Zielsetzung der Arbeit ist es, dem Leser einen guten Überblick über die Kapitalflussrechnung im Einzelabschluss nach IAS 7 zu geben. Sie bildet die Grundlage für Schulungen und Programmerweiterungen der CP CORPORATE PLANNING AG bezüglich der dort entwickelten Controllingsoftware. In Kapitel 2 werden allgemeingültige Grundlagen zu den Aufgaben und Anforderungen an eine Kapitalflussrechnung vermittelt. Im Einzelnen handelt es sich hier um die Eingliederung in den Gesamtkontext, die Definitionen und Abgrenzung, die Grundlagen, Aufgaben, Adressaten und die allgemeinen Anforderungen an eine Kapitalflussrechnung. Kapitel 3 geht dann auf die Besonderheiten und Vorschriften zur Kapitalflussrechnung nach IAS 7 ein. Hier handelt es sich um den allgemeinen Überblick, die Anforderungen nach IAS 7, die dort enthaltenen Gliederungsvorschriften, den Aufbau des Finanzmittelfonds, dessen Ermittlung und Abgrenzung. Im Folgenden wird näher auf die einzelnen Cashflows aus betrieblicher, Investitions- und Finanzierungstätigkeit und deren unterschiedliche Ermittlungsmethoden sowie die Sonderfälle bei deren Ermittlung eingegangen. Kapitel 4 befasst sich mit den im Controlling gebräuchlichsten Kennzahlen, die auf Basis der Kapitalflussrechnung ermittelt werden. Kapitel 5 schließt die Arbeit mit einer kritischen Auseinandersetzung über die Thematik ab. Basis für die zitierten IAS/IFRS-Standards bildet, sofern nicht anders angegeben, das IFRS-Toolkit der AvenDATA GmbH mit den für 2006 gültigen Standards der Website www.ifrs-portal.com.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau
2 Die Kapitalflussrechnung
2.1 Eingliederung der Kapitalflussrechnung in den Gesamtkontext
2.2 Definitionen und Abgrenzung
2.3 Grundlagen der Kapitalflussrechnung
2.4 Aufgaben der Kapitalflussrechnung
2.5 Adressaten der Kapitalflussrechnung
2.6 Allgemeine Anforderungen an eine Kapitalflussrechnung
3 Die Kapitalflussrechnung nach IAS 7
3.1 Überblick über die Kapitalflussrechnung nach IAS 7
3.2 In den IAS kodifizierte Anforderungen an eine Kapitalflussrechnung
3.3 Gliederung der Kapitalflussrechnung
3.4 Der Finanzmittelfonds
3.4.1 Ermittlung des Finanzmittelfonds
3.4.2 Abgrenzung des Finanzmittelfonds
3.5 Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
3.5.1 Direkte Ermittlung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit
3.5.2 Indirekte Ermittlung des betrieblichen Cashflows
3.6 Der Cashflow aus Investitionstätigkeit
3.7 Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
3.8 Sonderfälle bei der Ermittlung des Cashflows
3.8.1 Cashflow in Fremdwährung
3.8.2 Sicherungsgeschäfte
3.8.3 Zinsen und Dividenden
3.8.4 Ertragssteuern
3.8.5 Nicht zahlungswirksame Transaktionen
3.8.6 Rückstellungen
3.8.7 Freiwillige Angaben
4 Auf dem Cashflow basierende Kennzahlen
4.1 Einführung in die Thematik von Cashflow basierenden Kennzahlen
4.2 Die Innenfinanzierungskraft
4.3 Das Selbstfinanzierungspotential
4.4 Der dynamische Schuldentilgungsgrad
4.5 Die Produktivität
4.6 Die Free Cashflow-Rate
4.7 Der Discounted Cashflow
4.8 Cashflowbasierende Kennzahlen im Bereich der Aktiengesellschaften
5 Schlussbetrachtung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, dem Leser einen fundierten Überblick über die Erstellung einer Kapitalflussrechnung im Einzelabschluss gemäß IAS 7 zu geben, wobei insbesondere die Methoden zur Ermittlung des Cashflows und deren Anwendung zur Ableitung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen untersucht werden.
- Grundlagen und Aufgaben der Kapitalflussrechnung
- Struktur und Gliederungsvorschriften nach IAS 7
- Vergleich zwischen direkter und indirekter Cashflow-Ermittlung
- Behandlung von Sonderfällen wie Zinsen, Steuern und Fremdwährung
- Analyse und Berechnung cashflowbasierter Unternehmenskennzahlen
Auszug aus dem Buch
3.2 In den IAS kodifizierte Anforderungen an eine Kapitalflussrechnung
Einige der in Kapitel 2.6 genannten Anforderungen an eine korrekte KFR, die sich in der Literatur herausgebildet haben, sind in den IAS bereits kodifiziert. Zu nennen sind hier:
• der Grundsatz der Gliederung und Vollständigkeit (IAS 1.29)
• die Erläuterungspflicht (IAS 1.103)
• die materielle und formelle Kontinuität (IAS 1.27), Änderungen müssen hier nach IAS 7.47 gemäß IAS 8 offen gelegt werden.
