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Die Logik des kollektiven Handelns

Titel: Die Logik des kollektiven Handelns

Facharbeit (Schule) , 2020 , 11 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Gemeinschaftskunde / Sozialkunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit erklärt dem Leser, welche Auswirkungen rationales Verhalten Einzelner auf eine ganze Gruppe,
beziehungsweise auf eine gesamte Wirtschaft haben kann.
Theoretische Erklärung in Fachsprache werden durch leicht verständliche und alltägliche Beispiele verständlich dargestellt.
Außerdem werden verwendete Fachbegriffe geklärt, Olsons Theorie nahstehende Denkmuster ebenfalls erläutert
und schlussendlich die Lehre Olsons kritisch betrachtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Klärung wichtiger Begriffe:

2.1 empirisch

2.2 Verhaltensmaxime

2.3 Rationalität

2.4 Kollektiv-/ Gemein-/ öffentliches Gut

2.5 latent

2.6 Partikularinteresse

2.7 Makroebene

2.8 Mikroebene

3. Trittbrettfahrer

4. Die Logik des kollektiven Handelns- das Problem der Gruppengröße

4.1 Grundtypen der Gruppen

4.2 Privilegierte Gruppen

4.3 Mittelgroße Gruppen

4.4 Latente Gruppen

5. Selektive Anreize

5.1 Theorie des Nebenprodukts

6. Kritik an der Theorie

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, Mancur Olsons Theorie zur Logik des kollektiven Handelns auf Basis des Rational-Choice-Modells verständlich zu erläutern und ihre Anwendbarkeit sowie Grenzen kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlagen des Rational-Choice-Modells und des homo oeconomicus
  • Das Problem der Trittbrettfahrer in Kollektivgruppen
  • Einfluss der Gruppengröße auf den Durchsetzungsgrad von Interessen
  • Strategien zur Mobilisierung durch selektive Anreize und Nebenprodukte
  • Kritische Auseinandersetzung anhand aktueller Beispiele wie Wikipedia und Fridays For Future

Auszug aus dem Buch

4.4 Latente Gruppen

Latente Gruppen haben eine sehr große Mitgliederzahl, welche allerdings aber auch so einige Nachteile mit sich bringt, anders als man vermuten möchte, wenn man der „traditionellen Theorie der Gruppen“ Glauben schenkt. Olson nennt diese Art der Gruppe „latent“, da sie nach ihm „eine latente Macht oder Fähigkeit zum Handeln hat“, die vor allem durch die große Mitgliederzahl verursacht wird. Durch sie spürt das einzelne Individuum, aufgrund nur wenig vorhandener persönlicher Interaktionen und Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Beteiligten, kaum bis keinen Anreiz, sich an der Beschaffung oder Bereitstellung eines Kollektivgutes zu beteiligen. Denn genau dieser Einsatz kann in großen Gruppen oft schlichtweg einfach nicht registriert werden, beziehungsweise macht nicht einen allzu großen Teil des Gesamten aus, weshalb gerade Menschen der Verhaltensmaxime des homo oeconomicus unter solcherlei Umständen oft keine Motivation sehen, sich für das Gemeingut einzusetzen oder gar Kosten aufzubringen, es deshalb gleich unterlassen, aber trotzdem vom Nutzen profitieren und so schlussendlich zum Trittbrettfahrer werden. Das free-rider-problem wird größer, da dieses Verhaltensmuster nicht nur in Einzelfällen auftritt.

So entstehen enorme Probleme in der Organisation eines öffentlichen Gutes und ebenso eine suboptimale Handlungsfähigkeit der Gruppe. Doch dafür sah Mancur Olson eine Lösung: selektive Anreize. Sie sollen unter anderem helfen, die Macht des Kollektivs zu mobilisieren (siehe 5).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Gruppentheorie ein und erläutert Olsons Ansatz, der den Fokus auf rationales Handeln legt.

