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Die Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen in Deutschland. Einfluss auf die Berufswahl

Eine empirische Untersuchung

Title: Die Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen in Deutschland. Einfluss auf die Berufswahl

Bachelor Thesis , 2020 , 71 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniela Rasch (Author)

Nursing Science - Nursing crisis
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Summary Excerpt Details

Die Bachelorarbeit setzt sich mit dem Pflegenotstand in Deutschland auseinander. Sie untersucht, welchen Einfluss die Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen auf die Berufswahl haben. Die Gesundheitswirtschaft erzielte 2018 knapp 370 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung laut dem Bundesministerium für Gesundheit.

Eine Vielzahl von Selbstzahlerleistungen, sogenannte IGeL-Leistungen (Individuelle Gesundheit Leistungen) werden den Patienten in privat geführten Kliniken angeboten beziehungsweise auch angepriesen. Kommunale Krankenhäuser sind hiervon nicht ausgenommen, aber IGeL-Leistungen werden hier nicht so stark fokussiert wie in privatisierten Einrichtungen.

Zusätzlich wird einem Kassenpatienten ein Einzel- oder Zwei-Bettzimmer gegen einen Aufschlag, den er selbst bezahlen muss, angeboten. Krankenhäuser, die unter keiner kommunalen beziehungsweise staatlichen Trägerschaft stehen, haben auch selten Tarifverträge mit der zuständigen Gewerkschaft verdi. Sie bezahlen nach sogenannten Haustarifverträgen, meist weit unter dem Niveau von Gewerkschaften oder dem des öffentlichen Dienstes. Dies hat zur Folge, dass eine hohe Fluktuation entsteht und ein permanenter Wechsel der Belegschaft in der Einrichtung stattfindet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Darstellung des Themas

1.1 Politische Hintergründe zur Pflege

1.2 Kurzinformation zur Arbeit

2. Methodik

2.1 Forschungsfrage bzw. Hypothese

3. Politische Detailinformationen und Statistiken

3.1 Krankenhausbarometer Allgemeinstation

3.2 Krankenhausbarometer Intensivpflege

3.3 Vakanzzeit

3.4 Studie Zufriedenheit Pflegepersonal

4. Studiendesign und Zielgruppe

4.1 Datenschutz

5. Ergebnisse persönlicher Daten

5.1 Alter und Geschlecht der Studienteilnehmer

5.2 Anteil von Pflegekräften der Befragten in Prozent

6. Ergebnisse bezüglich der Arbeitsbedingungen

6.1 Schichtarbeitsmeinung

6.2 Ansicht über die Bezahlung in Pflegeberufen

6.3 Körperliche Belastung

6.4 Dokumentationspflicht

6.5 Besetzung in Kliniken und Pflegeheimen

6.6 Einstellungen zu Überstunden

6.7 Kurze Schichtwechsel

7. Persönliche Fragen

7.1 Selbsteinschätzung zum Thema Tod

7.2 Gesellschaftliche Achtung

7.3 Wiederergreifen/Ergreifen des Berufs

7.3.1 Wiederergreifen des Pflegeberufs

7.3.2 Ergreifung des Pflegeberufs

8. Fazit zur Arbeit

Zielsetzung und zentrale Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss von Arbeitsbedingungen auf die Berufswahl in Pflegeberufen in Deutschland empirisch zu untersuchen und zu analysieren, ob Faktoren wie Gehalt, Schichtdienst und Belastung Menschen von einem Einstieg in dieses Berufsfeld abhalten oder zur Abwanderung führen.

  • Analyse des Einflusses von Arbeitsbedingungen auf die Berufswahl.
  • Untersuchung der wahrgenommenen körperlichen und psychischen Belastung in der Pflege.
  • Evaluierung der gesellschaftlichen Wertschätzung und deren Auswirkung auf die Attraktivität des Berufs.
  • Prüfung des Zusammenhangs zwischen Personalschlüssel, Vakanzzeiten und dem allgemeinen Pflegenotstand.
  • Betrachtung von Handlungsansätzen zur Verbesserung der Attraktivität von Pflegeberufen.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung und Darstellung des Themas

In den heutigen Medien (Stand Dezember 2019 / Januar 2020) ist sie kaum noch wegzudenken – die Debatte über den Mangel an Pflegekräften. Täglich werden neue Meldungen veröffentlicht, wie der Bericht aus der Hannoversche Allgemeine Zeitung über Patienten, die auf einer Kinderintensivstation abgewiesen wurden, aufgrund von Personalmangel: „Allein in diesem Jahr habe die MHH (Medizinische Hochschule Hannover) 300 Mädchen und Jungen nicht aufnehmen können, darunter 100 Kinder mit lebensbedrohlichen Erkrankungen“, sagte Michael Sasse, leitender Oberarzt der Klinik. (Menkens, G. 2018).

