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Kolonialreich und Kolonialstaat

Globalisierung durch Imperialismus!?

Titel: Kolonialreich und Kolonialstaat

Seminararbeit , 2008 , 30 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stefan Wagner (Autor:in)

Politik - Geschichte der politischen Systeme
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Hausarbeit befasst sich inhaltlich mit dem Hauptthema „Kolonialreich und
Kolonialstaat – Globalisierung durch Imperialismus?!“, wobei hier im speziellen die deutsche Rolle
auf diesem Betätigungsfeld näher beleuchtet und geklärt werden soll, warum hierbei zumeist von
einem „Sonderfall“ die Rede ist. Die gesamte Untersuchung soll sich dabei auf die Grundannahme
stützen, ob das deutsche Kaiserreich, unabhängig eigener starker kolonialer und imperialer
Treibkräfte, letztendlich durch den Globalisierungsdruck den die Zeit mit sich brachte und auch die
Stellung innerhalb der europäischen Pentarchie aber auch immer mehr hinsichtlich des
weltumspannenden Prestiges zu imperialen Landnahme gezwungen wurde. Hierbei sollen die
starken Auswirkungen der so genannten ersten Globalisierungsphase hervorgehoben werden, die
selbst ein lange Zeit dem aktiven Kolonialismus abgeneigt gegenüberstehendes Land zum Agitator
werden ließen und hinsichtlich der Betrachtung der Auswirkungen vielleicht aufgezeigt werden, ob
es für die betroffenen Regionen nicht vorteilhafter gewesen wäre, wenn dieser Globalisierungsdrang
nicht so heftig gewesen wäre und abgesehen von wirtschaftlichen und politischen Belangen nicht
dieses Ausmaß an Prestige mit sich gebracht hätte.
Dazu werde ich zunächst einen kurzen Abriss der schon benannten ersten Globalisierungsphase
geben, in dem die wichtigsten Termini geklärt werden sollen, worauf sich dann eine
Charakterisierung der stärksten imperialen Phase ab ca. 1880 anschließt. Im Weiteren werde ich
dann zur speziell deutschen Betrachtung übergehen, indem ich mit den Anfängen des Kolonialismus
im Allgemeinen beginne, einen historischen Rückblick auf die kolonialen „Abenteuer“ vor dem 19.
Jahrhundert gebe, dann die Beweggründe und die innen- und außenpolitischen Voraussetzungen für
das 19. Jahrhundert beschreibe und dann zum aktiven und teils auch aggressiv auftretenden
Kolonialismus in besagtem Zeitraum übergehe und den Wandel von der kolonialen Ära unter
Bismarck und nach Bismarck darstelle. Danach soll eine Beschreibung der Kolonialargumentation
zeigen, was entgegen anfänglicher Ablehnung doch zum Kolonialerwerb führte, wie sich die
Argumentation letztlich in Organisationen manifestierte und wortmächtig wurde und dann sollen die
einzelnen Gebiete kurz genannt werden, um am Ende eine Bilanz der zwar recht kurzen aber in der
deutschen Historie und im gesamten Rahmen der Globalisierung nicht unbedeutenden Phase zu
ziehen und auf nachhaltige Auswirkungen zu blicken und diese hinsichtlich ihrer Integrations- und
auch Modernisierungsfunktion innerhalb der postkolonialen Welt zu beschreiben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Abriss der Ersten Globalisierungsphase mit spezieller Betrachtung hinsichtlich des Kolonialismus

3 Die deutsche Position im Spiegel der Globalisierung vor der eigenen Landnahme

4 Allgemeine Beweggründe für eine imperiale Landnahme

5 Der Deutsche Kolonialismus -Geschichte, Triebkräfte und Hindernisse -

5.1 Die Anfänge der Kolonialagitation

5.2 Die Organisation der Forderungen

5.3 Die Argumente der deutschen Kolonialdiskussion

5.4 Die tastende Expansion

5.5 Der Wandel nach der Ära Bismarck

6 Die Bilanz der Epoche und ihre Auswirkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle des deutschen Kaiserreichs im Kontext des Imperialismus und analysiert, inwiefern der wachsende Globalisierungsdruck sowie das Streben nach internationalem Prestige das Deutsche Reich trotz anfänglicher Zurückhaltung zur kolonialen Expansion zwangen.

  • Die Auswirkungen der ersten Globalisierungsphase auf die deutsche Außenpolitik.
  • Die Entwicklung und Organisation der deutschen Kolonialagitation im 19. Jahrhundert.
  • Die ökonomischen, politischen und sozialen Beweggründe für den Erwerb von Überseegebieten.
  • Die Bedeutung der Ära Bismarck im Vergleich zur späteren, aggressiveren Kolonialpolitik unter Wilhelm II.
  • Eine kritische Bilanz der Auswirkungen des deutschen Kolonialismus auf das Reich und die betroffenen Regionen.

Auszug aus dem Buch

5. Der Deutsche Kolonialismus - Geschichte, Triebkräfte und Hindernisse -

„Noch manches Eiland lockt und lauscht, aus Palmen und Bananen; Der Sturmwind braust, die Woge rauscht, Auf, freudige Germanen!“

„Obwohl der deutsche Kolonialbesitz überwiegend ein Ergebnis der Politik Bismarcks war, war dieser an sich der deutschen kolonialen Expansion wenig geneigt. Er fürchtete, daß Deutschland, das aufgrund seiner Mittellage schon in seiner kontinentalen Machtstellung dauernd gefährdet war, sich durch aktive Kolonialpolitik in zusätzliche weltpolitische Rivalitäten verstricken werde. Aber wie der Kanzler auch in manchen anderen Beziehungen nicht in der Lage war, sich dem Zug der Zeit zu widersetzen, konnte er dem ständig stärker werdenden Drängen der bürgerlichen Kräfte nach überseeischem Machterwerb nicht länger ausweichen.“ (Ernst Rudolf Huber)

„Das Gedankengut der deutschen Hegemonie war die geistige Schöpfung von Gelehrten und Intellektuellen. Es wurde an den wissenschaftlichen Fakultäten der Universitäten gelehrt und gelernt. Akademiker gehörten zu den Gründern und Unterstützern der deutschen kolonialen Förderorganisationen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Untersuchungsgegenstand und die zentrale Hypothese, dass das Kaiserreich durch Globalisierungsdruck und Prestigestreben in den Imperialismus gedrängt wurde.

