Persönlichkeit in der heutigen Arbeitswelt. Chancen und Risiken der Verwendung von Persönlichkeitsmodellen bei der Personalauswahl


Hausarbeit, 2022

14 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Begründung der Themenstellung
1.2. Abgrenzung des Themas
1.3. Ziel der Arbeit
1.4. Überblick über den Aufbau
1.5. Methodisches Vorgehen

2. Persönlichkeit
2.1. Definition von Persönlichkeit
2.2. Die humanistische Theorie der Persönlichkeit
2.3. Persönlichkeit aus alltagspsychologischer Sicht

3. Persönlichkeitsmodelle
3.1. Das Fünf-Faktoren-Modell
3.2. Persönlichkeitsmerkmale in der heutigen Arbeitswelt
3.2.1. Traits Forschung
3.2.2. Die Big Five
3.3. Chancen und Risiken von Persönlichkeitsmodellen

4. Schluss
4.1. Persönliches Resümee und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Bedürfnispyramide Maslow

Abbildung 2 Beispieltabelle aus dem NEO- Personality Inventory

Abbildung 3 Die vier Temperamente nach Eysenck

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Begründung der Themenstellung:

In der heutigen Arbeitswelt nimmt die Bedeutung des Faktors Persönlichkeit stets zu. Immer mehr Unternehmen und Institutionen verwenden Persönlichkeitsmodelle, wenn es darum geht, geeignetes Personal zu gewinnen. Durch Persönlichkeitstests erhoffen sich die Arbeitgeber in der Personalauswahl, die Mitarbeiter/innen mit der passenden Persönlichkeit zu finden. Um ein Persönlichkeitsprofil zu erstellen, verwenden Unternehmen häufig standardisierte Verfahren, in denen die Bewerber nach verschiedenen Kategorien beurteilt werden. (Frankfurter Allgemeine, 2018) Zum Beispiel werden in christlichen Institutionen, wie Kindertagesstätten, Personal gesucht, welches ebenfalls den christlichen Glauben und das Leitbild der Einrichtung vertritt. Durch Persönlichkeitstests können diese Voraussetzungen vorab geprüft werden.

1.2. Abgrenzung des Themas:

Diese Hausarbeit befasst sich mit der Bedeutung von Persönlichkeit in der heutigen Arbeitswelt und damit, welche Persönlichkeitsmerkmale wichtig sind.

1.3. Ziel der Arbeit:

Das Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, welche Chancen und Risiken sich durch die Verwendung von Persönlichkeitsmodellen in der Arbeitswelt ergeben können.

1.4. Überblick über den Aufbau:

In der Einleitung geht es um die Begründung der Themenstellung. Weiter folgt eine Abgrenzung des Themas und das Ziel der Arbeit wird erläutert. Anschließend gibt es einen Überblick über den Aufbau der Hausarbeit und das methodische Vorgehen.

Im zweiten Teil der Hausarbeit wird zunächst der Begriff Persönlichkeit definiert. Weiterführend werden zwei weitere Definitionen, die humanistische Theorie der Persönlichkeit und Persönlichkeit aus alltagspsychologischer Sicht, beschrieben.

Im dritten Teil geht es um Persönlichkeitsmodelle, insbesondere um das Fünf-Faktoren-Modell. Weiterführend werden wichtige Persönlichkeitsmerkmale der heutigen Arbeitswelt anhand des Fünf-Faktoren-Modells beschrieben und es erfolgt ein kleiner Exkurs in die Traits Forschung. Anschließend werden Chancen und Risiken von Persönlichkeitsmodellen analysiert.

Der vierte Teil ist der Abschluss der Hausarbeit. Ich lege meine persönliche Meinung in einem Resümee dar und gebe einen Ausblick ab.

1.5. Methodisches Vorgehen

In dieser Hausarbeit wurden Fachbücher, Fachzeitschriften und verschiedene Internetquellen mit Fachliteratur für das methodische Vorgehen verwendet.

2. Persönlichkeit

2.1. Definition von Persönlichkeit:

Der deutsche Psychologe J.B. Asendorpf definiert Persönlichkeit als die Individualität eines Menschen in körperlicher Erscheinung, Verhalten und Erleben im Vergleich zu anderen Menschen gleichen Alters und gleicher Kultur. (Asendorpf, 2015, S.1) Die Persönlichkeitseigenschaften eines Menschen werden laut Asendorpf als eine Gesamtheit aus individuellen Besonderheiten in der körperlichen Erscheinung und in Regelmäßigkeiten des Verhaltens und Erlebens verstanden. (Asendorpf, 2015. S.2) L.A. Pervin, ein Professor für Psychologie, beschreibt den Begriff Persönlichkeit als eine komplexe Organisation von Kognitionen, Emotionen und Verhalten, die dem Leben der Person Richtung und Zusammenhang gibt. (Pervin, 1996, S.414) Weiter erläutert Pervin, dass die Persönlichkeit ein Spiegelbild von Genen und Erfahrungen ist und Auswirkungen der Vergangenheit beinhaltet.

