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Geldwäsche, Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte. Historische Entwicklung, Regelungsgehalt, rechtspolitische Zielsetzung

Titel: Geldwäsche, Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte. Historische Entwicklung, Regelungsgehalt, rechtspolitische Zielsetzung

Seminararbeit , 2021 , 30 Seiten , Note: 15

Autor:in: Julia Dziwniel (Autor:in)

Jura - Strafprozessrecht, Kriminologie, Strafvollzug
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Seminararbeit ist, das Thema "Geldwäsche" näher zu erläutern und sich sinnvoll mit dieser Problematik auseinanderzusetzen. Dabei erscheint es zunächst erforderlich, sich mit dem Geldwäschetatbestand auseinanderzusetzen und sich die historische Entwicklung anzuschauen. Anschließend erfolgt eine Analyse über die bestehenden Geldwäschetechniken und die Auslegung der Regelung.

Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt somit zunächst darin, das Phänomen der Geldwäsche zu verstehen und deren Auswirkungen und deren Bekämpfung zu veranschaulichen. Spezifisch wird dabei auf die rechtspolitische
Zielsetzung eingegangen. Abschließend wird das Thema mit einem persönlichen Fazit über die aktuelle Zielsetzung beurteilt. Der Regelungsgehalt der Norm wird genau erklärt und die einzelnen Tatbestandsvoraussetzungen des §261 StGB werden einzeln beschrieben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einführung

B. Bedeutung der Geldwäsche und Definition

I. Begriffliche Bestimmung

1. Kriminologischer Begriff der Geldwäsche

2. Rechtlicher Begriff der Geldwäsche

II. Finanzierung von Terrorismus

C. Überblick rechtlicher Grundlagen zur Geldwäsche

I. Internationale und Europäische Ebene

II. Nationale Ebene

D. Historische Entwicklung

I. Internationaler Ursprung

1. US- Presidents Commission von 1984

2. Wiener Konvention von 1988

3. FATF 1989

4. Konvention des Europarates von 1990

5. EG-Richtlinie vom 10. Juni 1991

II. Der heutige Tatbestand der Geldwäsche im StGB

1. Der ursprüngliche Tatbestand

2. Der Werdegang zum heutigen Tatbestand

a. Erweiterung auf Geldwäsche; Verschleierung unrechtmäßiger Vermögenswerte

b. Gesetz zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität vom 04.Mai 1998

c. Gesetz zur Verbesserung der strafrechtlichen Bekämpfung der Geldwäsche vom 11. Februar 2021

E. Regelungsgehalt der Norm

I. Rechtsgut

II. Anforderungen an die Vortat

III. Gegenstand

IV. Herrühren

V. Tathandlung

VI. Subjektiver Tatbestand

VII. Versuch, Regelbeispiele, persönlicher Strafaufhebungsgrund

F. Modelle und Techniken der Geldwäsche

I. Drei – Phasenmodell

1. Erste Phase: Placement (Platzierung oder Einspeisung)

a. Smurfing oder Structuring

b. Placement durch „Frontgesellschaften“

2. Zweite Phase: Layering (Verschleierung)

3. Dritte Phase: Integration

II.Zusammenfassung

G. Rechtspolitische Zielsetzung

I. Zielsetzung und Notwendigkeit der neuen Regelung

II. Schlussbemerkung zur rechtspolitischen Zielsetzung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Phänomen der Geldwäsche sowie die historische Entwicklung und Auslegung des §261 StGB in der Bundesrepublik Deutschland zu analysieren, um kritisch zu hinterfragen, ob die aktuelle rechtspolitische Ausrichtung zur Bekämpfung organisierter Kriminalität effektiv und zielführend ist.

  • Analyse des Geldwäschetatbestands im Wandel der Gesetzgebung.
  • Untersuchung des Phänomens und der Auswirkungen von Geldwäsche.
  • Darstellung der Drei-Phasen-Technik der Geldwäsche.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Ausweitung des Vortatenkatalogs.
  • Bewertung der Effektivität strafrechtlicher Mittel im Vergleich zum Abschöpfungsrecht.

Auszug aus dem Buch

F. Modelle und Techniken der Geldwäsche

Bei Geldwäsche handelt es sich nach dem bisherigen Gesagtem um ein Phänomen, bei dem illegal erlangte Vermögenswerte in den legalen Finanz und Wirtschaftskreislauf eingeschleust werden, um sie dadurch „reinzuwaschen“. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Vorgehensweisen herauskristallisiert.

