Das Ziel dieser Arbeit ist die Durchführung einer systematischen Literaturstudie, um vorhandenes Wissen zum Thema virtuelle Teamarbeit und Unternehmenskultur aufzuzeigen, zusammenzufassen und zu strukturieren. Ebenso sollen mittels dieser Studie Forschungslücken und Widersprüche aufgedeckt und weitere, vertiefende Forschung in diesen Bereichen angeregt werden. Diese Arbeit konzentriert sich dabei insbesondere auf die Wechselwirkungen zwischen virtueller Teamarbeit und der Unternehmenskultur und geht der folgenden Forschungsfrage nach: "Wie beeinflussen sich Unternehmenskultur und virtuelle Teamarbeit gegenseitig?" Für die Strukturierung der Arbeit wird das Modell der Unternehmenskultur nach Edgar H. Schein zugrunde gelegt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Forschungsmethode
2.1 Geltungsbereich
2.2 Konzeptualisierung des Themas
2.3 Literatursuche oder -recherche
3 Literaturanalyse und -synthese
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Durchführung einer systematischen Literaturstudie, um das vorhandene Wissen über die Wechselwirkungen zwischen virtueller Teamarbeit und Unternehmenskultur aufzuzeigen, zu strukturieren und zusammenzufassen. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie beeinflussen sich Unternehmenskultur und virtuelle Teamarbeit gegenseitig?“
- Analyse der gegenseitigen Einflussfaktoren von Unternehmenskultur und virtueller Teamarbeit.
- Strukturierung der Ergebnisse anhand des Unternehmenskulturmodells nach Edgar H. Schein.
- Aufdecken von Forschungslücken und Widersprüchen in der aktuellen Literatur.
- Untersuchung der Rolle von Technologie, Vertrauen und Führung in virtuellen Arbeitsumgebungen.
- Ableitung von Empfehlungen für das Management im Hinblick auf Transformationsprozesse.
Auszug aus dem Buch
Die zweite (mittlere) Ebene der Unternehmenskultur betrifft nach Schein (Wien und Franzke 2014, 29 f.) die Werte und Normen einer Organisation, ihre Verhaltensstandards, Regeln, Richtlinien, Maximen sowie Ge- und Verbote.
Virtueller Teamarbeit liegen bestimmte Werte zugrunde. Hierzu zählen laut Chen und Corritore (2008) beispielsweise die Ansichten, dass virtuelle Arbeitsgruppen effektiv sind, dass die Möglichkeit, von überall und jederzeit arbeiten zu können grundsätzlich erstrebenswert ist und dass Informationstechnologie allgemein wertgeschätzt wird, da sie Mitarbeitende effektiver macht. Nach Huang und Trauth (2008) wirkt sich kulturelle Diversität als ein oft inhärentes Merkmal globaler virtueller Teams positiv auf Kreativität und Innovation aus und wird daher geschätzt. Gleichzeitig kann dieselbe kulturelle Diversität, wie auch schon bei den Faktoren der ersten Ebene des Unternehmenskulturmodells nach Schein erwähnt, zur Barriere für Kommunikation, Koordination und Teilen von Wissen werden. Daher wird parallel nach einer gemeinsamen globalen Kultur gestrebt. Erheblich dafür sind geteilte Werte und gemeinsame Ziele (Duncan und Schoor 2015; Ho und Klarissa 2009). Abdelrahman und Papamichail (2016) verweisen auf die Bedeutung einer geteilten Mission, Übereinstimmung und belohnender Anreize für erfolgreiches Teilen von Wissen. Kulturelle Diversität innerhalb eines virtuellen Teams kann beispielsweise auch zu Problemen durch unterschiedliches Verständnis von Zeit und damit zusammenhängenden Planungen, Schätzungen, Zusagen oder auch Verabredungen oder Terminen führen, begründet im unterschiedlichen Verständnis der jeweiligen Kulturen. Unternehmenskultur kann an dieser Stelle als Mediator dienen und die problematischen Auswirkungen abmildern, indem Richtlinien und Vereinbarungen aufgestellt werden, die beispielsweise für einheitliche Erwartungen bezüglich Antwortzeiten in asynchroner Kommunikation und Verbindlichkeit von Zeitzusagen sorgen können (Huang und Trauth 2008).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Thematik ein und definiert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der wechselseitigen Beeinflussung von Unternehmenskultur und virtueller Teamarbeit.
2 Forschungsmethode: In diesem Kapitel wird der methodische Ansatz der Literaturstudie erläutert, einschließlich der Einordnung des Geltungsbereichs und der detaillierten Beschreibung der Literatursuche.
3 Literaturanalyse und -synthese: Dieser Hauptteil strukturiert die identifizierten Forschungsergebnisse entlang der drei Ebenen des Unternehmenskulturmodells nach Schein und diskutiert die Auswirkungen auf virtuelle Teams.
4 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, identifiziert verbleibende Forschungslücken und gibt Ausblicke für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen sowie praktische Anwendungen.
Schlüsselwörter
Virtuelle Teamarbeit, Unternehmenskultur, Literaturstudie, Informationsmanagement, Digitalisierung, Veränderungsprozesse, Vertrauen, Wissensmanagement, Telearbeit, Unternehmenskulturmodell, Edgar H. Schein, Kollaborationstechnologie, virtuelle Organisation, Leistungsfähigkeit, Remote Work
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der wechselseitigen Beeinflussung von virtueller Teamarbeit und Unternehmenskultur in modernen Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Rolle der Führung, das Vertrauen in virtuellen Teams, der Einsatz von Kommunikationstechnologien sowie die Auswirkungen verschiedener Unternehmenskulturen auf die Zusammenarbeit.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand systematisch aufzuarbeiten, zu strukturieren und dabei Forschungslücken sowie Widersprüche aufzuzeigen, um ein ganzheitliches Verständnis für Transformationsprozesse zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin führt eine systematische Literaturstudie durch, deren Methodik auf den Leitfäden von vom Brocke et al. sowie der Taxonomie von Cooper basiert.
Was ist der inhaltliche Fokus des Hauptteils?
Der Hauptteil analysiert Literaturergebnisse, indem er sie konsequent in das Modell der drei Unternehmenskulturebenen nach Edgar H. Schein einordnet und auf die spezifische Situation virtueller Teams anwendet.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte umfassen virtuelle Teamarbeit, Unternehmenskultur, Digitalisierung, Wissensmanagement und Vertrauensbildung.
Welche Rolle spielt Technologie für die Unternehmenskultur?
Technologie wird nicht nur als Mittel zur Kommunikation gesehen, sondern auch als Ausdruck von Unternehmenskultur, die durch ihre Gestaltung Einfluss auf das Verhalten und die Arbeitsweise in virtuellen Teams nimmt.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Präsenzkultur?
Die Arbeit stellt fest, dass eine starke Präsenzkultur oft mit Nachteilen für virtuelle Teams verbunden ist und plädiert stattdessen für eine ziel- und ergebnisorientierte Kultur, die Offenheit und Kollaboration fördert.
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- Marlena Sadrowski (Author), 2018, Virtuelle Teamarbeit und Unternehmenskultur. Eine Literaturstudie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1185400