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Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz. Betrachtung der Politiker James Schwarzenbach und Christoph Blocher

Title: Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz. Betrachtung der Politiker James Schwarzenbach und Christoph Blocher

Seminar Paper , 2011 , 19 Pages , Grade: 5.5

Autor:in: Jonas Maienfisch (Author)

Politics - Other International Politics Topics
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Die Seminararbeit befasst sich im Allgemeinen mit der Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz. Da das Thema sehr umfassend ist und Stoff für mehrere Bücher geben würde, beschränkt sie sich auf die politische Situation in der Zeit von 1960 bis in die 2000er Jahre. Angegangen wird das Thema anhand der beiden wichtigsten politischen Figuren in diesem Bereich. Dies sind James Schwarzenbach und Christoph Blocher, welche das Thema der Überfremdung für sich und ihre Parteien in Beschlag nahmen und dadurch nationale Erfolge verzeichnen konnten. Sie beide stehen im Zentrum der Arbeit und sollen Aufschluss über das fremdenfeindliche Politisieren in der Schweiz geben.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

3 James Schwarzenbach

3.1 Herkunft und Jugend

3.2 Journalist und Verleger

3.3 Politische Karriere

4 Christoph Blocher

4.1 Vom Pfarrerssohn zum Unternehmer

4.2 Blochers Aufstieg in Wirtschaft und Politik

4.3 Der Weg zum Bundesratsmitglied

5 Vergleich

5.1 Herkunft, Erziehung und Ausbildung

5.2 Politische Ausrichtung

5.3 Art der Polarisierung und Politstil

5.4 Gründe der fremdenfeindlichen Politik

5.5 Wähler

6 Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die politische Entwicklung der Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz zwischen 1960 und den 2000er Jahren, fokussiert auf die prägenden Figuren James Schwarzenbach und Christoph Blocher, um deren Einfluss auf das fremdenfeindliche Politisieren zu analysieren und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in ihrem politischen Handeln und Stil aufzuzeigen.

  • Historische Analyse der Überfremdungsdebatte in der Schweizer Politik
  • Biografische Gegenüberstellung von James Schwarzenbach und Christoph Blocher
  • Vergleich der politischen Stile und Strategien zur Mobilisierung der Wählerschaft
  • Untersuchung der rhetorischen Instrumentalisierung von Ängsten und Ideologien
  • Analyse der Rolle von Medienpräsenz und politischer Unabhängigkeit

Auszug aus dem Buch

3.3 Politische Karriere

Vor den Nationalratswahlen im Oktober 1967 wurde James Schwarzenbach überraschend von der Partei „Nationale Aktion gegen die Überfremdung von Volk und Heimat“ (NA) angefragt, ob er sich als Spitzenkandidat zur Wahl stellen würde. Obwohl er nicht an Wahlchancen glaubte, willigte er ein. Dennoch wurde Schwarzenbach entgegen aller Prognosen als einziger Vertreter der NA in den Nationalrat gewählt. Das Ergebnis zeigte jedoch, dass er nicht durch eine Vielzahl von Direktstimmen, sondern aufgrund der Listenstimmen ins Amt kam. Die NA profitierte von der Zunahme der Überfremdungsangst in der Schweiz und konnte vor allem im Kanton Zürich Wähler gewinnen.18 Schon von Beginn weg deklarierte Schwarzenbach, dass er mit Ausnahme des Themas der Überfremdung keine Instruktionen durch die Partei zuliess, da er die linke Einstellung der NA in sozialpolitischen Fragen missbilligte. Um diese Eigenständigkeit zu untermauern, trat er nie offiziell der NA bei. Trotzt dessen wurde er 1968 Zentralpräsident der Nationalen Aktion. In dieser Position unternahm er grosse Anstrengungen um die Bewegung neu zu organisieren und zu disziplinieren.19 Im selben Jahr lancierte Schwarzenbach und seine Überfremdungsbewegung die zweite Überfremdungsinitiative, welche später als „Schwarzenbach-Initiative“ bekannt wurde, nachdem die Demokratische Partei (DP) aus Zürich ihre erste Überfremdungsinitiative, aufgrund der Ablehnung durch das Parlament, zurückzog. Der Vorstoss der NA sah vor, dass die ausländische Wohnbevölkerung nie eine Grösse von zehn Prozent der schweizerischen übertraf. Im Vorfeld der Abstimmung stellten sich die Medien, die Kirchen sowie die Eliten aus Politik, Wirtschaft und Kultur gegen die Initiative. Trotz dessen erreichte die Schwarzenbach-Initiative am 7. Juni 1970 in der Volksabstimmung 46 Prozent Zustimmung bei einer sehr hohen Stimmbeteiligung. Dies wurde als grosser Erfolg, der Nationalen Aktion und speziell von James Schwarzenbach, wie auch der ganzen Überfremdungsbewegung, gewertet.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Thema der Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz unter dem Fokus auf James Schwarzenbach und Christoph Blocher sowie Erläuterung des methodischen Vorgehens.

