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Der Umgang des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Deutschland mit esoterischen Inhalten

Title: Der Umgang des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Deutschland mit esoterischen Inhalten

Term Paper , 1998 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dipl. theol. Christoph Kaiser (Author)

Theology - Miscellaneous
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Diese Hausarbeit möchte zunächst Beispiele aufweisen für die offene Diskussion der beiden Positionen pro und contra Esoterik in den Programmen der öffentlich-rechtlichen Sender. Anschließend soll die Rolle dieser Sender bei der Vermittlung esoterischer Ansichten in Sendungen, die vordergründig gar nichts mit dieser Thematik zu tun haben, untersucht werden. In erster Linie werde ich mich dabei als Beispiel an die Serie „Die großen Rätsel“ (WDR) halten.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die offene Diskussion

3. Versteckte Esoterik im Fernsehen

4. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Umgang öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten in Deutschland mit esoterischen Inhalten und analysiert, inwieweit wissenschaftliche Vermittlungsstrategien durch populistische oder esoterische Narrative beeinflusst oder verdrängt werden.

  • Analyse von Positionen pro und contra Esoterik in TV-Programmen
  • Untersuchung der Vermittlung esoterischer Ansichten in dokumentarischen Formaten
  • Kritische Reflexion der Rolle des Fernsehens bei der Bildung von Allgemeinwissen
  • Gegenüberstellung von wissenschaftlicher Methodik und esoterischer Argumentationsmuster
  • Herausforderungen für eine zeitgemäße theologische und wissenschaftliche Kommunikation

Auszug aus dem Buch

Einführung

Die Geschichte der Esoterik im modernen Rahmen beginnt mit den Spiritisten und Okkultisten des 19. Jahrhunderts. Zahlreiche Elemente dieser Geistesströmungen sind bis heute aktuell in der Beweisführung und Weltsicht der Esoteriker. Deutlich wird dies zum Beispiel in Äußerungen wie der Erich von Dänikens, „jahrhundertelanges Nachdenken von klugen und sicherlich integren Gelehrten“ habe „weder Antworten noch Beweise erbracht zur Frage von Gott und den Göttern.“

Hier tritt bereits ein Musterbeispiel für esoterisches Denken auf, das schon typisch war für Okkultisten wie die Anhänger des „Golden Dawn“, nämlich einfach nur Antworten zu geben auf Probleme, die man selbst erfunden hat. Falsche und verfälschte Rückgriffe auf angebliches Geheimwissen alter Kulturen sind dafür nach wie vor en vogue: für die Okkultisten war es das Wissen der Druiden, obwohl das ja, laut Caesar, nur von Druidenmund zu Druidenohr weitergegeben wurde, für die Esoteriker sind es Ägypten, China und Tibet. Solche Verdrehungen sind sogar oft zwischen den Zeilen eingestanden, so z.B., wenn Gregoire Kolpaktchy sich wünscht: „Aus diesem Schweigen wird eine esoterische Ägyptologie entstehen können.“

Ausdehnen kann man diese Denkweise, die nach Geheimnissen sucht und nicht nach Antworten, auf alle Gebiete: Ursprüngliche Romane werden zu Tatsachenberichten, wie im Fall des „Picknick am Valentinstag“, einem Roman von Joan Lindsay von 1967, der noch heute durch die UFO- Literatur als Fallbeispiel geistert; oder der Volksglaube muss herhalten als Kramkiste für angeblich jahrhundertealte Mythen, wie der um die Vampire und Graf Dracula, der erstmals fassbar wird in Militärgerichtsakten der k.u.k.-Monarchie über eine geheimnisvolle Epidemie 1725 im serbischen Ort Kisolova, ohne jeden Bezug zum historischen Vlad Draculea Tepes aus dem 16. Jhd., der Zeit der Türkenkriege, den dann erst Bram Stoker 1897 herstellte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel skizziert die historische Entwicklung des modernen esoterischen Denkens und dessen Tendenz, durch pseudowissenschaftliche Argumentationsmuster Fakten zu ersetzen.

2. Die offene Diskussion: Hier wird analysiert, wie öffentlich-rechtliche Sender durch den Kontrast zwischen esoterischen Thesen und wissenschaftlichen Experten versuchen, eine ausgewogene Debatte darzustellen.

3. Versteckte Esoterik im Fernsehen: Dieses Kapitel deckt auf, wie in eigentlich seriösen Dokumentationen esoterische Inhalte subtil unter dem Deckmantel von Wissenschaftlichkeit präsentiert werden.

4. Schlussfolgerung: Die Arbeit plädiert für eine stärkere Verantwortung der Redaktionen bei der Wissensvermittlung und warnt vor einer schleichenden Akzeptanz manipulativer Darstellungsformen.

Schlüsselwörter

Esoterik, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Fernsehen, Wissenschaft, Pseudowissenschaft, Vermittlungsstrategien, Dokumentation, Argumentationsmuster, Bildungsauftrag, Religion, Geschichte, Manipulation, Medienkritik, Medienethik, Wissensvermittlung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht den Einfluss esoterischer Argumentationsweisen auf die Wissensvermittlung innerhalb öffentlich-rechtlicher Fernsehformate in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören die Abgrenzung von Wissenschaft und Pseudowissenschaft, die Darstellung religiöser und historischer Mythen in TV-Produktionen sowie die mediale Verantwortung bei der Informationsvermittlung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Fernsehen als Hauptbildungsvermittler zur Verbreitung einer unwissenschaftlichen Denkweise beitragen kann und welche Gegenstrategien möglich sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Analyse, die beispielhaft Sendereihen (wie „Die großen Rätsel“) und dokumentarische Beiträge untersucht und deren Argumentationslinien kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung offener Diskussionsformate und die Analyse „versteckter“ esoterischer Narrative, wobei konkrete Fernsehbeispiele auf ihre argumentative Struktur geprüft werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Esoterik, Medienkritik, Wissensvermittlung, Pseudowissenschaft und mediale Manipulation beschreiben.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Fernsehens?

Der Autor sieht das Fernsehen als ein Werkzeug, das gleichermaßen zur Aufklärung wie zur Manipulation geeignet ist, und fordert eine strengere Selbstkontrolle der Redakteure.

Welche spezifische Rolle spielen die Kirchen in diesem Kontext?

Der Autor betont, dass die Kirchen ihre Weltanschauungen aktiver und verständlicher in den öffentlichen Diskurs einbringen müssen, um in der Konkurrenz mit populistischen Esoterik-Formaten nicht zu unterliegen.

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Details

Title
Der Umgang des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Deutschland mit esoterischen Inhalten
College
University of Marburg  (ev. Theologie Fachbereich Praktische Theologie)
Course
Seminar
Grade
2,0
Author
Dipl. theol. Christoph Kaiser (Author)
Publication Year
1998
Pages
12
Catalog Number
V118483
ISBN (eBook)
9783640215461
ISBN (Book)
9783640215522
Language
German
Tags
Umgang Fernsehens Deutschland Inhalten Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. theol. Christoph Kaiser (Author), 1998, Der Umgang des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Deutschland mit esoterischen Inhalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118483
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