2 Abriss der Ersten Globalisierungsphase mit spezieller Betrachtung hinsichtlich des Kolonialismus: Dieses Kapitel erläutert die Dynamiken der ersten Globalisierungsphase zwischen 1840 und 1914 sowie die Rolle der Weltreichslehre und des Sendungsbewusstseins.

3 Die deutsche Position im Spiegel der Globalisierung vor der eigenen Landnahme: Hier wird die nationale Aufbruchstimmung des Kaiserreichs analysiert, die koloniale Expansion als logische Folge nationaler Identitätsstiftung betrachtete.

4 Allgemeine Beweggründe für eine imperiale Landnahme: Das Kapitel beleuchtet den nationalen Leistungswettbewerb und das Autarkiestreben als treibende Kräfte hinter dem imperialistischen Vorgehen der europäischen Mächte.

5 Der Deutsche Kolonialismus -Geschichte, Triebkräfte und Hindernisse -: Dieser zentrale Abschnitt analysiert den Übergang von der kolonialen Zurückhaltung unter Bismarck hin zur aktiven, teils aggressiven Expansionspolitik und deren gesellschaftliche Organisation.

5.1 Die Anfänge der Kolonialagitation: Eine Untersuchung der internen Debatten, die Bismarck schließlich dazu zwangen, die koloniale Enthaltsamkeit aufzugeben.

5.2 Die Organisation der Forderungen: Dieses Unterkapitel beschreibt die Formierung kolonialer Fördervereine und deren wachsenden gesellschaftlichen Einfluss.

5.3 Die Argumente der deutschen Kolonialdiskussion: Hier werden Bevölkerungswachstum, wirtschaftliche Krisenbewältigung und die soziale Frage als Rechtfertigungsgrundlagen des Kolonialismus dargestellt.

5.4 Die tastende Expansion: Ein Überblick über die tatsächliche Inbesitznahme deutscher Schutzgebiete unter Bismarck, die durch diplomatische Vorsicht geprägt war.

5.5 Der Wandel nach der Ära Bismarck: Die Analyse der Kursänderung unter Wilhelm II. hin zu einem aggressiveren Imperialismus, der das Machtgefüge destabilisierte.

6 Die Bilanz der Epoche und ihre Auswirkungen: Das Fazit zieht eine Bilanz der deutschen Kolonialzeit, die sich als ökonomisches Verlustgeschäft erwies und für die betroffenen Völker gravierende soziale Folgen hatte.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Imperialismus, Deutsches Kaiserreich, Kolonialismus, Bismarck, Weltreichslehre, Sendungsbewusstsein, industrielle Revolution, Konkurrenzdenken, Schutzgebiete, soziale Frage, Nationalismus, Weltpolitik, Interdependenz, Autarkie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem Deutschen Kaiserreich und dem aufkommenden Imperialismus im Zuge der ersten Globalisierungsphase.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die deutsche Kolonialgeschichte, die sozioökonomischen Triebkräfte des 19. Jahrhunderts und die Rolle nicht-staatlicher Akteure in der Kolonialagitation.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die Untersuchung geht der Frage nach, ob das Kaiserreich aufgrund eigener imperialer Bestrebungen oder unter dem erzwungenen Druck der globalen Bedingungen zum Kolonialmacht-Akteur wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine historische Analyse der politischen und gesellschaftlichen Diskurse sowie auf die Auswertung zeitgenössischer Dokumente und fachwissenschaftlicher Literatur.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Publikation im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf den Wandel der deutschen Kolonialpolitik – von der anfänglichen Zurückhaltung unter Bismarck bis hin zur aggressiven Expansionsphase nach dessen Ära.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Kernbegriffe sind Globalisierung, Imperialismus, deutsche Kolonialgeschichte, nationales Prestigestreben und die sozioökonomischen Auswirkungen des industriellen Wandels.

Wie bewertet der Autor den ökonomischen Nutzen der Kolonien für Deutschland?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Kolonialbesitz insgesamt ein Verlustgeschäft für das Reich war, da die Gewinne privatisiert wurden, während die Kosten zur Last der Allgemeinheit gingen.

Welche Bedeutung kommt der Person Otto von Bismarck in der Arbeit zu?

Bismarck wird als zögerlicher Akteur beschrieben, der den Kolonialerwerb lange Zeit als außenpolitisches Risiko betrachtete, sich aber dem innenpolitischen Druck und dem Konkurrenzdruck der Zeit letztlich beugen musste.

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Details

Titel
Kolonialreich und Kolonialstaat
Untertitel
Globalisierung durch Imperialismus!?
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Staat und Staatlichkeit
Note
1,3
Autor
Stefan Wagner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
30
Katalognummer
V118430
ISBN (eBook)
9783640216604
ISBN (Buch)
9783640216611
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kolonialreich Kolonialstaat Staat Staatlichkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Wagner (Autor:in), 2008, Kolonialreich und Kolonialstaat, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118430
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Leseprobe aus  30  Seiten
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