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Die Situation der katholischen Kirche in Ost-Berlin nach dem Mauerbau aus Perspektive der West-Berliner Gemeinde St. Matthias in Berlin-Schöneberg

Titel: Die Situation der katholischen Kirche in Ost-Berlin nach dem Mauerbau aus Perspektive der West-Berliner Gemeinde St. Matthias in Berlin-Schöneberg

Hausarbeit , 2021 , 19 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Mike Schuster (Autor:in)

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Oft haben sich Wissenschaftler mit der Rolle der katholischen Kirche in der DDR auseinandergesetzt. Dies will ich mit dieser Hausarbeit auch – wenn auch in begrenztem Rahmen – leisten. Zugleich möchte ich eine neue Perspektive eröffnen, indem ich mich mit dem West-Berliner Blick von St. Matthias auf die Situation des politisch geteilten Bistums Berlin auseinandersetze.

Im ersten Teil meiner Hausarbeit möchte ich mich auf bereits bestehende Forschung zur Situation der katholischen Kirche in der DDR stützen, um einen fundierten Einstieg in die Thematik der Hausarbeit zu gewährleisten. Im zweiten Teil möchte ich mich näher mit der besonderen Rolle von St. Matthias in der Zeit der Teilung beschäftigen. Hierfür ziehe ich einerseits die Pfarrnachrichten von St. Matthias als Quelle heran, möchte mich andererseits aber auf der Basis eines Zeitzeugengesprächs mit dem damaligen Pfarrer, Edgar Kotzur, detailliert mit der damaligen West-Berliner Wahrnehmung der besonderen Situation für die Katholiken in Berlin auseinandersetzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die katholische Kirche in der DDR und ihre besondere Situation in Berlin

2.1 Die Zeit vor 1961

2.2 Mauerbau und die Zeit nach 1961

3. West-Berliner Perspektive – Die katholische Kirchengemeinde St. Matthias in Berlin-Schöneberg und die Situation in Ost-Berlin

3.1 Die katholische Kirchengemeinde St. Matthias in Berlin-Schöneberg

3.2 St. Matthias als ‚Konkathedrale‘ – die Pfarrnachrichten von St. Matthias und die Erinnerungen des ehemaligen Pfarrers von St. Matthias, Edgar Kotzur, als zeithistorisches Zeugnis

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle der katholischen Kirchengemeinde St. Matthias in West-Berlin während der deutschen Teilung, insbesondere ihre Funktion als inoffizielle Konkathedrale für das geteilte Bistum Berlin, und analysiert die Wahrnehmung der ostdeutschen Situation aus westlicher Perspektive anhand von Pfarrnachrichten und Zeitzeugengesprächen.

  • Die Situation der katholischen Kirche in der DDR und Berlin.
  • Die Funktion der St. Matthias-Gemeinde als spirituelles Zentrum für das geteilte Bistum.
  • Methodische Auswertung von Pfarrnachrichten als zeithistorische Quelle.
  • Analyse des "Mauer-Kreuzes" als Symbol der deutsch-deutschen Erinnerungskultur.
  • Die Perspektive von Zeitzeugen auf die innerkirchliche Teilung.

Auszug aus dem Buch

3.2 St. Matthias als ‚Konkathedrale‘ – die Pfarrnachrichten von St. Matthias und die Erinnerungen des ehemaligen Pfarrers von St. Matthias, Edgar Kotzur, als zeithistorisches Zeugnis

Nach dem Bau der Berliner Mauer erfüllt St. Matthias die Funktion einer inoffiziellen ‚Konkathedrale‘. Hier predigte u.a. der Erzbischof von München und Freising, Josef Kardinal Ratzinger am 21. Dezember 1979 beim Requiem für den Berliner Bischof Alfred Kardinal Bengsch. Die Bischöfe Meisner (1980) und Sterzinsky (1989) feiern ihre Einführung auf West-Berliner Seite ebenfalls hier.

Die beste Quelle für die Ereignisse dieser Zeit sind die Pfarrnachrichten von St. Matthias, die bis heute in der Regel drei- bis viermal im Jahr erscheinen. Teils kommt man mit den Pfarrnachrichten vor allem der Chronistenpflicht nach und informiert über anstehende Termine und Ereignisse, teils sind in den Pfarrnachrichten aber auch recht lebendige Berichte aus dem Gemeindeleben und zu zeitgeschichtlich relevanten Ereignissen zu finden. Natürlich handelt es sich hierbei nicht um historisch-kritische Texte, sondern um persönliche Schilderungen, von denen man keineswegs eine umfassende historische Richtigkeit und Genauigkeit erwarten kann.

