdischer Krieg, Bagauden, Circumcellionen)
  • Kritische Auseinandersetzung mit der antiken Quellenlage zu ländlichen Erhebungen

Auszug aus dem Buch

6.2. Der Krieg der Fahnenflüchtigen (bellum desertorum)

Romanhaft beschreibt Herodian, unsere Hauptquelle, den „Krieg der Fahnenflüchtigen“: Maternus war von seinem Militärkommando in Gallien desertiert und versuchte sich nun mit Gleichgesinnten über Wasser zu halten. Gemeinsam überfielen sie kleinere Dörfer und Gutsbetriebe. Merkwürdigerweise schlossen sich ihnen immer mehr Menschen an. Die kleine Räuberbande aus desertierten Legionären wuchs zu einem regelrechten Heer aus Abenteurern, entflohenen Sklaven und Kolonen heran. Jetzt waren sie in der Lage, auch die römischen Provinzstädte zu überfallen und auszuplündern. Dabei erbeuteten sie nicht nur Nahrung, Kleidung und Reichtümer, sondern auch neue Rekruten aus den römischen Gefängnissen. So wuchs die Streitmacht des Maternus stetig an, bis sie schließlich gallische und spanische Landstriche regelrecht beherrschte.

Als es zum großen Schlagabtausch zwischen dem Rebellenheer und den regulären römischen Truppen kommen sollte, plante Maternus einen neuen entscheidenden Schachzug. Er wollte es nicht zur direkten Konfrontation kommen lassen und zog mit seinen Leuten auf geheimen und schwer passierbaren Pfaden nach Italien. Hier wollte sich der einstige Räuberführer zum Kaiser ausrufen lassen. Dafür musste er allerdings zuerst den amtierenden Kaiser Commodus beseitigen. Wieder einmal erdachte sich Maternus eine geheime List, um nicht offen gegen die kaiserlichen Truppen antreten zu müssen. Er wollte das ausufernde Treiben während des Mater Magna Frühjahresfestes und den öffentlichen Auftritt des Kaisers in Rom ausnutzen, um mit seinen besten Kämpfern unerkannt in die Stadt einzudringen. Hierfür verkleideten sie sich als Prätorianer. Nur so konnten sie möglichst nahe an den Kaiser gelangen, um das geplante Attentat auszuführen. Doch der Plan scheiterte. Maternus wurde von einigen seiner treuesten Weggefährten verraten. Zu sehr hatte er sich als alleiniger Führer verstanden und sich gleichzeitig immer mehr von den Idealen seiner Anhänger entfernt. Es ging ihm schließlich nur noch um die Erlangung der Kaiserwürde. Dieses Ziel sollte er jedoch nicht erreichen. Bevor er überhaupt in die Nähe des Kaisers gelangen konnte, wurde er verhaftet und sofort hingerichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den Untersuchungsrahmen dar, fokussiert auf die plebs rustica und die Problematik der Quellenlage in der römischen Sozialgeschichte.

2. Das Imperium Romanum und die plebs rustica: Dieses Kapitel analysiert die soziale Struktur der Landbevölkerung, ihre Abhängigkeiten und ihre juristische Stellung gegenüber den Eliten.

3. Wirtschaftliche und soziale Gegensätze auf dem Lande: Der Text beleuchtet die zunehmende Verarmung der freien Bauernschaft und die ökonomischen Spannungen, die durch die Agrarkrise und das Kolonatssystem verschärft wurden.

4. Die „Krise“ des 3. Jahrhunderts und Erhebungen der plebs rustica: Es wird erörtert, wie politisches Chaos und soziale Notlagen das Entstehen von Aufstandsbewegungen begünstigten.

5. Christlicher Glaube und soziale Kritik: Das Kapitel untersucht die Rolle des Christentums und der Sozialkritik bei der Bewusstwerdung und Artikulation von Widerstand gegen die römische Ordnung.

6. Aufstandsbewegungen: Dies ist der empirische Hauptteil, der spezifische historische Erhebungen wie den Jüdischen Krieg, die Bagauden und den Aufstand des Firmus detailliert nachzeichnet.

7. Ergebnis und Ausblick: Verschärfung der sozialen Gegensätze und Untergang des Reiches: Das Fazit fasst zusammen, dass die Aufstände primär soziale Korrekturen zum Ziel hatten und keine gezielte Revolution gegen das System darstellten.

8. Quellen und Literatur: Ein umfassendes Verzeichnis der antiken Primärquellen und der verwendeten wissenschaftlichen Fachliteratur.

9. Karte der Volksbewegungen und Völkerwanderungen im 4. und 5. Jh.: Eine visuelle Übersicht zur geografischen Einordnung der Unruhen.

Schlüsselwörter

plebs rustica, Römische Kaiserzeit, Sozialgeschichte, Bauernaufstände, Imperium Romanum, Bagauden, Circumcellionen, soziale Ungleichheit, Kolonat, Spätantike, Agrarkrise, Widerstand, römische Verwaltung, Donatisten, Maternus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sozialen Konflikte innerhalb der römischen Landbevölkerung (plebs rustica) zwischen der frühen Kaiserzeit und der Spätantike, insbesondere deren Aufstandsbewegungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die ökonomische und soziale Differenzierung der ländlichen Bevölkerung, der Einfluss von Religionskonflikten sowie die Frage, wie diese Unruhen zum Untergang des römischen Reiches beitrugen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen ländlichen Aufständen und dem Zerfall des Imperium Romanum zu untersuchen und die Diskussion über die Rolle sozialer Spannungen wissenschaftlich zu fundieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-kritische Analyse antiker Quellen, ergänzt durch die Auswertung moderner sozialgeschichtlicher Forschung und Monographien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert historische Ereignisse wie den Jüdischen Krieg, den „Krieg der Fahnenflüchtigen“ (bellum desertorum), die Bagaudenbewegung, die Circumcellionen-Bewegung und den Aufstand des Firmus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie plebs rustica, Sozialgeschichte, Aufstandsbewegungen, Kolonat und Spätantike.

Inwieweit werden die „Bagauden“ als Revolutionäre eingestuft?

Der Autor argumentiert, dass der moderne Begriff „Revolution“ nicht treffend ist, da es den Aufständischen primär um die Verbesserung konkreter Lebensumstände ging und nicht um die Zerstörung des römischen Systems.

Welche Rolle spielten die Circumcellionen bei sozialen Konflikten?

Sie werden als sozialreligiöse Massenbewegung radikaler Donatisten beschrieben, die durch Anschläge auf Großgrundbesitzer und Beamte ihren Protest gegen soziale Unterdrückung ausdrückten.

Final del extracto de 40 páginas  - subir

Detalles

Título
Aufstände der plebs rustica in der römischen Kaiserzeit
Subtítulo
Studien zur antiken Sozialgeschichte
Universidad
University of Rostock  (Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften)
Calificación
2,1
Autor
Magister Artium Christian Hall (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
40
No. de catálogo
V118195
ISBN (Ebook)
9783640217571
ISBN (Libro)
9783640217717
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kaiserzeit Aufstände Imperium Romanum Sozialgeschichte der Antike
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Magister Artium Christian Hall (Autor), 2006, Aufstände der plebs rustica in der römischen Kaiserzeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118195
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