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Herausforderungen des internationalen Regierens - Möglichkeiten und Grenzen einer Demokratisierung internationaler Politik durch nichtsstaatliche Akteure (NGOs)

Title: Herausforderungen des internationalen Regierens - Möglichkeiten und Grenzen einer Demokratisierung internationaler Politik durch nichtsstaatliche Akteure (NGOs)

Seminar Paper , 2008 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Mirjam Rohloff (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Summary Excerpt Details

The seminar paper „Challenges of international governance – Chances and limits of nongovernmental
actors (NGOs) in democratizing international politics” deals with the role of
NGOs in international politics. Based on the assumption that the possibilities for NGOs to
influence international politics have increased since the 1990s, the paper aims at providing an
overview of chances and limits of the abilities of NGOs to democratize the global system of
governance.
Due to the phenomenom of political globalization and the changes it brings in international
politics, the transformation of national sovereignity presents new challenges for democratic
participation in transnational political organizations. NGOs play an ambivalent role in
possible solutions to the democratic deficit of international politics: on the one hand, they are
perceived as being a guarantor of democratization in international relations; on the other hand,
NGOs suffer from numerous democratic weaknesses themselves and are subject to various
scientific doubts and criticisms.
By giving an overview over the most prominent voices in the ongoing debate about the role of
NGOs in international politics, the paper concludes with a critical stock-taking of present
NGO activity and a positive outlook on the future.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Globalisierung

2.2 Non-Governmental Organisation (NGO)

3 Politik der Globalisierung und internationales Regieren

3.1 Politische Globalisierung

3.2 Spezifika des internationalen Regierens

4 Demokratisierung internationalen Regierens – Möglichkeiten und Grenzen internationaler NGOs

4.1 Neue globale Demokratiemodelle – Global Governance, deliberative Demokratie und die Rolle der Zivilgesellschaft

4.2 Potenziale und Limits der NGOs

5 Bestandsaufnahme – Einflussmöglichkeiten von NGOs anhand eines Fallbeispiels

6 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle nichtstaatlicher Akteure (NGOs) bei der Demokratisierung internationaler Politik. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob NGOs eine plausible Möglichkeit darstellen, das Demokratiedefizit internationaler Entscheidungsprozesse zu verringern, wobei sowohl ihr Potenzial als auch ihre strukturellen Grenzen kritisch analysiert werden.

  • Demokratiedefizite im Kontext politischer Globalisierung
  • Das Konzept der "Global Governance" und deliberative Demokratie
  • Ambivalente Rolle der NGOs zwischen Repräsentation und Abhängigkeit
  • Einflussmöglichkeiten von NGOs anhand konkreter Fallbeispiele

Auszug aus dem Buch

4.2 Potenziale und Limits der NGOs

NGOs sind zwar kein neues Phänomen in der internationalen Politik, doch wirklich anerkannt und einflußreich sind sie erst seit den frühen neunziger Jahren, in denen sie als geladene Teilnehmer der UN-Weltkonferenzen globale Politik mitgestalten konnten. Die 1990er wurden als „Dekade der NGOs“ bezeichnet (Brunnengräber et al. 2005), es wurde sogar von einer „NGOisierung der Weltpolitik“ (Lang, Susanne 1996, zit. nach Brunnengräber et al. 2005) gesprochen. Gründe für diesen Zeitpunkt liegen zum einen in dem Aufstieg nationaler zivilgesellschaftlicher Organisationen und sozialer Bewegungen während der siebziger und achtziger Jahre in den westlichen Industriestaaten, die ihren Erfolg dann auf internationaler Ebene fortsetzen konnten. Zum anderen spielen weltpolitische Veränderungen im Zusammenhang mit dem Ende des Kommunismus in Mittel- und Osteuropa eine große Rolle. Das Ende der totalitären Systeme brachte neue Hoffnungen auf bürgerliche Freiheiten und Gestaltungsräume sowie die Aussicht darauf, in Zukunft globale Probleme gemeinsam angehen zu können. Die durch das Ende der Blockkonfrontation freiwerdenden Finanzmittel könnten, so die hoffnungsvolle Erwartung, in umfassende Aktionen zugunsten ziviler Aufgaben umgewandelt werden (vgl. etwa: Finke 2005: 16 ff.).

NGOs galten als Garanten für eine Demokratisierung der Weltpolitik und sie genossen und genießen eine hohe Akzeptanz der Bevölkerung, die ihnen größeres Vertrauen von der Gesellschaft entgegenbrachte als den politischen Institutionen (vgl. Brunnengräber et al. 2005; WZB-Studie 2008). Zudem bieten NGOs eine Menge weiterer Möglichkeiten, mit denen sie demokratische Impulse in der Weltpolitik setzen können (vgl. alle Roth 2005: 103ff.): NGOs stellen durch ihre Teilnahme an den internationalen Verhandlungen neue Akteure mit einer neuen, kritischen Perspektive dar und sie sind in der Lage, neue Themen, die den Bürgern wichtig sind, auf die internationalen Agendas zu bringen. Mit ihren unkonventionellen Methoden und grenzüberschreitenden Formen der Mobilisierung erweitern sie die Methoden und Mittel der internationalen Politik und schaffen im Ansatz so etwas wie eine globale Öffentlichkeit für aktuelle Themen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Demokratiedefizits in der internationalen Politik ein und stellt die Rolle der NGOs als potenzielle "Hoffnungsträger" für eine deliberative Demokratisierung vor.