I. Drei-Phasenmodell

Geldwäsche ist ein äußerst komplexer Vorgang bei dem zwar die Ausgangs und Endlage einfach erscheinen: Aus einer Straftat stammende Vermögenswerte werden einem Vorgang unterzogen, der dazu führt, dass sie nach seinem Durchlauf ihren illegalen Makel abgelegt haben. Es wurden bereits viele unterschiedliche Modelle entwickelt, die den Prozess des Geldwäschevorgangs repräsentieren. Das meist verwendete Modell ist das „dreigliedrige Phasenmodell“. Dieses Modell stammt anfänglich aus den Vereinigten Staaten und wurde in den 80er- Jahren vom dortigen Zoll ausgedacht, um die Geldwäsche aus dem Drogenhandel erfolgreich bekämpfen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Hintergrund der Geldwäsche und verdeutlicht die zunehmende Relevanz des Themas aufgrund globaler Vernetzung und moderner Kriminalitätsformen.

B. Bedeutung der Geldwäsche und Definition: Dieses Kapitel differenziert zwischen dem kriminologischen und dem rechtlichen Geldwäschebegriff und geht auf die damit verbundene Terrorismusfinanzierung ein.

C. Überblick rechtlicher Grundlagen zur Geldwäsche: Es werden die internationalen, europäischen und nationalen Rechtsgrundlagen dargestellt, die den Rahmen für die strafrechtliche Verfolgung bilden.

D. Historische Entwicklung: Dieses Kapitel zeichnet die Evolution des §261 StGB von den ersten internationalen Initiativen bis zu den jüngsten gesetzlichen Änderungen nach.

E. Regelungsgehalt der Norm: Hier werden die tatbestandlichen Voraussetzungen, das geschützte Rechtsgut und die Auslegung der einzelnen Normelemente detailliert analysiert.

F. Modelle und Techniken der Geldwäsche: Die Arbeit erläutert das Drei-Phasen-Modell, bestehend aus Placement, Layering und Integration, und beschreibt die konkreten Methoden der Täter.

G. Rechtspolitische Zielsetzung: Das abschließende Kapitel kritisiert die aktuelle Entwicklung des Straftatbestands und diskutiert die Effektivität des Konzepts der strafrechtlichen Geldwäschebekämpfung.

Schlüsselwörter

Geldwäsche, §261 StGB, Organisierte Kriminalität, Vortat, Geldwäschegesetz, Finanzkreislauf, Placement, Layering, Integration, Rechtspolitik, Kriminalitätsbekämpfung, Strafrecht, Vermögensdelikte, Terrorismusfinanzierung, Vortatenkatalog.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Dogmatik der Eigentums- und Vermögensdelikte, wobei der Fokus auf der Geldwäsche, ihrer historischen Entwicklung, ihrem Regelungsgehalt und der rechtspolitischen Zielsetzung liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Definition von Geldwäsche, die rechtlichen Grundlagen auf nationaler und internationaler Ebene, die verschiedenen Techniken der Geldwäsche sowie die kritische Analyse der strafrechtlichen Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Erläuterung der Geldwäscheproblematik und eine kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen rechtspolitischen Zielsetzung, insbesondere ob der Gesetzgeber mit der Ausweitung des §261 StGB die Bekämpfung organisierter Kriminalität tatsächlich fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche Analyse, die den Gesetzestext (§261 StGB), die historische Genese, internationale Richtlinien sowie die juristische Fachliteratur und Stellungnahmen auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die historische Entwicklung des Tatbestands, die systematische Analyse des Regelungsgehalts, die Darstellung von Geldwäschemodellen (Drei-Phasen-Modell) und eine rechtspolitische Evaluierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Geldwäsche, §261 StGB, Organisierte Kriminalität, Placement, Layering, Integration, Vortat, Geldwäschegesetz, Rechtspolitik.

Wie unterscheidet sich der rechtliche vom kriminologischen Geldwäschebegriff?

Der rechtliche Begriff ist enger gefasst und ergibt sich direkt aus den Tatbestandsmerkmalen des §261 StGB, während der kriminologische Begriff jeden Vorgang umfasst, der zur Verschleierung illegaler Herkunft von Erlösen dient.

Was kritisiert die Autorin an der jüngsten Entwicklung von §261 StGB?

Die Autorin kritisiert, dass durch die stetige Ausweitung des Tatbestands der Bezug zur organisierten Kriminalität verloren geht, die Norm unübersichtlich wird und nunmehr auch Bagatellkriminalität erfasst, was zu einer Überforderung der Strafverfolgungsbehörden führen kann.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geldwäsche, Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte. Historische Entwicklung, Regelungsgehalt, rechtspolitische Zielsetzung
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Dogmatik der Eigentums- und Vermögensdelikte
Note
15
Autor
Julia Dziwniel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
30
Katalognummer
V1185553
ISBN (PDF)
9783346617125
ISBN (Buch)
9783346617132
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geldwäsche verschleierung vermögenswerte historische entwicklung regelungsgehalt zielsetzung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Dziwniel (Autor:in), 2021, Geldwäsche, Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte. Historische Entwicklung, Regelungsgehalt, rechtspolitische Zielsetzung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1185553
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Leseprobe aus  30  Seiten
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