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Buenos Aires – eine neue Heimat? - Die Integration der deutschen Juden in der argentinischen Hauptstadt 1933-1939

Título: Buenos Aires – eine neue Heimat? - Die Integration der deutschen Juden in der argentinischen Hauptstadt 1933-1939

Tesis , 2007 , 61 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Daniela Höchtl (Autor)

Historia de Alemania - Nazismo, Segunda Guerra Mundial
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Im Zuge der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland im Jahre 1933 vollzog sich ein tiefgreifender Einschnitt für die deutsche Gesellschaft, in dessen Folge mit totalitärer und rassistischer Weltsicht von Anfang an gegen Oppositionelle und ethnisch definierte Gegner wie Juden und Roma vorgegangen wurde. Viele von ihnen wurden durch Bedrängung und Verfolgung zur Emigration gezwungen. Für Juden ebenso wie für die politischen Flüchtlinge bedeutete die Flucht eine Zäsur in ihrem Leben. Sie mussten ihre Heimat, Verwandte
und Freunde zurücklassen, verloren materielle Güter und erworbene Qualifikationen und erlebten psychische Extremsituationen. Doch auch wenn Emigration zwangsweise eintritt, so ermöglicht sie immer auch neue Erfahrungen und Lernprozesse in den Zufluchtsländern. Die Idee zu dieser Arbeit entstand durch eine Radiosendung im November 2006, in der Deutsche jüdischen Glaubens, die aus Bayern stammten und während des Dritten Reichs flüchten konnten, über ihre Emigrationserfahrungen berichteten und die Herausforderungen
schilderten, die sie durch die Umstellung von der bayerischen auf die unbekannte Kultur in Buenos Aires gezwungenermaßen meistern mussten. Viele denken heute bei der argentinischen Hauptstadt vor allem an die dort nach Kriegsende „schutzsuchenden“ Nationalsozialisten. Dass Buenos Aires jedoch während des Dritten Reichs nach den USA und Palästina zum wichtigsten Zufluchtsort für deutsch-jüdische Flüchtlinge wurde, in dem sich ab 1933 eine
kleine deutsch-jüdische Exil-Gemeinde bildete, ist nur den wenigsten bekannt. Auch im Landesinneren von Argentinien kam es zu Ansiedlungen. Da jedoch auf dem Land völlig andere Lebensbedingungen herrschten, die mit den Verhältnissen in der südamerikanischen Metropole nicht vergleichbar waren, soll sich diese Arbeit lediglich auf den Integrationsprozess der deutsch-jüdischen Einwanderer in Buenos Aires konzentrieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Flucht

2.1 Situation der Juden im Dritten Reich

2.2 Umfang, Berufs- und Sozialstruktur der deutsch-jüdischen Argentinien-Emigration 1933-1939

2.3 Fluchtziel Argentinien

3. Ankunft in Argentinien

3.1 Integrationsprobleme

3.2 Erste Anlaufstellen

3.2.1 Der Hilfsverein deutschsprechender Juden

3.2.2 Andere Anlaufstellen

3.3 Lebensverhältnisse in Buenos Aires

4. Die Integration der deutsch-jüdischen Einwanderer in Buenos Aires

4.1 Die berufliche Integration und wirtschaftliche Leistung der deutschen Juden

4.2 Die sprachliche Integration

4.3 Beziehungen zur deutschen Gemeinde in Buenos Aires

4.4 Religiöses und kulturelles Leben

4.5 Die deutschsprachigen Medien

4.6 Integrationsbemühungen durch Bildungseinrichtungen

5. Buenos Aires – eine neue Heimat?

5.1 Exil – Emigration – Assimilation

5.2 Assimilationsgrad und Identität der Einwanderergeneration

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Diplomarbeit untersucht den Integrationsprozess deutsch-jüdischer Flüchtlinge, die zwischen 1933 und 1939 vor dem nationalsozialistischen Regime nach Buenos Aires flohen. Ziel der Arbeit ist es zu analysieren, wie sich diese Bevölkerungsgruppe in die soziokulturellen Strukturen der argentinischen Hauptstadt eingliederte, welche Rolle Hilfsorganisationen dabei spielten und ob Buenos Aires für die erste Einwanderergeneration tatsächlich zu einer neuen Heimat wurde.