2. Klärung wichtiger Begriffe: Hier werden zentrale Konzepte wie Rationalität, Kollektivgut, Mikro- und Makroebene definiert, um das Verständnis der Arbeit zu gewährleisten.

3. Trittbrettfahrer: Dieses Kapitel erläutert das Kernproblem, bei dem Individuen Kollektivgüter nutzen, ohne einen eigenen Beitrag zu deren Bereitstellung zu leisten.

4. Die Logik des kollektiven Handelns- das Problem der Gruppengröße: Es wird der Zusammenhang zwischen Gruppengröße und dem Durchsetzungsgrad von Interessen untersucht sowie Gruppen in verschiedene Typen unterteilt.

5. Selektive Anreize: Dieses Kapitel beschreibt Strategien, um durch gezielte Anreize das Trittbrettfahrer-Problem zu umgehen und Mitglieder zur Teilnahme zu bewegen.

6. Kritik an der Theorie: Hier werden Gegenbeispiele wie Wikipedia diskutiert, um die Grenzen der Theorie Olsons wissenschaftlich zu hinterfragen.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Olsons Theorie trotz notwendiger selektiver Anreize ein wichtiges Instrument zum Verständnis organisierter Gruppen bleibt.

Schlüsselwörter

Mancur Olson, Kollektives Handeln, Trittbrettfahrer, Rational-Choice-Modell, Homo oeconomicus, Kollektivgut, Gruppengröße, Latente Gruppen, Selektive Anreize, Theorie des Nebenprodukts, Interessengruppen, Sozialwissenschaften, Gemeingut, Interessenvertretung, Suboptimalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Theorie des kollektiven Handelns von Mancur Olson, insbesondere die Frage, warum Individuen in großen Gruppen oft nicht aktiv an gemeinsamen Zielen mitwirken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Dynamik zwischen individueller Rationalität und Gruppeninteressen, das Phänomen des Trittbrettfahrers sowie die Rolle von Anreizstrukturen bei der Bildung kollektiver Organisationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Olsons Theorie verständlich zu vermitteln und ihre Relevanz sowie Kritikpunkte im Kontext realer gesellschaftlicher Phänomene darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse des Rational-Choice-Modells und nutzt eine vergleichende Betrachtung durch Fallbeispiele und Kritikansätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Analyse des Trittbrettfahrer-Problems, die Typisierung von Gruppen nach ihrer Größe sowie die Lösungsmöglichkeiten durch selektive Anreize.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Trittbrettfahrer, Kollektivgut, Rational-Choice-Modell, latente Gruppen und selektive Anreize.

Wie unterscheidet Olson zwischen privilegierten und latenten Gruppen?

Während in privilegierten Gruppen die Interaktion hoch und der Trittbrettfahrer-Effekt gering ist, mangelt es in latenten Gruppen an persönlicher Interaktion, was das Trittbrettfahren begünstigt.

Warum wird Wikipedia im Kapitel zur Kritik als Gegenbeispiel angeführt?

Wikipedia widerspricht Olsons Theorie, da sich Millionen Autoren ohne nennenswerte selektive Anreize oder monetäre Belohnung kontinuierlich am Aufbau eines Kollektivgutes beteiligen.

Inwiefern können selektive Anreize negativ besetzt sein?

Negative selektive Anreize können als Zwang, Druck oder Bestrafung (wie soziale Ausgrenzung) wirken, um Mitglieder zur Einhaltung der Gruppennormen zu bewegen.

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Details

Titel
Die Logik des kollektiven Handelns
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
11
Katalognummer
V1184695
ISBN (PDF)
9783346609649
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mancur Olson Homo oeconomicus Trittbrettfahrer Logik des kollektiven Handelns "Rational-Choice" Kollektivgüter Theorie des Nebenprodukts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Die Logik des kollektiven Handelns, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1184695
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Leseprobe aus  11  Seiten
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