Die Arbeit wird in dem Wahlschwerpunkt der Kinder- und Jugendhilfe, Familienarbeit geschrieben. Es wird ein Fall aufgezeigt, der anhand eines Konzepts der Sozialen Arbeit analysiert wird.
Im ersten Kapitel erfolgt eine Darstellung des Konzepts der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch. Das darauffolgende Kapitel gibt das Fallbeispiel aus der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe wieder. Dieses Fallbeispiel wird im dritten Kapitel anhand der Lebensweltorientierung betrachtet und analysiert. Es schließt unter anderem die Frage ein, wie das Konzept umgesetzt wird und ob es gegebenenfalls Probleme bei der Umsetzung gibt. Abschließend wird ein zusammenfassendes Fazit formuliert und ein Ausblick gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch
3 Fallbeispiel
4 Analyse des Fallbeispiels
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Projektarbeit verfolgt das Ziel, das Konzept der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch theoretisch darzustellen und anhand eines konkreten Praxisbeispiels aus der Kinder- und Jugendhilfe zu analysieren, um dessen Anwendungsmöglichkeiten und Herausforderungen kritisch zu beleuchten.
- Theoretische Fundierung des Konzepts der Lebensweltorientierung
- Darstellung eines Fallbeispiels zur Jugendkriminalität und sozialen Problemlagen
- Analyse der Interventionsmöglichkeiten verschiedener Institutionen
- Reflexion der Wirksamkeit von Hilfen zur Selbsthilfe
Auszug aus dem Buch
Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch
In diesem Kapitel erfolgt eine Darstellung der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch, die dieses genauer erläutert.
Zu Thiersch lässt sich vorab sagen, dass er von 1970 bis 2002 Professor für Erziehungswissenschaft und Sozialpädagogik an der Universität in Tübingen war. Zu diesem Zeitpunkt wurden in Deutschland neue Ausbildungen der sozialen Berufe geformt und er arbeitete an deren Ausgestaltung und Weiterführung von Anfang an mit. Des Weiteren hat er die Theoriediskussionen der Sozialpädagogik über 30 Jahre begleitet und maßgeblich beeinflusst (Thiersch, 2020, S. 9-13). Im Jahr 2010 wurde er von der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften (DGfE) mit dem Ernst-Christian-Trapp-Preis ausgezeichnet (Seifert, 2010).
Neben der Theorie der Sozialpädagogik und Sozialen Arbeit sowie der Sozialethik, liegt der Schwerpunkt seiner Arbeiten vor allem auf der alltags- und lebensweltorientierten Sozialen Arbeit.
Das Konzept der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit wurde ursprünglich in den 1970er Jahren für die Jugendhilfe entwickelt. Ziel dieses Konzeptes ist, Menschen in der Gesamtheit ihrer Verhältnisse, ihrer Ressourcen, sowie ihren Schwierigkeiten des Alltags zu betrachten. Es soll dazu dienen, Menschen in den gegebenen Lebensverhältnissen zu helfen. Genauer gesagt, den Alltag durch sich selbst zu bewältigen (Thiersch, 2017, S. 2 ff.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Diese Einleitung erläutert den Aufbau der Arbeit und stellt das zugrundeliegende Fallbeispiel aus dem Haus des Jugendrechts Stuttgart vor.
2 Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch: Das Kapitel führt in das theoretische Konzept der Lebensweltorientierung ein und definiert dessen zentrale Struktur- und Handlungsmaximen sowie die sechs Dimensionen.
3 Fallbeispiel: Hier wird der Lebenslauf von Mehmet geschildert, dessen schulische Schwierigkeiten und Straffälligkeit zu einer komplexen institutionellen Intervention führen.
4 Analyse des Fallbeispiels: Dieses Kapitel verknüpft das theoretische Wissen über die Lebensweltorientierung mit dem Fall von Mehmet, um individuelle Lösungen und institutionelle Kooperationen zu bewerten.
5 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert die Arbeit und stellt fest, dass eine lebensweltorientierte Arbeitsweise maßgeblich zur Entwicklung einer Eigenmotivation des Klienten beigetragen hat.
Schlüsselwörter
Lebensweltorientierung, Hans Thiersch, Soziale Arbeit, Jugendhilfe, Fallbearbeitung, Alltagsnähe, Prävention, Partizipation, Integration, Inklusion, Hilfe zur Selbsthilfe, Sozialraumorientierung, Soziale Beziehungen, Straffälligkeit, Empowerment.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendung des fachwissenschaftlichen Konzepts der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch auf einen konkreten Einzelfall innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf den Struktur- und Handlungsmaximen von Thiersch, der institutionellen Zusammenarbeit bei Jugendkriminalität und der individuellen Bewältigung von Lebenskrisen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie das Konzept der Lebensweltorientierung in der Praxis umgesetzt wird und welche Probleme sowie Chancen sich bei der Unterstützung von Jugendlichen wie Mehmet ergeben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Fallbearbeitung, die Fachliteratur von Hans Thiersch zur Analyse eines praxisnahen Fallbeispiels nutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in das Konzept, die detaillierte Schilderung des Fallbeispiels Mehmet und eine anschließende Transferanalyse der Theorie auf das Fallbeispiel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Lebensweltorientierung, Soziale Arbeit, Jugendhilfe, Prävention und Hilfe zur Selbsthilfe.
Warum spielt die Rolle der Eltern im Fall von Mehmet eine so zentrale Rolle?
Die Eltern sind aufgrund von Sprachbarrieren und Arbeitsbelastung überfordert, was die Einbindung von Erziehungsbeiständen notwendig macht, um Mehmet in seinem Alltagsleben zu stabilisieren.
Welche Schwierigkeiten ergeben sich laut der Analyse bei der Umsetzung des Konzepts?
Die Autorin betont, dass das Konzept stark von der Freiwilligkeit und Eigenmotivation der Klienten abhängig ist und bei zu vielen abrupten Veränderungen seine Wirkung verlieren kann.
- Arbeit zitieren
- Alina Ebel (Autor:in), 2021, Lebensweltorientierung von Hans Thiersch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1183703