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Joseph Beuys' Aktion "I like America and America likes me". Verlauf, Interpretation und Vergleich mit der Aktion "Der Chef The Chief. Fluxus Gesang"

Titre: Joseph Beuys' Aktion "I like America and America likes me". Verlauf, Interpretation und Vergleich mit der Aktion "Der Chef The Chief. Fluxus Gesang"

Dossier / Travail , 2021 , 23 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Kiara Klugesherz (Auteur)

Art - Installations / L’art moderne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Aktion "I like America and America likes me" aus dem Jahr 1974 vorzustellen, zu analysieren und mit Beuys' Fluxus "Der Chef The Chief. Fluxus Gesang" aus dem Jahr 1964 zu vergleichen. Zu Beginn wird der Begriff der Sozialen Plastik im Zusammenhang mit Beuys' erweiterten Kunstbegriff definiert und erklärt. Im weiteren Verlauf wird die Aktion "I like America and America likes me" beschrieben und der Ablauf der Aktion dargestellt.

Um ein tieferes Verständnis für das Werk zu vermitteln, wird der mythologische und kulturelle Hintergrund erörtert. Gleichzeitig wird durch die bisherigen Erkenntnisse anhand der verwendeten Requisiten, dem beteiligten Kojoten und der Schamanenrolle des Künstlers, eine Interpretation durchgeführt. Im Anschluss wird die Aktion "Der Chef The Chief. Fluxus Gesang" beschrieben und anhand des Vergleichs mit dem Werk "I like America and America likes me" analysiert und interpretiert. Dabei werden mit Hilfe verschiedener Gesichtspunkte, wie der Örtlichkeit, dem Zweck der Aktion und dem Zustand der teilhabenden Tiere, Gemeinsamkeiten und Unterschiede erörtert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Erklärungen und Definitionen

3. Die Soziale Plastik I like America and America likes Me (1974)

3.1. Kurzbeschreibung und Ablauf der Aktion vom 23.-25. Mai, 1974

3.2. Mythologischer und kultureller Hintergrund

3.3. Interpretation

3.3.1. Bedeutung der verwendeten Materialien und Requisiten

3.3.2. Der Kojote – eine Hommage an das Volk der Indianer

3.3.3. Beuys als selbstheilender Schamane

4. Der Chef The Chief. Fluxus Gesang (1964) – Beuys erste Einzelaktion

5. 10 Jahre später - Vergleich I like America and America likes Me (1974) mit Der Chef The Chief. Fluxus Gesang (1964)

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die Performance I like America and America likes Me von Joseph Beuys aus dem Jahr 1974 umfassend vorzustellen und in einen analytischen Vergleich mit seiner früheren Fluxus-Aktion Der Chef The Chief. Fluxus Gesang (1964) zu setzen. Dabei wird untersucht, wie Beuys durch den Einsatz spezifischer Materialien, die Rolle des Schamanen und die Interaktion mit Tieren (Kojote bzw. Hasen) seine Theorie der "Sozialen Plastik" in die künstlerische Praxis übertrug und welche gesellschaftspolitischen Intentionen er damit verfolgte.

  • Die theoretische Fundierung des erweiterten Kunstbegriffs und der Sozialen Plastik.
  • Detaillierte Analyse des Ablaufs und des mythologischen Hintergrunds von I like America and America likes Me.
  • Interpretation der verwendeten Requisiten und der Rolle des Künstlers als Vermittler und Schamane.
  • Vergleichende Untersuchung der künstlerischen Entwicklung zwischen der frühen Fluxus-Aktion von 1964 und dem Werk von 1974.
  • Reflektion über die gesellschaftliche Relevanz von Beuys' Aktionen im Hinblick auf Versöhnungsprozesse und Heilung.

Auszug aus dem Buch

Die Soziale Plastik I like America and America likes Me (1974)

„Ich wollte mich ganz auf den Kojoten konzentrieren. Ich wollte mich isolieren, mich ganz abschirmen, nichts anderes sehen von Amerika als den Kojoten.“ Mit diesem Ziel vor Augen verbrachte der Künstler, Joseph Beuys, im Jahr 1974 drei aufeinanderfolgende Tage, 23.-25. Mai, mit einem Kojoten, namens Little John, in einem New Yorker Galerieraum. Die neu eröffnete Galerie seines Galeristen Réne Block in dem Stadtviertel Soho, zeigte die dreitägige Aktion, in der sich das Wildtier und der Mensch kennenlernten und sich nach und nach aneinander gewöhnten. Acht Stunden pro Tag (10-18 Uhr) verbrachte Beuys zusammen mit dem wilden Tier in einem Ausstellungsraum der Galerie. Diese lange Aktionszeit ermöglichte Beuys eine Verknüpfung von Leben und Kunst. Beuys bewegte sich, saß oder stand, hüllte sich in eine Filzhülle ein und hielt einen gebogenen Stab, der aus dem Filz herausschaute.

Gegen Ende der Aktion lagen beide Teilnehmer in einer Ecke des Raumes auf einem Haufen Stroh und schauten gemeinsam aus dem Fenster. Auch für diese Aktion galt Beuys Auffassung des erweiterten Kunstbegriffs: Ich selbst bin in diesem Augenblick das Kunstwerk. Das heißt, es soll doch dahin kommen, dass der Mensch selbst das Kunstwerk wird […] Und daß an dieser Realisation, die Welt zu einem Kunstwerk zu machen [Soziale Plastik], potentiell jeder Mensch teilhaben kann. Es handelt sich bei der Aktion um eine Plastik, also eine materiell nicht fassbare Skulptur, die sich aus der Bewegung der Performance ergibt und nicht nur den Künstler, sondern auch den Kojoten zum Kunstwerk macht. Beuys übte mit der Aktion sowohl Kritik an der amerikanischen Gesellschaft als auch an dem Umgang der europäischen Siedler mit den Ureinwohnern zur Zeit der Kolonialisierung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Motivation von Beuys ein, sein Kunstverständnis durch direkte Interaktion mit Lebewesen in einen gesellschaftlichen Dialog zu überführen.

