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Road Pricing für den Pkw-Verkehr in Deutschland

Szenarien und Wirkungsabschätzungen

Title: Road Pricing für den Pkw-Verkehr in Deutschland

Diploma Thesis , 2008 , 107 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Peter Strehle (Author)

Transportation Science & Technology
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Summary Excerpt Details

Nachdem im Jahr 2005 die Autobahnmaut für Lastkraftwagen (Lkw) in Deutschland
eingeführt wurde, werden in den letzten Jahren auch immer mehr Stimmen laut, die
eine Einführung von Straßenbenutzungsgebühren (Road Pricing) auf Autobahnen
ebenfalls für Personenkraftwagen (Pkw) fordern. Mindestens genauso viele Stimmen, wenn nicht sogar deutlich mehr, sind jedoch gegen die Einführung eines Road Pricing für Pkw. Generell gibt es noch einiges an Diskussionsbedarf zu diesem Thema, was vor allem auch zu einem hohen politischen Interesse führt. Während Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee klar gegen die Einführung einer Maut ist, gibt es mit Wolfgang Reinhart und Günther Beckstein, um nur einige Namen zu nennen, auch Befürworter für Road Pricing im Pkw-Verkehr. In der Bevölkerung gehen die Meinungen zum Thema Pkw-Maut ebenfalls auseinander, wobei die ablehnenden Stimmen überwiegen. Umfragen aus dem Jahr 2005 des Allgemeinen Deutschen Automobil Clubs (ADAC), von Spiegel, Forsa oder des Allensbach-Instituts ergaben Werte für Stimmen, die sich für eine Einführung der Pkw-Maut aussprachen, in Höhe von 20% bis maximal 41% und Werte für Stimmen, welche dagegen waren, im Bereich von 45-73%.
Nicht nur bedingt durch die Osterweiterung der Europäischen Union (EU) und der
Stellung Deutschlands als Transitland im Verkehr, sondern vor allem auch durch die Zunahme des Pkw-Bestandes und der Anzahl an Neuzulassungen steigt die Verkehrsnachfrage im motorisierten Individualverkehr (MIV) in den letzten Jahren stetig an. Ebenfalls nimmt der relative Anteil an Fahrten im MIV verglichen mit den Fahrleistungen im Schienenverkehr zu. In einer Studie des Instituts für Mobilitätsforschung Dr. Hell wurde eine Steigerung der Fahrleistung im Personenverkehr um 20% im Zeitraum vom Jahr 2000 bis 2020 prognostiziert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Konzeptionelle Grundlagen

1.1 Problemstellung

1.2 Vorgehensweise

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Definition von Mobility Pricing

2.2 Definition von Road Pricing

2.2.1 Ziele, Zweck und Sinn von Road Pricing

2.2.2 Die verschiedenen Arten des Road Pricing

2.2.2.1 Objektbezogene Straßenbenutzungsgebühren

2.2.2.2 Fahrleistungsbezogene Straßenbenutzungsgebühren

2.2.2.3 Flächenbezogene Straßenbenutzungsgebühren

2.2.3 Mauterhebungssysteme und verwendete Technologie

2.2.4 Akzeptanz in der Bevölkerung

2.2.5 Rechtliche Probleme

2.2.6 Internationale Beispiele

2.2.6.1 Congestion Charge in London

2.2.6.2 ASFiNAG in Österreich

2.2.6.3 Mautringe in Norwegen

2.2.6.4 Value Pricing und die Möglichkeit der Anwendung in Deutschland

3. Aggregiertes Modell für ein Road Pricing in Deutschland

3.1 Modellbeschreibung

3.2 Autobahnmaut

3.2.1 Fahrleistungsbezogen

3.2.2 Vignettenlösung

3.3 Gesamt-Flächenmaut

3.3.1 Fahrleistungsbezogen (einheitlich)

3.3.2 Fahrleistungsbezogen (differenziert nach Straßenklassen)

3.4 Kritische Würdigung

4. Relationsfeines Modell für ein Road Pricing in Deutschland

4.1 Modellbeschreibung

4.2 Die Szenarien

4.2.1 Ausgangssituation

4.2.2 Autobahnmaut

4.2.2.1 Auswirkungen auf den Verkehrsfluss (Nachfrageänderung)

4.2.2.2 Kosten für den Verkehrsteilnehmer und Erlöse für den Bund

4.2.3 Einheitliche Gesamtflächenmaut

4.2.3.1 Auswirkungen auf den Verkehrsfluss (Nachfrageänderung)

4.2.3.2 Kosten für den Verkehrsteilnehmer und Erlöse für den Bund

4.2.4 Gesamtflächenmaut differenziert nach Straßenklassen

4.2.4.1 Auswirkungen auf den Verkehrsfluss (Nachfrageänderung)

4.2.4.2 Kosten für den Verkehrsteilnehmer und Erlöse für den Bund

4.3 Beispielrelationen

4.3.1 Stuttgart - München

4.3.2 Stuttgart – Ludwigshafen am Rhein

4.3.3 Stuttgart - Heilbronn

4.3.4 Karlsruhe - Heilbronn

4.4 Vergleich der Szenarien und kritische Würdigung

5. Wirkungsabschätzungen

5.1 Bedeutung für unterschiedliche Personengruppen

5.2 Preiselastizität der Nachfrage und Zeitwertkosten

5.3 Reaktionsmöglichkeiten der Nachfrager

5.4 Mögliche Verwendung der Einnahmen

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung möglicher Varianten eines Road Pricing für den Pkw-Verkehr in Deutschland, um sowohl die Verkehrsnachfrage zu steuern als auch die Infrastruktur verursachungsgerecht zu finanzieren. Es wird analysiert, welche Lenkungswirkungen verschiedene Szenarien entfalten und wie sich diese auf die Verkehrsteilnehmer sowie auf den Staatshaushalt auswirken.