• das Bruttoprinzip, welches wie das Saldierungsverbot gemäß IAS 1.32 wirkt. Den Ausnahmefall, in dem Ein- und Auszahlungen saldiert dargestellt werden dürfen, beschreibt IAS 7.22 für alle abschlusserstellenden Unternehmen („Einzahlungen und Auszahlungen im Namen von Kunden, wenn die Cashflows eher auf Aktivitäten des Kunden als auf Aktivitäten des Unternehmens zurückzuführen sind, sowie Einzahlungen und Auszahlungen für Posten mit großer Umschlagshäufigkeit, großen Beträgen und kurzen Laufzeiten“) und IAS 7.24 für den Spezialfall einer Finanzinstitution als abschlusserstellendes Unternehmen („Einzahlungen und Auszahlungen für die Annahme und die Rückzahlung von Einlagen mit fester Laufzeit; Platzierung von Einlagen bei und Rücknahme von Einlagen von anderen Finanzinstitutionen; Kredite und Darlehen für Kunden und die Rückzahlung dieser Kredite und Darlehen“).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Relevanz der IFRS-Bilanzierung in deutschen mittelständischen Unternehmen ein und erläutert die Zielsetzung sowie den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2 Die Kapitalflussrechnung: Das Kapitel vermittelt die grundlegenden Konzepte, Aufgaben und Anforderungen an eine Kapitalflussrechnung sowie deren Einbettung in den allgemeinen Rechnungswesenkontext.
3 Die Kapitalflussrechnung nach IAS 7: Hier werden die spezifischen Vorschriften des IAS 7 zur Gliederung, zur Bestimmung des Finanzmittelfonds sowie zur Ermittlung der einzelnen Cashflows und Sonderfälle detailliert dargelegt.
4 Auf dem Cashflow basierende Kennzahlen: Das Kapitel behandelt die praktische Anwendung der Kapitalflussrechnung im Controlling durch die Darstellung und Berechnung verschiedener finanzwirtschaftlicher Kennzahlen.
5 Schlussbetrachtung und Ausblick: Diese abschließende Betrachtung bewertet den Stellenwert der Kapitalflussrechnung als Instrument zur Liquiditätsbeurteilung und diskutiert kritisch bestehende methodische Wahlrechte sowie Verbesserungspotenziale.
Schlüsselwörter
Kapitalflussrechnung, IAS 7, Cashflow, Finanzmittelfonds, IFRS, Liquidität, Mittelherkunft, Mittelverwendung, betriebliche Tätigkeit, Investitionstätigkeit, Finanzierungstätigkeit, Kennzahlen, Unternehmensanalyse, Cashflow-Ermittlung, Jahresabschluss
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung und Analyse von Kapitalflussrechnungen unter Anwendung der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), speziell nach IAS 7, im Kontext eines Einzelabschlusses.
Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über die methodischen Grundlagen der Kapitalflussrechnung zu vermitteln und aufzuzeigen, wie diese Daten zur Ermittlung wichtiger Unternehmenskennzahlen im Controlling genutzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Gliederung der Kapitalflussrechnung, die Abgrenzung von Cashflows in operative, Investitions- und Finanzierungsbereiche sowie die kritische Auseinandersetzung mit Ermittlungsmethoden wie der direkten und indirekten Methode.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit IAS 7 und relevanter betriebswirtschaftlicher Fachliteratur sowie auf die Auswertung von Bilanzierungsstandards zur Ableitung von Ermittlungsmustern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Grundlagen, die detaillierte Analyse der IAS 7-Vorschriften inklusive der verschiedenen Cashflow-Arten und Sonderfälle sowie die Herleitung von Kennzahlen wie der Innenfinanzierungskraft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kapitalflussrechnung, IAS 7, Cashflow, IFRS, Liquidität, Mittelherkunft, Mittelverwendung und verschiedene Unternehmenskennzahlen charakterisiert.
Warum wird die direkte Methode der Cashflow-Ermittlung bevorzugt?
Der Autor empfiehlt die direkte Methode, da sie im Gegensatz zur indirekten Methode die tatsächlichen Quellen der Liquidität und die konkreten Zahlungsströme deutlicher aufzeigt und somit dem Grundsatz der Zielorientierung besser entspricht.
Welche Bedeutung hat der Finanzmittelfonds?
Der Finanzmittelfonds bildet die wesentliche Grundlage der Kapitalflussrechnung; er definiert, welche Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in die Analyse einfließen und wie sich die Bestandsveränderungen erklären lassen.
Wie werden Zinsen und Dividenden in der Kapitalflussrechnung zugeordnet?
Die Zuordnung ist laut IAS 7 teilweise wahlweise; im Normalfall erfolgt sie zum betrieblichen Cashflow, unter Berücksichtigung des Stetigkeitsgrundsatzes können sie jedoch auch dem Finanzierungs- oder Investitionsbereich zugeordnet werden.
- Citation du texte
- Betriebswirt (VWA) Denis Stein (Auteur), 2006, Kapitalflussrechnung im Einzelabschluss nach IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118327