Menschen werden in Notsituationen abgelehnt und akute oder auch lebensgefährliche Erkrankungen können nicht behandelt werden, da es an ausreichend Pflegepersonal mangelt. Dies ist nicht etwa auf einen temporären Notstand zurückzuführen, der nach wenigen Tagen oder Wochen wieder gelöst wird, sondern es ist ein zunehmend dramatisch werdender Zustand.

Der „Tagesspiegel“ berichtete erst kürzlich über die Charité in Berlin: „Personalmangel, ein umstrittener Todesfall und der politisch gewollte Anspruch, zur medizinischen Weltspitze zu gehören – an der Charité herrscht in diesen Tagen wieder Unruhe“ (Heine, 2020)

Es wird in ganz Deutschland zum Alltag werden, dass kranke und verletzte Personen aufgrund von Fachkräftemangel in Krankenhäusern abgelehnt werden oder Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, die zu lebensbedrohlichen Situationen führen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Darstellung des Themas: Einführung in die aktuelle Debatte um den Pflegenotstand in Deutschland und die Relevanz der Thematik für die Gesundheitsversorgung.

2. Methodik: Beschreibung des empirischen Forschungsdesigns, der Datenerhebung via Online-Umfrage und der Zielgruppenanalyse.

3. Politische Detailinformationen und Statistiken: Analyse von Krankenhausbarometern, Vakanzzeiten und der Wirksamkeit gesetzlicher Regelungen wie der Personaluntergrenzen-Verordnung.

4. Studiendesign und Zielgruppe: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise, der Sensibilisierung der Teilnehmer und der datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen.

5. Ergebnisse persönlicher Daten: Auswertung der soziodemografischen Daten der 370 Studienteilnehmer im Hinblick auf Alter, Geschlecht und berufliche Zugehörigkeit.

6. Ergebnisse bezüglich der Arbeitsbedingungen: Untersuchung der Einstellungen zu zentralen Arbeitsplatzfaktoren wie Schichtdienst, Bezahlung, körperlicher Belastung, Dokumentationspflicht und Überstunden.

7. Persönliche Fragen: Analyse der persönlichen Einstellung der Befragten zur Konfrontation mit dem Tod im Pflegealltag und zum gesellschaftlichen Ansehen des Pflegeberufs.

8. Fazit zur Arbeit: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse und Ableitung von Empfehlungen zur Steigerung der Attraktivität von Pflegeberufen.

Schlüsselwörter

Pflegenotstand, Arbeitsbedingungen, Fachkräftemangel, Pflegeberufe, Patientenversorgung, Schichtdienst, Bezahlung, Pflegeschlüssel, Krankenhausbarometer, Gesundheitsmanagement, körperliche Belastung, Dokumentationspflicht, Wertschätzung, Berufsattraktivität, Personalausstattung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss der verschiedenen Arbeitsbedingungen in deutschen Pflegeberufen auf die Wahl des Ausbildungsberufs und die allgemeine Attraktivität der Branche.

Welche Themenfelder stehen dabei im Vordergrund?

Zentrale Themen sind die Bezahlung, der belastende Schichtdienst, die physische Beanspruchung, die hohe Dokumentationspflicht sowie das gesellschaftliche Ansehen von Pflegekräften.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern schlechte Arbeitsbedingungen in der Pflege dazu führen, dass sich immer weniger Menschen für ein Berufsfeld entscheiden, das medizinisch und sozial von höchster Bedeutung ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin wendet eine empirische Methode an, basierend auf einer Online-Umfrage (SoSci Survey) mit 370 Teilnehmern, deren Ergebnisse statistisch ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Umfrageergebnisse detailliert im Vergleich zwischen Pflegekräften und Nicht-Pflegekräften und setzt diese in Bezug zu politischen Statistiken und gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich vor allem mit Begriffen wie Pflegenotstand, Arbeitsbelastung, Berufsattraktivität, Personalschlüssel und Gesundheitsmanagement beschreiben.

Welches spezifische Ergebnis liefert die Untersuchung zum Thema Tod in der Pflege?

Die Studie zeigt, dass Pflegekräfte eine deutlich höhere psychische Resilienz im Umgang mit dem Tod aufweisen als Nicht-Pflegekräfte, was eine wesentliche Eignungsvoraussetzung für diesen Beruf darstellt.

Wie bewerten die Teilnehmer die Dokumentationspflicht?

Die Dokumentationspflicht wird von einer Mehrheit als sinnvoll erachtet, jedoch kritisieren viele den durch Bürokratie entstandenen Zeitdruck, der zulasten der direkten Patientenbetreuung geht.

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Details

Title
Die Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen in Deutschland. Einfluss auf die Berufswahl
Subtitle
Eine empirische Untersuchung
College
University of Applied Sciences North Hesse; Munich
Grade
1,7
Author
Daniela Rasch (Author)
Publication Year
2020
Pages
71
Catalog Number
V1184809
ISBN (eBook)
9783346636621
ISBN (Book)
9783346636638
Language
German
Tags
Personalmangel Arbeitsbedingungen Pflegeberufe Mangel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Rasch (Author), 2020, Die Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen in Deutschland. Einfluss auf die Berufswahl, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1184809
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