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Zur Bedeutung der Gesundheitswissenschaft für die Pflege am Beispiel der Gesundheitsförderung

Titre: Zur Bedeutung der Gesundheitswissenschaft für die Pflege am Beispiel der Gesundheitsförderung

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2006 , 32 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Diplom Pflegewirt (FH) Jörg Kußmaul (Auteur)

Santé - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Gesundheitswesen in Deutschland ist einem kontinuierlichen Reformwandel
ausgesetzt. Dieser wird durch einen steigenden wirtschaftlichen Druck, die
demographischen Entwicklungen der Bevölkerung sowie durch ein zunehmendes
chronisch-degeneratives Erkrankungsspektrum verursacht. Steigende Beitragssätze,
Zuzahlungen bei Medikamenten, Einschränkungen der Krankenkassenleistungen und
die Zweiklassenmedizin bewirken Verunsicherungen in der Bevölkerung.
Diese Rahmenbedingungen stellen hohe Anforderungen an das Pflegemanagement
sowie an das Pflegepersonal. Das Berufsbild Pflege wird mit umfangreichen
Belastungsfaktoren in Verbindung gebracht. Die Gesundheitswissenschaft
konstituiert sich gerade in Deutschland als junge Wissenschaft. Sie ist
gleichbedeutend mit der in den USA und anderen Ländern bereits etablierten
Wissenschaft Public Health. Die Gesundheitswissenschaft bietet Theorien und
Konzepte an, die eine Weiterentwicklung des Gesundheit- und Versorgungssystems
unterstützen können.
Im Folgenden soll nun untersucht werden, welche Bedeutung und Einfluss die
Gesundheitswissenschaft auf die Pflege hat. Darlegt werden soll dies am Beispiel der
Gesundheitsförderung in Pflegeberufen.
Im ersten Kapitel werden die Wissenschaftszweige der Gesundheits- und
Pflegewissenschaft bezüglich ihrer Entstehung und grundsätzlicher Inhalte
dargestellt. Das Kapitel wird auch auf die notwendigen Weiterentwicklungen im
Gesundheitswesen eingehen. Im zweiten Kapitel wird auf die Gesundheitsförderung
mit Ihren grundlegenden Inhalten, Ebenen und Methoden eingegangen. Im folgenden
dritten Kapitel werden von einer grundsätzlichen Beschreibung ausgehend die
Belastungen aufgezeigt, denen das Pflegepersonal ausgesetzt ist. Besonderes
Augenmerk wird darauf gelegt, wie die Gesundheitsförderung in der
Altenpflegeausbildung angewendet werden kann.
Im abschließenden vierten Kapitel werden die erlangten Erkenntnisse komprimiert
dargelegt und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Darstellung der Wissenschaftszweige in der Gesundheits- und Pflegewissenschaft

1.1 Pflegewissenschaft - Ursprung und Etablierung in Deutschland

1.2 Gesundheits- und Krankenpflege

1.3 Paradigmendebatte in der Pflege

1.4 Professionalisierung und Akademisierung in der Pflege

1.5 Definition von Gesundheitswissenschaft

1.6 Definition Gesundheit

1.7 Bezugsdisziplinen der Pflege- und Gesundheitswissenschaft

1.8 Aufgabenbereiche und Perspektiven der Gesundheitswissenschaft

2. Konzepte der Gesundheitsförderung

2.1 Gesundheitsförderung in Abgrenzung zur Prävention

2.2 Die Salutogenese von Antonovsky

2.3 Ottawa-Charta

2.4 Ebenen der Gesundheitsförderung

2.4.1 Personale Ebene

2.4.2 Verhaltensebene

2.4.2 Verhältnisebene

2.5 Methoden der Gesundheitsförderung

2.5.1 Gesundheitsaufklärung und –beratung

2.5.2 Gesundheitserziehung und –bildung

2.5.3 Gesundheitstraining und –selbsthilfe

2.6 Setting-Ansätze in der Gesundheitsförderung

3. Anwendung der Gesundheitsförderung in Pflegeberufen

3.1 Belastungen und Gesundheitsrisiken im Pflegeberuf

3.1.1 Psychische Anforderungen

3.1.2 Physische Anforderungen

3.1.3 Betriebliche Belastungen

3.2 Betriebliche Gesundheitsförderung

3.2.1 Leitbild und Führungsgrundsätze

3.2.2 Unternehmenskultur

3.2.3 Mitarbeiterpartizipation

3.3 Projekt Gesundheitsförderung in der Altenpflegeausbildung

4. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Gesundheitswissenschaft für den Pflegebereich und analysiert, wie Konzepte der Gesundheitsförderung eingesetzt werden können, um die Arbeitsbedingungen und die Gesundheit von Pflegekräften nachhaltig zu verbessern.

  • Wissenschaftliche Grundlagen der Gesundheits- und Pflegewissenschaft
  • Konzepte und Ebenen der Gesundheitsförderung
  • Methoden der Gesundheitsförderung in der Praxis
  • Belastungsanalyse und Gesundheitsrisiken in Pflegeberufen
  • Betriebliche Gesundheitsförderung als Strategie zur Ressourcenstärkung

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Salutogenese von Antonovsky

„Die Salutogenetische Fragestellung ist: Warum bleiben Menschen – trotz vieler potentiell gesundheitsgefährdender Einflüsse – gesund? Wie schaffen sie es, sich von Erkrankungen wieder zu erholen? Was ist das Besondere an Menschen, die trotz extremster Belastungen nicht krank werden?“ (Bengel u.a. 2001, S.24). Diese Fragestellungen beinhalten einen Paradigmenwechsel und damit einen neuen theoretischen Hintergrund zur Förderung von Gesundheit.