2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die für die Arbeit zentralen Begriffe der Globalisierung sowie der Non-Governmental Organisation (NGO) theoretisch fundiert und für den weiteren Verlauf präzise definiert.

3 Politik der Globalisierung und internationales Regieren: Es wird die politische Globalisierung analysiert und aufgezeigt, wie diese zur Erosion nationalstaatlicher Souveränität führt, was ein "demokratisches Dilemma" im internationalen Raum nach sich zieht.

4 Demokratisierung internationalen Regierens – Möglichkeiten und Grenzen internationaler NGOs: Hier werden Global-Governance-Konzepte diskutiert und sowohl die demokratischen Potenziale als auch die kritischen Schwachstellen, wie das Nord-Süd-Gefälle oder die Instrumentalisierung von NGOs, beleuchtet.

5 Bestandsaufnahme – Einflussmöglichkeiten von NGOs anhand eines Fallbeispiels: Anhand der Studien von Metzges wird der reale Einfluss von NGOs auf Verhandlungen (z.B. MAI) untersucht, wobei sich eine Diskrepanz zwischen Kooperation und Blockade zeigt.

6 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit resümiert, dass NGOs zwar ein Demokratisierungspotenzial besitzen, ihre tatsächliche Wirkung aber stark von staatlicher Akzeptanz und ihrer paradoxen Position zwischen Protest und Integration abhängt.

Schlüsselwörter

Demokratisierung, internationale Politik, NGOs, Globalisierung, Global Governance, Demokratiedefizit, Zivilgesellschaft, deliberative Demokratie, internationale Organisationen, politische Partizipation, Transparenz, Machtdifferenzen, internationale Beziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit nichtstaatliche Organisationen (NGOs) in der Lage sind, die internationale Politik demokratischer zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen das Demokratiedefizit bei internationalen Entscheidungen, die Rolle der Zivilgesellschaft im Global-Governance-Modell sowie die praktische Wirksamkeit von NGOs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Hypothese zu prüfen, ob NGOs durch ihre Repräsentationsfunktion und Kontrolle staatlicher Akteure tatsächlich zur Demokratisierung der internationalen Beziehungen beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf einer theoretischen Debatte über Demokratiemodelle basiert und diese mit empirischen Erkenntnissen aus Fallstudien abgleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, eine Analyse der politischen Globalisierung, eine theoretische Einordnung der NGOs in die Global Governance sowie eine praktische Bestandsaufnahme anhand von Fallbeispielen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Global Governance, Demokratiedefizit, zivilgesellschaftliche Akteure und das Demokratisierungspotenzial von NGOs geprägt.

Warum wird in der Arbeit von einem "Demokratisierungsparadox" gesprochen?

Dies bezieht sich darauf, dass NGOs zwar eine Demokratisierung internationaler Prozesse fordern, sie selbst aber oft hierarchisch organisiert sind und keine direkte demokratische Legitimation besitzen.

Welche Rolle spielt das "Nord-Süd-Gefälle" bei der Bewertung von NGOs?

Das Gefälle ist entscheidend, da NGOs aus Industrienationen oft besser ausgestattet sind und somit Machtstrukturen in internationalen Verhandlungen reproduzieren, anstatt sie aufzubrechen.

Zu welchem Ergebnis kommt die Arbeit in Bezug auf die Wirksamkeit von NGOs?

Die Arbeit kommt zu einem ambivalenten Ergebnis: NGOs haben zwar Bedeutung beim Agenda-Setting, ihre tatsächliche Macht ist jedoch stark durch die Offenheit der Staaten begrenzt.

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Details

Title
Herausforderungen des internationalen Regierens - Möglichkeiten und Grenzen einer Demokratisierung internationaler Politik durch nichtsstaatliche Akteure (NGOs)
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Course
Neue Formen des Regierens - Verständigungsorientierung in der internationalen Politik
Grade
1,0
Author
Mirjam Rohloff (Author)
Publication Year
2008
Pages
23
Catalog Number
V118523
ISBN (eBook)
9783640218325
Language
German
Tags
Herausforderungen Regierens Möglichkeiten Grenzen Demokratisierung Politik Akteure
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mirjam Rohloff (Author), 2008, Herausforderungen des internationalen Regierens - Möglichkeiten und Grenzen einer Demokratisierung internationaler Politik durch nichtsstaatliche Akteure (NGOs), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118523
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