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Freiwilligenarbeit und Profession. Sind Freiwillige in der Frauenhilfe professionalisierungsbedürftig?

Title: Freiwilligenarbeit und Profession. Sind Freiwillige in der Frauenhilfe professionalisierungsbedürftig?

Term Paper , 2021 , 15 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Marie Holtorff (Author)

Pedagogy - Social pedagogy
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Was sind die Kriterien, durch die ein Beruf als professionell angesehen wird? In dieser Hausarbeit wird nach verschiedenen Theoretikern, darunter Sozialpädagog*innen oder Soziolog*innen, erörtert, was der Begriff bedeutet. Es wird behandelt, ob freiwillige Tätigkeiten in der Frauenhilfe professionell sind und wenn nicht, ob sie professionalisiert werden können, bzw. ob sie überhaupt professionalisierungsbedürftig sind.

"Professionelle Berufe" sind den meisten Menschen bereits vom Hören bekannt, doch was bedeutet eigentlich "Professionalität"? Auch wenn dieser Begriff fast jedem schon das ein oder andere Mal im Alltag begegnet ist, haben nicht alle Menschen eine gleiche Bedeutung für diesen Begriff. Die einen denken, dass ein akademischer Beruf und damit eine lange Ausbildung Professionalität ausmacht, andere denken, dass Berufe mit einem hohen Gehalt professionelle Berufe widerspiegeln. Das liegt daran, dass es sehr viele verschiedene Theorien darüber gibt, was der Begriff der Professionalität überhaupt bedeutet.

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Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Was bedeutet Profession?

2.1 Professiontheorie nach Müller

2.2 Professiontheorie nach Schütze

2.3 Professiontheorie nach Oevermann

3. Professionalisierung

4. Professionalisierungsbedürftig nach Oevermann

5. Was ist Freiwilligenarbeit

5.1 Freiwilligenarbeit in Frauenhilfe

5.2 Ist Freiwilligenarbeit in Frauenhäusern eine Profession?

6. Ist Freiwilligenarbeit in der Frauenhilfe professionalisierungsbedürftig?

7.Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Professionalisierungsbedürftigkeit von ehrenamtlicher Freiwilligenarbeit in Frauenhäusern auf Basis etablierter Professionstheorien. Ziel ist es, zu analysieren, ob diese spezifische soziale Tätigkeit professionelle Standards erfüllen kann oder sollte.

  • Analyse des Begriffs der "Profession" anhand von Theorien von Müller, Schütze und Oevermann.
  • Untersuchung des Konzepts der "Professionalisierung" als Prozess.
  • Definition von Freiwilligenarbeit und deren Rolle im Kontext von Frauenhäusern.
  • Kritische Reflexion über die Vereinbarkeit von ehrenamtlichem Engagement und professionellen Anforderungen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Professiontheorie nach Müller

Zuerst wird die Theorie nach Burkhard Müller erläutert. Er stützt den Begriff der Profession auf zwei Säulen: Laut ihm sind Berufe Professionen, wenn sie ein Mandat und eine Lizenz aufweisen können. In diesem Falle bedeutet ein Mandat, dass es einen bestimmten Aufgabenbereich gibt, für den die Profession von Nutzen ist. Die Lizenz bezieht sich auf ein gesellschaftliches Wissen, über welches die Arbeitnehmer*innen des Berufes verfügen. Was bedeutet, dass es den Professionellen erlaubt, diesen Beruf auszuüben. Zudem bezieht sich die Lizenz auf die rechtliche Ebene der Tätigkeit. Damit sind beispielsweise Gesetze oder Berufsordnungen gemeint. Berufe, welche als Profession angesehen werden, seien in diesem Falle sehr besonders, da die Anforderungen an Lizenz und Mandat sehr hoch seien (vgl. Müller, B., 2002, z. n. May, M., 2010, S.69). Dies begründet Müller damit, da sich Professionen auf „besondere zentrale Bereiche [des] menschlichen Lebens“ beziehen und sie mit den „persönlichen Privat- oder gar Intimbereich[en] von anderen Menschen“ arbeiten. Zudem lassen sich „diejenigen Personen, denen diese Berufe nützen sollen, [auf] besondere Risiken und Verletzungsgefahren“ ein (ebd., S. 69). Diese drei Ebenen lassen sich in drei großen Bereichen darstellen, welche sich im Laufe der Zeit zu einer Profession entwickelt haben: Medizinische, juristische oder kirchliche Bereiche. Ärzt*innen arbeiten mit dem menschlichen Körper, seiner Gesundheit und dessen Gefährdungen zusammen. Richter*innen, Jurist*innen und Anwälte*innen arbeiten mit den Rechten und den Verletzbarkeiten von Menschen zusammen und geistliche Professionen arbeiten mit der menschlichen Seele und ihre Gefährdung (vgl. ebd.). Dementsprechend haben Professionelle eine gewisse Macht über die Klienten*innen. Es muss gewährt werden, dass das Eigeninteresse der Professionellen so kontrolliert wird, dass ein Missbrauch ausgeschlossen werden kann (vgl. Müller, B., 2002, S.727 z. n. May, M., 2010, S. 71).