In seinem Modell beschreibt der amerikanisch-israelische Medizinsoziologe Antonovsky (1923 -1994) das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum mit den Polen Gesundheit/ körperliches Wohlbefinden und Krankheit/ körperliches Missempfinden. Gesundheit und Krankheit verhalten sich nicht dichotom, sondern es herrscht eine Gleichzeitigkeit von gesunden und kranken Tendenzen vor, deren Verhältnis lediglich zueinander variiert (vgl. Bengel u.a. 2001, S.32).

Die entsprechende Positionierung in dem Gesundheits-Krankheits-Kontinuum wird dabei von einer Reihe einerseits belastenden, risikoreicher und damit pathogenen Faktoren (psychosoziale, physische und biochemische Stressoren), andererseits auch mit entlastender, schützender und somit salutogener Faktoren (körperliche, psychische, materielle, soziale, kulturelle und makrostrukturelle Widerstandsressourcen), beeinflusst.

Die geistig-seelische Globalorientierung die er als Kohärenzsinn (sense of coherence = SOC) bezeichnet, wird von Ihm als zentrale Widerstandsressource beschrieben. Sie setzt sich zusammenfassend aus Verstehbarkeit (comprehen-sibility), Handhabbarkeit (manageability) und Bedeutsamkeit, Sinnhaftigkeit (meaningfulness) zusammen (vgl. Waller, o.J., S.22).

Das Modell setzt durch seine Komplexität hohe Anforderungen und ein umfassendes Verständnis zur praktischen Anwendung voraus. Es ist heute noch aktuell. In der Gesundheitsförderung ist es gerade wegen der Orientierung zur Gesundheit von großer Bedeutung und konnte sich deshalb im deutschsprachigen Raum etablieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Darstellung der Wissenschaftszweige in der Gesundheits- und Pflegewissenschaft: Das Kapitel führt in die historische Entwicklung und Akademisierung der Pflege in Deutschland ein und definiert die Gesundheitswissenschaft als eigenständige Disziplin.

2. Konzepte der Gesundheitsförderung: Hier werden zentrale theoretische Modelle wie die Salutogenese und die Ottawa-Charta sowie verschiedene Ebenen und Methoden der Gesundheitsförderung erläutert.

3. Anwendung der Gesundheitsförderung in Pflegeberufen: Dieser Abschnitt analysiert die spezifischen Belastungen des Pflegepersonals und zeigt praktische Ansätze zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Ausbildung auf.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Notwendigkeit von Reformen im Gesundheitswesen zusammen und plädiert für eine stärkere Etablierung gesundheitswissenschaftlicher Ansätze in der Pflegepraxis.

Schlüsselwörter

Gesundheitswissenschaft, Pflegewissenschaft, Gesundheitsförderung, Prävention, Salutogenese, Betriebliche Gesundheitsförderung, Pflegeberuf, Akademisierung, Patientenwohl, Arbeitsorganisation, Belastungsfaktoren, Gesundheitsressourcen, Ottawa-Charta, Kohärenzsinn, Burnout-Syndrom

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Relevanz der Gesundheitswissenschaft für die Pflege und wie Methoden der Gesundheitsförderung zur Verbesserung der beruflichen Situation beitragen können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Themen sind die theoretischen Grundlagen der Pflege- und Gesundheitswissenschaft, Konzepte der Salutogenese, verschiedene Strategien der Gesundheitsförderung und deren praktische Anwendung im Pflegealltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Nutzen gesundheitswissenschaftlicher Konzepte aufzuzeigen, um sowohl die Versorgungsqualität als auch die Gesundheit der Pflegenden durch gezielte Gesundheitsförderung zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse sowie der Auswertung von Studien und Projekten zur Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Gesundheitswissenschaft, die Darstellung von Modellen wie der Salutogenese und die konkrete Analyse von Belastungsfaktoren im Pflegeberuf sowie Lösungsansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Gesundheitsförderung, Salutogenese, Pflegewissenschaft, Belastungsanalyse und Betriebliche Gesundheitsförderung.

Wie unterscheidet sich Gesundheitsförderung von Prävention laut dem Autor?

Während die Prävention primär auf Risikominimierung und Krankheitsvermeidung zielt, konzentriert sich die Gesundheitsförderung auf die Stärkung von Ressourcen und die Entwicklung von Gesundheitspotenzialen.

Was wird unter dem salutogenetischen Ansatz verstanden?

Dieser Ansatz nach Antonovsky fragt nicht, was Menschen krank macht, sondern was sie trotz Belastungen gesund erhält und wie der Kohärenzsinn als Widerstandsressource gestärkt werden kann.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur für die Gesundheit der Pflegenden?

Eine positive Unternehmenskultur und klare Führungsgrundsätze sind entscheidend, da sie Partizipation ermöglichen und den Stressfaktor durch organisatorische Mängel in der Pflege reduzieren.

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Résumé des informations

Titre
Zur Bedeutung der Gesundheitswissenschaft für die Pflege am Beispiel der Gesundheitsförderung
Université
University of Applied Sciences Hamburg
Cours
Studienfach Gesundheitswissenschaft
Note
1,3
Auteur
Diplom Pflegewirt (FH) Jörg Kußmaul (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
32
N° de catalogue
V118511
ISBN (ebook)
9783640218240
ISBN (Livre)
9783640218608
Langue
allemand
mots-clé
Bedeutung Gesundheitswissenschaft Pflege Beispiel Gesundheitsförderung Studienfach Gesundheitswissenschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplom Pflegewirt (FH) Jörg Kußmaul (Auteur), 2006, Zur Bedeutung der Gesundheitswissenschaft für die Pflege am Beispiel der Gesundheitsförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118511
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Extrait de  32  pages
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