2. Begriffliche Erklärungen und Definitionen: Dieses Kapitel erläutert den erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys und definiert die Theorie der Sozialen Plastik als Basis für die weitere Analyse.

3. Die Soziale Plastik I like America and America likes Me (1974): Hier werden der Ablauf der berühmten Kojoten-Aktion sowie deren tieferliegende mythologische Hintergründe detailliert dargestellt.

3.1. Kurzbeschreibung und Ablauf der Aktion vom 23.-25. Mai, 1974: Dieses Kapitel konzentriert sich auf die chronologische und praktische Durchführung der Performance in der Galerie in New York.

3.2. Mythologischer und kultureller Hintergrund: Es wird untersucht, wie Beuys’ religiöse Prägung und sein Interesse an Mythen und Schamanismus in seine künstlerische Arbeit einflossen.

3.3. Interpretation: Dieser Abschnitt bietet eine tiefgehende Deutung der Aktion, inklusive der Symbolik der Requisiten, der Bedeutung des Kojoten und Beuys' Rolle als Schamane.

3.3.1. Bedeutung der verwendeten Materialien und Requisiten: Analyse der Symbolik von Materialien wie Filz, Fett und Stab im Kontext der Heilung und Regeneration.

3.3.2. Der Kojote – eine Hommage an das Volk der Indianer: Fokus auf die politische und historische Implikation der Wahl des Kojoten als Vertreter der Unterdrückten.

3.3.3. Beuys als selbstheilender Schamane: Untersuchung des Prozesses, in dem Beuys durch die Performance selbst eine Transformation erfährt.

4. Der Chef The Chief. Fluxus Gesang (1964) – Beuys erste Einzelaktion: Vorstellung der frühen Performance von 1964, die als wichtiger Vorläufer zur späteren Kojoten-Aktion dient.

5. 10 Jahre später - Vergleich I like America and America likes Me (1974) mit Der Chef The Chief. Fluxus Gesang (1964): Eine vergleichende Analyse der beiden Aktionen, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Beuys’ Entwicklung aufzeigt.

6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage hinsichtlich der Bedeutung von Beuys' Aktionen für die moderne Gesellschaft.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Arbeit verwendeten Quellen und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Joseph Beuys, Soziale Plastik, I like America and America likes Me, Der Chef The Chief, Fluxus, erweiterter Kunstbegriff, Schamanismus, Performancekunst, Kojote, Filz, Fett, Transformation, gesellschaftlicher Dialog, Versöhnung, Idealkunst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Performance-Kunst von Joseph Beuys, mit besonderem Fokus auf sein Werk I like America and America likes Me (1974), und setzt dieses in Bezug zu seinem früheren Fluxus-Werk Der Chef The Chief (1964).

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind der erweiterte Kunstbegriff nach Beuys, die Theorie der Sozialen Plastik, schamanistische Aspekte in der Kunst, der interkulturelle Dialog sowie die gesellschaftspolitische Kritik durch künstlerische Aktionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Intentionen von Beuys durch eine detaillierte Analyse seiner Aktionen zu entschlüsseln und durch einen Vergleich beider Werke die Entwicklung und Konstanz seines künstlerischen Ausdrucks und seiner gesellschaftlichen Visionen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine kunsthistorische und kulturwissenschaftliche Analyse, die deskriptive Beschreibungen der Aktionen mit interpretativen Ansätzen sowie einem vergleichenden methodischen Vorgehen kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des erweiterten Kunstbegriffs, die detaillierte Darstellung und Interpretation der Kojoten-Aktion, die Vorstellung der frühen Fluxus-Arbeit sowie den finalen Vergleich beider Werke.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Joseph Beuys, Soziale Plastik, Performancekunst, Schamanismus, Kojote, Transformation und Fluxus sind die zentralen Begriffe, die diese Arbeit definieren.

Warum wählte Beuys ausgerechnet einen Kojoten für seine Performance im Jahr 1974?

Der Kojote fungierte für Beuys als Symbol für die indianische Kultur und das in Amerika unterdrückte indigene Volk; er diente als Medium, um eine Brücke zwischen Zivilisation und Natur sowie zwischen den USA und den europäischen Einflüssen zu schlagen.

Welche Rolle spielte das Material „Filz“ in den untersuchten Aktionen?

Filz wurde von Beuys als isolierendes und schützendes Material eingesetzt, das eine „Wärmeplastik“ erzeugen sollte, um seelische Kälte zu heilen und den Künstler bei seinen rituellen Handlungen zu unterstützen.

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Résumé des informations

Titre
Joseph Beuys' Aktion "I like America and America likes me". Verlauf, Interpretation und Vergleich mit der Aktion "Der Chef The Chief. Fluxus Gesang"
Université
University of Passau
Note
2,0
Auteur
Kiara Klugesherz (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
23
N° de catalogue
V1183103
ISBN (PDF)
9783346610188
ISBN (Livre)
9783346610195
Langue
allemand
mots-clé
joseph beuys aktion america verlauf interpretation vergleich chef chief fluxus gesang
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kiara Klugesherz (Auteur), 2021, Joseph Beuys' Aktion "I like America and America likes me". Verlauf, Interpretation und Vergleich mit der Aktion "Der Chef The Chief. Fluxus Gesang", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1183103
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Extrait de  23  pages
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