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Rassismus in deutschen Schulbüchern. Die schulische Darstellung von Afrika südlich der Sahara

Título: Rassismus in deutschen Schulbüchern. Die schulische Darstellung von Afrika südlich der Sahara

Trabajo , 2021 , 22 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Lucca Schneider (Autor)

Pedagogía - Sociología pedagógica
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Bei einer Schulbuchanalyse aus dem Jahre 2001, welche speziell das Afrikabild in deutschen Schulbüchern untersuchte, kam Poenicke zu dem Ergebnis, dass bei der Darstellung von Afrika südlich der Sahara noch dringender Handlungsbedarf besteht. Insbesondere die Multiperspektivität und die kulturelle Selbstreflexion hatte sich in den damaligen Schulbüchern noch lange nicht durchgesetzt. Außerdem wurden problematische Darstellungsmuster festgestellt, die teilweise seit der Kolonialzeit ungebrochen bestehen.

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob diese stereotypisierenden und subtil rassistischen Inhalte der Bildungsmedien, aufgearbeitet wurden und somit ein vermehrt multiperspektivische Blickwinkel gefördert werden kann oder inwiefern rassistische Inhalte in deutschen Schulbüchern immer noch vorzufinden sind. Hierfür wird zunächst das Schulbuch als allgemeines Lehr- und Lernmittel vorgestellt und grundlegende Begrifflichkeiten wie Stereotypen, Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus definiert. Anschließend werden die neusten Erkenntnisse zu der Thematik, aus unterschiedlichen aktuellen Studien zusammengetragen und zusätzlich mit aktuellen Beispielen eines aktuellen Schulbuchs für die Gemeinschaftsschule Baden-Württembergs ergänzend verdeutlicht. Nach einem kurzen Ausblick und Verbesserungstendenzen werden die Ergebnisse dieser Hausarbeit in einem abschließenden Fazit zusammengefasst.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Relevanz der Thematik

2.1 Das Schulbuch als Lehr- und Lernmittel

2.2 Stereotype und Vorurteile

2.3 Diskriminierung und Rassismus

3. Die Darstellung von Subsahara Afrika in Schulbüchern

3.1 Historische Darstellungen

3.2 Aktueller Forschungsstand

3.3 Multiperspektivität und Interkulturalität als didaktisches Prinzip

4. Ausblick und Folgerungen für den Unterricht und die Schulbuchentwicklung

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern rassistische Inhalte und stereotypisierende Darstellungen von Afrika südlich der Sahara in aktuellen deutschen Schulbüchern fortbestehen und ob diese durch eine multiperspektivische und rassismuskritische Perspektive aufgebrochen werden können.

  • Analyse des Schulbuchs als zentrales Lehr- und Lernmittel
  • Sozialpsychologische Grundlagen von Stereotypen, Vorurteilen und Rassismus
  • Historische und aktuelle Untersuchung der Darstellung von Subsahara Afrika
  • Didaktische Konzepte zur Förderung von Multiperspektivität und Interkulturalität
  • Reflexion über notwendige Veränderungen in der Lehrkräftebildung und Schulbuchentwicklung

Auszug aus dem Buch

3.1 Historische Darstellungen

Es könnte als Sinnbild für das gängige Afrikabild stehen, dass für einen Großteil der Bevölkerung die Geschichte des afrikanischen Kontinents mit der europäischen Kolonialisierung, ab dem 16. Jahrhundert beginnt. Damals wurden rassistische Narrative erfunden, welche für die europäischen Kolonisatoren als Legitimations-, Entlastungs- und Verschleierungsfunktion dienten (vgl. GRIEß 2018, S.1f). Diese stereotypisierende Narrative hatten spätestens zur Zeit der Aufklärung und der späteren französischen Revolution im 18. Jahrhundert Hochkonjunktur, denn die Ideale Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit mussten irgendwie mit der gewaltsamen Ausbeutung der Menschen und Ressourcen in den afrikanischen Kolonien in Einklang gebracht werden (vgl. Ebd.). Eine Antwort auf diesen Widerspruch brachte rassistische Ideologien, welche aufgrund von wirtschaftlichen Interessen in Europa verfasst wurden, um die entmenschlichende Behandlung der fremden Kulturen zu rechtfertigen.