  • Fluchtbewegungen und Motive für das Ziel Argentinien
  • Aufbau sozialer Infrastrukturen durch Hilfsvereine
  • Berufliche und sprachliche Integration sowie ökonomische Anpassung
  • Kulturelles und religiöses Leben im Exil
  • Konflikte und Identitätsfindung zwischen alter und neuer Heimat

Auszug aus dem Buch

3.1 Integrationsprobleme

Das Exil bedeutete den Abschied vom gewohnten Umfeld, zu dem die Erfahrung der Fremde mit neuer Sprache und Kultur trat. Teilweise ohne Pass, Visum und Geld sowie mit ungenügenden Sprachkenntnissen waren die Flüchtlinge gezwungen, so schnell wie möglich eine neue Existenz aufzubauen und sich zu integrieren. Obwohl die wenigsten nur mit den legendären „10 RM“ einreisten, blieb ihnen nach der kostspieligen Überfahrt meist nicht viel mehr als das übrig, weshalb viele Länder kein Interesse zeigten, diesen „Sozialfällen“ Asyl zu gewähren. Ein weiteres finanzielles Problem stellte auch der in Argentinien fehlende gesetzliche Arbeiterschutz dar, der ein großes Risiko mit sich brachte. So bedeuteten nicht nur Feiertage einen Lohnausfall, sondern auch Krankheit. Zudem mussten die Arbeiter für Medikamente und Arztbesuche selbst aufkommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der historischen Zäsur durch die NS-Machtergreifung und Erläuterung des Fokus auf den Integrationsprozess deutsch-jüdischer Flüchtlinge in Buenos Aires.

2. Die Flucht: Analyse der Ursachen der Auswanderungswellen, der Berufs- und Sozialstruktur der Emigranten sowie der administrativen Hürden bei der Wahl Argentiniens als Fluchtziel.

3. Ankunft in Argentinien: Untersuchung der ersten Monate nach der Ankunft, der Bedeutung von Hilfsvereinen für die Erstversorgung und der schwierigen Lebensverhältnisse in der Hauptstadt.

4. Die Integration der deutsch-jüdischen Einwanderer in Buenos Aires: Umfassende Betrachtung der beruflichen, sprachlichen und soziokulturellen Anpassungsprozesse sowie der Rolle jüdischer Organisationen, Medien und Bildungseinrichtungen.

5. Buenos Aires – eine neue Heimat?: Kritische Prüfung des Assimilationsgrades und der Identitätsentwicklung der ersten Einwanderergeneration auf Basis soziologischer Theorien.

6. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse, die verdeutlicht, dass eine vollständige Integration und emotionale Identifikation mit dem Aufnahmeland erst für die nachfolgenden Generationen möglich wurde.

Schlüsselwörter

Deutsch-jüdische Emigration, Buenos Aires, Integration, Assimilation, Hilfsverein deutschsprechender Juden, Nationalsozialismus, Exil, Argentinien, Jüdische Kulturgemeinschaft, Pestalozzischule, Identität, Soziokulturelle Anpassung, Flucht, Sprachintegration, Exilforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Flucht und dem Integrationsprozess deutsch-jüdischer Flüchtlinge in Buenos Aires während der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1939.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die sozialen und wirtschaftlichen Startbedingungen, die Rolle jüdischer Hilfsorganisationen, die sprachliche und berufliche Eingliederung sowie das kulturelle Leben im Exil.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Die Untersuchung soll klären, ob und wie die deutsch-jüdischen Flüchtlinge in die argentinische Gesellschaft integriert wurden und ob Buenos Aires für sie zu einer echten neuen Heimat wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte historische Analyse unter Einbeziehung von Primärquellen wie Berichten von Hilfsvereinen, Zeitungsarchiven, Autobiographien und statistischen Daten.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Stationen der Flucht, die ersten Anlaufstellen nach der Ankunft sowie eine detaillierte Analyse der verschiedenen Lebensbereiche, in denen sich der Integrationsprozess vollzog.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Emigration, Exil, soziokulturelle Integration, Identitätsfindung und die Rolle deutsch-jüdischer Institutionen in Argentinien.

Welchen Stellenwert hatte der „Hilfsverein deutschsprechender Juden“?

Dieser Verein war die zentrale soziale Anlaufstelle, die Flüchtlingen bei der Arbeitssuche, Wohnungsbeschaffung und in medizinischen Notfällen half und somit die soziale Infrastruktur für die Neuankömmlinge schuf.

Warum war der Integrationsprozess der ersten Generation nur unvollständig?

Aufgrund der Fluchtumstände und des hohen Anpassungsdrucks bewahrte die erste Generation oft eine nostalgische Bindung an deutsche Traditionen, lebte in eigenen Milieus und scheute die politische Auseinandersetzung im Aufnahmeland.

Final del extracto de 61 páginas  - subir

Detalles

Título
Buenos Aires – eine neue Heimat? - Die Integration der deutschen Juden in der argentinischen Hauptstadt 1933-1939
Universidad
University of Passau
Calificación
1,3
Autor
Daniela Höchtl (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
61
No. de catálogo
V118388
ISBN (Ebook)
9783640211692
ISBN (Libro)
9783640211821
Idioma
Alemán
Etiqueta
Buenos Aires Heimat Integration Juden Hauptstadt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniela Höchtl (Autor), 2007, Buenos Aires – eine neue Heimat? - Die Integration der deutschen Juden in der argentinischen Hauptstadt 1933-1939, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118388
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