In dieser Hausarbeit geht es um das Thema Persönlichkeit in der heutigen Arbeitswelt und um die Frage, welche Chancen und Risiken sich durch die Anwendung von Persönlichkeitsmodellen ergeben. In der heutigen Arbeitswelt nimmt die Bedeutung des Faktors Persönlichkeit stets zu. Immer mehr Unternehmen und Institutionen verwenden Persönlichkeitsmodelle, wenn es darum geht, geeignetes Personal zu gewinnen. Durch Persönlichkeitstests erhoffen sich die Arbeitgeber in der Personalauswahl, die Mitarbeiter/innen mit der passenden Persönlichkeit zu finden.
Um ein Persönlichkeitsprofil zu erstellen, verwenden Unternehmen häufig standardisierte Verfahren, in denen die Bewerber nach verschiedenen Kategorien beurteilt werden. Zum Beispiel werden in christlichen Institutionen, wie Kindertagesstätten, Personal gesucht, welches ebenfalls den christlichen Glauben und das Leitbild der Einrichtung vertritt. Durch Persönlichkeitstests können diese Voraussetzungen vorab geprüft werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Begründung der Themenstellung
1.2. Abgrenzung des Themas
1.3. Ziel der Arbeit
1.4. Überblick über den Aufbau
1.5. Methodisches Vorgehen
2. Persönlichkeit
2.1. Definition von Persönlichkeit
2.2. Die humanistische Theorie der Persönlichkeit
2.3. Persönlichkeit aus alltagspsychologischer Sicht
3. Persönlichkeitsmodelle
3.1. Das Fünf-Faktoren-Modell
3.2. Persönlichkeitsmerkmale in der heutigen Arbeitswelt
3.2.1. Traits Forschung
3.2.2. Die Big Five
3.3. Chancen und Risiken von Persönlichkeitsmodellen
4. Schluss
4.1. Persönliches Resümee und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die wachsende Bedeutung von Persönlichkeit und Persönlichkeitsmodellen bei der Personalauswahl in der modernen Arbeitswelt sowie die damit verbundenen Vor- und Nachteile.
- Definition und theoretische Grundlagen der Persönlichkeitspsychologie
- Anwendung des Fünf-Faktoren-Modells (Big Five) in der beruflichen Praxis
- Analyse der Chancen und Risiken von Persönlichkeitstests
- Diskussion über die Validität von Auswahlverfahren
- Die Rolle der Selbstpräsentation im Bewerbungsprozess
Auszug aus dem Buch
3.2.1. Traits Forschung
Die Traits Forschung dient dazu Persönlichkeitsmerkmale des Menschen bestimmen zu können. Ein Trait ist ein überdauerndes Merkmal einer Person, welches sich zu einem typischen Verhaltensmuster der Person entwickelt. (Herzberg & Roth, 2014, S.158) Die britischen Psychologen Hans und Sybil Eysenck erforschten zwei Dimensionen, die Extraversion und die Emotionale Labilität. Diese zwei Dimensionen koppelten sie mit zwei gegensätzlichen Paaren, stabil-instabil (labil) und extrovertiert-introvertiert. Extraversion und Emotionale Labilität bezeichnen zwei Persönlichkeitsvariablen. (Laux, 2008, S.53) Ein Mensch der extrovertiert ist, zeigt Eigenschaften wie Geselligkeit und Lebhaftigkeit. Ein introvertierter Mensch ist ruhig und distanziert. Ein emotional stabiler Mensch zeigt sich durch Selbstsicherheit und Zuverlässigkeit. Ein emotional labiler Mensch ist eher empfindlich und reizbar. (Laux, 2008, S.64) Die zwei Dimensionen bezogen Eysenck auf die vier Temperamenttypen des griechischen Arztes Hippokrates. Zu den vier Temperamenttypen gehören sanguinisch (leichtblütig), phlegmatisch (kaltblütig), cholerisch (warmblütig) und melancholisch (schwerblütig), welche Hippokrates vier Körpersäften zuordnete. (Laux, 2008, S.53)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Begründet die Relevanz von Persönlichkeitsmodellen im Recruiting und definiert das Ziel, Chancen und Risiken dieser Instrumente zu beleuchten.
2. Persönlichkeit: Setzt sich mit wissenschaftlichen und alltagspsychologischen Definitionen der Persönlichkeit auseinander, inklusive der humanistischen Theorie.
3. Persönlichkeitsmodelle: Analysiert das Fünf-Faktoren-Modell und die Bedeutung von Traits in der Arbeitswelt sowie die kritische Abwägung von Einsatzmöglichkeiten solcher Modelle.
4. Schluss: Bietet eine persönliche Reflexion des Autors über den Nutzen von Persönlichkeitstests im Kontext der Personalauswahl und -entwicklung.
Schlüsselwörter
Persönlichkeit, Arbeitswelt, Personalauswahl, Fünf-Faktoren-Modell, Big Five, Traits Forschung, Persönlichkeitstest, Eignungsdiagnostik, Selbstpräsentation, Humankapital, Bewerberanalyse, Psychologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die steigende Relevanz der Persönlichkeit von Bewerbern und Mitarbeitern in Unternehmen sowie den zunehmenden Einsatz von Persönlichkeitsmodellen zur Personalselektion.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die psychologische Definition von Persönlichkeit, gängige Modelle wie die Big Five, die praktische Anwendung in Unternehmen und eine kritische Auseinandersetzung mit den damit verbundenen Chancen und Risiken.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu ergründen, inwieweit die Verwendung von Persönlichkeitsmodellen bei der Einstellung von Personal sinnvoll ist und welche Fallstricke dabei beachtet werden müssen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Fachbüchern, wissenschaftlichen Fachzeitschriften und einschlägigen Internetquellen basiert.
Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Betrachtung des Fünf-Faktoren-Modells inklusive der Traits Forschung und eine Analyse der Vor- und Nachteile von Persönlichkeitstests.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Personalauswahl, Big Five, Persönlichkeitsmerkmale, Auswahlverfahren und Humanistische Theorie stehen im Mittelpunkt der Untersuchung.
Wie unterscheidet sich die alltagspsychologische Sichtweise von wissenschaftlichen Modellen?
Die alltagspsychologische Sichtweise betrachtet Persönlichkeit als stabile Disposition einer Person, während wissenschaftliche Modelle wie das Fünf-Faktoren-Modell versuchen, dies in messbare Dimensionen oder Fassetten zu unterteilen.
Warum ist das Fünf-Faktoren-Modell in der modernen Arbeitswelt so bedeutend?
Es dient Arbeitgebern als standardisiertes Verfahren, um Bewerber systematisch zu beurteilen und deren Eignung hinsichtlich spezifischer beruflicher Anforderungen zu bewerten.
Welche kritischen Aspekte werden bei Persönlichkeitstests genannt?
Ein wesentlicher Kritikpunkt ist, dass die Komplexität eines Menschen nicht vollständig durch standardisierte Fragebögen erfasst werden kann und die Gefahr einer bewussten oder unbewussten Fehlpräsentation besteht.
Welchen Stellenwert hat das persönliche Gespräch trotz Tests?
Die Autorin schlussfolgert, dass Tests lediglich eine Ergänzung darstellen sollten und die persönliche Interaktion und das Gespräch unverzichtbar für eine fundierte Einstellungsentscheidung bleiben.
- Quote paper
- Anna-Lena Pick (Author), 2022, Persönlichkeit in der heutigen Arbeitswelt. Chancen und Risiken der Verwendung von Persönlichkeitsmodellen bei der Personalauswahl, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1182121