  • Grundlagen des Road Pricing und internationale Anwendungsbeispiele
  • Entwicklung und Modellierung verschiedener Mautszenarien (Autobahnmaut vs. Gesamtflächenmaut)
  • Analyse der Lenkungswirkungen und der Verkehrsnachfrage
  • Einfluss von sozioökonomischen Faktoren und Kompensationsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Ziele, Zweck und Sinn von Road Pricing

Die zwei wesentlichen Ziele des Road Pricing sind zum einen die Einnahmengenerierung, um damit bestehende und zukünftige Infrastruktur sowie weiter externe Kosten finanzieren zu können und zum anderen soll mit einer Einführung von Straßenbenutzungsgebühren das Mobilitätsverhalten der Verkehrsteilnehmer beeinflusst werden.

Anzustreben ist dabei eine generelle Abnahme an Fahrten im MIV bzw. eine Verlagerung von Fahrten auf Modi des öffentlichen Verkehrs, um eine möglichst gleichmäßige Kapazitätsauslastung zu erhalten. Mit dieser Lenkungswirkung der Straßenbenutzungsgebühren können sowohl verkehrliche Ziele, wie zum Beispiel die Reduzierung von Stausituationen auf Autobahnen, umweltpolitische Ziele (Reduzierung des CO2-Ausstoß aufgrund eines Rückgangs der Fahrtenanzahl) als auch stadtplanerische Ziele (z.B. weniger Verkehr in den Innenstädten führt zu höherer Aufenthaltsqualität) erreicht werden. Den meisten Studien zur Lenkungswirkung von Straßenbenutzungsgebühren liegt ein einheitliches Modell zugrunde, welches im Anschluss erläutert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Konzeptionelle Grundlagen: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Debatte um die Pkw-Maut in Deutschland und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert die definitorischen Grundlagen für Mobility und Road Pricing, erläutert die verschiedenen Mautarten und beleuchtet Akzeptanzfaktoren sowie rechtliche Rahmenbedingungen.

3. Aggregiertes Modell für ein Road Pricing in Deutschland: Hier wird ein vereinfachtes Excel-Modell genutzt, um die Auswirkungen von Autobahn- und Flächenmaut-Szenarien auf Fahrleistung und Staatseinnahmen aggregiert zu berechnen.

4. Relationsfeines Modell für ein Road Pricing in Deutschland: Unter Verwendung der Planungssoftware VISUM werden komplexe Szenarien und spezifische Relationen modelliert, um Routenwahlveränderungen und verkehrliche Auswirkungen detaillierter darzustellen.

5. Wirkungsabschätzungen: Dieses Kapitel analysiert die sozioökonomischen Effekte auf unterschiedliche Personengruppen, die Problematik der Nachfrageelastizität und die Verwendungsmöglichkeiten der Maut-Einnahmen.

6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die ökonomische sowie gesellschaftliche Sinnhaftigkeit der verschiedenen Mautvarianten im deutschen Kontext.

Schlüsselwörter

Road Pricing, Pkw-Maut, Verkehrsnachfrage, Mobilitätsverhalten, Straßenbenutzungsgebühr, Infrastrukturfinanzierung, Verkehrsmanagement, Nachfrageelastizität, Vignettenlösung, Gesamtflächenmaut, Autobahnmaut, Lenkungswirkung, Akzeptanz, Verkehrsinvestitionen, Externalitäten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Einführung von Straßenbenutzungsgebühren für Pkw in Deutschland, untersucht verschiedene Maut-Szenarien und bewertet deren Auswirkungen auf den Verkehr.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Herleitung des Road Pricing, die Modellierung von Mautszenarien und die Analyse der verkehrlichen sowie sozioökonomischen Folgen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Varianten für ein Road Pricing aufzuzeigen und zu analysieren, um Nachfrage zu steuern und die Verkehrsinfrastruktur verursachungsgerecht zu finanzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt sowohl ein aggregiertes Excel-Modell zur ersten Kalkulation als auch ein komplexes, relationsfeines Modell mittels der Verkehrsplanungssoftware VISUM.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Modellierung aggregierter und relationsfeiner Szenarien sowie die detaillierte Wirkungsabschätzung für verschiedene Personengruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Road Pricing, Pkw-Maut, Verkehrssteuerung, Nachfrageelastizität, Infrastrukturfinanzierung und Akzeptanz.

Warum unterscheidet der Autor zwischen aggregierten und relationsfeinen Modellen?

Die aggregierten Modelle dienen einer groben Kosteneinschätzung, während die relationsfeinen Modelle mittels VISUM eine genauere Untersuchung von Routenwahlveränderungen im gesamten Netz ermöglichen.

Welche Rolle spielt die Akzeptanz in der Bevölkerung?

Die Akzeptanz ist entscheidend für die politische Umsetzbarkeit; sie wird maßgeblich durch die Transparenz bei der Verwendung der Einnahmen und mögliche Kompensationsmaßnahmen beeinflusst.

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Details

Title
Road Pricing für den Pkw-Verkehr in Deutschland
Subtitle
Szenarien und Wirkungsabschätzungen
College
University of Stuttgart  (ISV / VuV)
Grade
1,7
Author
Peter Strehle (Author)
Publication Year
2008
Pages
107
Catalog Number
V118288
ISBN (eBook)
9783640219261
ISBN (Book)
9783640219438
Language
German
Tags
Road Pricing Pkw-Verkehr Deutschland Maut Road-Pricing Straßennutzungsgebühren Congestion Charging Verkehr
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Strehle (Author), 2008, Road Pricing für den Pkw-Verkehr in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118288
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