Die humanistische Theorie der Persönlichkeit:

Die humanistische Theorie der Persönlichkeit, auch Differentielle Psychologie genannt, entstand im 20. Jahrhundert als sogenannte „3. Kraft“ und hat das Ziel, ein gesundes Wachstum der Persönlichkeit zu fördern. 1962 wurde in den USA die „American Association of Humanistic Psychology“ gegründet, zu dessen wichtigsten Vertretern Carl. R. Rogers und Abraham H. Maslow gehören. Weitere Gründungsmitglieder waren Gordon W. Allport, George A. Kelly und Rollo May. Die Vertreter lehnen das pessimistische Menschenbild von Freud ab. Freud ist der Auffassung, dass Menschen ihren irrationalen und sozialen Trieben hilflos ausgeliefert sind. Die humanistische Persönlichkeitstheorie hingegen besagt, dass jeder Mensch über die psychische und physische Gesundheit verfügt und die Fähigkeit für ein positives Wachstum besitzt. Kann ein Mensch nicht das volle Potenzial seiner Persönlichkeit ausschöpfen, entsteht eine Störung in der Persönlichkeitsentwicklung (Rammsayer, 2016, S.145) Der Grund dafür kann im sozialen Umfeld und an äußeren Einflüssen liegen. Maslow geht von einem positiven Menschenbild aus und beschreibt, dass Persönlichkeitsstörungen in der Entwicklung ihre Ursache in Enttäuschungen und Einschränkungen haben. Zusammen entwickelten Rogers und Maslow den phänomenologischen Ansatz, welcher nur in der Gestaltpsychologie zu finden ist. Der phänomenologische Ansatz wird in drei Kategorien eingeteilt:

1. Im Mittelpunkt steht die bewusste, unmittelbare Erfahrung des Individuums.
2. Jeder Mensch ist einzigartig, da jeder seine Umwelt anders wahrnimmt.
3. Die Wahrnehmung ist subjektiv und beeinflusst das Denken und Handeln des Menschen.

Rogers entwickelte mit dem phänomenologischen Ansatz eine klientenzentrierte Gesprächstherapie. Diese kennzeichnet sich durch Wertschätzung des Patienten und hat das Wachstum des Individuums zum Ziel. (Rammsayer, 2016, S.149) Maslow erfand mit dem Ansatz eine hierarchisch angeordnete Bedürfnispyramide, in der er psychische und physische Bedürfnisse voneinander trennt. Das Ziel des Individuums ist, an die höchste Stufe zu gelangen. (Rammsyer, 2016, S.158)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Bedürfnispyramide Maslow

2.3. Persönlichkeit aus alltagspsychologischer Sicht:

Franz J. Neyer und Jens B. Asendorpf verstehen unter der alltagspsychologischen Sichtweise von Persönlichkeit, die Gesamtheit der Persönlichkeitseigenschaften eines Menschen. Diese Gesamtheit erschließt sich aus den individuellen Besonderheiten in der körperlichen Erscheinung und im regelmäßigen Auftreten des Verhaltens und Erlebens. Der Faktor Persönlichkeit aus alltagspsychologischer Sicht wird auch als Disposition bezeichnet. Eine Disposition ist ein Merkmal einer Person, welches eine zeitliche Stabilität aufweist. Es lässt die Person in einer bestimmten Situation ein bestimmtes Verhalten zeigen. Eine Disposition muss streng von ihrem Verhalten unterschieden werden. Aus alltagspsychologischer Sicht entstehen Persönlichkeitsmerkmale durch Vererbung und Dispositionen, Verhaltensdispositionen hingegen entstehen durch Vererbung und Lernen. (Neyer & Asendorpf, 2017, S.2 - 4)

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Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Persönlichkeit in der heutigen Arbeitswelt. Chancen und Risiken der Verwendung von Persönlichkeitsmodellen bei der Personalauswahl
Hochschule
Internationale Fachhochschule Bad Honnef - Bonn
Note
1,7
Autor
Jahr
2022
Seiten
14
Katalognummer
V1182121
ISBN (Buch)
9783346614421
Sprache
Deutsch
Schlagworte
persönlichkeit, arbeitswelt, chancen, risiken, verwendung, persönlichkeitsmodellen, personalauswahl
Arbeit zitieren
Anna-Lena Pick (Autor:in), 2022, Persönlichkeit in der heutigen Arbeitswelt. Chancen und Risiken der Verwendung von Persönlichkeitsmodellen bei der Personalauswahl, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1182121

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