In dem von Wissenschaft geprägten Zeitalter der Aufklärung wurden Menschen nach vermeintlich biologischen Merkmalen „rassifiziert“ und Anthropologen, Historiker, Geographen und später Soziologen und Psychologen wiesen den unterschiedlichen Menschen festgeschriebene psychische und charakterliche Eigenschaften, sowie spezifische intellektuelle Fähigkeiten zu (vgl. MARMER & SOW 2015, S.16). Die in Deutschland prägenden Philosophen der Aufklärung Immanuel Kant und Georg Wilhelm Friedrich Hegel trugen zur Manifestation dieser nicht willkürlichen Thesen ebenfalls bei (vgl. MELBER 2015, S.2). Letzterer führte in seinen „Grundlinien zur Philosophie des Rechts“ u.a. aus, „dass zivilisierte Nationen andere, welche ihnen in den substantiellen Momenten des Staats zurückstehen [...] als Barbaren mit Bewusstseyn eines ungleichen Rechts, und deren Selbstständigkeit als etwas Formelles betrachten und behandeln“ (HEGEL 1968, S. 318). Eine Ähnlich naturrechtliche-darwinistische Sichtweise hatte ebenfalls Immanuel Kant, welcher in seiner „Physischen Geographie“ die Ausbreitung Europas auf die restliche Welt in Gestalt von gezielter Unterwerfung rechtfertigte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmen dar und formuliert die zentrale Fragestellung der Untersuchung hinsichtlich rassistischer Inhalte in Bildungsmedien.

2. Relevanz der Thematik: Dieses Kapitel definiert das Schulbuch als wichtiges Steuerungselement des Lernprozesses und erläutert die psychologischen und soziologischen Hintergründe von Vorurteilen und Diskriminierung.

3. Die Darstellung von Subsahara Afrika in Schulbüchern: Hier erfolgt eine Analyse historischer Narrative sowie aktueller Studien, die belegen, dass Subsahara Afrika weiterhin oft pauschalisierend und eurozentrisch dargestellt wird.

4. Ausblick und Folgerungen für den Unterricht und die Schulbuchentwicklung: Das Kapitel bietet didaktische Ansätze und Empfehlungen, wie durch eine rassismuskritische Perspektive und Multiperspektivität realistischere Afrikabilder im Unterricht vermittelt werden können.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und unterstreicht die Notwendigkeit einer reflexiven Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen in der Schule.

Schlüsselwörter

Schulbuchanalyse, Subsahara Afrika, Rassismus, Multiperspektivität, Interkulturalität, Stereotype, Vorurteile, Kolonialismus, Eurozentrismus, Diskriminierung, Bildungsmedien, Alltagsrassismus, Lehrerbildung, Didaktik, Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert kritisch, inwiefern deutsche Schulbücher rassistische oder stereotypisierende Inhalte über die Region Afrika südlich der Sahara vermitteln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Diskriminierung und Rassismus, die historische Konstruktion des "Afrikabildes" sowie didaktische Strategien zur Dekonstruktion dieser Narrative.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob nach der Poenicke-Studie von 2001 eine Verbesserung der Darstellung stattgefunden hat und wie ein multiperspektivischer Blickwinkel zukünftig gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine diskursanalytische Untersuchung von Literatur und aktuellen Studien sowie eine exemplarische Analyse von Schulbuchbeispielen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen), die historische Herleitung rassistischer Narrative und die Untersuchung aktueller Schulbuchinhalte inklusive didaktischer Ausblicke.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rassismuskritik, Multiperspektivität, Kolonialismus, Stereotypisierung und eurozentrische Wahrnehmung charakterisiert.

Welche Rolle spielt der Kolonialismus in dieser Untersuchung?

Der Kolonialismus wird als historische Wurzel vieler bis heute existierender rassistischer Narrative und Schemata in Schulbüchern identifiziert, die oft zu einer Entmenschlichung oder Bagatellisierung führen.

Welche Rolle spielt die Lehrerinnen- und Lehrerbildung bei der Lösung des Problems?

Die Arbeit betont, dass Lehrkräfte durch rassismuskritische Bildungsangebote sensibilisiert werden müssen, um die eigene Wahrnehmung zu reflektieren und (Re)Produktion von Rassismus im Unterricht aktiv zu verhindern.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Rassismus in deutschen Schulbüchern. Die schulische Darstellung von Afrika südlich der Sahara
Universidad
University of Education in Schwäbisch Gmünd  (Soziologie)
Curso
Heterogenität, Ungleichheit und Inklusion
Calificación
1,0
Autor
Lucca Schneider (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
22
No. de catálogo
V1183705
ISBN (PDF)
9783346611512
ISBN (Libro)
9783346611529
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rassismus Schulbuchforschung Heterogenität Diskriminierung Stereotype Vorurteile Multiperspektivität
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lucca Schneider (Autor), 2021, Rassismus in deutschen Schulbüchern. Die schulische Darstellung von Afrika südlich der Sahara, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1183705
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