Fremdenfeindlichkeit und Rassismus: Theoretische Begriffsdefinitionen von Fremdenfeindlichkeit, Xenophobie, Überfremdung und Rassismus als Grundlage für die nachfolgende Analyse.

James Schwarzenbach: Detaillierte Darstellung von Herkunft, beruflicher Laufbahn als Journalist und Verleger sowie der politischen Karriere von James Schwarzenbach.

Christoph Blocher: Biografischer Überblick über Blochers Aufstieg vom Pfarrerssohn zum erfolgreichen Unternehmer und sein Wirken in der Politik bis zum Bundesrat.

Vergleich: Analyse von Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Politiker hinsichtlich Herkunft, politischer Ausrichtung, Politstil, Motiven und Wählerschichten.

Schlussteil: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung beider Politiker für die Etablierung fremdenfeindlicher Themen in der Schweizer Politszene.

Schlüsselwörter

Fremdenfeindlichkeit, Schweiz, James Schwarzenbach, Christoph Blocher, Überfremdung, Nationale Aktion, SVP, Rechtspopulismus, Politik, Rassismus, Wähler, Medienpräsenz, Globalisierung, Konservatismus, Nationalrat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Proseminararbeit befasst sich mit der Entwicklung der Fremdenfeindlichkeit in der Schweizer Politik zwischen 1960 und 2000, illustriert an den politischen Karrieren von James Schwarzenbach und Christoph Blocher.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind der Aufstieg der Überfremdungsbewegung, der Einfluss von populistischen Führungsfiguren, die Instrumentalisierung von Einwanderungsfragen sowie die Rolle der Medien bei der politischen Polarisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schwarzenbach und Blocher das Thema Überfremdung erfolgreich in der Schweizer Politik verankerten und welche politischen Stile sie dabei einsetzten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer biografischen Analyse der beiden Akteure sowie einem vergleichenden Ansatz, um Parallelen und Unterschiede in ihrem politischen Handeln und Denken herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst biografische Kurzporträts beider Politiker sowie ein komparatives Kapitel, das Aspekte wie Herkunft, Ausbildung, politische Ausrichtung und die Art der Wähleransprache gegenüberstellt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Fremdenfeindlichkeit, Rechtspopulismus, Überfremdung, nationale Identität und Schweizer Politszene charakterisiert.

Warum wird Schwarzenbachs Rolle als Journalist hervorgehoben?

Seine journalistische Tätigkeit und seine Zeit als Verleger werden analysiert, um zu zeigen, wie er seine politischen Ansichten verbreitete und eine Basis für seine Bewegung aufbaute.

Inwiefern unterscheiden sich die Hintergründe der beiden Politiker?

Während Schwarzenbach aus dem Zürcher Patriziat stammt, entstammt Blocher einer konservativen, ländlichen Pfarrersfamilie; zudem unterschieden sie sich stark in ihrer liberalen oder dezidiert konservativen Wirtschaftshaltung.

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Details

Title
Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz. Betrachtung der Politiker James Schwarzenbach und Christoph Blocher
College
University of Basel
Grade
5.5
Author
Jonas Maienfisch (Author)
Publication Year
2011
Pages
19
Catalog Number
V1182247
ISBN (PDF)
9783346614339
ISBN (Book)
9783346614346
Language
German
Tags
fremdenfeindlichkeit schweiz betrachtung politiker james schwarzenbach christoph blocher
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonas Maienfisch (Author), 2011, Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz. Betrachtung der Politiker James Schwarzenbach und Christoph Blocher, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1182247
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