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Professionalität ein und legt das Ziel fest, ehrenamtliche Tätigkeiten in Frauenhäusern anhand von Professionstheorien zu analysieren.

2.Was bedeutet Profession?: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene theoretische Ansätze zur Definition von Professionen durch die Theoretiker Müller, Schütze und Oevermann.

3. Professionalisierung: Das Kapitel definiert Professionalisierung als Prozess, der sich aus biographischen Erfahrungen und institutionellen Rahmenbedingungen zusammensetzt.

4. Professionalisierungsbedürftig nach Oevermann: Es wird der Begriff der Professionalisierungsbedürftigkeit erläutert, bezogen auf Felder, die eine stellvertretende Krisenlösung erfordern.

5. Was ist Freiwilligenarbeit: Hier wird der allgemeine Begriff der Freiwilligenarbeit geklärt und spezifisch auf die Tätigkeiten in Frauenhäusern angewendet.

6. Ist Freiwilligenarbeit in der Frauenhilfe professionalisierungsbedürftig?: Dieses Kapitel prüft, ob Freiwilligenarbeit in Frauenhäusern die Kriterien einer professionellen Tätigkeit erfüllt.

7.Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der theoretischen Analyse zusammen und bewertet die Sinnhaftigkeit einer Professionalisierung der Freiwilligenarbeit.

Schlüsselwörter

Profession, Professionalisierung, Freiwilligenarbeit, Frauenhaus, Berufsethik, Mandat, Lizenz, Oevermann, Müller, Schütze, Krisenbewältigung, Soziale Arbeit, ehrenamtliches Engagement, Professionstheorie, Machtgefälle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern ehrenamtliche Freiwilligenarbeit, insbesondere in Frauenhäusern, professionellen Anforderungen unterliegt oder professionalisiert werden sollte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verknüpft professionstheoretische Grundlagen mit der praktischen Realität der Freiwilligenarbeit in sozialen Schutzräumen für Frauen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, mithilfe von Professionstheorien zu klären, ob Freiwilligenarbeit in der Frauenhilfe als Profession angesehen werden kann und ob ein Bedarf zur Professionalisierung besteht.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die durch eine Literaturanalyse der Konzepte von Müller, Schütze und Oevermann eine fachliche Einordnung der Thematik vornimmt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung von Profession und Professionalisierung sowie deren Anwendung auf das Praxisfeld der Frauenhaus-Freiwilligenarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Profession, Professionalisierung, Freiwilligenarbeit, Frauenhaus sowie die genannten Theoretiker Oevermann, Müller und Schütze.

Welche Rolle spielt das "Mandat" in der Argumentation von Burkhard Müller?

Das Mandat beschreibt einen spezifischen Aufgabenbereich, in dem die Profession für die Gesellschaft von Nutzen ist, was eine der zwei zentralen Säulen für den Status einer Profession darstellt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zur Professionalisierung der Freiwilligenarbeit?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass eine vollständige Professionalisierung aufgrund der Angst vieler Freiwilliger vor einer "inneren Stagnation" und des Wunsches nach Selbstbestimmung wenig sinnvoll erscheint.

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Details

Title
Freiwilligenarbeit und Profession. Sind Freiwillige in der Frauenhilfe professionalisierungsbedürftig?
College
University of Siegen
Grade
1.3
Author
Marie Holtorff (Author)
Publication Year
2021
Pages
15
Catalog Number
V1183156
ISBN (PDF)
9783346608932
ISBN (Book)
9783346608949
Language
German
Tags
freiwilligenarbeit profession sind freiwillige frauenhilfe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marie Holtorff (Author), 2021, Freiwilligenarbeit und Profession. Sind Freiwillige in der Frauenhilfe professionalisierungsbedürftig?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1183156
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