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„Eine Diktatur zur Rettung der Republik“ - Die Diktatur Sullas und seine Neuordnung des Römischen Staates

Título: „Eine Diktatur zur Rettung der Republik“ - Die Diktatur Sullas und seine Neuordnung des Römischen Staates

Trabajo Escrito , 2008 , 21 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Karsten Mertens (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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In der Arbeit mit dem Thema „Eine Diktatur zur Rettung der Republik“ soll die
Erlangung der Diktatur Sullas und seine Neuordnung des Römischen Staates
dargestellt werden. Dabei wird vor allem die Besonderheit der Ernennung Sullas zum
Diktator zu untersuchen sein. Hätte eigentlich der Senat den Notstand feststellen
müssen, um die Veranlassung zur Wahl eines Diktators zu geben, nutzte Sulla die
Wirren des Bürgerkrieges und den Umstand, dass die beiden Konsuln für das Jahr
82. v. Chr. tot waren, um sich durch einen von ihm vorgeschlagenen Interrex zum
Diktator ernennen zu lassen. Diese Tatsache und die Machtfülle die diese Diktatur
beinhaltete, machten Sullas Herschafft außergewöhnlich. Zudem wurde seine
Amtszeit nur durch Sulla selbst begrenzt. Seine Macht sollte er dazu nutzen, den
Staat nach seinen Vorstellungen neu zu ordnen, eine Verfassungsreform
durchzuführen und eine funktionsfähige Senatsherrschaft wiederherzustellen. Um
dieses sicherzustellen musste Sulla erst einmal seine politischen Gegner beseitigen.
Im Zuge der von ihm befohlenen Proskription fanden viele Gegner den Tod, wurden
enteignet und entrechtet. Seinen Getreuen ließ er die beschlagnahmten Ländereien
und Besitzungen zu kommen und sicherte sich so ein Klientel, vor allem die
Cornelier, die seine Herschafft zu seinen Lebzeiten und, so wünschte er es sich,
über seinen Tod hinaus sichern sollten. Die Neuordnung des Staates beinhaltete die
Entmachtung des Volkstribunats, eine Ämteraufstockung und strickte Reihenfolge
der Besetzung der Ämter sowie die Verdopplung der Senatsmitglieder. Obwohl er
Diktator war, war es Sulla wichtig seine Gesetze durch das Volk bestätigen zu lassen
und sie nicht einfach durchzusetzen. Dieses und das Abhalten von Konsulatswahlen
zeigen den Willen Sullas den res publica zu erhalten. Mit diesen Maßnahmen und
der Reform der Priesterkollegien wollte Sulla sicherstellen, dass in Zukunft nur
Bürger in wichtige Ämter gelangten, die seinen Verfassungsreformkurs unterstützten.
Zur Neuordnung des Staates gehörte für Sulla genauso die Erweiterung des
Strafrechts. Die Notwendigkeit der Schaffung von neuen ständigen Gerichten zeigt
den Verfall der Sitten und des Rechtes im römischen Staat. Diese Problematik betraf
den politischen Verfall genauso wie den Zivilrechtlichen.

[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Thema, Fragestellung und Eingrenzung

1.2. Quellenlage und Forschungsstand

2. Der Beginn der Diktatur

3. Die Proskription

4. Die Neuordnung des Staates

4.1. Magistraturen

4.2. Senat, Konsulat und Priester

4.3. Die Strafrechtspflege

4.4. Provinzen und Veteranen

5. Abdanken

6. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Arbeit „Eine Diktatur zur Rettung der Republik“

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Erlangung der Diktatur durch Sulla und analysiert seine weitreichende Neuordnung des römischen Staates, um die Wirksamkeit seiner Bemühungen zur Wiederherstellung einer funktionsfähigen Senatsherrschaft kritisch zu beleuchten.

  • Die außergewöhnliche Ernennung Sullas zum Diktator mittels eines Interrex
  • Die radikale politische Säuberung durch die Proskriptionen
  • Umfassende Verfassungsreformen inklusive der Entmachtung des Volkstribunats
  • Strukturelle Reformen im Bereich der Magistraturen, Priesterkollegien und Strafrechtspflege
  • Die militärische und politische Absicherung der neuen Ordnung durch Veteranenansiedlungen