Bevor wir tiefer in die relevanten Jahrgänge der Pfarrnachrichten einsteigen, ist mir folgende Beobachtung wichtig: Schwerpunktmäßig spielt in den Pfarrnachrichten das eigene Gemeindeleben eine Rolle. Weder die Situation in anderen Gemeinden – sei es im Ostteil oder im Westteil der Stadt – noch die allgemeine politische Lage spielen in den Pfarrnachrichten von St. Matthias eine große Rolle. Dass sich dies auch mit der Realität im Gemeindeleben deckt, bestätigt im Zeitzeugengespräch der damalige Pfarrer, Edgar Kotzur: „Jede Pfarrei hat ja so ihr eigenes Programm.“ Im Gespräch führt Kotzur weiter aus, dass Gemeinden damals wie heute stark von ihrem je eigenen Radius, also den eigenen Gemeindegrenzen, geprägt waren. Innerhalb dieses Radius fand und findet das Leben einer Kirchengemeinde statt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Fragestellung der Hausarbeit, die sich mit der besonderen Rolle der Gemeinde St. Matthias im geteilten Bistum Berlin befasst und als Quellenbasis Pfarrnachrichten sowie Zeitzeugengespräche verwendet.

2. Die katholische Kirche in der DDR und ihre besondere Situation in Berlin: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Berliner Bischöfe während der DDR-Zeit sowie die allgemeine schwierige Situation der Kirche unter staatlichen Repressionen und der politischen Teilung.

3. West-Berliner Perspektive – Die katholische Kirchengemeinde St. Matthias in Berlin-Schöneberg und die Situation in Ost-Berlin: Das Kapitel beleuchtet die Historie der Gemeinde St. Matthias und ihre Entwicklung zur inoffiziellen Konkathedrale, wobei die Wahrnehmung des geteilten Bistums im Fokus steht.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Kirchengemeinden stark auf ihren eigenen Radius fokussiert waren und betont die Bedeutung von Symbolen wie dem Mauer-Kreuz für die Erinnerungskultur.

Schlüsselwörter

Katholische Kirche, DDR, St. Matthias, Berlin, Bistum Berlin, Mauerbau, Konkathedrale, Edgar Kotzur, Pfarrnachrichten, Erinnerungskultur, Zeitzeuge, deutsch-deutsche Teilung, politische Abstinenz, Mauer-Kreuz, Glaubenspraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle der katholischen Kirchengemeinde St. Matthias in West-Berlin in der Zeit des Mauerbaus und der Teilung Berlins, wobei ein Fokus auf der Funktion als inoffizielles spirituelles Zentrum für das geteilte Bistum liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind das Spannungsfeld zwischen Kirche und DDR-Staat, die institutionelle Situation des geteilten Bistums Berlin und die alltägliche kirchliche Wahrnehmung der Teilung aus einer West-Berliner Perspektive.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Kirchengemeinde St. Matthias die Situation des geteilten Bistums Berlin wahrgenommen hat und inwieweit sie als Ort für bischöfliche Handlungen und als Identifikationspunkt fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Primärquellen, insbesondere Pfarrnachrichten der Gemeinde, ergänzt durch ein qualitatives Zeitzeugengespräch mit dem ehemaligen Pfarrer Edgar Kotzur sowie wissenschaftliche Literatur zur Kirchengeschichte in der DDR.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung des Bistums Berlin, die spezifischen Herausforderungen der katholischen Kirche in der DDR und die Funktion der Pfarrei St. Matthias als zeithistorisches Zeugnis durch Pfarrdokumente und Kunstwerke.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Konkathedrale, Bistum Berlin, Pfarrnachrichten, Mauerbau, kirchliche Zeitgeschichte und Erinnerungskultur.

Warum wurde die St. Matthias-Kirche als "Konkathedrale" bezeichnet?

Nach der Teilung Berlins war die St. Hedwigs-Kathedrale für West-Berliner schwer erreichbar, weshalb St. Matthias zu einem zentralen Ort für bischöfliche Gottesdienste und Requiems für das gesamte, kirchenrechtlich weiterhin ungeteilte Bistum wurde.

Welche Bedeutung hat das "Mauer-Kreuz" für die Gemeinde?

Das Mauer-Kreuz dient als historisches Symbol für die Sehnsucht nach Überwindung der Teilung und dokumentiert die Erinnerungskultur der Gemeinde, da es zeitlich unmittelbar mit dem Aufbrechen der Mauer in Verbindung steht.

Spielte die politische Lage in den Pfarrnachrichten eine große Rolle?

Nein, die Pfarrnachrichten waren primär durch das eigene Gemeindeleben geprägt; die übergeordnete politische Lage trat nur punktuell bei großen bischöflichen Anlässen in den Berichten in den Vordergrund.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Situation der katholischen Kirche in Ost-Berlin nach dem Mauerbau aus Perspektive der West-Berliner Gemeinde St. Matthias in Berlin-Schöneberg
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Institut für Geschichte und Biographie)
Note
2,7
Autor
Mike Schuster (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
19
Katalognummer
V1184498
ISBN (PDF)
9783346611291
ISBN (Buch)
9783346611307
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Katholische Kirche DDR Berlin Bistum Berlin
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mike Schuster (Autor:in), 2021, Die Situation der katholischen Kirche in Ost-Berlin nach dem Mauerbau aus Perspektive der West-Berliner Gemeinde St. Matthias in Berlin-Schöneberg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1184498
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Leseprobe aus  19  Seiten
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