Auszug aus dem Buch

4.3. Die Strafrechtspflege

Die equites hatten in der Vergangenheit eine Reihe von Gerichtshöfen unter ihre Kontrolle gebracht und sich häufig gegen die Senatsaristokratie gestellt. Die dort abgehaltenen öffentlichen Strafverfahren richteten sich nur gegen Straftaten, die entweder politischen Charakter hatten oder als schwere Verbrechen angesehen wurden und hatten daher in der Frage der Besetzung der Geschworenenhöfe eine erhebliche politische Bedeutung. Sulla verstärkte durch die Vermehrung der Mitglieder im Senat die Richterlisten und beschränkte gleichzeitig durch die lex Cornelia iudiciaria die Richterfunktionen auf die senatorischen Richter. Aufgrund der höheren Zahl an senatorischen Richtern konnte Sulla sieben neue ständige Gerichtshöfe, quaestiones, schaffen. Die quaestio de sicariis et veneficariis war ein ständiger Gerichtshof, der sich mit Mord befasste. Für den Giftmord wurde im Bedarfsfall ein quaestio extraordinaria bestellt. Die Tatsache, dass der Giftmord jetzt mit unter die Zuständigkeit der quaestio de sicariis et veneficariis fiel und der Tatbestand des Elternmordes noch hinzukam, zeigt den moralischen Verfall innerhalb der römischen Gesellschaft. Die Testaments- und Urkundenfälschung, sowie die Geldfälschung, die den Staat in seiner Finanzkrise sehr hart traf und diese noch weiter verschärfte, wurden durch die quaestio de falsis (testamentaria et nummaria) geahndet. Die Finanzkrise des Staates konnte allein dadurch aber nicht beseitigt werden. Als Ursache erkannte er die Verschwendung öffentlichen Eigentums, wie Diebstahl, Unterschlagung oder einfach Vernachlässigung, die er mit dem quaestio de peculatu, durch die lex Cornelia de peculatu kreiert, bekämpfen wollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Sullanischen Diktatur, die Forschungsfrage zur staatlichen Neuordnung und der methodische Ansatz.

2. Der Beginn der Diktatur: Untersuchung der rechtlich ungewöhnlichen Ernennung Sullas zum Diktator durch einen Interrex infolge des Notstandes.

3. Die Proskription: Darstellung der systematischen Beseitigung politischer Gegner durch Todeslisten und Enteignungen zur Festigung der Macht.

4. Die Neuordnung des Staates: Analyse der umfassenden institutionellen Reformen, die den Senat stärken und das Volkstribunat schwächen sollten.

5. Abdanken: Beschreibung des überraschenden freiwilligen Rückzugs Sullas vom Amt des Diktators nach Erreichung seiner politischen Ziele.

6. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Arbeit „Eine Diktatur zur Rettung der Republik“: Synthese der Ergebnisse über Sullas Wirken als Retter und zugleich gewaltsamer Umgestalter der Republik.

Schlüsselwörter

Sulla, Römische Republik, Diktatur, Verfassungsreform, Senatsherrschaft, Proskription, Volkstribunat, Strafrechtspflege, Magistraturen, Veteranen, Bürgerkrieg, Rom, lex Valeria, res publica, Machtpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Diktatur Sullas und seine tiefgreifenden Maßnahmen zur Umgestaltung des römischen Staates nach den Bürgerkriegen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Begründung der Diktatur, der Proskription, der Verfassungsreform (Magistraturen/Senat), der Strafrechtspflege und der Ansiedlung von Veteranen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Sulla die staatlichen Institutionen für seine Ziele nutzte, um eine funktionsfähige Senatsherrschaft wiederherzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse einschlägiger antiker Quellen sowie auf den aktuellen Forschungsstand zur Staatsordnung der Römischen Republik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Herleitung der Diktatur, die eliminatorische Praxis der Proskriptionen und die detaillierte Darstellung der legislativen Neuordnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Sulla, Diktatur, Proskription, Senatsherrschaft, Verfassungsreform und Römische Republik.

Warum war die Ernennung Sullas zum Diktator so ungewöhnlich?

Sie erfolgte nicht durch den Senat im Rahmen eines regulären Notstandes, sondern durch einen von Sulla initiierten Interrex, da reguläre Konsuln fehlten.

Welche Rolle spielten die Proskriptionen bei Sullas Reformvorhaben?

Sie dienten der Ausschaltung des popularen Regiments und der Schaffung einer treuen Anhängerschaft durch die Verteilung beschlagnahmter Güter.

Wie versuchte Sulla den Einfluss der plebs urbana zu beschneiden?

Sulla strich Subventionen für Korn und Getreidespenden und schränkte die Machtbefugnisse der Volkstribunen drastisch ein.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
„Eine Diktatur zur Rettung der Republik“ - Die Diktatur Sullas und seine Neuordnung des Römischen Staates
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Curso
Das Zeitalter der Bürgerkriege
Calificación
1,7
Autor
Karsten Mertens (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
21
No. de catálogo
V118333
ISBN (Ebook)
9783640213771
ISBN (Libro)
9783640213924
Idioma
Alemán
Etiqueta
Interrex rei publicae constituendae causa lex cornelia sullea legibus scribundis valerius flacus Rogationsrecht Prätur lex cornelia iudiciaria quaestiones Proskription Strafrecht Gesetzgebung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Karsten Mertens (Autor), 2008, „Eine Diktatur zur Rettung der Republik“ - Die Diktatur Sullas und seine Neuordnung des Römischen Staates, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118333
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